Am Ende....

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von mausdd 30.10.10 - 10:28 Uhr

Ich bin ziemlich am Ende und es fällt mir momentan alles unglaublich schwer. Für meinen Freund, was lange Zeit nur ein normaler, platonischer Freund war, habe ich mich von meinem Mann getrennt. Für meinen Mann waren keine Gefühle mehr da, weil unsere Ehe nur wie eine "Freundschaft" war und ich immer für alles Kinder, Haus etc. alleine da war und mir auch nie gesagt wurde das er mich liebt.
Mein Freund hat lange gebraucht ehe eh mir gesagt hat das er sich in mich verliebt hat und ich habe es auch lange versucht irgendwie zu übergehen, denn ich konnte ja nicht meine Familie kaputt machen. Nunja, es ist so gekommen dass ich mich damals doch getrennt habe und mein Freund trug mich auf Händen. Ich fühlte mich endlich wieder geliebt und habe gelernt selber wieder zu sagen "ich liebe dich". Ich liebe meinen Freund von ganzen Herzen und er mich. Am Anfang waren wir unzertrennlich, haben alles zusammen gemacht und ich war so stolz an seiner Seite sein zu dürfen. Seine Familie hat mich mit offenen Armen empfangen und ich hatte endlich eine richtige Schwiegerfamilie.
Nach knapp 2 Monaten hatten wir aber die ersten Probleme. Mein Freund war plötzlich von meinen Kindern genervt, musste immer mehr arbeiten (was auch wirklich so war) und trotzdem haben wir schöne Abende und Wochenenden miteinander verbracht. In der Zeit habe ich mir jedoch viele Gedanken gemacht und auch überlegt mich zu trennen. Wir waren auch zwischenzeitlich mal 2 Tage getrennt, aber wir haben uns gegenseitig so extrem gefehlt, dass wir immer wieder zueinander zurück gefunden haben. Ich habe alles für ihn gemacht und er auch für mich.
Nun leidet mein Freund jedoch auch seit fast 3 Jahren an Depressionen. Diese wurden behandelt und waren eigentlich auch so gut wie weg. In letzter Zeit hatte er aber immer wieder Stimmungstiefs, die mich immer mehr fertig gemacht haben. Ich habe versucht stark zu bleiben, auch wenn er mich doch mal angepflaumt hat. Auch habe ich alles immer versucht ihn aus diesen Tiefs heraus zu ziehen und hinterher war immer wieder alles top.
Seit 2 Wochen gibt es aber auf Arbeit immer mehr Stress mit den Chefs wegen massiver überschreitung der Arbeitszeit und extremen Dumpinglöhnen im Bezug auf die Arbeitszeit und das was er macht und er hat sich teilweise immer mehr zurück gezogen. Zum Schluss durfte er den Firmenwagen nicht mehr privat nutzen und ist daher auch nur noch am Wochenende zu mir gekommen bzw. ich zu ihm wenn die Kinder beim Vater waren. In der Woche haben wir uns bei ihm auf Arbeit oder bei mir auf Arbeit getroffen.
Tja und diese Woche eskalierte das ganze. Am Mittwoch hatte ich eine Fehlgeburt. Vorher hatte ich keinen Test gemacht, aber ich war mir ziemlich sicher, bis ich die ganzen Gewebeteile ausgeblutet hatte und gestern beim Arzt war.
Schon am Donnerstag war mein Freund total komisch und hat nur noch über seine Arbeit gemault und das er keine Lust mehr hatte. Und dass er nicht weiß ob er am Wochenende zu mir will. Er liebt mich, dass sagt er immer wieder aber ich verstehe das nicht. Gestern hat er sich den ganzen Tag nicht gemeldet. Nicht mal gefragt wie es beim Arzt war und abends habe ich ihn dann gefragt was das soll, warum er so zu mir ist. Daraufhin hat er gesagt dass ich ihn in Ruhe lassen soll und er erstmal selber damit klar kommen muss und wir es dabei belassen sollten dass ich meinen Weg alleine gehen soll. Eigentlich hatten wir schon Pläne für das nächste Wochenende gemacht und ich habe mich auch ehrlich auf dieses und nächstes Wochenende gefreut, aber ich habe keine Ahnung warum er mich liebt und mich nicht sehen will und so ohne mich leben möchte. Ich weiß es nicht und bin fix und fertig. Ich weiß, dass wir es nicht immer leicht hatten, aber es gibt irgend einen Grund für das Verhalten mir gegenüber, aber er will ihn nicht sagen. Das macht mich kirre.... Wenn ich es wenigstens wüsste, dann könnte ich zumindest versuchen damit abzuschließen, aber so sitze ich da und grübel darüber nach. Seit gestern abend nun habe ich nichts mehr von ihm gehört. Seine kalte, abweisende Art tat so weh.... und auch wenn es wieder Depressionen sind, ich kann durchs Telefon nicht helfen und er will sich auch nicht helfen lassen....
Danke fürs Zuhören, ich bin so traurig und habe keine Kraft mehr....#heul

Beitrag von rosenrot1974 30.10.10 - 12:18 Uhr

Das tut mir leid für Dich... Und auch wenn Du es nicht hören willst:

Das zeigt mal wieder, dass die Kirschen in Nachbars Garten nur so lange roter sind, wie sie in Nachbars Garten bleiben...

Jede "grosse Liebe" erliegt früher oder später dem Alltag und anstatt Haus und Hof zu verlassen für die nächste "grosse Liebe" wäre es wohl eher ratsam nach Lösungen für die bestehende zu suchen.

Ansonsten verläuft es wohl eher wie bei "Und täglich grüsst das Murmeltier".

Schade für Dich, schade für Deine Familie...

Rosenrot

Beitrag von berti54 30.10.10 - 16:16 Uhr

Es ist schade, dass deine neue Liebe am Ende ist. Na, warte mal ab. Gib ihm Zeit, vielleicht meldet er sich doch noch.
Ich widerspreche rosenrot. Ich finde es richtig, dass du dich damals von deinem Mann getrennt hast. Wenn die Liebe erloschen ist, macht es keinen Sinn, an der Ehe fest zu halten.
Vielleicht war deine Beziehung mit deinem Freund auch nur eine Übergangsbeziehung. Soll nach einer Trennung oft vorkommen. Wenn du dann wieder reif bist für eine neue Beziehung, wirst du wieder einen Partner finden.

Beitrag von redrose123 31.10.10 - 06:25 Uhr

Das mit der FG ist schwer für Dich aber auch für Ihn. Lass Ihm seine Zeit, und falls Ihr es hinbekommt halte deine Kinder da raus, eure Beziehung ist null gefestigt. Und eine Trennung haben sie ja schon durch....

Beitrag von coppeliaa 31.10.10 - 09:23 Uhr


"und auch wenn es wieder Depressionen sind, ich kann durchs Telefon nicht helfen und er will sich auch nicht helfen lassen"

früher schon mal depressionen und jetzt massiver stress mit stimmungslöchern... da könnte sich wieder was anbahnen.

als partnerin kann man in den wenigsten fällen helfen, schon gar nicht wenn er nicht will!

das beste was du tun kannst: ihn zu einem arztbesuch bewegen. mehr kanns du mmn nicht tun ...

alles gute!

Beitrag von mausdd 31.10.10 - 20:48 Uhr

Ja, ich weiß das das so ist. Und ich habe auch versucht ihn dazu zu bringen. Aber er will nicht mehr zum Arzt. Obwohl ich persönlich solche Ärzte nicht als schlimm empfinde. Einfach eben nur mal mit jemanden anderes reden. Aber er will nicht ....

Beitrag von holzlotte 02.11.10 - 14:36 Uhr

hallo,
ich kann gut verstehen, dass du am ende bist. und es wird für dich nicht leichter, wenn du an diesem mann festhälst und er sich keine professionelle hilfe holt. dieses zurückziehen ist ein klares zeichen für depressive verstimmungen und die jahreszeit dazu ist ja auch wieder da....
ich hatte selber mal depris und ich weiss nur allzu gut wie das ist. und das wichtigste jetzt ist, dass dein freund sich hilfe holt, ohne therapeutische hilfe kommt man aus ner depression nicht raus, das muss aber von ihm noch erkannt werden, denn ohne diese erkenntnis lässt man hilfe nicht zu.... du kannst nur da sein für ihn, wenn er sich meldet und dich braucht, ansonsten kannst du nichts tun nd bedrängen ist falsch, damit macht man bei nem depressiven nur noch alles schlimmer......

konzentrier dich erstmal auf dich selbst und deine kinder, das lenkt ab und das sind deine mittelpunkte im leben- und so tankst du auch neue kraft, denn die wirst du brauchen, wenn er dich um hilfe bittet....

alles gute wünsche ich dir
melanie