Kündigung !!!

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von yelda81 30.10.10 - 14:15 Uhr

Hallo,

meine Mutter (46 jahre) wurde von Ihrem AG gekündigt(seit 10 Jahren dort berufstätig) , weil Sie seit mehr als 10 Monaten krankgeschrieben ist hat sie letzten dienstag einen Aufhebungsvertrag kündigungsfrist von 4 Monaten und sonderbonus bekommen den hat sie aber nicht unterschrieben sie ist auch dazu noch 30 % behindert.

Sie weis nicht ob sie zum Arbeitsgericht gehen oder diese annehmen soll was wäre besser ?? hätte sie auch die chance mehr geld zu bekommen?

vielen dank

Beitrag von zwiebelchen1977 30.10.10 - 14:19 Uhr

Hallo

Die 30 % bringen ihr, rein Arbeitsrechtlich nichts.

Was will sie denn an Geld mehr haben?

Bianca

Beitrag von manavgat 30.10.10 - 14:45 Uhr

Sofort ab zu einer Anwältin, zunächst zwecks Beratung, damit sie keine Fehler macht.

Gruß

Manavgat

Beitrag von yelda81 30.10.10 - 14:53 Uhr


erst mal danke für die Antwort!


ehrlich gesagt, weiß sie auch nicht ob sie evtl einen recht auf abfindung hat und außerdem wird sie wahrscheinlich vom arbeitsamt eine sperre bekommen und kein recht auf arbeitslosengeld haben.#zitter

danke






Beitrag von zahlenhexe 30.10.10 - 14:42 Uhr

Auf gar keinen Fall nen Aufhebungsvertrag unterschreiben, weil sie damit alles akzeptiert. Und außerdem evtl eine Sperrzeit beim ALG bekommt. AG versuchen das gerne mit Aufhebungsverträgen, um sich den Ärger vom Hals zu halten.

Sie soll sich dringend einen Fachanwalt nehmen und mit diesem gemeinsam den Aufhebungsvertrag prüfen und danach das weitere Vorgehen entscheiden. Lieber ein paar Euros in den Anwalt investiert, als hinterher auf Rechte verzichtet zu haben.

Beitrag von myimmortal1977 30.10.10 - 22:55 Uhr

Ein Aufhebungsvertrag zieht eine Abfindung mit sich. In dem Aufhebungsvertrag einigen sich AG und AN gegen eine Summe X, dass der Vertrag meistens per sofort, in manchen Fällen auch nach einigen Wochen, Monaten aufgelöst wird.

Das was man Deiner Mutter da vorgelegt hat, ist sicherlich kein Aufhebungsvertrag, sondern eigentlich eine normale Kündigung mit entsprechender Kündigungsfrist.

So versucht man sie "günstig" aus dem Unternehmen zu bekommen.

Entscheidend bei der Frage, ob eine Kündigung vor dem Arbeitsgericht bei Krankheit standhalten würde ist, welche Prognose Deine Mutter zum Thema ihrer Gesundheit hat.

Wenn sie mit großer Annahme noch lange krank geschrieben sein wird, kann es sein, dass der Richter entscheidet, dass sie für das Unternehmen nicht mehr länger tragbar ist und der Kündigung wird statt gegeben.

Sie muss sich unbedingt und das ist gut investiertes Geld, an einen Fachanwalt für Arbeitsrecht wenden. Sie soll das Schriftstück mitnehmen. Der Fachanwalt kann für sie eine Abfindung rauspokern und zur Not, wenn die Firma tatsächlich personenbedingt kündigen würde, mit einer Klage drohen.

Oftmals hilft es und die Unternehmen zahlen.

Die Abfindung wird aber i. d. R. nicht sehr hoch ausfallen. Man rechnet i. d. R. zwischen 0,5 - 2 Monatsgehälter pro Beschäftigungsjahr. Tatsächlich wird aber eher im 0,5 Bereich bezahlt.

Die Sperre beim Arbeitsamt würde entfallen, wenn der AG bestätigt, dass der Auflösungsvertrag aus gesundheitlichen Gründen abgewickelt wurde.

War bei meiner Freundin so.

LG Janette

Beitrag von parzifal 31.10.10 - 11:21 Uhr

Mir ist der Sachverhalt nicht klar.

Wurde nur ein Aufhebungsvertrag vorgelegt oder auch eine Kündigung ausgesprochen?

Ein Aufhebungsvertrag mit Kündigungsfrist macht juristisch keinen Sinn.

Beitrag von nobility 31.10.10 - 13:49 Uhr

Hallo,

die Tariflichen Bestimmungen die für die Tätigkeit deiner Mutter gelten sind hier nicht bekannt.

Diese regeln ja nicht nur den Std-Lohn oder das Monatsgehalt sondern auch die Abfindungshöhe bei bestimmter Firmenzugehörigkeit.

Einspielen müsste bei der Abfindungshöhe meiner Meinung nach die Tatsache, dass bei Arbeitsaufhebung deine Mutter in dem Alter kaum eine neue Arbeitsanstellung findet. Sie hätte bis zu ihrer Altersrente noch 19 Jahre zu arbeiten und bei ALG II Bezug würde sie aufgrund der sehr geringen Rentenbeiträge vom JobCenter ebenso Rentenverluste hinnehmen. Also viele Fragen müssen hier berücksichtigt werden.

Aufgrund des Alters und der langen Firmenzugehörigkeit würde ich mir vorher Rat bei einem Fachanwalt für Arbeitsrecht einholen. Unbedingt. Was sind schon 100,00 € Beratungsgebühren gegen die Summe die deiner Mutter in so einem Fall zusteht.

Gruß
Nobility

Beitrag von parzifal 02.11.10 - 08:18 Uhr

War dann alles wohl doch nicht so wichtig.