Frage zu Kaiserschnitt

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von julie1108 30.10.10 - 14:18 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich höre hier öfter mal, dass Leute sich sozusagen dafür entschuldigen, dass sie einen Kaiserschnitt machen lassen. Ich wollte mal fragen, was denn die Nachteile eines Kaiserschnitts sind. Ich habe mal bei Urbia gelesen, dass es manchmal zu Atemproblemen bei den Kindern kommen kann. Stimmt das? Weil ich mir nicht vorstellen kann, was das mit dem Kaiserschnitt zu tun haben soll. Und gibt es weitere Nachteile?

Vielen Dank für eure Antworten.

Lieben Gruß

Beitrag von kleiner-gruener-hase 30.10.10 - 14:29 Uhr

Risiken fürs Baby beim Kaiserschnitt

* Vor allem beim geplanten Kaiserschnitt kommt es oft zu Anpassungsstörungen der Atmung des Neugeborenen. So müssen doppelt so viele Kinder auf die Neugeborenen - Intensivstation verlegt werden, wie nach vaginalen Geburten. Während einer normalen Geburt wird die fetale Lungenflüssigkeit - oft irrtümlich als Fruchtwasser in den Lungen bezeichnet - herausgedrückt. Außerdem wird kurz vor und während der Geburt ein Stresshormon ausgeschüttet, das zur Reifung der Lungen führt. Da dies beim Kaiserschnitt nicht geschieht, kann es dazu führen, dass dem Baby vorübergehend die Atmung schwer fällt.

* Kaiserschnittkinder haben häufiger langfristige gesundheitliche Probleme, wie Allergien oder Typ 1 Diabetes.

* Kaiserschnitt kann psychische Folgen für die Mutter haben: Ein weites Feld sind die emotionalen Folgen der abrupten Geburt durch den Kaiserschnitt. Nicht wenige Mütter haben das Gefühl, keine „richtige“ Geburt zustande gebracht zu haben und leiden darunter:

* Viele berichten von Schwierigkeiten beim Bindungsprozess zwischen Mutter und Säugling, dem Bonding.

* Stillprobleme und

* Schmerzen im Wochenbett.

Alles kann, nichts muss...

Beitrag von jen1984 30.10.10 - 19:40 Uhr

sorry aber woher hast du diese Sachen?

habe ich noch nie gehört und ich hatte schon 2 kaiserschnitte, mit den Atemschwierigkeiten und Anpassungsschwierigkeiten ok, aber der rest?

meine Kinder haben beides super vertragen, habe direkt nach ner halben Stunde gestillt und die Bindung war sofort da

Also ich denke Atmung und Anpassung ok, aber der rest ist meiner Meinung nach Quatsch,kein Arzt hat mich über sowas aufgeklärt...

LG

Beitrag von verheiratet22 30.10.10 - 14:30 Uhr

Hi,
also ich musste nen Ks machen lassen,weil es nicht anders ging.
Ausser das meine Maus Anfangs immer Fruchtwasser gespuckt hatte,war nix. Habe Sie Nachts zur Überwachung der Hebamme mit gegeben.

Ich war warum auch immer zwei Tage am Bett gefesselt,konnte bzw. durfte nicht auf stehn...
Aber am 3.Tag bin Ich dann langsam mal auf gestanden und ins Kinderzimmer zum wickeln uns bade und zu den Untersuchungen gegangen.

Darfst dann auch die Anfangszeit nicht mehr heben als wie das Baby wiegt.
Ich hatte wenn Ich denn spazieren war, schwierigkeiten einen Berg zu schieben, weil die Narbe anfing zu schmerzen und auch lange stehn ging bei Mir net,weil Mir dann immer schwindelig und übel wurde...

Wie gesagt, war bei Mir so.
Jeder Körper, jeder Mensch ist und reagiert anders...

Aber das Lea jetzt groß Atemprob. hatte, nee...

Beitrag von schlawienchen79 30.10.10 - 14:35 Uhr

Hier ein Ausschnitt aus dem STERN


Folgen des Kaiserschnitts noch nicht genau erforscht
Dennoch spiegelt sich im Gebärverhalten auch ein wenig der Zeitgeist, glaubt Edith Wolber. Deutschlands Mütter werden immer älter: Im Jahr 2006 waren sie bei ihrer ersten Geburt im Durchschnitt zwischen 30 und 34 Jahren alt. "Das sind meist Frauen, die schon Karriere gemacht haben und vom Berufsleben her getrimmt sind auf Leistung", sagt Wolber. "Die wollen dann auch die Geburt total managen."

Dass der Kaiserschnitt schonender ist als die natürliche Geburt, haben Studien inzwischen widerlegt. "Eine Schädigung des Beckenbodens und eine anschließende Inkontinenz sind nicht durch die vaginale Geburt bedingt, sondern eine mögliche Folge der Schwangerschaft selbst", sagt Wolber.

Womöglich hat die Operation sogar Folgen für Mutter und Kind. Wie die genau aussehen, darüber streiten Wissenschaftler noch. Belegt ist, dass Kaiserschnittkinder in den ersten Tagen mehr Wasser in der Lunge haben, weil es nicht durch die Wehenmassage und beim Durchgang durch den engen Geburtskanal herausgedrückt wurde. "Viele Kaiserschnittkinder haben Atemprobleme in den ersten Tagen", berichtet Wolber.

Gegner des Kaiserschnitts vermuten psychische Folgen bei Mutter und Kind - allerdings sind diese Vermutungen schwer zu beweisen. Das Fehlen der natürlichen Geburtserfahrung könnte die Mutter-Kind-Bindung schwächen. Beim Kaiserschnitt werden der Mutter prägende Glückserlebnisse nach dem schmerzhaften Geburtsvorgang vorenthalten. Kaiserschnittkinder stehen unter dem Verdacht, ängstlicher und unruhiger zu sein, weil sie nicht den "struggle for life" durchgemacht haben.

Trotz all dieser Bedenken werden Kinder das Licht der Welt vielleicht in Zukunft nur noch durch den Schnitt erblicken. Denn, so Edith Wolber, heutzutage lernen angehende Ärzte in der Ausbildung die vaginale Geburt gar nicht mehr richtig.


Ich habe beides durch, und ich muss dir sagen NIE WIEDER KS, das war der Horror für mich... vielleicht auch weil es eine abgebrochene Geburt war. Du musst keine Angst vor einer natürlichen Geburt haben. Der Körper ist darauf ausgelegt ein Kind zu gebären, sämtliche Säugetiere bringen ihre Kinder spontan zur Welt. Wieso willst du einen KS? In der heutigen Zeit wo es PDA gibt musst du noch nicht ein Mal Schmerzen haben. Ich habe meine zweite Tochter zu Hause geboren weil ich Angst hatte dass ich in der Klinik wieder unters Messer komme.

Beitrag von sanne1978 30.10.10 - 15:15 Uhr

Hey ,

also ich hatte zwei Kaiserschnitte , beide aus gesundheitlichen Gründen und im Vorwege geplant .
Ich muss mich dazu dann auch mal äußern , also Atemprobleme hatten weder Ronja noch Bosse . Der KS selber ist natürlich eine OP und dementsprechend mit Risiken verbunden , die meisten Probleme treten aber auf ,wenn es ein NOT Kaiserschnitt ist , da dann nicht im Vorwege mögliche Schwierigkeiten abgeklärt werden können , erklärte mir der Anästhesist .
Ich hatte im Anschluss bei Ronja ein paar Stunden starke Schmerzen ( die Nachtschwester wollte mir kein Schmerzmittel geben ) , bei Bosse gar nicht - lag aber an der Einnahme von Ibuprofen . Diesmal hatte ich aber selber Schmerztabletten mitgenommen für den Notfall , brauchte ich aber nicht .
Ich denke , dass beides gleichzusetzen ist . Bei dem einen hast du die Schmerzen dabei und bei dem anderen eben danach ;-)
Ich bin aber bei beiden KS bereits am nächsten Tag aufgestanden und das war kein Problem , das ist sicherlich individuell und auch nach einer normalen Geburt kann man flach liegen , z B wenn Dir der komplette Damm aufreisst ( hatte ne Freundin ) .
Nachteile sehe ich keine , ich denke beide Geburtsarten haben ihr Für und Wider .

LG

Beitrag von qrupa 30.10.10 - 15:41 Uhr

Hallo

mal von dem abgesehen was schon genant wurde, kann ein KS auch Auswirkungen auf Folgeschwangerschaften und evtl folgende Spontangeburten haben. Es kann zu Verwachsungen kommen die sehr schmerzhaft sein können, das Risiko, dass die Gebärmutter reißt steigt, wenn man später eine spontane geburt anstrebt kann es sein, dass die Narbe zu dünn ist und daher ein weiterer KS gemacht wird (werden muß),...

Beitrag von pancake7373 30.10.10 - 17:44 Uhr

Hallo
Das ein KS immer als negativ hingestellt wird find ich uebertrieben. Mein Mutter hatte mit mir vor ueber 37 Jahren KS und es ging gut, damals war es wesentlich schlimmer und riskanter als heutzutage. Bei eine normalen Geburt kann es auch zu Komplikationen kommen, da kann man froh sein das es KS gibt und so leben von Kind und Mutter retten kann.
Lg

Beitrag von qrupa 30.10.10 - 19:54 Uhr

Hallo

natürlich ist es super, dass ein KS heute so relativ unkompliziert ist, aber tatsache ist trotzdem, dass der KS immernoch mehr gefährliche Komplikationen mit sich bringt als eine spontane Geburt. Das bedeutet nicht, dass sie auch jeden treffen müssen, aber an Stellen wo eine Frau die freie Wahl hat und sich und ihrem Kind trotzdem diesem erhöhten Risiko aussetzt bringe ich wenig Verständnis auf. Mitleid eine ganze Menge, weil es oft einfach auf Unwissenheit oder ärztlicher Panikmache beruht.

LG
qrupa

Beitrag von jen1984 30.10.10 - 20:04 Uhr

da gebe ich dir Recht, hatte zwar schon 2 KS und 3 wird wieder einer, aber es hatte andere Gründe, BEL 2 wollte nicht raus und ich wollte unbedingt eine spontane Geburt erleben, aber nach 3 Wochen gings bei mir nicht mehr, Zuckerprobleme ect

also wenn ich wählen könnte, würde ich auch immer eine Spontane den KS vorziehen, es ist heute total die Mode geworden kommt mir so vor, auch bei den VIP´´s#klatsch

Wenn ich bei der ersten bevorstehenden Geburt höre oder lese, habe panische angst vor schmerzen, kann ich nur#augen, woher will man wissen, wie weh es tut, wenn man es noch nie erlebt hat?!

Ein Kaiserschnitt ist von der Schmerzen her auch nicht ohne, der erste mit Spinale war so Horror, dass ich beim 2 KS unbedingt eine Vollnarkose wollte, da ich es nicht mehr wollte, dass waren Schmerzen wie #hund, das aufstehen, niessen oder Husten wenn man schon geahnt hat, da kommt ein Niesser habe ich angefangen zu #heul, weil es so weh tat

LG#winke

Beitrag von julius1405 30.10.10 - 21:15 Uhr

An qrupa: Dir ist aber schon klar, dass das auch genau andersrum sein kann. Meine Mutter hat meine Schwester spontan geboren. Dabei wurde eine Saugglocke eingesetzt. Damit hat der Arzt damals alles kaputt gerissen, was möglich war. Ich wurde dann per Kaiserschnitt geboren, wobei der Arzt ganz klar gesagt hat, dass es ein Wunder sei, dass meine Mutter überhaupt nochmal schwanger geworden sei. Also man kann es nicht pauschalisieren.

Ein Kaiserschnitt kann ein Segen sein. Und manche zukünftige Mutter, die sich einen KS wünscht, hat vielleicht unbewusst eine Vorahnung, dass es mit der natürlichen Geburt Schwierigkeiten gibt.
Die meisten Atemprobleme treten bei NotKS auf. Natürlich soll man sich ohne Not unters Messer legen, aber ich halte es auch für falsch, den KS so zu verteufeln, wie es viele hier tun.
Es kann genauso zu Problemen bei der natürlichen Geburt geben. Z.B. wenn das Kind unter der Geburt in Stress gerät, und das Mekonium absondert (Stichwort Grünes Fruchtwasser), gebrochene Schulter, Verletzungen, weil eine Zange benutzt wird, Nabelschnur um den Hals, etc. Auch hier ist die Liste ähnlich lang, wie beim KS. Trotzdem stellt sich keiner hin, und rät Müttern von der natürlichen Geburt ab. (was im übrigen auch gut ist). Schmerzen kann man bei beidem anschließend haben. Ich hatte bei mir auf der Station eine Mutter die einen Dammriss hatte, mit dem sie sich kaum aus dem Bett bewegen konnte, während ich am nächsten Tag wieder auf den Beinen war. (wobei ich auch hierbei nicht behaupte, dass das bei jedem so ist)
Es muss doch jede selbst entscheiden, wie sie ihr Kind bekommen möchte. Ich finde es toll, dass man sich hier anhand von Erfahrungen eine eigene Meinung bilden kann, ich vermisse bloß oft, dass es hierbei nicht um Schwarz oder weiß geht. Beides hat Vor- und Nachteile.
Und um auf die ursprüngliche Frage zu kommen:
Ich hatte einen Kaiserschnitt, weil meine Maus nicht runterrutschen wollte. Ich war nach einem halben Tag wieder aus dem Bett. Stillen war kein Problem(habe 6 Monate vollgestillt), meine Maus hatte keinerlei Anpassungsschwierigkeiten, war ein ausgesprochen ausgeglichenes Baby. Und was unsere Bindung angeht: Ich glaube noch enger geht nicht mehr.;-)
Hoffe es fühlt sich jetzt niemand auf den Schlips getreten. Wollte auch keine neue Pro-KS-Diskussion starten(davon gibt es eh schon zu viele:-) )
Wünsche euch einen schönen Abend.


Beitrag von bailey1980 30.10.10 - 17:57 Uhr

Hallo!!
Bekomme im Mai Kind Nummer 2.Möchte gerne eine normale Geburt,würde einfach gerne mein Baby "selbst" auf die Welt bringen.
Aber bei meiner 1 Tochter musste ein KS wegen BEL gemacht werden.
Sie hatte null Probleme APGAR 10/10/10 also Perfekt.Das mit dem Stillen hat geklapt und ich bin am nächsten Tag rumgelaufen, nach 3 Tagen nach Hause und hatte kaum Schmerzen.
Der KS muss also nichts schlimmes sein.
Aber auf den Vergleich warte ich noch.....

LG Bailey

Beitrag von gingerbun 30.10.10 - 23:47 Uhr

Hallo,
ein Kaiserschnitt ist immerhin eine OP und der pure Stress für das Baby.
Es gibt sicher mehr als nur einen Grund warum es so vorgesehen ist, dass das Kind durch den Geburtskanal muss. Das allein sollte ausreichen. Ein Kaiserschnitt der notwendig ist um das Leben des Kindes und/oder der Mutter zu retten - keine Frage. Alles andere dürfte es nicht geben.
Gruß!
Britta