schreckliche impf geschichte

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von emmely 30.10.10 - 20:07 Uhr

guten abend

ich habe am freitag beruflich mit einer familie zu tun gehabt in der ein behinderter junger mann lebt. der junge mann ist 19 jahre alt.
ich habe die mutter gefragt, ob damals während der schwangerschaft schon klar war, dass der junge behindert sein wird. darauf antwortete mir die mutter, das der junge die ersten drei jahre voll kommen normal war. der junge ist mit drei jahren geimpft worden. einige tage später hatte der junge einen epileptischen anfall bekommen und war dann stark geistig behindert. laut den damaligen ärzten im krankenhaus ist das die reaktion auf die impfung gewesen. zum jetzigen zeitpunkt ist es so, dass er mehrmals im monat einen anfall bekommt und in die lebenshilfe geht. er kann kaum sprechen und lebt in seiner eigenen gewalt.

ich stell mir das so schrecklich vor. da hat man drei jahre ein "normales" kind und dann passiert sowas.

meine tochter wird im dezember drei jahre alt, bisher war ich kein impfgegener aber diese geschichte gibt mir echt zu denken. ich glaube ich würde sie jetzt nicht mal eben gegen grippe oder zecken dings da impfen lassen.

ich komm von diesem gedanken überhaupt nicht los, was damals im kopf dieser mutter vo rsich gegangen sein muss. einfach nur schrecklich.

Beitrag von sabine7676 30.10.10 - 20:17 Uhr

ja, wahnsinn. man sollte sich wirklich überlegen, was man den kindern antut.
aber man denkt halt, man macht das beste.

mir fehlen die worte und hoffe, daß es niemals wieder irgendeinem kind passiert.

lg

Beitrag von anarchie 30.10.10 - 20:18 Uhr

Hallo!


Arme Familie...
"Mal eben" sollte man seinem Kind eh nicht irgendwas injizieren lassen.

Tja, als Eltern ist man immer Schuld - ob das Kind nun aufgrund von Impfung oder Krankheit zu Schaden kommt.
deswegen muss das auch jeder mit sich ausmachen und niemand darf drängen, denn die Folgen muss nur man selber verantworten.

lg

melanie mit 4 Kindern

Beitrag von emeri 30.10.10 - 20:52 Uhr

hey,

natürlich ist das tragisch, ABER: diesen fall jetzt als anlass zu nehmen nicht zu impfen fände ich etwas übertrieben. ich bin einfach der meinung, dass manche impfungen sinnvoll sind (wundstarrkrampf, etc...).

andererseits: es gibt auch kinder, die drei jahre völlig gesund aufwachsen und plötzlich von einem auto angefahren werden, oder von einem stuhl fallen, oder von einer zecke gesbissen werden und ihr leben lang unter den folgen zu leiden haben... usw. deswegen entscheidet man sich ja auch nicht generell gegen autos, stühle...

wie gesagt, ich kann es mir nach eineinhalb jahren mit meinem kerngesunden kind nicht vorstellen, dass sich plötzlich alles ändert, aber passieren kann einfach immer etwas. leider :-(

lg

Beitrag von smurfine 30.10.10 - 20:54 Uhr

Ich bin selbst kein erklärter Impfgegner. Was ich jedoch richtig SCHxxxxx finde ist, dass es den betroffenen Familien teilweise garnicht möglich ist in irgendeiner Weise Schadenersatz geltend zu machen.
Die Prozesse gehen über Jahre, zig Gutachten, die Pharmaindustrie wird da in meinen Augen total einseitig geschützt. Die verdienen sich dumm und dämlich an Impfungen. Aber wenn dann mal was schief läuft nicht zahlen wollen. Die betroffenen Familien haben durch ihre Situation oft auch garnicht den Nerv das alles durchzustehen. Man kann durchaus Rückschlüsse von der sozialen Herkunft des Kindes auf die Erfolgsaussichten auf Entschädigung ziehen. Und das haben schlauere Leute als ich gemerkt.

Meine Tochter hat ihre zweite Impfunge so schlecht vertragen, dass ich kein weiteres Kind mehr im ersten Lebensjahr werde impfen lassen.

LG;
fina

Beitrag von nini.78 30.10.10 - 21:06 Uhr

Hallo,

das gibts leider aber auch andersherum:
Der Sohn einer Freundin hat sich im Urlaub mit sieben Monaten eine Meningitis eingefangen, nur knapp überlebt und vermutlich Folgeschäden davongetragen.
Seine Mutter hatte sich von einer impfkritischen Bekannten dazu überreden lassen, im ersten Lebensjahr nicht zu impfen, und macht sich unglaubliche Vorwürfe.

Wäre zu der Zeit die planmäßige Meningokokken-Impfung schon verabreicht gewesen, hätte die Infektion aller Wahrscheinlichkeit nach kaum oder keinen Schaden angerichtet.

LG,
Nini

Beitrag von pechawa 30.10.10 - 21:14 Uhr

Hallo,

war der Junge an MeningokokkenC erkrankt, oder an dem Serotypus B, der hier in Deutschland zu ca. 75 % vorkommt und gegen den nicht geimpft wird?

LG

Beitrag von myimmortal1977 31.10.10 - 00:04 Uhr

Handelte es sich denn tatsächlich um eine Gruppe von Meningokokken, die geimpft hätten werden können?

So weit ich weiß, gibt es für die Gruppen von Meningokokken, die vornehmlich im Süden vorkommen, für Kleinstkinder keinen Impfstoff.

Meningokokken werden in unterschiedliche Serogruppen unterteilt. Nur für die wenigsten Gruppen steht ein Impfstoff zur Verfügung.

Vielleicht weiß die Mutter auch nichts davon und wenn es sich um eine Serogruppe handelt, die so wie so nicht geimpft hätte werden können, brauch sie sich auch keine Vorwürfe zu machen.

LG janette

Beitrag von pechawa 30.10.10 - 21:17 Uhr

:-(
solche traurigen Geschichten sind ein Grund, weswegen ich mich seit einiger Zeit mit diesem Thema beschäftige und mich "vom Geschäft mit der Angst" nicht mehr beeinflussen lasse, in meinen Entscheidungen! Und je mehr du auf die Suche gehst, desto mehr solcher Geschichten wirst du finden ..... :-(

LG

Beitrag von engeldernacht5 30.10.10 - 21:33 Uhr

Hallo!!
Ja, so etwas finde ich auch schlimm. Ich habe viele solche Geschichten erlebt.
Bei einem Kind wurde eine Mandel-Op durchgeführt! Er hat dann zwei Mal nach-geblutet und ist dann durch Sauerstoffmangel geistig und körperlich behindert geworden. Ich glaube der war auch 3 Jahre alt!
Ich kenne solche Geschichten aber nicht nur von Kindern, sondern auch von Erwachsenen und stelle mir das ganz schlimm vor. Eine Frau war sozusagen in ihrem eigenen Körper gefangen gewesen. Das stelle ich mir auch richtig schlimm vor.
Bloß denke ich nicht das man immer vom schlimmsten ausgehen sollte. Wenn man das Kind gegen einige Krankheiten nicht impft, sollte man sich auch im klaren sein, was es für Folgen hat wenn es die Krankheit bekommt. Auch da gibt es viele folgenschwere Schäden.
Schönen Abend

Beitrag von steffi140788 30.10.10 - 23:29 Uhr

Hallo,

eine Freundin von meiner Freundin ist vor kurzem der Sohn an einer Gehirnhautentzündung verstorben. Der kleine war nicht geimpft!!!!!!!!!

Es kann auch anders kommen...

Eine #kerze für den kleinen Mann. #schmoll

lg steffi

Beitrag von myimmortal1977 30.10.10 - 23:59 Uhr

Du weißt aber schon, dass eine Hirnhautentzündung von 100en von Bakterien und Viren ausgelöst werden kann.

In den meisten Fällen gibt es gar keinen Impfstoff für den entsprechenden Erreger.

LG Janette

Beitrag von steffi140788 31.10.10 - 00:20 Uhr

Das bezweifel ich auch nicht, aber wenn er geimpft worden wäre, wäre es vielleicht nicht so ausgegangen.

Beitrag von honigkruemel 30.10.10 - 23:43 Uhr

Meine Mutter arbeitet bei der Lebenshilfe und auch eine Bekannte von mir (unsere Kinder gingen zusammen in den Kindergarten)
Gerade unter den Jugendlichen gibt es mehrere solcher Fälle.
wir gucken deswegen auch sehr was wirklich sinnvoll ist Grippe und FSME impfen wir z.b. garnicht und Mumps, Röteln und Winpocken auch erst wenn sie es so mit 11-12 nicht hatten.

Allerdings sind solche Fälle wohl auch seltener geworden aber die HPV (? hieß das so #hicks ) Impfung hat uns ja gelehrt es werden immer noch recht unerprobte Impfstofe einfach auf den Markt geworfen.

Beitrag von ne1985 31.10.10 - 13:03 Uhr

Schreckliche Einzelfälle gibt es in beiden Richtungen. Und als Laie soll man dann entscheiden, das für die Kinder am besten ist. #kratz
Ich habe zum Glück einen guten Kinderarzt, der nicht immer alles impft, sondern schon genau auf die Vorgeschichte von Kind und Eltern eingeht und dann abwägt, ob die Impfung ein größeres Risiko wäre oder eher das Nicht-Impfen.

Beitrag von bibiho 31.10.10 - 15:44 Uhr

Ich habe als Studentin bei der Lebenshilfe gearbeitet und ein geistig behindertes Mädchen betreut, die auch durch eine Impfreaktion ihre geistige Behinderung und Epilepsie davon getragen hat...

Sie ist mittlerweile 22 Jahre alt.

Ein Bekannter von uns, Kinderarzt, meinte, dass die damaligen Impfstoffe einfach auch noch nicht so "gut" wie die heutigen waren und es da häufiger mal zu solchen Reaktionen kam...
Naja, ich weiß nicht, in wie fern das Impfbefürworter nicht ohnedies als Argument dafür nehmen - Impfgegner würden da vermutlich widersprechen...

wer was macht (impfen oder nicht), muss dann doch jeder für sich entscheiden. Ich fand es bei unserem Sohn damals (er ist jetzt 13 Monate) interessant, als wir mit dem KiA darüber geredet haben und er uns zur Impfung überreden wollte und wie ungefährlich das alles sei und auf gar keinen Fall irgendwas passieren könnte, usw. dass er aber nicht bereit war, uns genau das, was er uns da "gepredigt" hat, schriftlich zu geben oder zu unterschreiben... klar, wenn dann doch irgendwas passiert, möchte er nicht verantwortlich sein.

Ich bringe das nicht als Kritik oder "Schadenfreude". Ich dachte mir damals nur, dass ich es einfach schöner und angenehmer fände, wenn die Aufklärung der Ärzte einfach sachlicher und nicht so "jahrmarktsmäßig" an die unsicheren Eltern gebracht wird. Irgendwer schrieb es hier schon: "Das Geschäft mit der Angst...!" Die wird sich da zu nutze gemacht...

Liebe Grüße
Bibi