ALG II + Hausrate?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von annes_2701 31.10.10 - 10:15 Uhr

Hallo,

ich habe mal eine Frage. Wir überlegen, unser Haus, in dem wir zur Zeit zur Miete wohnen, zu kaufen.

Jetzt kam uns der Gedanke....

Wenn man im schlimmsten Fall in seinem Leben mal auf ALG II angewiesen wäre, wie es dann ist. Bei einer Mietwohnung oder Miethaus bekommt man ja dann die Miete bezahlt.

Wie ist es aber bei einer Eigenheimfinanzierung. Bekommt man dann nur die Zinsen für die Zeit des Anspruchs bezahlt?

LG Anne

Beitrag von zwiebelchen1977 31.10.10 - 10:22 Uhr

Hallo

Was heisst, im Zeitraum des Anspruchs? Wenn du kein Alg II mehr beziehst, must du das schon selber zahlen.

Bianca

Beitrag von ziva2008 31.10.10 - 10:29 Uhr

Die Eigenheimfinanzierung wird sich ja vermutlich auf einem Kredit aufbauen. Zumal ein Zins- und Tilgunsplan für den Zeitraum des Bezuges von ALG II besteht, wird dieser berücksichtigt oder der letzt aktuelle.
ZU BEACHTEN IST JEDOCH, DASS NUR DIE TILGUNGSZINSEN, NICHT DIE TILGUNGSRATEN BERÜCKSICHTIGUNG FINDEN!!!

Es werden die anfallenden Zinsen dür das Kalenderjahr addiert und zu gleichen Teilen auf 12 Monate aufgeteilt.

Beitrag von manavgat 31.10.10 - 11:38 Uhr

ja, Du hast es erfasst, es gibt dann nur die Zinsen und das Haus darf imho nicht mehr als 130 qm haben.

Sollte diese Frage im Raum stehen, ich würde definitiv nicht kaufen.

Was viele auch vergessen: sind die Kinder aus dem Haus, dann ist die Hütte vermutlich (auch ohne Arbeitslosigkeit) nicht abbezahlt und vermutlich überdimensioniert. Hinzu kommt: Häuser kaufen wir lieber in der Natur, wo sich Hase und Igel gute Nacht sagen. Im Alter brauchen wir aber Infrastruktur und Immobilien sind nicht immer gut verkäuflich.

Gruß

Manavgat

Beitrag von bruchetta 31.10.10 - 22:16 Uhr

Ja, es werden "nur" die Zinsen übernommen zzgl. Nebenkosten und Versicherung für das Haus.
Es muß sich allerdings um Abträge handeln, die angemessen sind, das Grundstück darf, glaube ich, nicht größer als 500qm groß sein (mein ich mal gelesen zu haben).
Wenn der Staat die Tilgung zahlt, unterstützt er praktisch den Vermögensaufbau und das ist ja nicht Sinn der Sache.

Beitrag von manavgat 31.10.10 - 22:32 Uhr

Wenn der Staat die Tilgung zahlt, unterstützt er praktisch den Vermögensaufbau und das ist ja nicht Sinn der Sache.


Ich persönlich halte diese Begründung für Blödsinn.


Bei ALG2-Empfänger, die zur Miete wohnen, unterstützt der Staat dann den Vermögensaufbau des Vermieters.... Aber jetzt wird es politisch.

Gruß

Manavgat

Beitrag von zwiebelchen1977 01.11.10 - 08:03 Uhr

Ja Ja. Aber die Leute müssen ja irgendwo wohnen.

Beitrag von marion2 01.11.10 - 11:37 Uhr

"Wenn der Staat die Tilgung zahlt, unterstützt er praktisch den Vermögensaufbau und das ist ja nicht Sinn der Sache."

Bei vorübergehendem ALGII-Bezug kann es auch nicht Sinn der Sache sein, Vermögensabbau zu betreiben, der langfristig größere Summen verschlingen dürfte... (Altersarmut etc.)