Warum erzählt er nicht die Wahrheit?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von ernibert 31.10.10 - 11:36 Uhr

Hallo,

Lukas (3 Jahre) und sein Freund haben im KiGa von einer anderen Gruppe die Zahnbürsten in die Toilette geschmissen.

Ich wußte es erst gar nicht, am Abend rief mich dann meine Freundin an und fragte mich, was Lukas erzählt hat. Gar nichts.
Als ich ihn am nächsten Morgen fragte, was denn in der Bärengruppe los gewesen wäre, sagte er mir, dass sein Freund einige Zahnbürsten in die Toi geschmissen hätte und Lukas hätte dann jemanden Bescheid gesagt.
Gut, dass habe ich meinem Sohn natürlich erstmal geglaubt, bis jetzt nach langer Zeit raus kam, dass bei zusammen die Treppe runtergekommen sind und gefragt wurden, was sie denn oben gemacht hätten. Also hat Lukas niemandem Bescheid gesagt, sondern hat zugeguckt. Ob er jetzt auch die Zahnbürsten reingeschmissen hat, weiß ich nicht.

Wenn ich Lukas auf solche Sachen anspreche, guckt er nach unten und sagt "entschuldigung, es tut mir so leid".

Ich bin darüber etwas traurig, weil wir doch eigentlich möchten, das unser Sohn uns die Wahrheit sagt und nicht schwindelt.
Seine Freunde erzählen ihren Eltern immer, was sie angestellt haben, auch wenn es hauen von anderen Kindern war.

Habt Ihr eine Idee, woran das liegen kann?
Wie kann ich ihm vermitteln, dass er uns doch die Wahrheit sagen kann, wobei er ja noch gar nicht weiß was das Wort Wahrheit bedeutet.

LG ernibert

Beitrag von leopoldina1971 31.10.10 - 12:18 Uhr

Als Mutter eines 6Järigen sieht man vieles gelassener....vor allem, wenn es ein typischer Dummer-Jungen-Streich ist...

Die Wahrheit sagen, auch wenn es unangenehm ist - dies wird jedoch bei uns ganz groß geschrieben. Ich sage immer: sag es mir, auch wenn es dir unangenehm ist oder du Angst vor Konsequenzen hast...Ich höre es mir an und dann reden wir darüber....Ich werde nicht schimpfen, aber wir reden darüber...Das haben wir auch dann getan. Im Gespräch habe ich ihm dann je nachdem gesagt, wie und warum sein Handeln falsch war. Aber in ruhigem Ton. Damit habe ich auf Dauer erreicht, dass er mir auch die unangenehmen Dinge "beichtet". Außerdem sagte ich immer: die Wahrheit kommt immer ans Licht. Aber man muss auch dafür einstehen. Das hat er auch schon mit 3 Jahren verstanden. (hatte ihm zur Verinnerlichung meine eigenen kleinen "Vergehen" und deren Folgen in meiner Kiga-Zeit und Schulzeit erzählt. Das hat gewirkt.;-))
So sind wir bisher ganz gut gefahren. Auf NACHFRAGE gesteht er meistens seine kleinen Streiche oder Dummheiten. Aber er sagt dann die Wahrheit und ist aufrichtig; und das ist ja das Ziel.

Dass die anderen Kinder jetzt tatsächlich stets ihren Eltern freiwillig von ihren "Vergehen" berichten, das kann ich mir eigentlich kaum vorstellen.#schein

Und ein bischen Lausbub sein ist doch ganz natürlich, oder? Ich war als Mädchen sogar ein kleines freches Ding und habe Dummheiten gemacht. Aber das gehört doch zur Entwicklung der Kleinen in diesem Alter dazu. Musterkinder und Musterschüler gibt es nur im Fachbuch!!!

Lg

Beitrag von fiori_ 31.10.10 - 16:24 Uhr

Hallo,

mein Gott er ist 3 und in diesem Alter lügen Kinder nicht bewusst oder machen dass um Dich zu ärgern.

Hier habe ich mal einen Link für Dich, ich hoffe Du kannst danach dein Kind besser verstehen.

LG


http://www.baby-zeit.de/service/sorgenkinder/luegen.php