Wie lange dauert das "trocken werden" trotz Entfeuchter?

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von sunnymore 31.10.10 - 14:49 Uhr

Hallo,

wir haben in unserem Neubau (Doppelhaushälfte) in 2 Ecken (Wohnzimmer/Erdgeschoß) Feuchtigkeit, wo sich sogar Schimmel gebildet hatte.

Wir und sämtliche andere Leute sind der Meinung es könnte durch die Restbaufeuchte sein.

Unser Bauträger hat uns auch ein Entfeuchtergerät hingestellt, was Tag und Nacht läuft.

Wir selber haben ein kleines Gerät, womit man die Feuchtigkeit messen kann (von Einhell).
Wenn das Gerät OL (über 2,0) anzeigt, ist die Stelle zu feucht.
Es ist auch schon etwas besser geworden, einige Stellen sind nicht mehr über 2,0 , aber der Entfeuchter ist schon seit fast 2 Wochen hier und es sind immer noch nicht alle Stellen im "Normbereich".

Langsam werde ich ungeduldig und unruhig.

Müsste es nicht schon deutlich besser sein?

Mache mir langsam Gedanken, ob es nicht doch ein Baumangel sein könnte#schwitz.

Was meint ihr denn?

Danke,
Sonia


Beitrag von muckel1204 31.10.10 - 15:59 Uhr

Also in unserem Neubau hat es 2 Jahre gedauert, bis es nicht mehr feucht war. Wir hatten 2 große Entfeuchter hier stehen, die Tag und in der Nacht gelaufen sind, das aber nur die ersten 3 Monate. Danach haben wir hier ständig gelüftet und geheizt. Wir haben überall Luftfeuchtigkeitsmesser stehen und konnten so auch gezielt lüften. Nun im 4ten Jahr nach dem Einzug, haben wir das erste Jahr eine Gasrückzahlung erhalten, also das dauert noch ein bisschen.

Messt immer und lüftet und heizt ordentlich, mehr kann man kaum machen. Wir hatten ganz am Anfang im Schlafzimmer 98% Luftfeuchte, das war der Hammer und ich wurde morgens davon wach, das es von den Fenstern aufs Laminat tropfte, ich sage dir, das war der Hammer.

Leider ist es nun mal so, das alle sehr schnell die Häuser beziehen wollen und alles fix, fix hochgezogen wird. Früher standen die Häuser einen kompletten Winter zum ausfrieren, da hatte man das Problem auch nicht.

LG Carina

Beitrag von oma.2009 31.10.10 - 18:26 Uhr

Hallo Carina,

es gab auch extra Leute, die Neubauten "trockengewohnt" haben.

Aber wir sind im Winter eingezogen in unser Haus, hatten vorher sogar noch einen riesigen Wasserschaden, der richtig in die Wände gezogen ist und wir hatten einen Gasbrenner stehen, der unser Haus trockengeheizt hat.

Und wir schlafen generell bei offenem Fenster, auch im Winter, daher hatten wir NIE feuchte oder triefende Fenster. Und ich habe jede Gelegenheit genutzt, irgendwo zu Lüften oder Fenster und Türen aufzumachen. Oft auch mit Durchzug, aber wir haben weder Schimmel noch Feuchtigkeit im Haus.

LG


Beitrag von kanische 31.10.10 - 21:13 Uhr

Hallo ich kenne mich jetzt nur durch meinen Beruf mit Wasserschäden aus, da dauert es so 2 Wochen bis der Wasserschaden behoben ist mit Entfeuchter und Heißluftgerät. Wir trocknen auf Böden mit speziellen geräten, da werden in den Boden löcher gebohrt und darein dann Schläuche die an das Trocknungsgerät angeschlossen werden. Hat eine Firma das Gerät aufgestellt? Wir machen vor der Trocknung eine Feuchtemessung nach einer woche und am Ende. LG

Beitrag von sunnymore 31.10.10 - 21:38 Uhr

Hallo,

nein, dieses Gerät hat der Bauträger aufgestellt.

Beitrag von kanische 31.10.10 - 22:01 Uhr

Ich würde da nochmal nachhaken vielleicht rufst du mal bei einem sachverständigen an, die können dir auch oft sagen, so am Telefon ohne Kosten halt, ob es normal ist mit der trocknung.

LG

Beitrag von sunnymore 31.10.10 - 22:18 Uhr

Ui..., glaubst Du die würden mir das sagen?

Das wäre ja schön.
So ein Sachverständiger kostet ja auch immer eine Stange Geld!!#schwitz

Das ist ein super Tipp, danke!!!
Klar, das alle sagen (inclusive Bauträger#augen), das dauert!!
Aber unsicher bin ich trotzdem, würd am Liebsten gar keine Stelle mehr mit "OL" haben.

Menno, zur Zeit läuft aber auch nix rund.

(Haben unsere Duschwände montieren wollen-Bauhaus hat falsche bestellt-jetzt wieder 3-4 Wochen warten#augen:-[)
Ausserdem steht unsere Wohnzimmerschrankwand einen halben Meter von der Wand ab (wegen der feuchten Stelle dahinter) ,ich kann nix einräumen#aerger.
Und weil es so schön ist:
Haben im DG einen RIESIGEN Haarriss von 5mm !! breit gehabt, der jetzt mit einem Netz und verspachtelt wurde.

Das sind nur ein paar dinge von denen die nicht rund laufen.

Sorry, aber ich könnte brechen.
Hätte nie gedacht, das ein eigenes Häuschen so Ärger mit sich bringen kann!!

Beitrag von nobility 01.11.10 - 17:35 Uhr

Hallo Sonja,

leider werden beim Bau eines neuen Hauses viele Fehler gemacht und so Baufeuchtigkeit ermöglicht. Das ließe sich problemlos vermeiden wenn der Bauleiter nur ein paar wenige Grundregeln beachten würde.

Das Problem der Baufeuchte haben dann diejenigen die in so ein Haus einziehen müssen. Durch einziehende Mieter werden oft weitere Probleme - nicht immer schuldhaft - verursacht und bis zum ersten Schimmel ist es dann auch nicht mehr weit.

Das Aufstellen von Entfeuchtern ist meist die erste Lösung. Man kann dann nur hoffen, dass es klappt. Wie lange das dauert kann man nicht vorher sagen. Das kommt zum einen auf die Art und den Umfang der Baufeuchtigkeit und zum anderen auf die Leistungsfähigkeit des oder der Geräte an. Das ließe sich noch nicht mal vebindlich sagen, selbst wenn man vor Ort wäre und alles in Augeschein nähme. Gut man könnte versuchen, den Umfang der Baufeuchtigkeit zu ermitteln. Um verläßliche Informationen zu erhalten genügt es nicht, die oberen Putzschichten oder Betonschichten zu messen ( normale Messgeräte messen max. 2cm tief ). Wenn aber da bereits mehr als 15% Feuchtigkeit angezeigt wird so müßte man 10 oder 15 oder 20cm tiefe Löcher bohren und messen. Und wenn da noch Feuchtigkeit messbar wäre so kann das mit dem Entfeuchten noch eine weile dauern. Und dabei bleibt zu hoffen, dass diese Feuchtigkeit dann auch die einzige ist und keine neue nachkommt.

Es bleibt also nichts anderes übrig als Geduldig auszuharren. Wie gesagt, schuld an der Misere haben die Bauleitenden Architekten etc. und die sind längst weg wenn die Mieter drinn sitzen.

Viel Glück !
Nobility