zum Austausch über Rolando Focus

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von moni66 31.10.10 - 16:06 Uhr

Hallo
meine kleine Tochter hat Rolando Focus.
Sie hat aber nicht das typische krampfen, sondern sie war sprachverzögert, mag keine Veränderungen wie bei Kleidung usw.
Desweiteren ist sie jetzt in die Schule gekommen, nach dem wir sie 1 Jahr zurückgestellt haben in die Regelschule.
Ich würde mich gerne mal austauschen mit Gleichgesinnten.
LG
Moni

Beitrag von inia5 01.11.10 - 20:03 Uhr

Hallo Moni!

Mein Sohn hat wohl auch Rolando. Er ist 5 und soll eigentlich im nächsten Jahr eingeschult werden (muss er auch, er hat im April Geburtstag).

Vor etwa einem Jahr sind uns einig Dinge an ihm aufgefallen: Er war motorisch ungeschickt, kann nicht malen, spielt gern allein, sucht keinen Kontakt zu anderen Kindern, lernt erst jetzt langsam Radfahren, kann nur mit grossen Problemen seinen Namen schreiben, kann keine Figuren (Dreieck) nachzeichnen, etc. Sprachlich war er schon immer sehr weit. Er ist auch sehr aufgeschlossen anderen Menschen gegenüber und überall beliebt. Was früher allerdings niedlich war, wird jetzt mehr und mehr als distanzlos angesehen.

Wegen dieser ganzen Dinge waren wir im SPZ und dort wurden auch EEG's gemacht. Heraus kam eine Teilleistungsstörung im Bereich räumlicher Wahrnehmung und Körperwahrnehmung (er kann zum Beispiel keinen "Hampelmann") und im EEG sah man einen Rolando Focus.Sein Problem nennt sich angeblich sensorische Integrationsstörung. Ich muss dazu sagen, dass er im Alter von 2-3 Jahren zwei Fieberkrämpfe hatte, die aber komplikationslos waren. Seitdem hatte er keine Krämpfe oder Ähnliches. Es wird aber vermutet, dass die Teilleistungsstörung durch diese Rolando Epilepsie ausgelöst wird. Der Arzt war sich aber nicht sicher, da bei ihm der Fokus im Sprachzentrum liegt und da ist er ja sehr weit entwickelt.

Wir bekommen keine Medikamente, weil er ja keine Anfälle hat. Er bekommt Ergotherapie und wir üben so viel es geht mit ihm: Puzzeln, Malen, Turnen, Balancieren, Kneten, etc.

Jetzt würde er den Schultest wohl noch nicht bestehen. Ich wäre sehr glücklich, wenn wir ihn auch zurückstellen lassen könnten. Glaube aber, das ist nicht so einfach, oder?

Wie habt Ihr das mit der Schule gemacht? Was genau hat Deine Tochter denn für Entwicklungsstörungen (ausser der Sprache)?

Ich würde mich sehr gern mit Dir ausstauschen, da es sich bei Euch alles sehr ähnlich anhört und wir doch ziemlich ängstlich sind, was den weiteren Werdegang von unserem Sohn angeht. Er ist so ein cleverer kleiner Kerl, extrem lieb und geduldig, macht alles mit, obwohl er das Üben hasst. Wir wollen einfach nicht, dass er auf eine Förderschule "untergeht". Es betrifft ja nur einen kleinen Bereich, der nicht so gut klappt. Beim SPZ wurde auch einIQ Test gemacht, da war er im Durchschnitt.

LG
Tina

Beitrag von sandra7.12.75 02.11.10 - 10:40 Uhr

Hallo

Hier wir.Unsere Tochter war eigentlich total normal entwickelt.Mit 4 Jahren fingen dann Sprachprobleme an.Erst dachten wir das lag an der Geburt ihrer Schwester.
Zu den ganzen Sprachproblemen kamen dann auch noch motorische Probleme.
Wir haben sie dank Ergo und Logo fit für die Schule bekommen.Sie hat zwar ein Jahr den Vorschulkiga besucht und mußte aber zum 3.Schuljahr wechseln.

Allerdings war da wohl eher die Mobbinggeschichte mit sex.Gewalt schuld daran:-(.Sie hat dann Angst bekommen wurde unter druck gesetzt und uns hat keiner was gesagt:-[.

Jetzt besucht sie die Förderschule,ok es gibt schlimmeres,es ist nur scheisse(sorry für den Ausdruck) wenn man Jahrelang gekämpft hat und dann wird einem das Kind kaputtgemacht:-[.

Richtige Krämpfe hatte sie auch nie.

Euch alles Gute.

lg

Beitrag von moni66 02.11.10 - 18:00 Uhr

Hallo
danke für deinen Beitrag.
Das ist ja schade mit dem WEchsel tut mir leid für euch
Das mit den Sprachproblemen hatte meine auch
Wie oft geht ihr zur Kontrolle?
LG

Beitrag von sunny22092001 06.11.10 - 12:41 Uhr

Hallo,
beim meinem Großem wurde Rolando als Zufallsdiagnose gestellt. Er war im KH wegen Verdacht auf Gehirnerschütterung. Da wurde auch EEG gemacht und da kam es heraus. Das einzigste was uns auffällt, ist, das er sich sehr schnell ablenken lässt und sehr unkonzentriert war. Ich sage deshalb war, weil es sich wesentlich gebesstert hat mit Ergotherapie, die er bekommen hat.
Wir hatten bis jetzt auch keine Anfälle. Allerdings weiß ich, das es bei uns vererbt ist. Mein Cousin hatte es auch. Er hatte drei große Anfälle und musste Medikamente nehmen. Seit er in der Pubertät war, hat er es nicht mehr.
LG susan mit Emanuel(6) und Samuel(2,5)

Beitrag von pethead 21.11.10 - 15:01 Uhr

Hallo!

Unser Großer hat auch eine Rolando-Epilepsie, die vor Kurzem erst diagnostiziert wurde. Zunächst wurde bei ihm eine milde Autismusspektrumsstörung diagnostiziert. Er ist sprachlich immer extrem weit gewesen, wies nur ein paar Auffälligkeiten auf, die aber wohl mit der autistischen Störung zu tun hatten und sich erledigt haben mittlerweile.

Im SPZ testen sie alle von Autismus Betroffenen auch auf Epilepsie, da da ein großer Zusammenhang besteht.

Wir haben nun mit der Ärztin eine Liste von Symptomen aufgestellt (geringe Frustrationstoleranz, nächtliches Aufwachen und nach dem Schnuller verlangen, rastet aus, wenn man nicht seinen Forderungen SOFORT entspricht), es werden noch ein paar Tests gemacht (EKG, Blutuntersuchung, IQ-Test) und dann startet ab Mitte Dezember die Medikation mit Sultiam. Wir müssen monatlich checken und notieren, wie sich die Symptome verändert haben und in sechs Monaten werden alle Tests nochmal gemacht und verglichen.

Krämpfe hat er bisher noch nicht gehabt (zumindest haben wir keine bemerkt).

LG, Julia mit Leander (*13.4.06) und Bela (*30.9.08)