Stillen - Ständig krank...

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von sarie. 31.10.10 - 20:44 Uhr

Hallo Ihr,

ich bin seit ich entbunden habe ständig krank. Insektenstiche entzünden sich extrem etc
Jetzt ist mein Sohn 6 Monate alt und ich stille mindesten alle 2 Stunden.
Ich wollte ja mit Fingerfood anfangen und das hat auch gut geklappt, aber bis er davon nennenswerte Mengen ist dauert es noch lange.
Jetzt hatte ich letzte Woche erst eine Virusinfektion, die war jetzt schon abgeklungen und da habe ich doch glatt hohes Fieber bekommen.

Ich bin irgendwie echt am Ende und möchte einfach schnell mit Beikost anfangen.
Aber wird es dann wirklich besser?
Gemüsebreis schmecken ihm nicht wirklich und Milchbrei auch nicht.
Er ärgert sich dann richtig.

Ich weiß ihr seid keine Ärzte, aber mal so ganz grundsätzlich:
Kann es sein, dass mir das Stillen so zusetzt?

Schon mal Danke für die Antworten?

Lieben Gruß

Sarie

Beitrag von xyz74 31.10.10 - 20:56 Uhr

Hallo Sarie,

so eine Schwangerschaft und Geburt kosten eine ganze Menge Kraft.
Das darf man alles nicht unterschätzen auch wenn es einem Promi-Mütter gern so weiß machen würden.
So als wäre Kinder bekommen und aufziehen ein Spaziergang.
Ist es aber nicht.
Das zerrt ganz schön und schwächt das Immunsystem.

Ich hab in meiner 2. SS meine Ernährung umgestellt und merke das mir das unglaublich gut tut.
Selbst nach sehr kurzen Nächten komme ich relativ gut wieder auf die Füße.

Ich achte darauf morgens warmen Haferbrei zu essen.
Koche mir dafür Apfelkompott mit Haferflocken.
Außerdem essen ich täglich eine warme Suppe und achte auch sonst auf warme Getränke.

Das hilft ungemein.

Beitrag von nuckelspucker 31.10.10 - 21:04 Uhr

hey,

mir ging es in der schwangerschaft und stillzeit nicht besonders gut. während der schwangerschaft hab ich in vier monaten drei magen-darm-infekte durchgemacht, mein großer sohn hat sie aus dem KIGA mitgebracht.

in der stillzeit hab ich mich von einer krankheit zur nächsten gehangelt. die krönung war im winter, als ich von einer eitrigen angina zu einer kehlkopfentzündung zu einer nasennebenhöhlenentzündung und letztlich zu einer sehr schmerzhaften rippenfellentzündung wanderte. diese zeit war grausam für mich, ich war am ende, zumal meine beiden kinder da auch sehr sehr krank waren.

wir haben es überstanden, irgendwie. nun stille ich nicht mehr und merke, dass ich nicht mehr so anfällig bin.

sei bitte nicht so ungeduldig mit der beikost. jedes kind ist anders und das essen soll auch spaß machen. biete was an, aber mach keine druck.

liebe grüße

claudia

Beitrag von lulu06 31.10.10 - 21:42 Uhr

Hey,

ich stille auch seit 5,5 Monaten und das ist echt kräftezerrend, so dass ich mir echt vorstellen kann, dass es dich schwächt. Ich bin auch schon mit der Beikost angefangen und hab viel probiert. Mittags schafft er auch nur ein halbes Gläschen, aber dafür klappt Obst und Abends Brei super. Ich würde da echt am Ball bleiben...Nutzt ja eh nix, irgendwann reicht das Stillen nicht mehr.

LG Lulu

Beitrag von lucaundhartmut 31.10.10 - 22:28 Uhr

Liebe Sarie,

ja, es kann an einer Frau sehr zehren, wenn sie ihr Kind per Brust ernährt.

Wichtig ist, dass Du Dich ausgewogen/abwechslungsreich/regelmäßig ernährst und 2 bis 3 Liter am Tag trinkst.

Was Dein beikostreif scheinendes Kind angeht, so versuche einfach mit viel Liebe und Geduld noch andere Gerichte.



Alles Gute,
Steffi

Beitrag von lilly7686 01.11.10 - 07:58 Uhr

Hallo!

Weißt du, es gibt zwei Möglichkeiten: Frauen, die durchs Stillen wesentlich "gesünder" sind, also weniger krank sind als sonst. Und Frauen, die eben öfter krank werden.

Du gehörst wohl zu der Sorte "öfter krank" ;-)

Du kannst versuchen, wirklich ausgewogen zu essen. Also die "5 am Tag" (sprich 5 Portionen Obst oder Gemüse pro Tag) sind wichtig.
Ein Tipp: schau mal ob es bei dir in der Umgebung einen Bio-Bauern gibt, der eine Biokiste oder Ökokiste oder Gemüsekiste anbietet (heißt ja überall anders). Seitdem wir die wöchentlich bekommen, ess ich viel mehr Gemüse. Und ich bin auch gezwungen, Dinge zu probieren, die ich sonst nie versucht hätte (ich hätte zum Beispiel niemals Fenchel, Rote Rüben oder Wirsing gekauft).

Sonst gäbs noch die Möglichkeit, Femibion oder änhliches zusätzlich zu nehmen.
Außerdem: genug trinken (jedoch nicht zu viel, zwing dich nicht, sondern trink nach Durst), viele Spatziergänge an der frischen Luft und vielleicht etwas Sport (www.kangatraining.de zum Beispiel).

Alles Liebe!