Panik vor Geburt (ET-16) - was könnte helfen?

Archiv des urbia-Forums Geburt & Wochenbett.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von 240600 31.10.10 - 21:57 Uhr

Hallo!

Ich leide ja schon die ganze Schwangerschaft gelegentlich an leichten Panikattacken. Hatte auch öfters geschrieben, vielleicht erinnern manche sich?!
Es äußerte sich so, dass ich bei dem Gedanken an die Geburt Herzrasen, Schweißausbrüche und seltener auch mal Heulkrämpfe #hicks bekam.
Ich hatte aber noch Zeit uns so war es noch einigermaßen erträglich.

Das ist es mittlerweile aber nicht mehr. Mein ET ist erst am 16.11. Jedoch machte sich schonmal ein Kind 18 und ein anderes 14 Tage vorher auf den Weg. Daher rechne ich jederzeit damit.
Am Dienstag hatten mein Mann und ich #sex und das löste eine leichte Blutung und leichte Wehen aus. Das hat mich so erschrocken und ich dachte es geht gleich los, da bin ich heulend zusammengebrochen vor Angst und habe stundenlang gezittert. Die ganze Nacht schlief ich vielleicht 2 Std und bewegte mich so wenig wie möglich, weil ich Angst hatte die FB platzt.
Total bescheuert, das Baby muss ja irgendwann raus. Aber gegen diese Angst komme ich wirklich nicht an. Das überkommt mich einfach so. Jetzt grad dachte ich "#schock was läuft da?", war vielleicht ein Tropfen Urin oder so #schein und sofort fängt mein ganzer Körper wieder an zu zittern. Das ist nervlich nicht mehr auszuhalten.

Habt Ihr vielleicht einen Tipp was helfen könnte? Das halte ich so nicht mehr aus und ich möchte doch entspannt in die Geburt gehen.

LG #schmoll

Beitrag von qrupa 01.11.10 - 08:17 Uhr

Hallo

rede unbedingt mit deiner Hebamme! Die sind auch für solche Probleme zuständig!

Beitrag von claerchen81 01.11.10 - 09:07 Uhr

Hi,

1. Hebamme undGeburtsklinik informieren
2. bei der Geburt LMAA-Pille geben lassen

Bei echter Panik helfen die klugen "entspann-dich"-Sprüche wohl nichts. Zur Not KS. Kind muss halt raus, aber mit Panikattacken stelle ich mir eine natürliche Geburt schwierig vor.

Gruß und viel Glück, C.

Beitrag von caramella1 01.11.10 - 09:21 Uhr

Hi Du...
schau mal hier....
http://www.sanft-entspannt.de
die audios machen total relaxt und mutig! Uuuund Du lernst das auch für die Geburt. (bin grad entspannungssüchtig)
Grüßle Andrea
P.S. ich glaub, da gibts auch 'n ebook für Angstlösen oder so

Beitrag von tinchen0815 01.11.10 - 09:36 Uhr

Vor was hast Du denn genau Angst? Das wäre auch interessant zu wissen! Vor den Schmerzen? Vor dem Krankenhaus? Davor, dass Du dann ein Baby hast?

Ich kann Dir nur sagen, dass die Schmerzen zumindest bei mir nicht so schlimm waren, wie ich es mir vorgestellt habe. Wenn man die Geburtsberichte anderer so hört, denkt man sich immer, das seien die schlimmsten Schmerzen, die man sich vorstellen könne. Bei mir stimmte das nicht, ich hatte schon mal Zahnschmerzen, die waren um Längen schlimmer. Wehen schmerzen ja nicht durchgehend, sondern immer nur kurz und dann hast Du i.d.R. ein paar Minuten keinerlei Schmerzen. Gut, zum Schluss wirds natürlich schon "schlimmer", aber ich denke, dass man da irgend ein Hormon ausschüttet, was einen das Ganze durchhalten lässt, denn ich war dann wie in Trance und hab einfach nur noch gemacht. Wie gesagt, war alles halb so schlimm.

Was bei mir auch gut war: ich HASSE Krankenhäuser. Wenn ich dort hätte entbinden müssen,hätte ich auch mehr Unwohlsein vor der Geburt gehabt. Ich habe aber in nem Geburtshaus entbunden, die Hebi und den Doc kannte ich schon monatelang, und so war alles viel privater und entspannter. Vielleicht wäre ja auch das noch was für Dich?

Und wenn Du Angst hast vor dem Leben mit Baby - da weiß ich leider auch keine Tipps, kann Dir allerdings nur sagen, dass das das Schönste ist, was man sich vorstellen kann, sein Baby nach der Geburt im Arm zu halten. Als ich während dem Entbinden kurz vor der Entkräftuns stand, hab ich immer an die Kleine gedacht, die ich nun endlich bald in den Armen halten darf. Das hat mir wieder Kraft gegeben. Und fast schon sowas wie "Freude am Entbinden", da ohne die Geburt nun mal das Tollste auf der Welt nicht zum Vorschein kommen kann!

Beitrag von 240600 01.11.10 - 12:13 Uhr

Mit meiner Hebamme habe ich natürlich schon gesprochen. Nur kann diese mir auch nicht mehr wirklich helfen. Ich bekomme mein 4.Kind und ich WEISS was auf mich zukommt. Daher hat alles Reden auch nichts genutzt. Angst vor dem KH habe ich nicht. Das hatten wir auch überlegt und eine HG in Betracht gezogen. Damit fühle ich mich jedoch auch nicht sehr wohl. Nur im Notfall oder ich möchte doch gerne hier bleiben. Ansonsten würde ich lieber in die Klinik. Auch weil ich dort die Möglichkeit der PDA habe. Jedoch kam ich meist zu spät dort an. Da mir bis jetzt IMMER erst die Blase gesprungen ist. Und wenn dann die Wehen einsetzten kamen sie immer sofort stark und in kurzen Abständen. Also bin ich jedesmal davon überrollt worden. Und das hat mich besonders nach der letzten Geburt psychisch so mitgenommen. Ich habe Angst vor dem Moment wo alles anfängt, vor den Wehenschmerzen, wenn das Kind sich durchs Becken schiebt und natürlich dann geboren wird. Und vor den Nachwehen, denn meine Geburt war zwar zu Ende, die Schmerzen jedoch nicht weg. Zudem ist meine Gebärmutter schon etwas "schlapp" und daher werde ich wohl nachdem die Plazenta raus ist wieder viel bluten. Um das zu verhindern bekomme ich also was gespritzt, dies wiederum regt Wehen an. #schmoll

LG

Beitrag von schnuppelag 01.11.10 - 12:19 Uhr

Meinen Respekt, dass du unter diesen Umständen und psychischen Vorbelastungen überhaupt noch ein Kind bekommen wolltest und wirst :-)
Ich wusste schon nach der Geburt meines Kindes, dass kein zweites Kind da rauskommen werden würde :-D Und dessen bin ich mir auch heute noch so was von sicher ;-)

Richtig helfen kann dir hier wohl niemand. Deine Ängste sitzen schon so tief, da kann eigentlich nur noch professionelle Hilfe ran.

Wenn du tatsächlich solche Angst vor der Geburt hast, empfehle ich dir - in Absprache mit dem KH - einen Kaiserschnitt... wenn du es unter lokaler Betäubung auch nicht aushältst, dann eben unter Vollnarkose. Käme so etwas für dich in Frage? Du kriegst es selbst nicht mit, du hast keine Panikattacken während der Geburt (was ja den Geburtsvorgang an sich erheblich beeinträchtigen würde).

Ich wünsch dir alles Gute!

Beitrag von 240600 01.11.10 - 12:43 Uhr

Das Baby war auch nicht 100% geplant ;-). Es hieß, dass ich eingeschränkt unfruchtbar bin (wegen bestimmter Hormone fehlte der Eisprung bzw das Ei war nicht ausgereift). Meine letzte Tochter bekam ich nur mit Hilfe von Spritzen. Daher war es schon eine Überraschung ;-)

Leider kann man mir jetzt nicht mehr helfen, dachte daher vielleicht gibt es was Pflanzliches o.ä. was helfen könnte?!
Ich hatte auch schon ein psychologisches Gespräch. Leider auch erst recht spät, so dass es auch nicht viel geholfen hat.

Über einen KS denke ich natürlich auch nach. Das habe ich auch mal bei meiner Hebamme angesprochen. Diese winkt aber ab und meinte nur danach hätte ich schreckliche Schmerzen die ich mir auch nicht antun möchte. Ist ja wahrscheinlich auch so. Ich denke wer sich in meine Ängste nicht reinversetzten kann für den sind manche Aussagen von mir unverständlich.
Ich war auch mit ihr vor einer Woche zur "Geburtsplanung" im KH, aber ich traute mich nicht das Thema anzusprechen. Also hab ich mir die Chance wohl eh schon selber verbaut?!

Beitrag von magdalena70 03.11.10 - 23:02 Uhr

Hallo,
bin auch grad mit unserem vierten Kind schwanger.
Bei der dritten Schwangerschaft hatte ich kurz vor der Geburt auch so eine Panik. Von meiner Hebamme hab ich Gelsemium-Tropfen (homöopathisch) in der LM-Potenz empfohlen bekommen. Die habe ich dann täglich genommen und jeweils durch Verdünnen noch weiter hochpotenziert. Das hat mir enorm geholfen.
Außerdem habe ich bewusst Atemübungen und das Tönen benutzt (vor allem das "JAAAAA"-Sagen). Das hat mir viel geholfen, die Wellen schließlich anzunehmen. Der Schmerz war dann plötzlich weg und stattdessen habe ich nur noch Kraft gefühlt, mit der ich mitgehen konnte. Interessanterweise hatte ich nach dieser Geburt auch keine Nachwehen-Schmerzen.
Nun versuche ich es gerade mit HypnoBirthing. Außerdem habe ich davon gehört, mit einer Hypnosesitzung gezielt Ängste vor der Geburt auflösen zu können.
Alles Gute für Dich!

Beitrag von minnie85 01.11.10 - 13:32 Uhr

Sprich mit deiner Hebamme - sie kennt sich mit solchen Ängsten bestens aus und kann dir Hilfestellung geben, weiß evtl etwas Homöopathisches was dir hilft.

Weißt du, ich hatte auch doll Angst und habe es dann immer so gesehen, dass mich jede Wehe näher ans Kind bringt, jede Wehe ist eine weniger und mich so versucht auf die Geburt zu freuen, den Tag, an dem ich endlich mein Kind im Arm haben darf! Der schönste Tag im Leben!

Beitrag von phami 01.11.10 - 21:30 Uhr

Ich würd dir gern helfen, kann dich was die Panikattacken an geht absolut verstehen, ich habe auch öfters sowas, nur unabhängig von einer Geburt.
Es ist natürlich doof, wenn wieder ein Blasensprung vorausgeht und das Kind so schnell raus möchte und keine Zeit mehr für eine PDA bleibt, da würde ich auch Panik bekommen. Habe zwar erst 1 Kind, aber bei dem hat zum Schluss die PDA nicht mehr gewirkt und es war schon schlimm.
Würde sagen, du musst da wohl durch, so hart das auch klingt, niemand weiss letztendlich wie die nächste Geburt aussehen wird, es kann auch ganz anders kommen!
Versuche ruhig zu bleiben, du hast die anderne 3 male überstanden und wirst es auch ein 4 tes mal..ganz sicher! Gegen die Nachwehen gibt es doch Medikamente? Also ich habe dagegen Tabletten bekommen, Paracetamol.