Er will unbedingt auch das Sorgenrecht!

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von rosaschnegge 31.10.10 - 22:16 Uhr

Hallo,

Wie soll ich mich denn verhalten......
habe jetzt schon seit einiger Zeit immer wieder das Thema Sorgerecht mit dem Kindsvater. Mal zur Vorgeschichte, versuche es kurz zu halten.

Vor der Geburt unseres Sohnes haben wir schon die Vaterschaftssache geregelt, wir waren nicht verheiratet, wollten aber und hatten unserem Sohn schon den Nachnamen vom Vater gegeben. Da wurde uns wohl gesagt das wir das gemeinsame Sorgerecht noch beim Jugendamt regeln müssen. In unserer Vorfreude auf das Kind haben wir es aber nicht wahr genommen.
Zur Hochzeit ist es nicht gekommen, Streit und Differenzen wurden mal schlimmer und auch mal besser.
Als ich für den kleinen einen Pass beantragen wollte, habe ich gemerkt das ich das alleinige Sorger. habe und habe es dem Vater aber verschwiegen.

Als unser Sohn zwei war habe ich unsere gemeinsame Tochter bekommen. Gleiche Spiel mit Vaterschaft, nur das ich das mit dem Sorgerecht schon wusste und unser Verhältnis immer schlimmer wurde. Kurz nach der Geburt von der kleinen, habe ich mich getrennt.

Irgendwann hat er es spitz bekommen das er kein Sorgerecht hat, seine Eltern haben es ihm gesteckt......

Immer wieder hat er mit dem Thema angefangen und ich konnte es immer ganz gut überspielen. Nun ist er ziemlich hartnekig.

Er "versucht" sich mit zu kümmern, hat auch manchmal super Ideen, das war es dann auch schon, zur durchführung dieser Ideen schafft er es dann aber nicht. Er sagt zum bsp; "Soll ich mal mit ihm zum Arzt gehen oder zum Sport...." Ich sage ;ja gerne..... wer macht es letzten endes? ICH!

Tochter ist ein ganz anderes Thema, in einem Jahr hat er sie ganze zwei mal alleine gehabt. Der Sohn ist jedes WE bei ihm!
Geschenke für den Sohn ja, Tochter nein.

Und er will das Sorgerecht für beide Kinder!

Ich möchte es aber im Moment überhaupt nicht, denn es würde sich an der Situation nix ändern.
Ich glaube nicht das er , trotz "Vollwertiger Vater" so wie er es dann immer begründet, sich mehr angagiert.
Ich bin aber auch nicht so taff und kann es ihm so direkt ins Gesicht sagen, ich habe Angst ihn zu verletzen, ja klar habe ihn schon in den Ar.... getreten als ich ihm verschwiegen habe das ich nur das Sorger. habe.

Meint Ihr mein Verhalten oder Reaktion ist angebracht oder berechtigt?

Nicht um sonst habe ich mich von ihm getrennt, nicht einfach nur weil keine Gefühle mehr da waren, sondern einfach weil sein Verhalten in manchen Situationen total unangebracht und fehl am Platz waren.....
Ich könnte hier noch mehr schreiben aber ich glaube das wird dann zu viel.

Wie soll ich mich denn jetzt verhalten? Mir währen ein paar Meinungen und Erfahrungen vielleicht ganz hilfreich.

Danke

Beitrag von claki 01.11.10 - 07:05 Uhr

Hallo,

also wir haben auch alles (Vaterschaft & Sorgerecht) vorher geregelt. Weil ich wollte das unsere Tochter den Nachnamen ihres Vaters hat.

Im Prinzip finde ich deine Einstellung bisschen komisch. Sei doch froh wenn er sich kümmern möchte. Es gibt mit Sicherheit genug Fälle wo es nicht so ist.

Andererseits macht er anscheinend ganz schön unterschiede zwischen Tochter und sohn.

Entscheiden mußt du eh selber. Wenn du dir nicht sicher bist lass es wie es ist. Blöd wird es nur wenn er es einklagen will. Guck das ihr euch einigen könnt.

Viel Glük und Kraft;-)

Beitrag von parzifal 01.11.10 - 08:21 Uhr

Bei Dir ist es halt so wie bei den meisten.

Wer gibt schon freiwillig ein Recht ab, wenn es keine ersichtlichen Vorteile bringt. Und deshalb haben die meisten unverheirateten Väter bisher auch kein Sorgerecht. Die Frage der Gerechtigkeit spielt dann normalerweise auch keine Rolle mehr.

Normalerweise sollte man sich immer die Frage stellen, wenn es umgekehrt wäre, würde man es dann auch für richtig halten? Würdest Du es für richtig halten kein Sorgerecht zu haben, wenn die Kinder beim Vater leben würden?

Meistens siegen halt aber die persönlichen Vorteile.

Beitrag von anarchie 01.11.10 - 09:01 Uhr

Hallo!

ich finde das im grunde ganz einafch:

Wenn der vater sich kümmert, genauso engagiert ist wie die Mutter(nicht umbedingt zeitlich, das ist ja oft nicht möglich), sich kümmert, verantwortlich zeigt...dann hat der vater ganz klar das Recht auf geteilte Sorge.

Wobei ich persönlich es trotzdem nicht teilen würde, wenn man auf elternebene nicht kommunizieren kann - klarer Eigennutz.

ICH würde einem Vater, der nur Sprüche klopft(soll ich zum Sport...und geht dann doch nicht), und, wa sich viel schlimmer finde, ein Kind klar bevorzugt, KEIN Sorgerecht zugestehen.

Meine großen beiden sind "unehelich" geboren, mein Mann hatte das Sorgerecht trotzdem ab Geburt, weil ich wusste, dass - egal was zwischen uns ist - er ein guter, enagierter und verantwortungsvoller Vater ist.
Aber ich würde auch nicht mit einem kerl ein Kind kriegen, dem ich das nicht zutraue..

lg

melanie mit 4 Kindern

Beitrag von thea21 01.11.10 - 09:32 Uhr

Welcher logische Grund hindert dich, dem Vater deiner Kinder das gleiche Sorgerecht wie du selbst es hasst, einzuräumen?

Beitrag von starshine 01.11.10 - 11:11 Uhr

Er kann sich auch ohne Sorgerecht kuemmern. Ich wuerde das Sorgerecht nicht teilen.

Wenn er zeigt, dass er seine tollen Plaene auch wirklich in die Tat umsetzt und sich richtig kuemmert, dann kann man das ja neu diskutieren.

Beitrag von krypa 01.11.10 - 13:47 Uhr

Hallo zusammen,

es bleibt bei den momentanen Fällen väterlicher Sorgeanträge/Ansinnen stets die Frage, ob sich ein väterliches Verhalten nicht gerade wegen der bisherigen herabsetzenden, kränkenden und menschenrechtswidrigen gesetzlichen Regelung des § 1626a BGB als sorgewidrig darstellt.
Wie kann man ein Verhalten unter Sorgeaspekten beurteilen wenn es sich unter dem rechtlos stellenden Regime einer mütterlichen Alleinsorge vollzog? Ich denke, dass es absurd ist, ein Verhalten unter Sorg-Losigkeit zu beurteilen als hätte der Anspruch auf sorgvolles Verhalten bestanden.



Ein ue Vater ohne elterliche Sorge muss immer damit rechnen, dass Mama mit Kind weit weg zieht. D.h., dass er auch immer damit rechnen muss, aus einem engeren Bezug zum Kind hinausgekickt zu werden. Sein Bezug zum Kind bleibt immer schwebend gefährdet zurückgezogen.
Seine evtl. Kindesnähe hat für ihn keine eigenständige, kränkungsfreie vertrauenschützende Verläßlichkeit.
Frau sollte auch nicht verkennen, dass das Sorglos-Halten des ue Vaters eine Herabsetzung und Kränkung ist. Darüber hinaus ist es auch eine Diskriminierung und Menschenrechtsverletzung.
Daraus resultieren m.E. viele zwiespältige Verhaltensweisen ue Väter ohne elterliche Sorge.
Hinzu kann auch ein Teufelskreis (überzogener) väterlicher Selbstansprüche und einem Scheitern an ihnen kommen. Des Weiteren kann noch eine nicht miterziehende Umgangsvaterschaft hinzukommen, die die Kränkungen der Sorg-Losigkeit vertieft. Es entsteht somit auch möglicherweise eine Folge weiterer immer wiederkehrender Kränkungen.
Dabei spielt sicher auch ein mehr oder weniger starkes Selbstbewußtsein eines Vaters eine Rolle.

Beitrag von parzifal 01.11.10 - 14:53 Uhr

Ich verstehe die Logik Deiner Argumentation nicht.

Angenommen dies ist erfüllt:

"Wenn er zeigt, dass er seine tollen Plaene auch wirklich in die Tat umsetzt und sich richtig kuemmert, dann kann man das ja neu diskutieren."

Was ändert dies an Deinem Argument der Ablehnung? "Er kann sich auch ohne Sorgerecht kuemmern. Ich wuerde das Sorgerecht nicht teilen."

Er könnte das Kind zu 100% betreuen und Dein "Argument" er könne sich auch ohne Sorgerecht um die Kinder kümmern, wäre immer noch anwendbar.

Und wer bestimmt wann sich "genug gekümmert" wurde? Und wann ist das der Fall?

Glaubst Du wirklich, dass dieser Punkt je erreicht ist?

Nenne doch einmal konkret was der Vater alles tun muss (mit Angabe der Häufigkeit der Besuche etc.) bis Du das Sorgerecht teilen bzw. gemeinsam ausüben würdest.

Oder heißt das in der Praxis, dass er sich bestimmt nicht ausreichend kümmern wird und falls doch entscheide ich sowieso, dass dieser Punkt nicht erreicht ist.

Wer auf ein später mögliches Sorgerecht verweist sollte auch die zu nehmenden Hürden nennen. Was wären also Deine?

Beitrag von thea21 01.11.10 - 11:15 Uhr

Wie sich hier einfach so gut wie jede Frau aufregen würde, wäre es genau andersherum, dürfte der Vater über die Sorge entscheiden und die Frau müsste darum kämpfen....

Versteh das einer.

Beitrag von anarchie 01.11.10 - 11:32 Uhr

Ich würde das andersherum genauso sehen, wenn der vater sich ab geburt kümmert, verantwortungsvoll und zuverlässig, die Mutter die kinder ungleich behandelt und nur sprüche klopft...

Sorgerecht ist auch eine Pflicht - und wer sie nicht erfülllen kann, sollte sie auch nicht bekommen.

Beitrag von parzifal 01.11.10 - 15:01 Uhr

Also jeder Vater der sich ab der Geburt verantwortungsvoll und zuverlässig um sein Kind kümmert soll auch das Sorgerecht erhalten?

Das ist ja mal ein klares Wort für das gemeinsame Sorgerecht.

Bestehen nur noch zwei Fragen:

Wer bestimmt wann diese Voraussetzungen erfüllt sind?

Sollten diese Voraussetzungen auch für Mütter gelten?

Was meinst Du?

Beitrag von anarchie 01.11.10 - 17:09 Uhr

Wer bestimmt wann diese Voraussetzungen erfüllt sind?

DAS ist wie bei so Vielem das Problem...keine Regel wäre immer und für alle fair.
Im Grunde müsste es oft eine Einzelfallentscheidung sein.
Generell würde ich sagen, dass das der Fall ist, wenn der Vater sich regelmässig kümmert so viel er irgend kann, für alle Belange des Kindes engagiert und interessiert in kooperation mit der Mutter zum Wohle des Kindes.
Wenn er Unterhalt zahlt im Rahmen seiner Möglichkeiten(denn auch das zeigt Verantwortung).

Sollten diese Voraussetzungen auch für Mütter gelten?

Potentiell schon.
Nur ist es numal so - auch wenn es nicht fair ist - dass sie das Kind ausgetragen hat, es gehört zu ihr. natürlicherweise.
was nicht bestreiten soll, dass es absolut grudelige Mütter gibt.

Die Mutter hat sich quasi schon mit dem Austragen und Gebären des Kindes dem Kind zugehörig und verantwortlich gezeigt(im normalfall).
das ist dem vater nicht möglich.
Nicht fair, aber es ist nunmal so.
Der vater muss sich erst nach der geburt einbringen, da hat die mutter ihm schon 9 Monate voraus.
Und auch ein neugeborenes gehört nunmal zur Mutter, gerade eine stillende mutter ist nunmal die einzige wichtige person für das neugeborene.
Das mag in sachen gleichberechtigung veraltet sein, das hat der Natur nur noch niemand begreiflich gemacht.
Aber vielelicht gibt es ja irgendwann vätermonate in der schwangerschaft;-)

lg

Beitrag von krypa 01.11.10 - 17:32 Uhr

Hallo anarchie,

der 'Vater' kann sich nur 'kümmern', wenn er z.B. zeitnah von der Geburt erfährt und die Mutter durch seine Nähebemühungen zum Kind nicht ''gestört'' ist.

Gerade w e i l Mütter naturgemäss durch SS, Geburt und Stillen einen enormen Nähevorsprung zum Kind haben, müssten m.E. Väter frühestmöglich durch gemeinsame elterliche Sorge mit im Boot sein, ohne dass die Mutter ihren ohnehin riesigen Nähe- und Machtvorsprung zur weiteren Ausgrenzung des Vaters und Errichtung eines Bewährungssystems ihm gebenüber benutzen kann.

Prinzipielle Alleinsorge von ue Müttern hat m.E. auch eine verheerende Signalwirkung für derartige Mütter und Väter indem sie den Müttern die Alleinsorge aufbürdet und ihnen die Allmacht verleiht und zugleich den Vätern vermittelt, dass sie nicht die Pflicht und das Recht haben, für ihr Kind zu sorgen.
Diese Lage zieht nur Gräben des Misstrauens und der Furcht auf Seiten der Mütter und Gräben des Misstrauens und der Distanziertheit bei den Vätern zwischen den Eltern.
Im Vergleich dazu haben verheiratete Eltern die gemeinsame elterliche Sorge, obwohl auch hier Mütter die gleichen von Dir genannten 'Privilegien' besitzen.
Aus Kindessicht ist es absurd, alleinsorgende Mütter und nichtsorgende Väter zu haben.

MfG krypa

Beitrag von parzifal 02.11.10 - 00:01 Uhr

"in Kooperation mit der Mutter zum Wohle des Kindes. "

Umgekehrt müsste die Mutter also um sorgerechtsfähig zu sein in Kooperation mit dem Vater zum (objektiven) Wohle des Kindes arbeiten.

Ich hoffe von Deiner Meinung schneiden sich viele Mütter etwas ab.

Beitrag von anarchie 02.11.10 - 08:00 Uhr

Im Grunde ja.
Eine verantwortungsvolle Mutter wird einen bemühten Vater, der sich adäquart kümmert niemals ausschliessen sondern versuchen mit ihm gemeinsam einen Wewg zu finden.

Muss ich mit meinem Mann ja auch, nicht weil wir verheiratet sind(das betrifft ja nur uns), sondern weil wir nunmal die Eltern sind.

Nur, wie schon geschrieben, ist es nunmal so, dass die Mutter von Natur aus dort im Vorteil ist.
Trotzdem sehe ich es als absolute Pflicht an, einen Vater, der einer sein will, mit im Bott zu haben.

Unter Vorbehalt allerdings sehe ich Väter, die in der ss die Frau zur Abtreibung nötigen, bedrohen, drangsalieren und dann plötzlich den super-papa mimen...
Wobei auch da ja ein wandel möglich und wünschenswert ist und dann auch gewürdigt werden soll.

Wichtige Voraussetzung ist für mich auch, dass beide den jeweils Anderen mit Respekt behandeln.
man kann anderer Meinung sein, sich auch streiten, man muss sich nicht lieben oder auch nur mögen - aber respekt muss da sein.

Beitrag von rosaschnegge 02.11.10 - 09:27 Uhr

Will mich hier an der Stelle mal einklinken.

Ich versuche immer wieder den Vater mit ein zu beziehen.

Er wollte unbedingt die Kinder taufen lassen, da er selbst auch einen Glauben hat, er ist/war in einer Gemeinde fest drin, ich sagte zu ihm ich habe keine Ahnung was man da alles organisieren muss. Wenn er es möchte soll er sich doch bitte drum kümmern, alles klar er war feuer und flamme. Nix ist passiert.
Letztens war erst die Elternversammlung in der Kita von der kleinen, ich habe es ihm rechtzeitig gesagt, er war voller Elan und hat kurzfristig abgesagt.
Der große muß zum Logopäden, Vater sagt er möchte mit, wir haben feste Tage für diesen Termin, er war bis jetzt zwei mal dabei von 10.
Kinder werden kurzfristig vom Vatertag nach Hause gebracht.
Beide Kinder kann er nicht nehmen, weil er auf sich aufpassen muß und sich gutes tun muss, das sind seine ausssagen, (es besteht eine Suchtkrankheit bei ihm)

Deshalb glaube ich nicht das es sich ändern würde wenn er die Unterschrift auf einem Sorgerecht-Antrag hat.

Vielleicht habe ich auchnur zu viele Erwartungen?
Der Vater geht sehr unregelmäßig arbeiten, das heißt er könnte im prinzip genau wie ich auch, seine Termine nach den Kindern richten. Nicht immer aber vielleicht mal öffters?

Vielleicht bin ich da auch zu verbohrt.

Klar wenn ich als Mutter nicht das SR hätte würde ich auch darum kämpfen und alles daran setzen.

Beitrag von anarchie 02.11.10 - 14:24 Uhr

Eben, es gibt eben auch Väter, die sich nur nach Lust und Laune einbringen...und die haben - meiner Meinung nach - einafch nicht die Fähigkeit und /oder den willen SorgeRECHT und SorgePFLICHT auszufüllen....

lg

melanie

Beitrag von krypa 02.11.10 - 09:47 Uhr

Hallo anarchie,

***''Im Grunde ja''***

Das ist nun schlecht zu interpretieren als Antwort.
''Im Grunde ja'' heißt ja auch ''eigentlich schon'' oder ähnlich, also nicht zwingend und logisch notwendig.
Wie definierst Du denn eine ''verantwortungsvolle Mutter''? Wer beurteilt das?

Wie hier kurz darüber schon von mir geschrieben, sollte m.E. gerade
w e i l
eine Mutter von Natur aus einen enormen Nähe- und Machtvorsprung durch SS, Geburt und Stillen gegenüber dem Vater hat, der Vater frühestmöglich im Boot sein.

Was verstehst Du denn unter ''absolute Pflicht''? Wie wolltest Du denn diese Verpflichtung zwingend umsetzen ausser durch automatische Sorgeteilhabe des Vaters bei der Vaterschaftsanerkennung?

Du schriebst gegen Ende:

***''Wichtige Voraussetzung ist für mich auch, dass beide den jeweils Anderen mit Respekt behandeln.''***

Ich denke, dass eine Mutter, die einen Vater monate/jahrelang ohne gemeinsame elterliche Sorge hält und ihn solchermassen herabsetzt, entwertet und kränkt, dadurch schon den nötigen Respekt vermissen läßt.

Mfg krypa

Beitrag von anarchie 02.11.10 - 14:41 Uhr

hallo!

"Im Grunde ja"

weil die voraussetzungen eben andere sind, es nicht so umsetzbar wäre, deshalb "nur" im Grunde.

In diesem Kontext ist die Mutter verantwortungsvoll, wenn sie den Kontakt, fördert, festigt und unterstützt und dem Vater soviel als möglich in Alltag und belange des Kindes mithineinlässt.
Und im Zuge dessen einen Vater, der sich wie schon beschrieben einbringt, eben auch einen vollwertigen vater sein lässt - inklusive Sorgerecht.


Zitat
Wie hier kurz darüber schon von mir geschrieben, sollte m.E. gerade
w e i l
eine Mutter von Natur aus einen enormen Nähe- und Machtvorsprung durch SS, Geburt und Stillen gegenüber dem Vater hat, der Vater frühestmöglich im Boot sein.
Zitatende.

natürlich soll er das! Sag ich ja!

Zitat
Was verstehst Du denn unter ''absolute Pflicht''? Wie wolltest Du denn diese Verpflichtung zwingend umsetzen ausser durch automatische Sorgeteilhabe des Vaters bei der Vaterschaftsanerkennung?
Zitatende

ich weiss gerade nicht, wo und in welchem Kontext ich das geschrieben habe( ''absolute Pflicht'')..daher kann ich da jetzt garnicht Bezug drauf nehmen.

Zitat

***''Wichtige Voraussetzung ist für mich auch, dass beide den jeweils Anderen mit Respekt behandeln.''***

Ich denke, dass eine Mutter, die einen Vater monate/jahrelang ohne gemeinsame elterliche Sorge hält und ihn solchermassen herabsetzt, entwertet und kränkt, dadurch schon den nötigen Respekt vermissen läßt.
Ziatende.

Wenn sie das tut, obwohl der vater sich wie vorher beschrieben verhält ist das korrekt.
Wenn der vater allerdings nur temporär Interesse zeigt, unzuverlässig ist, keinen unterhalt zahlt, etc...dann ist das kein mangelnder Respekt sonder schlicht Fürsorge fürs Kind.

Und ja, falls diese Frage kommt;-), das gilt auch für Mütter - nur sind diese eben von geburt an in der besserern Position durch bekannte natürlcihe Abläufe.


Ich habe aber generell - vermutlich bin ich da naiv - Probleme zu verstehen, warum man mit einem Mann ein kind bekommt, der dann sooooooo schrecklich ist/sein soll...

natürlich, es gibt ONS mit Folgen, es gibt Männer, die sich um 180° drehen, aber generell überlege ich mir doch vorher, mit wem ich ein Kind zeuge...oder?#gruebel

Mein jetziger Mann(wir haben 05 geheiratet) hatte schon vor der Geburt zeitgleich mit der Vaterschaftsanerkennungder beiden großen Kindern(02 und 04) die Sorgerechtserklärung mit mir gemacht.
(die Dame beim JA wollte mir partout ausreden das SR zu teilen - und mein mann ist kein Freak oder so, ein gymnasiallehrer, nicht abschreckend oder so#rofl)
ich meine, wenn ich nicht überzuegt wäre von seinen Vaterqualitäten hätt eich ja kein Kind bekommen.
Und selbst wenn wir uns trennen, bin ich sicher, dass er immer im Sinne der Kinder handeln würde - und ich auch.
Niemand kann mich so verletzten, das sich darüber meine Kinder in den Hintergrund stelle.

Er war ja schon mal verheiratet, hat schon erwachsene Zwillinge.
Die beiden haben sich getrennt, als die Mädels 7 waren - und haben sich Wohnungen nah beieinander gesucht, so dass die Mädchen wechseln konnten, wie sie wollten...war für sie zwar unbequem(wegen Arbeitsplatznähe etc..9, aber für die mächen gut.


lg

Beitrag von super_mama 01.11.10 - 13:14 Uhr

Oh welch nette Diskussion du hier ausgelöst hast ;-)
Das Thema Sorgerecht ist sehr sehr zwiespältig.

Meine Meinung dazu: behalt das alleinige Soregrecht für dich !!!

Mein Son (5 Jahre) wurde ehelich geboren, selbst wenn mein Ex und ich nicht verheiratet gewesen wären, das Sorgerecht hätte ich mit ihm geteilt. Ich hätte meine Hand dafür ins Feuer gelegt das er ein guter Vater ist/sein wird und NIE etwas an unseren Sohn kommen lassen würde.
Tja, es kam die Trennung und schon davor hieß es aus den Augen aus dem Sinn. Inzwischen sieht er den kleinen einmal alle 6 Monate (er holt ihn dann mal, bringt ihn zu Oma&Opa - seinen Eltern- und fährt mit seiner Neuen und ihren gemeinsamen Kindern weck, aber so kann er wenigstens sagen er hat ihn geholt, nachts wird der Kurze eingesperrt weil er sonst rumläuft und die anderen Kinder weckt, er wird allein in den Wald zum spielen geschickt -wieso der Hund ist doch mit und passt auf, etc etc etc)
Inzwischen habe ich via Jugendamt und Gericht die Befugnis sogar den Umgang so weit einzuschränken das er ihn tagsüber holen darf, abends nach haus bringen muss.

Bei meiner Tochter hab eich das alleinige Sorgerecht. Zum Einen war ich eh noch verheiratet als sie geboren wurde, aber nachdem wir Urkunden etc alles ändern konnten, habe ich mit meinem Freund gesprochen - er sieht wie sehr es mich quält und welch Schererein ich hatte mal irgendeine Unterschrift zu bekommen von meinem Ex wegen dem Kleinen, das er, auch wenn es ihn etwas schmerzt, von allein sagte "Behalt das Sorgerecht für dich."
So lange sich ANSTÄNDIG und VERANTWORTUNGSVOLL um die kinder gekümmert wird ist es eh egal, man sollte eh über alles reden können was die Kinder betrifft, aber wenn nicht, wie bei meinem Ex, dann ist es schon ein Krampf die Schulanmeldung fertig zu machen.

Er kann dich nicht zwingen das Sorgerecht mit ihm zu teilen und so lange er kein wirkliches Interesse zeigt und sich um BEIDE Kinder kümmert und auch die Versprechen hält (von Sport etc), so lang ist er auch kein super Vater und schon gar nicht verlässlich in Bezug auf das Sorgerecht.

Beitrag von parzifal 01.11.10 - 15:05 Uhr

"So lange sich ANSTÄNDIG und VERANTWORTUNGSVOLL um die kinder gekümmert wird ist es eh egal,"

Was ist egal?

Gilt für Dich das Motto: Er kümmert sicht nicht also bekommt er auch kein Sorgerecht? Er kümmert sich dann braucht er ja keins?

Beitrag von fensterputzer 01.11.10 - 13:35 Uhr

Mal ganz in Ruhe.

1. Wenn Kindesumgang dann Beide oder Keiner.
2. Er will Sorgerecht - ich will im Lotto gewinnen ( dumm nur das ich nicht spiele aber macht ja Nichts ich will gewinnen) So ist es auch mit seinem Sorgerecht wollen.

Er denkt mit gemeinsamer Sorge hat er dich in der Hand. Und VORSICHT!!! Bei gemeinsamer Sorge kann er sogar versuchen das Alleinige Sorgerecht für sich einzuklagen!!!

Du mußt ihm nur den Umgang gewähren sonst Nichts.

Beitrag von picco_brujita 01.11.10 - 13:53 Uhr

<Ich möchte es aber im Moment überhaupt nicht, denn es würde sich an der Situation nix ändern. > wenn es nichts ändert, dann kannst du ihm das sorgerecht auch geben.
wenn er es anstrebt vor gericht wirst du in einiger zeit eh probleme haben, denn die rechte der väter werden gestärkt.

gruß
brujita

Beitrag von fensterputzer 01.11.10 - 14:08 Uhr

bis die Gerichte so urteilen geht noch ne Menge Wasser den Rhein runter

Beitrag von ppg 01.11.10 - 14:20 Uhr

Wie kommst Du darauf???

Seit August diesen Jahres liegt das Urteil des Bundesgerichtshof vor, was die Rechte lediger Väter gestärkt hat. D.h. wenn ein KV jetzt die gemeinsamme Sorge einklagt, wird er sie auch bekommen - sofern dieser Vater nicht dem Kindeswohl schadet.

Was noch etwas dauern wird, ist die Gesetztesänderung die uneheliche Väter den ehelichen gleichstellt - d.h. dann wird die gemeinsamme Sorge auch bei unverheirateten Eltern zur Regel.

Ute

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