Haus kaufen - Finanzierung? was ist möglich?

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Beitrag von erdbeerschnee 01.11.10 - 08:52 Uhr

Hallo,

unsere Idee steckt noch in den Kinderschuhen bzw. ist im Moment noch ein flüchtiger Gedanke und um diesen ein wenig festern zu machen oder zu verwerfen brauche ich einige Ratschläge :-p

Die Großmutter von meinem Mann ist vor einiger Zeit verstorben und ihm gehört nun zu 25% ein altes aber für uns sehr praktisches Haus mit schönem Grundstück in einer Top-Lage. Zu weiteren 25% gehört es meinem Schwager und zu 50% dem Onkel der Beiden. Ganz, ganz grob geschätzter Wert wegen der Lage ca. 280.000 euro (aber das ist wirklich nur sehr geschätzt - so teuer waren ca. die anderen Häuser in der Umgebung)

So... wenn wir das nun gerne ganz kaufen würden, würden dann die 25% als "Eigenkapital" für eine Bank reichen ? Was gibt es da überhaupt für Möglichkeiten der Finanzierung für junge Familien? Wir würden dann eine Miete von 700 euro sparen - ist das realistisch auch für ein Haus ???

Es gibt auch die Möglichkeit, dass unsere Eltern uns vorzeitig das Erbe geben- aber eigentlich möchten wir gerne auf eigenen Beinen stehen und nicht schon wieder von unseren Eltern finanziert werden #zitter

So... hat jemand Erfahrung ???
Erstmal muss es ja eh alles geschätzt werden und dann muss der verstrittene Onkel zustimmen usw... da wird noch viel Zeit ins Land gehen aber wir wollten halt nur mal wissen, ob wir überhaupt weiter denken brauchen :-p

Erdbeerschnee

Beitrag von zwiebelchen1977 01.11.10 - 08:58 Uhr

Hallo

Es kommt auch mit auf euer Ek an. Das solltet ihr für die NK( Notar und Finanzamt) bar haben.

Dann kommt es auch auf euer Einkommen mit an.

Und bedenkt auch, das die Nk höher sind, als bei der Wohnung

Mit dem Erbe auszahlen wäre ich vorsichtig. Was ist, wenn die Eltern Pflegefälle werden und ins Heim müssen? Dann müsst ihr das Geld zurückzahlen, wenn sie das Heim nicht durch Rente und Pflegekasse zahlen können.

Bianca

Beitrag von littlequeen 01.11.10 - 09:06 Uhr

Wie das mit den 25% gerechnet wird weiß ich nicht, prinzipiell kann man aber auch vollfinanzieren, den möglichen rahmen sagt einem die bank, aber 700 euro für einen kredit in der Höhe (müssten dann ja 210.000 sein, wenn ich das richtig sehe) halte ich für unrealistisch, selbst bei den momentanen zinsen. Ich meine, es kommt natürlich auf die Höhe der Zinsen und die Laufzeit an, aber ich denke das ihr fast eher mit dem doppelten rechnen müsst, und dann ja noch die zusätzlichen Nebenkosten die anfallen (Gebäudeversicherung,mehr Strom/Wasser verbrauch,Stadtkasse etc.) im Vergleich zu einer Mietwohnung.

Achja, und zum Kaufpreis kommen dann je nach Region noch 5-10% an Kaufnebenkosten dazu (Notar,Finanzamt,Grundbucheintragungen,Kreditabschlussegbühren etc.).

Viel Erfolg.

Beitrag von anarchie 01.11.10 - 09:30 Uhr

Hallo!

Grob umrissen..

Gehen wir mal von 280tsd aus, plus NEK, sagen wir 300TSD.
70TSD als EK(die 25%).

WENN ihr keine weite Kohle für Instansetzung/Umbau braucht...

Das wären 230tsd zu finanzieren, nur überschlagen, auf 30 Jahre(was mir zu lang wäre), bei angenommenen 4,5% eff., dann sind nur die Zinsen etwa 860EUR/Monat.

Um das in ca 30 Jahren abzuzahlen müsstet ihr mit ca 1200EUR Rate rechnen.

lg

melanie

Beitrag von wemauchimmer 01.11.10 - 09:58 Uhr

Gehen wir mal von Deinen 280000 aus, dann mußt Du 210000 aufbringen, um die anderen auszuzahlen, plus ca 3,5% Grunderwerbsteuer und ca. 1,5% Notar- und Grundbuchkosten, mithin also etwa 220000€.
Die Beleihung (220000€/280000€) liegt dann knapp unter 80% und das ist bezüglich der Kreditkonditionen sehr, sehr gut. Da dürftest Du vielleicht derzeit mit 3% Kreditzins dabeisein. Das ergibt bei einer Minimaltilgung von 1% am Anfang eine Rate von ca. 750€ im Monat, wenn ich richtig gerechnet habe.
Allerdings möchte ich doch sehr dazu raten, die Anfangstilgung höher, mind. 2%, zu wählen, weil Du sonst sehr lange zahlen mußt und große Risiken eingehst, falls die Zinsen steigen. Dann wärst Du also etwa bei 900-1000€ im Monat für eine einigermaßen solide Finanzierung.
Die Nebenkosten des Hauses kannst Du ja bestimmt rauskriegen. Dann kannst Du das vergleichen mit Deinen jetzigen Wohnkosten und sehen, ob Du die Mehrkosten tragen kannst. Vielleicht kannst Du ja durch die Lage auch ein Auto oder Fahrtkosten allgemein sparen oder vielleicht ist eine Untervermietung (Einliegerwohnung) möglich. So kann das durchaus realisierbar sein, wenn die Verwandten mitspielen. Vielleicht lassen sie ja auch bezüglich des Schätzwerts ein bisschen mit sich reden...
LG

Beitrag von manavgat 01.11.10 - 11:31 Uhr

Ihr braucht einen Gutachter, der das Haus mit Grundstück schätzt! Der Wert der da rauskommt ist noch nicht die Richtschnur. Entscheidend ist auch die aktuelle Marktlage.

Zustimmen müssen die anderen beiden nicht. Ihr könnte eine Zwangsteilungsversteigerung anstoßen. Das würde ich aber erst machen, wenn ihr eine Finanzierungszusage (schriftlich) habt. Risiko: ihr könntet überboten werden. Aber dann hättet ihr immerhin die Kohle (25 % des Erlöses).

Lasst Euch bei einem Fachanwalt für Erbrecht beraten.

Gruß

Manavgat