Seid Ihr alle "Vorzeige-Schwangere/ Mamis"?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von luzibaby 01.11.10 - 09:28 Uhr

Guten Morgen #winke

Interessiert mich mal so, weil mir gerade einfiel, dass im Forum immer das Wort "Übermama" fällt.

Also ich bin definitiv beides nicht :-p

Warum?

Schwangerschaften:
Vor 16 Jahren gab es von meinem FA weder ne Ernährungsliste, noch nen Rauchverbot, noch ne Zusatzuntersuchung- ich war einfach schwanger :-)
Vor 9 Jahren ging ich das Ganze schon ein wenig bewusster an, aber auch da erhielt ich null Empfehlung für was auch immer. Auch kannte ich keine Urbias und Co

Heute fiel die Entscheidung Schwangerschaft ganz bewusst und ich habe viel auf mich genommen dafür ( Hormontherapie etc ) , erlebe das alles bewusster, dennoch gehöre ich ganz klar zu den Schwangeren, die sagen "wenn ich könnte, ließe ich meinen Mann schwanger sein " #rofl
Ich kann Sätze kurz vor der Entbindung wie "mir wird mein Bauch so fehlen" etc nicht nachvollziehen (respektiere anderes Denken aber voll und ganz) und ich persönlich habe meinen Körper wieder ganz gerne für mich alleine.
Ich nehme Femibion, achte aber nicht penibel darauf, ich esse weitestgehend keinen Thunfisch, bin aber letztens an der Mettwurst doch nicht vorbei gekommen #schein (bin aber zumindest auch Toxo positiv) und ich machen keinen GVK (wozu auch bei 3 x Sectio).

Nach beiden Kindern bin ich recht schnell wieder arbeiten gegangen, meine Kinder hatten immer ihr eigenes Zimmer und schliefen nie lange bei mir im Bett, bis überhaupt nicht. Sie durften auch zur Oma bevor sie ein Jahr alt waren und ich war nie interessiert daran, ein Kind zu haben, welches total auf mich als Mama fixiert ist. Ich bin immer danach gegangen, ob ich in ein lachendes Kindergesicht sehe, und solange das so war, war das für mich das Zeichen, das alles richtig ist.
Ich vertrete ganz klar den Standpunkt, dass ich nicht nur Mutter bin, sondern nach wie vor auch Frau bin und ich mit meinem Mann nicht nur Eltern bin, sondern eben auch Paar.
Offenbar hat das meinen beiden Großen so gut getan und ich werde es auch bei dem kommenden kleinen Mann #verliebt jetzt wieder so halten.

Wie ist das bei Euch und wie schätzt Ihr Euch da ein?
Ich will hier keine Grundsatzdisskusion und keine Schlammschlachten bitte ;-) sondern nen netten Austausch mit "Leben und Leben lassen". denn meine Meinung ist nur für mich richtig und ich akzeptiere daneben jede andere, denn jeder muss für sich und seine Familie entscheiden, so dass es passend ist :-D

Also wie ist es bei Euch?

LG, Luzi

Beitrag von munre 01.11.10 - 09:38 Uhr

Huhu Luzi,

du sprichst mir echt aus der Seele das würde ich echt unterschreiben.

Lg munre 35+1 ( Kind Nr. 2)

PS: Bin froh wenn mein BAuch wieder mir gehört *fg

Beitrag von nele27 01.11.10 - 09:40 Uhr

Hi,

ich würde mich selbst relativ gelassene, in manchen Dingen auch nachlässige Schwangere bezeichnen...

Ich esse eigentlich alles, was ich will, habe die letzten Klamotten erst in der 37. SSW besorgt, höre gern noch mal laut Musik und und und.
Ich habe auch nur die normalen Untersuchungen gemacht, keine Nackenfalte gemessen und so einen Kram. Nehm das Kind so, wie es kommt. Das habe ich bei meinem Großen auch so gemacht.

Ich mache also keinen riesen Aufstand um die SS, sondern lebe im Großen und Ganzen wie vorher. Nur mit dem Joggen habe ich in der 24. SSW aufgehört, gehe aber viel zu Fuß.

Ich finde, dass allgemein viel zu viel Aufstand ums Schwangersein gemacht wird.

AUSNAHME: Definitiv unter aller Kanone ist allerdings Rauchen und Trinken in der Schwangerschaft. Das hat definitiv nichts mit "Leben lassen" zu tun, sondern ist Kindesmisshandlung.

LG, Nele
38. SSW

Beitrag von jenny133 01.11.10 - 09:40 Uhr

Hallo Luzi

Vorzeige schwangere, hm, naja wohl eigentlich schon. Da ich mit vollem Bewusstsein in die Schwangerschaft (damals bei meinem Sohn und jetzt) gegangen bin und absolut nichts machen würde, was die Schwangerschaft oder das Ungebohrene schädigen könnte. Für die erste Schwangerschaft haben wir vier Jahre gebraucht und damit sah ich die SS als das größte Geschenk an, das ich bekommen konnte. Damals hab ich mich selbst behandelt wie ein rohes Ei.
Diesmal gehts besser weil ich mich nicht nur darauf konzentrieren kann und unser großer ja auch sein Recht einfordert :-) Trotzdem BEWUSST würde ich nichts machen, was dem Baby schadet. Da achte ich darauf was ich esse, trinke, einatme...

Vorzeige Mami, naja, wäre ich wohl gerne. Aber zeig mir eine Mutter die so perfekt ist, wie sie tut oder denkt es zu sein?! Ich tu mein bestes - sagen wir so. Aber ich geniese auch wenn ich meinen Sohn in den Kindergarten bringen kann und zur Arbeit gehen darf. Ich versuche gerecht zu erziehen und raste trotzdem manchmal aus, wenn er wieder genau das Gegenteil von dem macht was ich sage :-)

LG
Melanie (6+4)

Beitrag von baby.2010 01.11.10 - 09:40 Uhr

nunja...vor 15 jahren habe ICH vom arzt DOCH ne ernährungsliste und "fast rauchverbot" bekommen.(hatte aber von selber aufgehört zu rauchen!)

ich finde es toll,so viel kuscheln zu können wie ich will.
alle kinder sind unterschiedlich...auch die eltern/einstellungen der eltern!!!!!!!!!!!

Beitrag von luzibaby 01.11.10 - 09:47 Uhr

Schreib doch nicht gleich mit 100 Ausrufezeichen bitte :-)
Genau das meine ich doch: Dass mich das eben interessiert, wie es in anderen Leben aussieht, wie da die Prioritäten neu gesetzt werden etc. Schreib lieber nen bißchen mehr, wie Du das handhabst. Ich find's ja toll.

Und ne Du, bei meinen beiden FA's damals gab es wirklich nichts, gaaaaaaaaaar nichts. Rückwirkend betrachtet finde ich das auch eher komisch, aber so war's halt.

LG, Luzi

Beitrag von baby.2010 01.11.10 - 09:59 Uhr

ach siehste sogar die ärzte waren unterschiedlich#rofl;-)
nee die "!" waren anscheinend anders gedacht als du dachtest.hihi

ich meine den satz an sich.babys sind verschieden,genau wie die eltern.

ich bin gern eine ehe-hausfrau und mutter pur,zu 100%.
bin für jeden zum kuscheln da,ob klein,ob gross,und für meinen mann auch#rofl.
hab einen schönen tag:-D

Beitrag von luzibaby 01.11.10 - 10:11 Uhr

Na siehste, dann bist Du aber für mich doch genau die richtige "Interview-Partnerin" ;-)

Ich finde das ja toll, habe das durchaus auch schonmal zeitweise versucht #schein, aber immer wieder festgestellt, dass ich mich dazu irgendwie nicht eigne #schwitz Letztlich gewinnt irgendwie immer mein angeborenes Ich ;-) Ist ach okay, denn meine Familie mag mich ja so.

Aber sag doch mal, wie ist das mit Dir? vermisst Du nie etwas gaaaanz Eigenes? Einen ganz eigenen Erfolg? Oder findest Du den einfach zuHause in anderen Dingen, als ich sie jetzt sehen würde? Gibt es nicht Zeiten, wo Du mal tooooootal egoistisch sein willst? Oder oder oder?

Also Du musst mir natürlich nicht antworten, aber ich würde so gerne mal Maus spielen bei Dir #schein

Als ich zB mal den Versuch unternahm, nur zu Hause zu bleiben, da wurde ich dann plötzlich grantig, fühlte mich meinem Mann irgendwie nicht mehr "gleichwertig" weil er uns eben ernährte... Wobei das ja Quatsch ist, denn Mama und Hausfrau ist ja durchaus auch Vollzeitjob bitte, das sagte mir mein Gehirn auch- aber dennoch sagte mein verhalten anders.
Deshalb find ich das eben so interessant #schein

Beitrag von baby.2010 01.11.10 - 10:58 Uhr

hui,mein mann weiss genau,was ich leiste#rofl
früher hat er gezweifelt...was meinste wie die bude nach 2 tagen aussah#rofl#pro
nee! ich vermisse ÜBERHAUPT NICHTS!#nanana
ich habe so viel mist in und um familie und falsche freunde im leben gehabt,
ich bin froh,mein kleines,grosses,lautes,schönes .....#bla zuhause zu haben,mit meinen kids und meinem mann.meinen garten looooooool und die wäsche.schrei.ich hab nichtmal ne spülmaschine#schwitz#rofl

Beitrag von luzibaby 01.11.10 - 09:45 Uhr

Okay... also die Einschränkung Alkohol etc versteht sich bitte von selbst :-)

Und nichts soll bedeuten: Mir ist "schwanger-sein" egal. Jaaaaaaaaaa, sogar ich habe nen Nackenfaltenmessung und Fd machen lassen, so wie nen Test wg offenem Rücken.
Sogar ich ;-) habe für mich entschieden, warum soll ich nicht die maximale Sicherheit mitnehmen, die die Medizin mir heute bietet?
Aber sonst so?

Also es gibt ja zB auch Mamas, die plötzlich "nur" noch Mama sind zu 1000%.
Gerade von denjenigen würde mich zB die Meinung interessieren. Denn wie gesagt wäre das nicht meins, aber ich ich finde auch diese Seite total interessant.
Habe oft gelesen von Paaren, die ihre Kinder die ersten 2 Jahre mit im Ehebett schlafen lassen. Das wäre mir unvorstellbar. Andere machen es aber gerne und wollen auf keinen Fall darauf verzichten... Wie handhabt ihr das, wie ist Eure Sichtweise...
Ich finde das spannend mal die andere Seite verstehen zu wollen...

LG, Luzi

Beitrag von nele27 01.11.10 - 09:52 Uhr

***warum soll ich nicht die maximale Sicherheit mitnehmen***

Aber die NFM gibt Dir doch nur Wahrscheinlichkeiten, keine Sicherheit #kratz

Beitrag von luzibaby 01.11.10 - 09:58 Uhr

Ja das stimmt. Lass mich anders sagen: Dann einfach maximales Wissen inklusive aller Wahrscheinlichkeiten ;-) Ich hatte ja auch das Glück, dass alles unauffällig war. Ich wusste auch, dass ich weitere Entscheidungen treffen müsste, wenn etwas auffällig gewesen wäre ( zB ob ich dann eine FU machen lasse etc ).
Demnach kannst Du davon ausgehen, dass ich mich heutzutage durchaus habe bereits nervöser machen lassen, als noch vor 16 oder 9 Jahren #schein

Is ja nicht so, dass ich nen Gefühlskalter Fisch bin #rofl

Ich habe nach FG im vergangenen Jahr den FA gewechselt, weil meine vorherige FÄ mir quasi städig unter die Nase rieb, dass ich ja schooooooooooon 35 bin :-[ Wahrscheinlich hing das dann einfach auch noch ne Weile fest.

Im großen und ganzen geht es mir hier einfach darum, mal die unterschiedlichen Herangehensweisen hinsichtlich Schwangerschaft und Babyzeit lesen zu können. Ich finde Vieles bei anderen toll, was aber für mich persönlich eher das Falsche wäre. Weißte wie ich meine.
Ich bin zB auch total neidisch auf so penibel ordentliche Menschen und bewunder das total. Ich werde das NIE hinbekommen, bin und bleibe eher nen bißchen Chaot :-(

Beitrag von jenny133 01.11.10 - 10:01 Uhr

Hallo Luzi

die Nackenfaltenmessung lass ich nicht machen, denn ich würde die Schwangerschaft nicht abbrechen, auch wenn was negatives rauskommt.

Unser Sohn ist im September drei geworden und kommt trotzdem noch fast jede Nacht zu uns ins Bett. Für uns ist es ok so. Er schläft in seinem ein, wir können tun wozu uns grade der Sinn steht und nachts so um ein oder zwei Uhr ruft er uns und wir holen ihn mit in unser Bett. Würde mich trotzdem nicht als Übermama bezeichnen. Mein Sohn steht zwar auf erster Stelle aber solange es ihm gut geht kann ich auch meinem Leben - Arbeiten, Freunde etc. nachgehen!

LG
Melanie

Beitrag von ichbinhier 01.11.10 - 10:20 Uhr

Ich trinke keinen Alkohol, ich rauche nicht, ich esse kein rohes Fleisch, färbe meine Haare nicht mehr,nehme Folsäure und Jod fast minutengenau.
Ich mache keinerlei Tests beim Gyn, was Behinderungen angeht, aber nur aus dem Grund, weil es für mich eh keinen Unterschied machen würde.

Ich vermisse den Bauch auch nicht, aber nur, weil ich immer problematische SS hatte, ansonsten finde ich das schwangersein ganz toll, ich teile meinen Körper sehr gern ;-)

Einen Geburtsvorbereitungskurs mache ich auch nicht, das jedoch aus Zeitgründen ;-)

Meine Kinder schlafen nicht bei Oma und Opa , bevor sie nicht im KIGa-alter sind, genauso wenig mute ich ihnen einen Babysitter zu, ich bin Mama, und wenn es sich ergibt, auch gern Frau, solange die Kinder noch klein sind, hält sich das Frau-sein aber in Grenzen.

Meine Kinder schlafen, bis sie etwa ein Jahr sind, im Beistellbettchen, oder falls dieses zu klein wird, im Kinderbett, ebenfalls im Schlafzimmer.

Trotz allem bin ich mir sicher, das mein Mann und ich noch "Paar" genug sind, um glücklich zu sein, da machts mit Sicherheit nicht die Quantität, sondern die Qualität ;-)

Ich glaube nicht, dass ich irgendwas falsch gemacht habe oder mache, wir führen ein schönes Leben, ich habe vier tolle Kinder und vermisse nichts, weder Tunfisch, noch Mettbrötchen ;-)

Beitrag von luzibaby 01.11.10 - 10:29 Uhr

Danke Dir.

Genau das meine ich ja... wow. Mich fasziniert es eben, wie unterschiedlich das sein kann und unterstreicht ja, dass ganz viele Lebenskonzepte die richtigen sind, wenn sie eben für den- oder diejenigen passen.

War Euer "Lebenskonzept" von Anfang an so klar, also hatten Dein Mann und Du da ohne Worte die gleichen Vorstellungen, hat es sich einfach so ergeben oder hat sich einer eher "untergeordnet" ( blödes Wort, aber ich hoffe, Du weißt was ich meine ) ?

LG, Luzi

Beitrag von ichbinhier 01.11.10 - 10:32 Uhr

Die ersten beiden Kinder sind von meinem Exmann, der hat sich "untergeordnet"( wirklich bescheuert, der Ausdruck), die nächsten drei sind von meinem jetzigen Mann, da waren wir von Anfang an zu 100% auf einer Wellenlänge!
Alles ohne Absprachen, Überredungskünste etc., das passte einfach:-)

Beitrag von luzibaby 01.11.10 - 10:41 Uhr

Danke.

Ja ich denke da, wo es wirklich ohne jede Absprache einfach passt, so wie ein Puzzle ineinandergreift, da ist es auch das Goldrichtige.
Ist bei uns auch so und ich bin jeden Tag dankbar dafür.

Alles Gute #herzlich

Beitrag von janka 01.11.10 - 10:32 Uhr

bei uns ist es wohl der gegenteil....
ich bin gerne schwanger und habe jedesmal meinen bauch danach vermisst. es ist eine wunderschöne zeit, einfach irre, dass da ein mensch in einem heranwächst. ein wunder irgendwie, dass es alles funktioniert. die geburten waren zwar super schmerzhaft, am liebsten wäre ich weggelauffen...im nachhinein bin ich froh, sowas tolles erlebt zu haben. schon einmalig sowas. nie hatte ich das bedürfniss nach der schwangerschaft so schnell wie möglich feiern zu gehen...nö...ich habe die zeit mit so einem kleinem baby total genossen. ich finde die stillzeit toll.. und es ist schön, wenn die lange dauert...unsere kinder schlafen im elternbett(die kleine mit 3) und der mittlere mit 8 schläft bei uns im zimmer im eigenem bett. uns gehts allen ganz gut damit und wir sind auch weiterhin ein paar und nicht nur eltern. wir geniessen das gemeinsame aufwachen mit den kindern, die werden so schnell gross... unsere kleine hat noch nie "fremd" übernachtet und wir sind auch nicht heiss drauf, wozu ?... unsere kinder wurden viel getragen, auch heute noch wird die kleine gerne hochgenommen, wenn sie nicht laufen will, muss sie das nicht...
ich denke, jeder hat seine einstellung zu erziehung und familienleben... und jeder muss mit seiner wahl zufrieden sein...ich könnte nicht anders als so, mein mann genauso...und wir sind damit glücklich.
so wie andere es machen, ist mir eigentlich recht egal, oft verstehe ich vieles nicht...aber im endeffekt ist es nicht meine familie und wenn die so zufrieden sind, dann ist es das wichtigste.
lg,janka

Beitrag von luzibaby 01.11.10 - 10:38 Uhr

Hallo Janka.

Auch Dir danke und auch an Dich die Frage: War das bei Euch von Anfang an so klar, also hattet Ihr die gleichen Vorstellungen, hat es sich einfach so ergeben oder hat einer von Euch beiden eher "nachgegeben"?

Ich finde es ja gut, wenn andere es so machen. Es hat einfach sowas von Familienidylle. Für uns ist das so nicht "praktizierbar", was nicht heißt, dass es weniger Liebe gibt oder ich gleich wieder schnell um die Häuser ziehen will #rofl Da bin ich eh die Falsche für.

Ich finde unterschiedliche Lebenskonzepte direkt nebeneinander toll, die offenbar aber alle funktionieren, solange alle Beteiligten dabei glücklich sind, wie Du ja auch schon schreibst-

LG, Luzi

Beitrag von janka 01.11.10 - 12:04 Uhr

hei luzi,

hmm...ich glaube, das hat sich einfach so entwickelt.

mein erster sohn war frisch 6, als wir meinen mann kennengelernt haben.
mein mann war von anfang an voll "papa", irgendwie ganz von alleine, obwohl er vorher nie etwas mit kindern zu tun hätte. für ihn stand der kleine im vordergrund, nie gab es ärger, wenn man gerade nicht abends los konnte, weil der babysitter ausgefallen war...als unser mittlerer zur welt kam, wurde mein mann noch "weicher"..*lach*..na ja, das war halt das erste baby, ich hatte schon ein baby "vorsprung"....und ab da lief alles von alleine, oftmals hat er mich mit seiner meinung sogar überrascht(so nach dem motto- ach, sag ich lieber nichts, sonst stempelt er mich als "hysterische glucke" ab...und er sagte dann genau das, was ich dachte!*staun*).

also es passt bei uns. da bin ich auch froh darüber.

lg,janka

Beitrag von anom83 01.11.10 - 10:36 Uhr

Hallo,

ok, dann oute ich mich jetzt mal. Ich gehöre zwar nicht mehr in das Forum aber ich antworte trotzdem mal.

Also, Niklas ist jetzt 17 Monate alt und schläft (für mich selbstverständlich) bei uns im Bett. Er wird auch nachts noch gestillt und wir genießen alle die Nähe. Ich muss aber sagen, dass unsere nächste Anschaffung ein größeres Bett wird (bisher ist es nur 140cmx200cm)

Niklas hat auch noch nie woanders geschlafen OHNE uns. Zusammen haben wir schon bei Freunden, Großeltern, andere Großeltern etc. geschlafen.

Und JA ich bin definitiv auch noch FRAU und nicht nur MAMA. Mein Mann und ich gehen abends auch alleine weg ohne Kind. Niklas ist dann bei meinen Eltern und wird von meiner Mom ins Bett gebracht, ABER wenn wir dann wieder nachhause kommen, schlafen wir auch bei meinen Eltern (natürlich mit Niklas im Bett).

Ich habe 1x die Woche einen kinderfreien Nachmittag (von ca 13-18 Uhr) und genieße ihn auch sehr, trotzdem könnte ich mir nicht vorstellen Niklas für mehr als 1 Tag wegzugeben und besonders nicht über Nacht. Tagsüber wäre das für mich kein Problem.

In der Schwangerschaft habe ich Folio genommen und darauf geachtet keine Rohmilchprodukte und rohes Fleisch zu essen (bin Toxo neg). Alkohol trinke ich eh kaum und ich bin Nichtraucher. Davon abgesehen habe ich ganz normal gelebt und habe keine Prediagnostischen Untersuchungen machen lassen.

LG Mona

Beitrag von luzibaby 01.11.10 - 10:48 Uhr

Danke dass Du Dich "geoutet" hast.

Ich finde es schade, dass sowohl das Eine als auch das Andere immer so leicht negativ behaftet genannt wird, je nachdem, wer es halt sagt.

Ich finde alle Lebenskonzepte okay, solange die darin Lebenden offenbar glücklich sind. Es ist für mich sehr spannend zu lesen, wie andere ihr Leben gestalten etc und ich wollte bestimmt nichts sagen, dass die 100% Muttis nun gar keine Frauen mehr sind #schein
Und doch gibt es auch solche, also die dann auf einmal aufhören als Frau oder Paar zu existieren. Auch gerade von denen würde ich gerne mal was lesen.

Man kann viel darüber nachdenken, "welche Seite" nun wohl mehr "in sich ruht". Ich persönlich merke zB sehr ( und finde das faszinierend ), wie ich mit der jeweiligen Schwangerschaft ganz anders umgehe, einfach dadurch, dass ich inzwischen älter bin.
Auch mache ich kein großes Geheimnis daraus, dass viele Dinge bei mir aus einer Art "Komplex oder Geltungsbedürfnis" heraus existieren, die ihren Ursprung sonstwann haben. Also zB dass ich die Arbeit einfach BRAUCHE um mich wohlfühlen zu können, bin aber durchaus ein bißchen neidisch auf diejenigen, die mit gutem Gefühl 3 Jahre zu Hause bleiben #herzlich#schein... Ich habe das aber einfach irgendwann so akzeptiert und gut ist.
Wir sind glücklich so, die anderen so, und noch wer wieder ganz anders.

Spannende Sache :-D

Beitrag von baby.2010 01.11.10 - 11:01 Uhr

hört sich ganz nach meinem familiengeschmack an#pro:-D

Beitrag von lucyfe 01.11.10 - 12:04 Uhr

Die Mamis, von denen Du gern lesen würdest, gibt es, glaub ich, nicht. Die menschliche Psyche verhindert Aussagen wie "JA - ich bin nur noch Mutter - meine Beziehung ist im Eimer und Sexualleben habe ich auch keins mehr. Das macht mich sehr glücklich!"
Das liegt meines Erachtens daran, dass der gewählte Weg einer jeden Schwangeren wohl bedacht und meistens mit den Ansichten der Partner übereinstimmrn - sie sich also wohlfühlen können und sich einfach nicht als "Nicht-Frau" sehen KÖNNEN oder als Übermami. Diejenigen unter uns, die tatsächlich zu den negativen Beispielen der "Übermamis" gehören, würden das doch niemals zugeben.
Ich kann nicht verstehen, wie man seine Kinder so von sich abhängig machen kann und ihnen stets das Baby-Sein aufdrückt, anstatt sie sich entwickeln zu lassen, allein! Diese erdrückende "mein Kind braucht mich, sonst kann es nicht [schlafen, trinken, spielen...]"-Erziehung ist für mich schädlicher, als die Beule auf der Stirn meines Sohnes, weil ich nicht da war, um ihn festzuhalten...
Eine französische Feministin hat letztens im Spiegel ein Interview gegeben und etwas (in meinen Augen sehr Kluges) gesagt: Heutzutage ist es mehr als verpönt, zuzugeben, wenn man nicht 24h am Tag nur für sein Kind da sein möchte! Manchmal nervt das doch auch! Aber wer würde das schon zugeben? Und mal ehrlich: Wie gesund kann es sein, wenn ich mich selbst und alle anderen stets belüge, indem ich das gegenteil behaupte?!
Ein Kind ist glücklich, wenn es ausgeglichene, glückliche Eltern hat! Und hätte ich ein Jahr nur Wäsche waschen, stillen und Breichen kochen dürfen, dann wäre ich alles gewesen, nur nicht ausgeglichen oder glücklich! Ich gönne meinem Sohn den Kindergarten, das Töpfchen, sein eigenes Bett und seine Ruhe, wann immer er sie will und mir gönne ich meine Arbeit, Freizeit ohne mein Kind und jede Menge dreckigen Sex mit meinem Mann!!!:-D

lG
Lucyfe

Beitrag von anom83 01.11.10 - 12:16 Uhr

Hallo,

also ich beziehe das jetzt mal auf mich.

Mein Sohn ist 17 Monate alt und ich gehe ab April wieder arbeiten, d. h. ich war dann knapp 2 Jahre zuhause. Ich belüge KEINEN, wenn ich sage, dass ich glücklich und ausgeglichen bin. Ich freue mich aber trotzdem darauf ab April wieder arbeiten (Teilzeit) zu gehen. Ich habe auch jetzt, genug Aufgaben, Hobbys und Freizeit, die mich auslasten.

Mein Sohn schläft bei uns im Bett und wird auch noch gestillt aber NICHT, weil ich das so will, sondern weil ER es so will. Wir haben den Versuch gestartet, ihn in seinem Zimmer schlafen zu lassen. Dieser ist aber gescheitert. Und da ich mein Kind NICHT SCHREIEN lasse, darf er natürlich in unserem Bett schlafen. Ich selbst schlafe doch auch nicht alleine, warum soll ich es dann von meinem Baby erwarten????

Wenn ich wieder arbeiten gehe kommt Niklas erst zu einer Tagesmutter und wird dann mit 3 Jahren in den KiGa gehen.

Ich finde es wichtig für die persönlichen Bedürfnisse individuelle Lösungen zu finden. Es gibt Familien, die sind mit deiner Variante sehr glücklich und es klappt gut, ABER begehe NICHT den Fehler und behaupte, dass es, nur weil es bei anderen Familien anders praktiziert wird, diese NICHT GLÜCKLICH sind!!!!

Also, in diesem Sinne

LG Mona

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