Mir wird alles zu viel (Ausheulposting)

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von marleni 01.11.10 - 10:40 Uhr

Hallo liebe Mitschwangere,

ich muss mich mal hier ausheulen, im echten Leben heißt es immer schnell, ich würde jammern, und Vorwürfe brauche ich grad am allerwenigsten.

Meine Situation ist wahrscheinlich die normalste der Welt.

2-jährige Tochter, schwanger (21. Woche), selbständig (arbeite vormittags, wenn das Kind in der Krippe ist und abends/am Wochenende, insgesamt ca. 40 Stunden pro Woche), mein Mann arbeitet Vollzeit mit langen An- und Abfahrten.

Ich habe also ein Kind in der Trotzphase mit allem Drum und Dran, einen sehr fordernden Job (Kunden, Kreativität, Dienstleister, schnelle Verfügbarkeit), einen Haushalt, in dem ich alles selber machen muss vom Einkaufen übers Kochen bis zum Putzen und Waschen etc. (keine Putzfrau, will mein Mann nicht), und alles zusammen überfordert mich gerade. Dann kommen noch so Dinge wie die Steuererklärung, die bei mir leider durch die Selbständigkeit sehr kompliziert ist ... und ich kann nachts nicht mehr schlafen, weil ich Panikanfälle bekomme. Meine To-Do-Listen werden länger und länger, und wenn ich eine Sache abhaken kann, stehen drei neue drauf.

Eltern/Schwiegereltern sind leider keine Hilfe, das geht auch nicht. Freunde sind vorhanden, aber die haben selber alle Kinder und genug Stress.

Egal was ich versuche, ich schaffe NIE alles. Wenn der Haushalt mal okay ist und alles sauber, hinke ich jobtechnisch hinterher, und wenn das dann einigermaßen läuft, ist die Bude wieder ein Chaos oder, noch schlimmer, ich habe das Gefühl, mein Kind kommt zu kurz. Von Zeit für mich rede ich gar nicht, die gibt's eh nicht mehr.

Manchmal vergesse ich sogar, dass ich schwanger bin und wundere mich, warum ich abends so k.o. bin und nicht wie früher bis Mitternacht arbeiten kann.

Geht es jemandem ähnlich? Wie kann man da rauskommen? Konkret: Wie kann man lernen, alles etwas lockerer zu sehen, sich vom Chaos und dem nie-fertig-werden nicht so runterziehen zu lassen?

Danke
LG
M.

Beitrag von nicolelukas 01.11.10 - 10:43 Uhr

sorry wenn dein mann keine Haushaltshilfe möchte dann soll er doch den Haushalt schmeissen.
lg

Beitrag von meandco 01.11.10 - 10:48 Uhr

richtig!

also ich würd ne haushaltshilfe anstellen oder er macht die hälfte vom haushalt und punkt.

mein gott, die muss ja auch nicht jeden tag kommen - 2 x die woche und du bist prima entlastet #pro

lg

Beitrag von perladd 01.11.10 - 10:50 Uhr

Mir gehts ähnlich wie dir. Selbständig, schwanger mit ständiger abgeschlagenheit und übelkeit und meine to do liste wird auch immer länger und dann kommen ständig solche unangenehmen sachen dazwischen wie steuererklärung usw usw.

Hab manchmal einfach keinen bock mehr und würde am liebsten in den busch ziehen wo mich kein schwein findet und mir mit solchen dingen auf den keks geht :-(

Vor allem werd ich dann immer richtig agressiv wenn sowas ansteht und ich habe einfach keinen bock die sachen fertig zu machen, eben einfach aus prinzip. Dann nervt der steuerberater und ich könnte einfach nur an die decke gehen weil man schon so keine lust auf irgendwas hat und dann noch sowas blödes gemacht werden muss.

Für deinen haushalt würde ich empfehlen, dass dein mann mal schön alles schmeisst, dass er weiss was damit alles zusammenhängt. Sowas würde bei mir kein mann entscheiden, ob ich ne putzfrau habe oder nicht! Solange ich sie mir selbst leisten kann, entscheide ich das!

Ich hab alle zwei wochen eine die das ganze haus auf vordermann bringt und das reicht derzeit auch noch. Wenn der krümel da ist, dann kommt sie wohl doch jede woche.

Ich kann sowas nur empfehlen...setz dich durch, das ist ne grosse hilfe!

Beitrag von majellchen 01.11.10 - 10:53 Uhr

ja echt, sch..drauf ob er will oder nich...DU willst eine und punkt..wennn du so weiter machst steuerst du geradezu auf eine postpartale depression,denk lieber mal daran was für dich am wichitigsten ist...

Beitrag von maerzschnecke 01.11.10 - 10:46 Uhr

Ich kann Dich gut verstehen.

Ich bin 'nur' voll berufstätig (aber beschäftigt) und habe noch kein Kind. Mein Mann ist aber auch viel unterwegs wg. Arbeit und schiebt derzeit nur 12-Std.Schichten.

Und 'nur' Arbeit + Haushalt sind auch schon ein bissel viel für mich und ich gebe ehrlich zu: der Haushalt leidet. Heute ist bei uns Feiertag und ich hätte Zeit, zu putzen. Aber ich kann mich noch nicht aufraffen, weil ich müde bin.

Der erste Punkt, der mir bei Dir auffällt: DEIN MANN WILL keine Putzfrau. Wenn er denn keine will, dann muss er putzen. PUNKT. Fordere das ganz klar ein. Mal sehen, wie schnell Du eine Putzhilfe bekommst.

Steuererklärung: such Dir Hilfe. Auch wenn das mit Kosten verbunden ist: dafür gibt es Buchhalterbüros und Steuerberater.

Beitrag von marleni 01.11.10 - 10:55 Uhr

Das mit der Putzfrau ist leider nicht so einfach, wie es sich anhört. Es gibt Gründe für ihn, warum er keine (mehr) will, die ich auch akzeptiere. Wir haben uns trotzdem schon so oft drüber gestritten. Er hat keine sehr hohen Ansprüche an die Ordnung und Sauberkeit, würde auch nie von mir verlangen, dass ich putze, aber mein Anspruch ist halt höher, am liebsten hätte ich immer alles schön ordentlich und sauber. Deswegen ist es quasi "mein Problem", und ich fühle mich einfach nicht wohl, wenn es unaufgeräumt ist und nicht blitzsauber.

Abgesehen davon können wir uns momentan auch gar keine Putzfrau leisten. Wegen meiner Selbständigkeit müssten wir sie anstellen, und dann kostet sie 18 Euro pro Stunde. Das Geld geht leider schon für den Halbtagsplatz der Kita für mein Kind drauf, der kostet 500 Euro im Monat.

Einen Steuerberater habe ich. Aber eine Menge Vorarbeit muss ich ja trotzdem machen, die ganzen Belege zusammensuchen, sortieren, Aufstellungen machen und an alles denken, was der Steuerberater dann braucht. Leider bin ich da etwas chaotisch und gehöre leider nicht zu denen, die schon übers Jahr alles perfekt abheften und dann nur noch den Ordner abgeben müssen. Ich hab's versucht, aber ich krieg's einfach nicht hin.

Ein externer Buchhalter lohnt sich leider für das Geld, was ich verdiene, nicht. Hab ich mir schon ausgerechnet. Ich bin noch nicht lange selbständig und mein Verdienst entspricht trotz 40-Stunden-Arbeit eher einer Halbtagsstelle.

Hier ist heute auch Feiertag, ich werde jetzt also mal putzen gehen ... ;-)


Beitrag von maerzschnecke 01.11.10 - 11:01 Uhr

'Wir können uns eine Putzhilfe nicht leisten' ist aber was anderes als 'mein Mann will keine' :-p.

Dann wird Dir nur eins helfen: Ansprüche an Dich selbst herunterschrauben und Dich damit abfinden, dass nicht alles blitzblanksauber sein kann. Vielleicht hilft es Dir ein bisschen, unter Anleitung zu putzen (www.casablitzblanca.de).

Die nächste Überlegung wäre, ob Du ggf. SchwieMu oder Freundinnen bitten könntest, z. B. die Bügelwäsche für Dich zu übernehmen - gegen Bezahlung oder Gegenleistung z. B.

Auch das könnte Dir etwas Luft verschaffen.

Generell musst Du Dich natürlich dann auch fragen, wieviel Sinn Deine Selbständigkeit macht, wenn es sich finanziell nicht rechnet. Ob sich das in naher Zukunft rechnen wird, kannst wohl nur Du beantworten.

Beitrag von marleni 01.11.10 - 11:07 Uhr

Das mit dem "nicht leisten können" ist mir ein bisschen unangenehm, aber abgesehen davon stimmt das mit meinem Mann, nur dass ich hier die Gründe nicht erläutern kann.

Es ist halt einfach so. Ich muss an einem anderen Punkt ansetzen, und den suche ich gerade.

Bügeln tu ich übrigens eh nicht, ich besitze kaum Blusen und habe eine super Aufhängetechnik für den Rest ;-)

Und mit der Selbständigkeit ist das so eine Sache - von Anfang an rechnet die sich wohl selten, man braucht etwas Durchhaltevermögen, in den ersten ein bis zwei Jahren steckt man halt mehr rein, als man rausbekommt. Außerdem gibt es keine Alternative im Moment. Festanstellung geht nicht, weil ich schwanger bin, und aufhören zu arbeiten geht auch nicht, weil wir das Geld brauchen.

Ja genau, Ansprüche runterschrauben. Generell. Nicht die Dinge an sich ändern, sondern die Einstellung dazu. Das ist ja genau die Frage - wie macht man das? Wenn man perfektionistisch veranlagt ist? Oder bin ich nur zufällig von lauter Leuten umgeben, die immer alles perfekt haben / zu haben scheinen?

Beitrag von maerzschnecke 01.11.10 - 11:47 Uhr

Ich glaube nicht, dass die anderen alles so perfekt haben, wie sie es behaupten :-p.

Du musst nur mal hin schauen - ganz genau hinschauen.

Versuchs einfach mal, im Haushalt einen Gang runterzuschalten - aber noch so, dass eine gewisse Grundordnung vorhanden ist und Du Dich damit arrangieren kannst.

Beitrag von zuckerpups 01.11.10 - 13:37 Uhr

Augenscheinliches aufräumen geht schneller, als Du vielleicht denkst. an den markanten Stellen Staub wischen: TV, Regal, fertig. Im Bad Spiegel und Waschbecken wischen, dann wirkt das ganze Bad sauber.
Und der Rest bleibt so, wie er ist. Ihr habt ein Kind und das spielt nun mal.

Die Frage ist, für WEN putzt Du? Für Deinen Mann und Dein Kind nicht, nur für Dich. Hinter beiden könntest Du ständig oder eben "nach Plan" herputzen und bis zum "Plan" einfach mal die Fingerpatscher hier und da übersehen, weil sie sich eh "von alleine" erneuern.

Beitrag von dschinie82 01.11.10 - 10:52 Uhr

Hallöchen,

ich kenne das auch. Ich arbeite Vollzeit und habe noch einen Sohn. Mein Mann arbeitet abends bis 18:30 Uhr und wenn er nach Hause kommt, kümmert er sich um unseren Sohn, so dass ich wenigstens schnell das Nötigste im haushalt machen kann. Aber das beläuft sich dann so auf Geschirrspüler einräumen, bissel aufräumen, Wäsche... zu mehr komme ich auch nicht. Richtig großen Hausputz mache ich am Wochenende, wo mein Mann mit dem Lütten mal raus geht. Macht dein Mann sowas nicht mit eurer Tochter?

Wies nachher mti zwei Kindern aussieht, weiß ich auch noch nicht, aber es muss irgendwie gehen! Mein Mann hält mir dann auch sicher den Rücken mal 1-2 Stunden frei udn ich kann den Haushalt machen.

Wegen der Putzhilfe: Ich seh das auch so wie meine Vorrednerinnen: Wenn er keine will, MUSS er dir eben helfen! Ganz einfach!!!

Und wegen der Steuererklärung würde ich mir auch Hilfe holen! Das ist doch einfahc entspannter, auch wenns was kostet... aber so hast du diese große Aufgabe nich tauch noch zu machen!!!

LG
Dschinie

Beitrag von zuckerpups 01.11.10 - 10:53 Uhr

Hi,

mir geht's ähnlich. Nicht daß hier keiner eine Putzhilfe will,a ber die wäre wohl überfordert und vieles ist ja vor allem Aufräumen (hinter Mann und Kind her). Ich laß es jetzt liegen, bis ich Zeit und Lust habe oder bis er es selbst sieht (was länger dauert).
Meine Situation: bin im Außendienst, vollzeit, was quasi wie selbstständig ist, nur mit festem Gehalt - dafür auch einige "jetzt spring mal"-Aktionen und dinge, die ich definitiv anders machen würde. Neueinführung ohne Produktschau z.B. - No Go.

Mein Sohn ist grad 14 Monate alt, meine Tochter 22. SSW.

Ich komm grad vom Arzt, weil ich letzte Nacht dermaßen heftige Bauchschmerzne hatte - sowas kenne ich nicht. Waren auch keine Wehen oder so, aber ich war bewegungsunfähig und die Schmerzen steigerten sich. auch jetzt tut der Bauch noch weh. Sind wohl Wachstumsschmerzen. Witzig, daß ich die bei Nr. 1 nicht hatte, aber dafür jetzt bei Nr. 2, wo doch alles schon mal gewachsen und gedehnt war. #gruebel#kratz
Naja, bin krangeschrieben bis Mittwoch und überlege schon, trotzdem morgen zu arbeiten, um den Tag sozusagen vorzuarbeiten.

SO kommt man halt auch nicht zur Ruhe. Bin einfach erschöpft, nicht nur müde. Gegen Müdigkeit hilft Schlaf, aber gegen Erschöpfung?! Nun, mir würden schon Sachen einfallen, aber die lassen sich im Krippen- und Wochenplan nicht unterbringen. DAS ist das Problem. Nicht die fehlende Putzhilfe. Jedenfalls bei uns...

Beitrag von ea73 01.11.10 - 10:56 Uhr

Verstehe Dich nicht - ich an Deiner Stelle würde aufhören zu jammern und die entsprechende Unterstützung suchen, sprich Putz- und Haushaltshilfe, Kinderbetreuung etc. pp.

Ich frage mich auch ehrlich, ob Dein Mann noch alle auf der Reihe...

VG, Andrea

Beitrag von marleni 01.11.10 - 11:01 Uhr

Wie gesagt, es ist leider auch eine finanzielle Sache. 10 Stunden pro Monat bräuchte ich die Putzfrau schon, und 180 Euro pro Monat sind im Moment grad nicht drin. Und "schwarz" geht auch nicht.

Beitrag von ea73 01.11.10 - 11:05 Uhr

Dann muss er halt auch mal ran, sorry... oder wenn 10 h nicht gehen, dann such Dir eine Putzfrau für 5 h/Monat.

VG, Andrea

Beitrag von paravati 01.11.10 - 10:59 Uhr

vor allem prioritäten setzten, was ist wirklich wichtig,
zweitens das problem mit dem haushalt kann man mit hilfe einer guten u. vertrauenswürdigen putzfrau sehr gut lösen (ob dein mann es will oder nicht, sonst musst er selbst mitanpacken)
drittens: sachen auch mal liegen lassen (wichtig ohne schuldgefühle!!!!- glaubt mir die welt wird nicht untergehen, wenn die grade mal küche nicht gemacht ist) und den tollen herbst mit kind oder auch ohne genießen - in dem ganzen streß verpaßt du auch die schönen dinge, die einen in schlechten zeiten motivieren sollen.

ganz viele lg und kraft#winke

ps
vielleicht noch ein buch zum zeitmanagament kaufen, die helfen manchmal

Beitrag von grundlosdiver 01.11.10 - 11:06 Uhr

Das kann man ja kaum schaffen!!!
Vollzeitjob, Studium, Haushalt, Kind und schwanger hatte ich im Frühjahr auch eine zeitlang... Sowas kann man aber nicht ewig aushalten!!!
Wir haben eine Haushaltshilfe und trotzdem bleibt genug an mir selbst hängen. Stimme der Vorschreiberin zu: Wenn Dein Mann keine Putzfrau will, soll er selbst putzen #aerger
In den letzten Wochen hat mir unsere 2jährige, die Schwangerschaft und der Haushalt auch gereicht!!!
Versuche Dir Entlastung zu verschaffen! #liebdrueck
Weniger arbeiten?
Tagesmutti, die Dir mal einen Nachmittag Euer Kind abnehmen kann?
Haushaltshilfe!!!
Steuererklärung - macht das nicht der Steuerberater?
Setz nicht zu viel auf Deine To-do-Liste!!!

Liebe Grüße!!!

Beitrag von nanunana79 01.11.10 - 11:29 Uhr

Also das finde ich ja auch sehr niedlich. Du kannst Dir schwanger einen abrackern aber Dein Mann will keine Putzfrau? Das wäre doch echt ne tolle Entlastung.

Liebe Grüße

Beitrag von blackcat9 01.11.10 - 11:32 Uhr

Hallo.

In erster Linie: Schalt einen Gang zurück und setz Dich nicht selber so unter Druck. Davon wirds auf keinen Fall besser.

@Haushaltshilfe:
Du brauchst nicht zwangsläufig jemanden für 10 Stunden im Monat. Ein-/Zweimal pro Monat für 3-4 Stunden reichen auch erstmal. Ein bisschen was kannst Du ja auch noch machen. Wenn Dein Mann keine will, soll er trotz Vollzeitjob halt auch noch was mitmachen im Haushalt. Ihr lebt immerhin beide darin. Mein Freund arbeitet oftmals von 6-20 Uhr. Aber auch er macht danach noch ein bissl was, wenn es mir über den Kopf wächst. Wir haben einen Haushaltsplan (Wer schafft den Müll wann runter? Wer putzt wann das Bad/Küche/Flur/Wozi)? etc.) Das hilft auch schon sehr. Es muss ja auch nicht wie geleckt aussehen. Bei uns ist es ordentlich, aber nicht steril. :-)

Steuererklärung ist sicher aufwendig, aber kommt ja nur einmal im Jahr. Du kannst ja beantragen, dass Du es verschiebst. Ein bisschen Zeit hast Du ja immer noch.

Auf jeden Fall muss Dir Dein Mann etwas unter die Arme greifen. Du arbeitest schließlich auch und da kann er nicht alles, was anfällt, auf Dich abwälzen. Wo ist da denn die Arbeitsteilung? Du darfst arbeiten gehen und den gesamten Haushalt schmeißen und er geht nur arbeiten? Such das Gespräch.

In unserem Haushalt ist es so, dass mein Freund arbeitet (Arbeitszeiten stehen ja schon oben), ich gehe auch arbeiten (35 Stunden pro Woche). Daneben wohnen noch mein 2-jähriger Sohn und halbmonatlich sein 5-jähriger Sohn bei uns. Die Kinder werden ebenso mit in den Haushalt einbezogen. Sie sind für ihr Kinderzimmer verantwortlich. Der Große bringt den Müll runter und bekommt dafür ca. 50 Cent in seine Sparbüchse. Mein Sohn hilft mir beim Wäsche waschen und Staubsaugen.

Ich bin außerdem in der 32. Woche schwanger, habe jetzt also noch 3 Wochen arbeiten vor mir, bevor ich in den MuSchu gehe. Sicher ist es oft hektisch, aber wir versuchen, die Woche gut zu organisieren. Entweder gehe ich nach der Arbeit mit den Kids zusammen einkaufen (Muss vorher noch 2 KiTas mit den Öffentlichen anfahren) oder Männe hat mal zeitiger Feierabend. Dann gehen wir zusammen einkaufen und mit Auto. Oder wir fahren nach Hause, bringen abends die Kids ins Bett und einer von uns zieht dann allein nochmal los, um einzukaufen.

Wichtig ist, dass alle zusammen mit anpacken. Dass alles nur bei einem liegenbleibt, kann nicht sein. Das geht einfach nicht. Und das solltest Du Deinem Mann auch deutlich machen.

Der Große ist oft sehr trotzig und testet seine Grenzen aus. Aber auch meiner bockt gern und testet, wie weit er gehen kann mit bestimmten Aktionen. Ich bin dann froh, wenn die Kids im Bett sind abends und ich mal die Füße hochlegen kann.

Wichtig ist auch, dass man sich dann abends, wenn die Kinder im Bett sind, auch Zeit für den Partner nimmt. Einfach mal kuscheln auf der Couch oder ein gemeinsames Bad machen. Sowas bringt die Nerven auch immer sehr gut runter. Das muss einfach dann auch drin sein.

LG
Franzi mit Colin (2), Bauchmaus (31+0) und den Stiefkids Niklas (1) und Justin (5)

Beitrag von zahlenhexe 01.11.10 - 11:51 Uhr

1. für die Steuererklärung, nimmst Du nen Steuerberater. So teuer ist das auch nicht. Ne Freundin zahlt dafür ca. 50€ im Monat und spart sich jede Menge Stress. Sie reicht nur Belege usw. ein

2. für den Haushalt ne Hilfe, aber schnell. Wenn Dein Mann dagegen ist, dann soll er es komplett machen

3. nimm Dir Auszeiten mit Deinem Kind und Mann und lass auch mal alle fünfe gerade. Du brauchst auch Energie für Dich

wenn Du das nicht machst, wird Dein Körper Dir irgendwann dazwischen gehen und Dich zwangsmässig ausbremsen.

Beitrag von snake10.04 01.11.10 - 14:16 Uhr

Hi,
laß Dich erst mal #liebdrueck! Was Du schaffst ist VIEL und Dir steht ganz dringend Zeit für Dich zu und sei`s nur eine Runde um den Block zu spazieren.
Red mit Deinem Mann nochmal und klärt gemeinsam, wo und wie Du entlastet werden kannst.
Weiterpowern bedeutet im blödesten Fall eine Vollbremse durch vorzeitige WEhen zu kriegen (und das ist nicht witzig#zitter) oder noch doofer einen Krankenhausaufenthalt zu riskieren. Pass auf Dich und Dein#ei auf.
Alles Gute für Dich und für Deine FAmilie#klee
LG