Wachhund???

Archiv des urbia-Forums Mein Tier & ich.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Mein Tier & ich

Welches Haustier passt zu unserer Familie? Wie oft muss ein Hund geimpft werden? Woher bekommen wir Rennmäuse? Tierliebhaber finden in diesem Forum Antworten auf alle Fragen rund um die Tierhaltung. Achtung: Über unser Forum dürfen keine Tiere weitergegeben werden.

Beitrag von tigertatze1205 01.11.10 - 12:20 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

aus gegebenen Anlass überlegen wir uns ob wir uns einen Hund anschaffen. Wir wohnen ländlich in einer kleineren Ortschaft und durch einen Zufall hat heut der Lebensgefährte meiner Mutter festgestellt, dass sich zwei nicht gerade vertrauenserweckende Typen auf unserem Grundstück umher schleichen und in die Fenster gucken.

Auf sein rufen hin, was sie da machen, sind sie zu ihrem Auto gerannt und schnell weggefahren.
Unser Grundstück ist komplett umzäunt und sie sind über das Gelände unseres Nachbarns zu uns gekommen.

Nun fühl ich mich natürlich nicht sonderlich wohl mit dem Wissen, dass da jemand bei uns war und uns eventuell auskundschaftet.

Jetzt ist die Überlegung ob wir uns einen Hund anschaffen. Ich hab aber so meine Sorgen. Ich bin unheimlich tierlieb, möchte aber, dass der Hund dann draußen lebt (wird mir wahnsinnig schwer fallen), er muss unsere vorhandene Katze akzeptieren und vor allem haben wir eine kleine Tochter (14 Monate).
Ich möchte auf der einen Seite einen Familienhund und auf der anderen Seite einen Wachhund haben.

Würdet Ihr zu einen Hund raten oder meint Ihr lieber nicht?
Wenn ja, welche Rasse wäre denn da zu empfehlen? Habt Ihr eventuell Erfahrungen?

Bin über jeden Hinweis oder Rat dankbar.

LG eine beunruhigte Sabrina

Beitrag von alkesh 01.11.10 - 12:49 Uhr

Kein Hund wird ein Familienhund wenn man ihn nur draußen hält!

Ehrlich, dafür brauchst Du Dir keinen Hund anschaffen, das sind Rudeltiere!

Sehr gute "Wachhunde" sind Gänse oder Enten, die kannst Du draußen halten - zumindest bis die Vogelgrippe wieder ausbricht, auch Hähne verteidigen ihr Revier mit Körpereinsatz!

Ich würde auch eher zu einer Alarmanlage tendieren, denn Hunde sind schnell ausgeschaltet, vor allem wenn sie draußen leben!
Unser Hund lebt im Haus und schlägt trotzdem an wenn jemand das Grundstück betritt den er nicht kennt!

LG

Beitrag von redrose123 02.11.10 - 11:10 Uhr

#rofl Genau Einbrecher schrecken sicher vor Enten zurück #schein

Klar entweder einen Wachhund oder einen Familienhund. Beides ist selten möglich....

Mein Hund lebt mit drinnen, muss aber nur die Tür aufmachen dann würde jeder Einbrecher verlieren......

Beitrag von alkesh 02.11.10 - 12:14 Uhr

Du weisst nicht wirklich wie viel Krach Enten machen, oder?

Beitrag von redrose123 02.11.10 - 13:30 Uhr

Doch ich hatte welche, aber ich denke grade eher daran wenn man abends weg ist, und der krach würde mir als einbrecher wohl nichts machen ein Biss in den allerwertesten schon #rofl

Beitrag von trollmama 01.11.10 - 13:05 Uhr

Hallo!
Was willst Du mit einem Wachhund der draußen lebt? Der bringt Dir doch nichts!
Entweder läuft er frei auf dem eingezäunten Grundstück. Dann muß das Grundstück aber so gesichert sein, daß es kein Unbefugter ohne Probleme betreten kann. Ist das Grundstück nicht so gesichert, es kommt ein Einbrecher, der Hund tut seine Pflicht und beißt evtl. noch zu, dann hast Du ein Problem und darfst wohlmöglich noch Schmerzensgeld zahlen. Alternativ kann ein Einbrecher auch ein vergiftetes Stück Fleisch über den Zaun werfen.....
Kommt der Hund in den Zwinger, wie will er den Einbrecher dann abhalten, ins Haus einzubrechen? Okay, er kann anfangen zu bellen, aber es besteht auch die Gefahr, daß er bei dem geringsten Geräusch das Kläffen anfängt und Du irgendwann nicht mehr weißt, ob da nun wirklich jemand ist, oder nicht. Und ob sich die Nachbarn über einen Dauerkläffer freuen, wage ich auch zu bezweifeln. Außerdem kann man ein vergiftetes Stück Fleisch ebenfalls in den Zwinger werfen.....
Unsere Hündin lebt mit im Haus, ich habe sie somit immer unter Aufsicht und ich garantiere Dir, daß hier kein Unbefugter reinkommt! Sollte mal jemand auf die Idee kommen, um unser Haus schleichen zu wollen, so zeigt sie mir das durch lautes Bellen und tiefes Grummeln an. Und dann kann ich immer noch entscheiden, ob ich die Tür öffne und sie herauslasse........
Solltest Du Dich dafür entscheiden, den Hund nur draußen halten zu wollen, so gebe ich Dir den dringenden Rat, dann 2 Hunde anzuschaffen. Hunde sind hochsoziale Tiere und Einzelhaltung ist eine Qual für sie. Also entweder Familienanschluß oder 2 Hunde.
Viele Grüße
Trollmama

Beitrag von aussiegirl600 01.11.10 - 13:11 Uhr

Ein Wachhund bringt euch da recht wenig.
1. Wollt ihr eine Sofortlösung - einen Wachhund muss man aber entweder ausbilden oder ausgebildet kaufen. ERsteres braucht Zeit, letzteres ist teuer.
2. Ein wehrhafter Wachhund ist nicht grad optimal als Familienhund, besonders wenn er draußen lebt. Der Hund kann allzu oft nicht unterscheiden gegen wen er verteidigen darf oder nicht. Gerade wenn ihr wenig Ahnung habt, kann das brandgefährlich sein, zB wenn ein Kind einen Ball aus dem Garten holt oder sowas.
3. Ein Hund ist sehr schnell ausgeschaltet. Wenn diese Typen wirklich was übles im Sinn haben, dann wird ein Hund sie nicht aufhalten.

Fazit: Ein Hund IM Haus, der anschlägt wenn draußen was seltsam ist - das ist ne Option. Ein Welpe würde sich auch an Katze und Kind gewöhnen. UND man braucht sich ja keinen Schutzhund anschaffen - auch zB ein Pudel oder ein Spitz bellt laut genug um euch zu warnen. Einen Hund der euch und das Haus verteidigt - sowas gehört nur in sachkundige Hände. Alternativ könnt ihr über eine Alarmanlage nachdenken.

Beitrag von lillystrange 01.11.10 - 13:12 Uhr

Rasseempfehlung?
















Ganz klar: Die eierlegende Wollmilchsau!
Kauft euch besser eine Alarmanlage oder lasst den Hund ins Haus!
Lg Lilly
Lg Lilly

Beitrag von minimal2006 01.11.10 - 13:14 Uhr

Hallo Sabrina

Ein Hund ist ein Rudeltier!
Große "Wachhunde" für manchen ein Statussymbol;
"seht her, wir haben einen Wachhund.. er hat große Zähne und wird dich beißen.." ;-)

Wenn du keinen Hund im Haus haben möchtest ist das in Ordnung, aber dann empfehle ich dir eine Alarmanlage!
Gibt es heute auch mit Kameras, so dass du dein Grundstück selbst überwachen kannst.

Ich würde dir keinen Hund verkaufen!

Beitrag von sannymaeusl 01.11.10 - 13:43 Uhr

Huhu,

natürlich ist es nicht schön, wenn bei euch Leute ums Haus schleichen nur ein Hund der nur draußen lebt??? Nee nee das ist Tierquälerei, entweder wie schon geschrieben 2 Hunde oder Hund mit ins Haus. Ich hab einen Schäferhund Mischling und das ist ein tolle Alarmanlage. Er weiß ganz genau, wer ins Haus gehört, wer nur ab und an zu Besuch kommt und wer hier total fremd ist. Fremde werden durch tiefes grummeln/knurren angekündigt, auch wenn sie nur vor der Haustür stehen. Wenn Fremde vor der Tür direkt stehen wird gebellt. Und er ist dennoch ein toller Familienhund der mit einer Miez zusammen bei uns lebt.

LG Sanny

Beitrag von windsbraut69 01.11.10 - 14:21 Uhr

Unter den geschilderten Voraussetzungen würde ich zu einer Alarmanlage raten.

Du kannst keinen Hund ständig draußen halten ohne Familienanschluß.

Gruß,

W

Beitrag von minimoeller 01.11.10 - 14:22 Uhr

Hallo Sabrina,

Hunde, die nur draußen leben dürfen haben zwangsläufig wenig Bezug zu ihrem "Rudel". Warum sollten sie es also verteidigen? Es ist zudem schlichtweg Tierquälerei, einem Rudeltier die Gesellschaft zu verweigern.

Ich bin seid 11 Monaten Hundebesitzerin. Emmy ist mein (unser) erster Hund. Wir haben sie mit 9 Wochen bekommen.

Sie hat sich zu einem Hund entwickelt, den ich mir so nie gewünscht hätte:
d. h. sie ist ein sehr wachsamer Hund, der mittlerweile niemanden mehr auf unser Grundstück - geschweige denn in unser Haus - hinein läßt. Sie verteidigt ihre Recourcen sehr intensiv und ich muss sehr achtsam sein, damit nichts schlimmes passiert.

So eine "Waffe" muss mit großer Sorgfalt erzogen werden. Zu schnell landen gerade solche Problemfelle im Tierheim, weil es nicht ganz einfach ist, mit so einem Hund gesellschaftsfähig zu sein.

Ich möchte Dir raten, es Dir nicht zu einfach vorzustellen, einen "Wachhund" im Hause zu haben.

Und wenn schon Hund, dann umbedingt mit Familienanschluß und Schlafplatz im Hause. Alles andere geht nur nach Hinten los.

LG

Beitrag von alkesh 01.11.10 - 15:23 Uhr

Sorry, aber Dein Hund ist 11 Monate alt, der pöbelt und tanz Dir auf der Nase rum, nicht mehr und nicht weniger!

Hunde sind durchschnittlich mit drei Jahren erwachsen und erst dann mental in der Lage so eine Aufgabe überhaupt zu übernehmen!

Wenn Ihr es noch nicht macht, dann aber jetzt schnellstens mit dem Hund arbeiten, sonst geht die Sache nach Hinten los!

LG

Beitrag von minimoeller 01.11.10 - 15:26 Uhr

Blödsinn!

#klatsch

Beitrag von alkesh 01.11.10 - 15:34 Uhr

#augen

Beitrag von dominiksmami 01.11.10 - 15:56 Uhr

nöp Tatsache!

Beitrag von windsbraut69 01.11.10 - 16:25 Uhr

Wart mal ab, bis die "Waffe" erwachsen ist und richtig lustig wird.

Beitrag von 81caro 01.11.10 - 16:44 Uhr

Hallo Sabrina,

du hast ja schon viele Antworten bekommen und ich würde dir auch eher davon abraten euch einen Hund anzuschaffen. Ein Hund bedeutet mehr Arbeit, als man sich vorstellen kann, d.h. Erziehung, Hundeschule, tägliche Beschäftigung und sollte wirklich ins Familienleben mit einbezogen werden.
Ein Hund der einfach so ohne Familienanschluss draußen lebt wird euch auf die Dauer wahrscheinlich keine Freude bereiten, davon abgesehen dass es für ihn sicher sehr einsam wäre. Stell dir vor, der Hund bellt dann aus Langeweile wegen jeder Kleinigkeit oder es gibt jedes mal Theater wenn erwünschte Besucher zu euch kommen. Evtl. könnt ihr eure Tochter dann auch nicht in Ruhe mit Freunden draußen spielen lassen wenn sie etwas älter ist, usw.
Ich hoffe ihr bekommt das so in den Griff. Ich fände den Gedanken ausgekundschaftet zu werden auch unheimlich, eine Alarmanlage wäre vielleicht wirklich eine gute Idee.

VG Caro

Beitrag von tigertatze1205 01.11.10 - 17:14 Uhr

Vielen Dank für Eure zahlreichen Antworten.

Glücklicherweise hab ich hier die Frage gestellt und tolle Antworten bekommen, die mir wirklich weiter geholfen haben.

Bis jetzt hatten wir, wenn ein Hund in der Familie war, diesen auch immer im Haus.
Ich habe es ehrlich gesagt nie aus der Position betrachtet, die Ihr mir hier geschildert habt. Vielen Dank #pro

Wir werden das heute Abend nochmal genau besprechen ob es eine Option für uns ist den Vierbeiner im Haus zu haben oder ob wir uns doch lieber für etwas technisches entscheiden.

Das so ein neues Familienmitglied viel Arbeit und Zeit benötigt war mir bewusst und ich stell mir das auch wirklich nicht sooo einfach vor und ich bin mir auch der Verantwortung der Fellnase gegenüber bewusst.

Also ich danke Euch für Eure Antworten.
LG Sabrina

Beitrag von cherymuffin80 01.11.10 - 18:06 Uhr

Also in eurem Fall sind Bewegungsmelder mit Alarmanlage ratsamer als ein Hund!

Familienhund und draußen Leben passt nicht zusammen!

LG

Beitrag von tigertatze1205 01.11.10 - 20:40 Uhr

Wir sind ja nicht den ganzen Tag im Haus. Wenn wir zu Hause sind, dann ist mein Freund auch immer draußen auf dem Grundstück und der Hund soll ja nicht isoliert leben. Ich glaub das ist hier falsch rüber gekommen.

Bei meinem Schwiegereltern hat der Hund auch draußen gelebt und war ein ganz toller Hund mit viel Familiensinn.

Aber danke für Deine Antwort.

LG

Beitrag von luc224 01.11.10 - 23:05 Uhr

Dann holt euch einen Bernhardiner..
Wir haben einen und die passen super auf und sind die liebsten familienhunde...
Allerdings muss der Hund in die Familie integriert werden und nicht draussen leben....

Beitrag von chaussmann 02.11.10 - 18:09 Uhr

Hallo,

wir haben auch einen Familien-Wachhund der tagsueber draussen ist aber Nachts im Haus. Unsere Kinder sind allerdings viel draussen und somit ist er eigentlich nur vormittags wenn alle in der Schule sind "alleine".
Er verteidigt sein Grundstueck und ist ein Engel mit den Kindern. Dass kann also schon funtionieren. Trotzdem bekommt er regelmaessig seinen Spaziergang und geht in die Hundeschule. Du musst erst eine Menge geben um etwas zu bekommen. Die Alarmanlage laeuft sofort...

Beitrag von tigertatze1205 02.11.10 - 21:01 Uhr

Hallo ich nochmal.

Vielleicht liest es ja noch jemand.

Also wir haben bei der Polizei angerufen (da gibt es extra eine Beratungsstelle) und der nette Kripobeamte kommt zu uns um zu gucken wo wir eventuell Schwachstellen haben.

Ebenso haben wir nach reichlich Überlegungen uns entschieden, wenn wir uns einen Hund anschaffen, wird er Nachts im Haus schlafen.
Morgen schauen wir uns einen Labradorwelpen an, da diese Rasse häufig als Familienhund benannt wird und ich denke um das Haus zu "bewachen" brauch ich keinen "Kampfhund".

LG und danke für Eure Antworten.
Sabrina