Was meint ihr Depression oder Babyfrust?

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Beitrag von nudelmaus27 01.11.10 - 13:10 Uhr

Hallo Ihr!

Muss mich mal ausheulen. Seit einigen Wochen habe ich langsam aber sicher das Gefühl im Gefängnis zu sitzen (ne Türkette haben wir ja schon :-p). Ich habe eine große Tochter (4) und eben unser fast 5 Monate altes Baby.
Das Baby trinkt seit Wochen fürchterlich, heute z. B. habe ich schon 6 Flaschen gemischt, allerdings hat sie davon von 4 Flaschen nur 20 ml #schock getrunken, wenn es mal 80 ml sind bin ich total froh, mittlerweile haut sie nur im Halbschlaf richtig rein aber den hat sie nur nach dem Mittagsschlaf!

Jedenfalls besteht mein Leben nur aus Große in die Kita schaffen, Runde spazieren mit Baby, ganzen Tag Babygeschrei ertragen, Flaschen mischen, Haushalt, Große wieder abholen, Kinderbespaßung, Essen machen, ins Bett bringen.
Mein Mann arbeitet in Schichten und ist kaum da, wenn er da ist muss er Sachen erledigen (es stapelt sich ja überall alles), Eheleben ist gleich null und was soll ich sagen, mich kotzt alles total an.
Ich weine oft, bin schwer frustriert und würde am liebsten abhauen.
Auch frage ich mich jeden Tag auf was ich mich eigentlich noch freuen soll.

Die Freunde von früher sind alle arbeiten und wenn die dann frei haben, bin ich mit den Kindern zu Gange, also passt hinten und vorn nicht. Neue Bekannte mit denen ich mich am Anfang super verstanden habe, haben sich anders orientiert und behandeln mich wie das fünfte Rad am Wagen, was mich nochmehr traurig macht.

Ich weiß echt nicht mehr weiter, ich gehe ab und an zu einer Kindergruppe, zum Kindersport, auf Spielplätze usw. usw. also nur zu Hause hocken tue ich echt nicht aber ich finde einfach keinen neuen Anschluss.
Ich bin immer nur mit den Kidds allein und werde jeden Tag depremierter, selbst unser schöner Herbstausflug gestern in Familie hat mir keine wirkliche Freude gemacht.

Was meint ihr, habe ich einfach Frust oder kann das auch eine Depression sein?

Bitte helft mir, bin traurig
#winke#winke, Nudelmaus

Beitrag von bunny2204 01.11.10 - 13:16 Uhr

Hallo,

also das klingt für mich jetzt eher nach Frust. Du musst dringend was für dich tun.

Gibts bei Euch kein Fitnessstudio mit Kinderbetreuung? Oder ein Krippe ab einem Jahr (eine Art hoffnungsschimmer)?

ich habe meine Kinder ab 6 Wochen stundenweise bei mir im Studio abgegeben, hab eine Stunde sport gemacht , nen Saunagang und danach noch einen Kaffee mit den anderen Frauen (Mamis). ich glaube ohne das hätte ich meinen Grossen mit 4 Monaten im Wald ausgesetzt :-p Er war echt megaanstrengend.... :-(

Mein Mann war übrigens bis vor einem Jahr auch im Schichtdienst.

Ach ja, wäre es möglich dass er noch die 2 Monate Elternzeit nimmt? Wir werden das diesmal so machen, dass mein Mann die ersten 2 Monate daheim bleibt. Finanzell müssen wir dann zwar kürzer treten und die beiden Monate auch mit ca. 500 Euro bezuschussen (vom sparbuch....) aber das ist es uns wert.

Ich wünsch dir alles Gute,

LG BUNNY #hasi mit Maxi (7) Alex (3,5) Kathi (21 M.) und Babyboy 19. SSW

Beitrag von clamsi 01.11.10 - 15:19 Uhr

Erstmal: #liebdrueck, denn das kannst Du scheinbar gut gebrauchen.
Du bist eindeutig gefrustet und sowas kann sehr schnell in eine Depression umschlagen. Du musst auf Dich achten.

Ich schließe mich meiner Vorrednerin an: Du musst mehr für Dich tun.
Dein Kind bekommt die Flasche: Dann kannst Du es auch mal eine Weile bei einer anderen (lieben) Betreuungsperson lassen: Oma oder Opa, eine gute Freundin oder bei deinen Geschwistern, etc.

Nimm Dir wenigstens einen Tag/Abend die Woche, an dem dein Mann mal die Kinder am Abend hütet. Was an diesem Abend liegen bleibt, bleibt halt liegen. Es kann ja nicht jedes Schreiben super wichtig sein und der Haushalt kann ja auch mal warten. Für diesen Abend kannst Du dir dann immer etwas vornehmen: Einen Kurs in der Volkshochschule z.B. oder eine Freundin treffen und quatschen (vielleicht auch mal eine ohne Kinderstress), zur Not auch am Telefon.

Ich glaube, man muss sich vor allem die bestehenden Freunde erhalten, denn die kennen einen auch ohne Kind und man kann auch mal über was Anderes reden und abschalten. Zumal du noch keine neuen "Mama-Freunde" gewinnen konntest. Setz dich da auch nicht unter Druck: Neue Freunde findet man nicht auf Zwang. Gute Freunde stehen auch jetzt hinter Dir, aber man muss sich (trotz Kinderstress) dann eben auch mal Zeit nehmen, zumindest zum Schreiben oder Telefonieren. Sonst verliert man gute Freunde eben auch.

Nimm Dir mehr Zeit für Dich und Deine Freundschaften und bitte Verwandte oder deinen Mann auch mal um Hilfe.

Liebe Grüße und hoffentlich gehts dir bald wieder besser!

Beitrag von sunshine1176 01.11.10 - 17:34 Uhr

Hey Nudelmaus,

als ich deinen Text gelesen habe, dachte ich es wäre toll, wenn du aus meiner Gegend kämest, wir würden uns super verstehen und ergänzen!

Mir geht es nämlich im Moment ganz genauso wie dir! Hab zwar "nur" ein Kind, aber ich stelle mir momentan auch jeden Tag die gleiche Frage!
Frust? Depression? Wozu soll ich aufstehen? Worauf soll ich mich freuen? Und so weiter und so fort!

Helfen kann ich dir leider nicht, aber dir sagen: Du bist nicht allein und wir hoffen einfach, dass es vorbei geht und es uns bald wieder richtig gut geht!

Meld dich, wenn du quatschen magst!

LG sunshine

Beitrag von aguti 01.11.10 - 18:34 Uhr

Hallo!
Ich bin froh zu lesen dass es anderen Mamas auch so geht. Ich habe seit 7 Monaten eine zweite Tochter ( die erste ist 6 und geht in die 1. Klasse). Wir hatten einen schweren Start, ich bekam Windpocken als die Kleine 6 Wochen alt war, sie hatte die dann mit 8 WOchen.
Die Kleine schreit ziemlich viel, hält uns den ganzen Tag auf Trab. Sie fremdelt extrem so dass ich sie auch nicht mal meinen Eltern geben kann. Die Große läuft nur noch mit, ist zum Glück lieb und verständnisvoll, aber mein schlechtes Gewissen frisst mich auf.
Die Kleine beschäftigt sich eigentlich nie alleine, liegt nicht gerne auf dem Bauch und wir tragen sie nur rum, man kommt zu nichts. Im Kinderwagen findet sie es auch nur 30 Minuten gut danach schreit sie da auch. So können wir noch nicht mal gemütlich spazieren gehen oder mal in den Zoo.
Ich freue mich auf die Zeit wenn sie in die KITA kommt, aber das dauert nocht 5 Monate.
Nächste Woche habe ich einen Termin bei der Mutter Kind Ambulanz weil ich mich nur noch überfordert fühle.......und auch wie im Gefängnis!!!

Kann Dich gut verstehen....

aguti

Beitrag von coconut05 01.11.10 - 18:55 Uhr

Willkommen im Club! Mir gehts genauso. Ich habe zwei Jungs (4 und 4 Monate) und hatte die letzte Zeit oft die Nase voll. Den ganzen Tag die Kinder und NUR die Kinder. Ich liebe sie über alles, aber in letzter Zeit war mir das manchmal zu viel. Dazu stille ich noch voll und auch Nachts sehr oft. Mein Mann arbeitet viel und ist fast nie zu Hause und Verwandte haben wir hier nicht. Ich habe also so gut wie nie die Möglichkeit mal ohne Kinder zu sein. Das ist auf Dauer wirklich frustrierend.

Mein Kleiner ist momentan auch echt mies drauf, ich habe ihn kaum abgelegt geht das Geschrei los. Und das den ganzen Tag geht schon an die Nerven, dazu dann einen lebhaften 4jährigen.

Ich habe zwar schon Freunde und Bekannte mit denen ich mich regelmäßig treffe, aber momentan artet das meist auch nur in Stress aus und so bin ich dann lieber zu Hause.

Aber ich denke das wird besser mit der Zeit. Also Kopf hoch.

LG Sandra

Beitrag von aguti 01.11.10 - 20:37 Uhr

Klar wird das besser, aber Monate können verdammt lang werden wenn man genervt ist.......