Erfahrungen mit Umgangsverweigerungen

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Ob ihr gerade Vätermonate nehmen, werdender Vater seid oder einfach eine engagierte Vaterrolle einnehmt: Hier ist der Platz für männerspezifische Fragen und Probleme. Mütter sind in dieser Rubrik als antwortende Gäste willkommen. Neu: Unser Newsletter für werdende Väter.

Beitrag von bob-andrews 01.11.10 - 14:53 Uhr

Hallo zusammen,

kurz zu meiner Situation: Mein Sohn ist sechs Jahre alt, von seiner Mama lebe ich seit fast drei Jahren getrennt. Nun hat sie seit diesem Jahr nach erfolgloser Ehe (sie hat den Mann nach mir gleich geheiratet) einen neuen Lebensgefährten und ist ohne groß zu überlegen mit unserem Sohn 200 km weit weg gezogen. Ich brachte meine Zweifel an den positiven Auswirkungen dieses Umzuges auf unseren Sohn ihr gegenüber deutlich zum Ausdruck, sachlich wohlgemerkt. Leider finde bzw. fand ich absolut kein Gehör. Ich habe stark den Eindruck, dass ihr neuer Lebensgefährte und dessen Mutter sie und unseren Sohn komplett für sich vereinnahmen wollen. Zwischendurch wurde uns der Umgang total verweigert, nach einem gerichtlichen Antrag meinerseits wurde zunächst ein Beschluss gefasst, dass ich den Kleinen wieder alle drei Wochen abholen darf. Natürlich wurde dagegen Widerspruch eingelegt, jetzt am Mittwoch ist eine gerichtliche Anhörung. Mir werden allerlei sonderliche Dinge zur Last gelegt, z.B. ständig große Geschenke an meinen Sohn, unerlaubte Fußballspielbesuche, dass er zu meiner Lebensgefährtin "Mama" sagen muss, dass ich ihn beeinflusse indem ich seine Mama "dumm" nenne und und und. Diese Situation, welche sich nun schon einige Monate hinzieht, nagt ziemlich an mir.

Wer von Euch hat ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir vielleicht Tipps geben, wie man mit der Situation besser umgehen kann? Ewig kann ich das psychisch nicht mehr mitmachen, ich habe jetzt schon manchmal das Gefühl, dass ich auf Reserve laufe.

Viele Grüße

Bob

Beitrag von karna.dalilah 01.11.10 - 16:25 Uhr

Hallo :-)

Die Gerichte kennen doch die Rechtfertigungen der Eltern, die den Umgang aus eigenem Interesse unterbinden wollen.
Meines Wissens muss schon das Kindeswohl gefährdet sein, um das der Umgang eingeschränkt bzw ausgesetzt wird.
Dein Sohn ist 6 Jahre und du bist hoffentlich ein liebender und fürsorgender Vater.
DEin Sohn kann seine Wünsche sicherlich schon recht klar definieren und auch das was er nicht will (z.B. Mama zurLG sagen, wenn es denn stimmen sollte)
Und du würdest in dem Fall doch hoffentlich deiner LG Einghalt gebieten.
Ich kenne Kinder die nennen die neue Frau ihres Vaters auch Mama, aber dies ist lt Aussage der Kinder auf deren "Mist"gewachsen.
Wieso muss Mama Fussballspiele erlauben?-Liegen gesundheitliche Einschränkungen bei deinem Sohn vor?
Wieso darfst du deinen Sohn nur aller 3 Wochen sehen?
Oder ist das für dich nicht anders machbar?

Grundsätzlich würde ich den Kontakt zum Kind intensivieren (Anrufe, Briefe, Besuche)
Das deien Ex so weit mit dem Kind weggezogen ist, wirst du wohl so hinnehmen müssen.
Juristisch hast du die Möglichkeit dagegen vorzugehen (zumindest wenn du mitsorgeberechtigt bist) die Frage ist- Zu welchem Preis?
Wenn deine Ex jetzt schon so gegen dich arbeitet, was glaubst du wird sie nach solch einer Klage tun undvor allem was suggeriert sie dem KInd?
Ich perönlich würde um eine Ausweitung des Umganges kämpfen.

Alles Gute und viel Kraft
Karna

Beitrag von grundlosdiver 02.11.10 - 07:36 Uhr

Ach, laß nur, die Ex meines Mannes hat meinen Mann und meinen Bruder als pädophil bezichtigt und sie würden sich an meiner Stieftochter vergehen, damit sie ihre Umgangsverweigerung rechtfertigt. Heute lachen wir darüber, denn unseren Anwalt haben die Bezichtigungen Null interessiert und plötzlich lief es wieder rund mit dem Umgang!
Da hatten wir aber schon eine gerichtliche Umgangsregelung durchgesetzt und sozusagen einen Titel. Hast Du sowas schon?
Sie können Dir nicht den Umgang verweigern, schon gar nicht aus so banalen Gründen wie große Geschebke etc... Und was Äußerungen etc. betrifft, steht eh Aussage gegen Aussage - Du kannst genauso gut sagen, der Lebenspartner Deiner Ex und sie beeinflussen Deinen Sohn etc...
Aus Erfahrung: Ruhig bleiben und alle gerichtlichen Mittel ausschöpfen, um Umgang durchzusetzen!!!
Viel Kraft dafür!!!

Beitrag von bob-andrews 03.11.10 - 19:08 Uhr

Heute war der gerichtliche Termin zum Regelung des Umgangs. Es bleibt dabei, dass ich meinen Kleinen alle drei Wochen abholen kann und Ferientermine sind auch dazu gekommen. Und außerdem hat die Mama vom Richter einen ordentlichen Denkanstoß bekommen, dass ihre Beschuldigungen und Vorwürfe in meine Richtung nicht förderlich für das Kindeswohl sind. Ob daraus jetzt die große Einsicht folgt, ist mehr als fraglich. Aber ich habe die Gewissheit, dass ich mein Kind weiter sehen darf #huepf

Beitrag von ayshe 03.11.10 - 21:11 Uhr

Herzlichen Glückwunsch!

Die Ex meines Schwagers bekam bisher nur "Denkstöße" vom Mediator, wer weiß ob es nicht auch mal ein Richter sein wird ;-)

Beitrag von sunnysunny 06.11.10 - 11:24 Uhr

Hallo,

habt ihr nicht das gemeinsame Sorgerecht und Aufendhaltsbestimmungsrecht? auch wenn ihr geschieden seit?

Wenn ja dann kannst du sie zurück holen und von ihr verlangen das sie wieder zurück zieht.



Das Aufenthaltsbestimmungsrecht ist Teil des Sorgerechts und gibt dem Sorgeberechtigten das Recht, den Wohnort und die Wohnung des Kindes zu bestimmen.

Schau mal auf folgende Seiten:

http://www.allein-erziehend.net/Info/Aufenthaltsbestimmungsrecht.htm

http://www.vaeternotruf.de/aufenthaltsbestimmungsrecht.htm

http://www.gansel-rechtsanwaelte.de/artikel/A25-Aufenthaltsbestimmungsrecht.php

Alles gute

Beitrag von erimar030279 10.11.10 - 14:21 Uhr

Ja, aber ist das dann wirklich förderlich für die Kleine, wenn noch mehr Krach um sie entsteht?

Beitrag von kalle7 10.11.10 - 22:53 Uhr

Deine Argumentation regt mich echt auf. Sollen wir Männer immer die Klügeren sein und nachgeben und die Mutter kann einen Rechtsbruch nach den Nächsten begehen? Wenn es dann eng für sie wird, hält sie einfach das Kind vor und ruft alles zum Wohle des Kindes......

Sage mal echt leben wir hier noch im Mittelalter? Ich finde es zum kotzen, wenn den Müttern die Argumente ausgehen anfangen über ihr Kind nachzudenken.

Klar entsteht dann noch mehr Krach! Na und eine andere Möglichkeit haben wir doch garnicht.

Ist es denn förderlich dem Kinde den Vater zu verweigern?

Beitrag von erimar030279 11.11.10 - 10:36 Uhr

Ich glaube, du hast keine Ahnung was für ein Vater ich bin.
Meine älteste Tochter wohnt bei ihrer Mutter und ich sehe sie, wenns gut läuft alle 6 Wochen (wobei auch was anderes geregelt ist).
Mittlerweile stehe ich kurz davor mein Recht auch mit den gültigen Rechtsmitteln durchzusetzen, so das niemand mehr rütteln kann und die Mutter es endlich kapiert.

Ich weiss was es heisst sein Kind nicht zu sehen und gesagt zu bekommen sie möchte nicht zu uns.
Und wenn sie bei uns ist, ist sie total glücklich etc.

Ich habe es auch gesehen und erlebt, wenn die Eltern sich um solche (eigentlich) Kinkerlitzchen streiten, wie das Kind massiv drunter leidet.

In meinem Post, wollte ich nur damit ausdrücken, das es ruckzuck über das Kind geht. Klar es wird mitbekommen und nachhaken was da ist, aber in vielen Fällen tragen die Eltern das massiv über die Kids aus.

Warum bleibt bei sowas der gesunde Menschenverstand (oder besser das Verständnis für das GEMEINSAME Kind) auf der Strecke?

Warum ist ein Großteil der Alleinerziehenden so massiv gegen den Vater des EIGENEN Kindes, wenn dieser sich um das Kind kümmern will?



Beitrag von redrose123 11.11.10 - 12:38 Uhr

Und was bringt der Krach? Ein Richter ordnet an Frau so und so sie müssen dies und das tun....Frau so und so sagt ja und mach ich....Und am Ende endet es wie bei dir....

Was bringt es wenn beide auf dem Standpunkt sind ich gebe nicht nach? Ist auch nicht sonderlich Förderlich sorry

Beitrag von erimar030279 11.11.10 - 12:54 Uhr

Solange die Eltern nicht wie vernünftige Erwachsene Menschen miteinander umgehen können und das egoistische endlich mal weglassen würden, würde es vielen vielen vielen Kindern besser gehen.

Aber ich habe leider die Erfahrung gemacht und gesehen, das es eher die Mütter sind die am Rad drehen.

Da läuft unter Umständen etwas einige zeit sehr gut, wo beide etwas davon haben...und dann tickt eine Seite aus und muss ihr Recht durchboxen weil ihr/ihm ein Furz quersitzt.

Beitrag von redrose123 11.11.10 - 13:14 Uhr

Sehe ich wie du, wir haben kapituliert, es bringt nichts Umgang einzuklagen weil die KM z.b. hetzt. Der Anwalt schreibt Briefe die wir zahlen dürfen und sie sagt ja tu ich und machts eben doch nicht.

Seit wir aufgehört haben dauernd mit Anwalt alles durchzuboxen gehts einigermassen, wir hatten die Kinder nun zwar 12 wochen gar nicht, weil sie nicht wollten, aber der Kontakt läuft, wir rufen an und reden normal. Zur Einschulung durften wir zwar nicht aber gut. DAfür waren wir letztes We zusammen auf einer schulaufführung mit der Ex, ich hätte mir sicher was tolleres vorstellen können, aber wir haben uns hingesetzt und Augen zu und durch.

Entweder man nimmt kleine Übel in kauf oder man boxt sich mit Anwalt durch und Streitet um jeden Krümmel. Wir haben die Erste variante gewählt wo wir gut mit fahren. Und die Kinder sind soweit ich das beurteilen kann, glücklich so wie es ist, wir zwingen sie nicht zu kommen wenn Sie Ihnen was versprochen hat und gut ist....Klar könnten wir sagen und wir haben Umgang und Ihr kommt mit ob Ihr wollt oder nicht...Was bringt es nur stress meine Meinung....#winke

Beitrag von elia2005 01.01.11 - 21:32 Uhr

Muss Kalle da leider recht geben, auch wenn ich ne Frau bin. ;-)
Was die Mütter heutzutage veranstalten ist nämlich nicht mehr feierlich. Ich bin auch Stiefmutter, wie man immer so schön sagt, und mein Mann musste sechs Jahre kämpfen, bis er seinen Sohn endlich mal regelmäßg gesehen hat. Klar gab das richtig Stress, als das alles vor Gericht ausgetragen wurde, aber für den Kurzen war es viel schlimmer, dass er seinen Paps nicht regelmäßig gesehen hatte. Das fing damit an, dass der Kleine hier nach der besuchsfreien Zeit (die meist über Monate ging) gar nicht mehr klar kam und wir wieder zwei Tage brauchten, bis er sich hier eingewöhnte (danach musste er dann auch meist schon zur Mama zurück und das Spiel ging von vorne los). Aber am Schlimmsten war, dass er immer am Heulen war, wenn er wieder zur Mama musste. Wir konnten ihm ja schlecht sagen, dass er dann in zwei Wochen wieder hier sei, meist kam es ja dann doch anders.

Seit einem Jahr ist alles gerichtlich geregelt. Der Kurze ist regelmäßig bei uns, auch in den Ferienzeiten, und jetzt heult er auch nicht mehr rum, weil er zur Mama muss (höchstens wenn es ihm hier so gut gefällt und die Mama wieder Sachen geplant hat, auf die er keine Lust hat... wie heute wieder... Ausstellungen mit blöden Statuen sind ja auch langweilig, da macht es mehr Spaß hier mit dem Nachbarsjungen zu spielen ;-) ) . Aber er hat jetzt die Sicherheit, dass er seinen Papa regelmäßig sieht und damit ist es dann in Ordnung für ihn.

Und was die Entfernung und der Umzug ohne Zustimmung des Vaters angeht, da muss ich Kalle auch recht geben. Schließlich hat der Gesetzgeber sich was dabei gedacht, dass er das Sorgerecht geteilt hat und so etwas wie das Aufenthaltsbestimmungsrecht eingeführt wurde (gabs nicht, als ich noch Kind war). Den Müttern wurde es viel zu lange zu einfach gemacht, den Umgang zwischen Vater und Kind zu unterbinden. Hat ihr irgendwas nicht gepasst, dann zog man einfach mal so weit weg, dass regelmäßige Besuche von seitens des Vaters kaum machbar waren. Das kann nicht im Sinne des Kindes sein. Genauso wie es, leider auch im Falle meines Mannes, zu oft vorkam, dass die Mutter nicht mal eine Adresse hinterlassen hat, wo sie mit dem gemeinsamen Kind hingezogen ist. Wie soll man da bitte den Kontakt zu seinem Kind aufrecht erhalten??? Ruft man auf dem Handy der Mutter an, dann wird man wohl kaum bis zum Kind durchkommen. Besuche sind unmöglich, wenn man nicht einmal weiß, wo der Kurze und die Ex sich gerade aufhalten.

Auch wenn es dann schwer für Kinder ist, weil sie direkt in den Streit der Eltern eingebunden werden und selbst vor Gericht aussagen müssen, das ist noch lange nicht so schlimm als gar keinen Kontakt mehr zum Vater zu haben.

Würden die Mütter nicht einfach mal 200 km wegziehen und sich mal eher Gedanken drum machen, wie sie ihrem Kind auch noch nach der Trennung gerecht werden können, dann brächte man gar nicht so weit gehen (vor Gericht und ständiger Streit). Nur leider schaffen es nur wenige Paare ihre Trennung nicht auf dem Rücken des Kindes auszutragen.

Beitrag von liebemama1980 09.02.11 - 13:51 Uhr

Hallo

ich kenn das meine tochter lebt seid 2007 bei ihren vater, am anfang ging das mit dem besuchtskontakt und 2 jahr später wurde mir untersgat mit dme kontakt ich zum anwald, gericht sagte alle 8 wochen ich halte diese termin eine nur der vater nicht jedes mal eine neue ausrede.habe eine umgangsflegerin vom gericht bekommen.die ständig beim termin dabei ist und seid 1 jahr sehe ich sie alle 8 wochenn in einem schwimmbad woanders möchte der vater das net, hatte meine tochter mal gefragt ob wir uns mal im zoo treffen sagte sie ja und hat später ihren vater gesgat und er sagte dazu nicht und dann habe ich post von der umgangsflegerin bekommen und sagte nur im schwimmbad.
werde jetzt versuchen mit anwald da so zumachen das ich sie öfter sehe und ohne ihren vater die umgansflegerin ist ja dabei, wenn ich anrufe geht keiner ran, wenn ich geschänke hinschicke zum geburtstag weihnachten ostern weiß ich net ob das ankommt wenn ich sms schicke bekomme ich nur eine versnad bestätigung.
er beinflußt meine tochter so, das ist zum k.....