Thema Hundekauf: Wo kann ich mich informieren?

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Forum: Mein Tier & ich

Welches Haustier passt zu unserer Familie? Wie oft muss ein Hund geimpft werden? Woher bekommen wir Rennmäuse? Tierliebhaber finden in diesem Forum Antworten auf alle Fragen rund um die Tierhaltung. Achtung: Über unser Forum dürfen keine Tiere weitergegeben werden.

Beitrag von brausepulver 01.11.10 - 16:04 Uhr

Huhu

in naher Zukunft möchten wir uns einen Hund kaufen.

Nun hab ich noch nie einen Hund besessen und hab dementsprechend einige Fragen und Unklarheiten wie:

Kann ich rein theoretisch einen Hund zu den Katzen (wir haben 2) dazukaufen. Das ist aber an sich nicht geplant. Aber die Frage interessiert mich

Braucht ein Hund, wie eine Katze, einen tierischen Partner oder kann man sie alleine halten?

Welcher Hund passt zu mir und meiner Familie? Ich finde ja Labrador und Golden Retriever schick #hicks

Was braucht ein Hund? Wieviel Auslauf und Platz braucht ein Hund (wir haben einen Garten und Felder hinter dem Haus :-) )

Also ich brauche ein rundumsorglosprogramm für meine Recherche.

Könnt ihr mir ein Buch oder eine Seite empfehlen?

Viele liebe Grüße
Martha

Beitrag von aussiegirl600 01.11.10 - 16:49 Uhr

Ich empfehle forum.hundund.de - Info zu jeder Frage zum Thema Hund.

Was ich gleich sagen kann:

- die allermeisten Welpen werden sich an vorhandene Katzen gewöhnen, optimal ist es wenn der Züchter selbst Katzen hat. Nicht jeder erwachsene Hund gewöhnt sich an Katzen, da solltet ihr nach einem Hund schauen, der bereits Katzen kennt.

- Was braucht ein Hund? Pauschal: mindestens 2 Stunden Auslauf am Tag, bei jedem Wetter. Konsequente Erziehung. Eine Familie, die auch genug Geld auf der hohen Kante hat um mögliche (hohe) Tierarztkosten zu zahlen. Platz ist ein Streitpunkt. Wenn der Hund viel ausgelastet wird, dann kann man auch einen großen und aktiven Hund in einer kleinen Wohnung halten. Manche Hunde sind nicht gut fürs Leben in der Stadt geeignet (zB Herdenschutzhunde). Hunde sollten bis sie ca 1 Jahr alt sind möglichst wenig Treppen laufen. Wenn ihr viele Treppen im Haus habt, dann sollte der Hund so leicht sein, dass ihr ihn tragen könnte. Meiner Erfahrung nach geht das bis 25kg recht gut.
Ein Artgenosse ist zwar schön, aber nicht notwendig, vorausgesetzt der HUnd hat regelmäßig Hundekontakt, zB beim Spazierengehen, in der Hundeschule etc.

- Welcher Hund passt zu euch? Da solltet ihr ned drauf achten was ihr "schick" findet. Im oben genannten Forum gibts einen Unterforum "Welchen Hund?", da könnt ihr einen Fragebogen ausfüllen - was ihr vom Hund erwartet und was ihr dem hund bieten könnt - und die User kommentieren was ihrer Meinung nach am Besten passt.

Auf weitere Fragen antworte ich gern.

Beitrag von brausepulver 01.11.10 - 17:07 Uhr

Hallo

erstmal danke für die Antwort. Das Forum schau ich mir gleich mal an. Vielleicht bekomme ich ja noch einen Buchtipp von jemand anderen.

Also Treppen haben wir nicht, dafür eine recht große Wohnung. Mit Hundeerziehung kenn ich mich ja nun auch nicht aus. Ich habe aber viel Erfahrung wie man mit hochgradig arroganten Katzen umzugehen hat #rofl Am Geld wird es nicht scheitern. Wir hatten mit unserem alten Kater Monate wo wir 600 € für die behandlung zahlen mussten (er war schwerkrank :-() und das jeden Monat #schwitz Also um die Kosten rund ums Tier bin ich nicht wirklich verklärt #schwitz Aber eine 5 kg Katze wird immer weniger kosten als ein 30 kg Hund.

Beitrag von anarchie 01.11.10 - 17:22 Uhr

hallo meine liebe, ihr komtm also auch auf den Hund;-)

Hast ja schon alles wesentlich gehört!
Wichtig finde ich gerade für hunde-Anfänger ne gute hundeschule!

Ein Goldie ist was schönes, wir haben ja schon den zweiten...aber sie haben jagdtrieb, und auch wenn sie abgrundtief freundlich sind, ist ein Hund mit jagdtrieb teils nicht witzig, egal wie gut erzogen.

Wenn nämlich L. gerade mit dem rad in die büsche saust und J. mit dem Laufrad dann absaust und hund sieht ein reh...husch und wech!

und Goldies sind meisst Schlammschweine und Wasseratten.
Die wälzen sich in Allem(und einiges davon willst du garnicht wissen) und jede Schlammpfütze ist gern genommen...und die hellen haare sind ÜBERALL!!!!

ds alles gilt für labbis auch(das sind ja auch retriever...)

zum kauf:
keine Welpen aus hobbyzuchten, liebevoller Familienzucht etc kaufen.
NUR mit ordentlichen Papieren vom DRC oder VDH, die achten nämlich auf den auschluss von erbkrankheiten, vernünftige haltung, darauf, dass die Mütter keine Wurfmaschinen sind etc..(zumindest ein Mindeststandart ist gegeben.)
Ein anständiger welpe kosten zwischen 1000 und 1500EUR - wenn er gut gezogen und gehalten wurde, MUSS der Züchter das nehmen.

Am besten wäre natürlich ein Hund aus dem tierheim, wobei ich mit Kleinkindern da auch immer sehr vorsichtig wäre..oder hier mal gucken:

http://www.retriever-in-not.de/

Generell würd ich die retriever immer gern weiterempfehlen, sie sind im Normalfall agressionsfrei, duldsam gegenüber Kindern, geduldig und damit ziemlich familientauglich.

lg

melanie

Beitrag von brausepulver 01.11.10 - 17:46 Uhr

Huhu Melanie

du verfolgst mich heute, oder? #schwitz

Also die Hälfte deiner Abkürzungen werde ich wohl mal googlen müssen #schein

Gute Hundeschule *notiert*

Wäre ein Welpe mit unserer "Erfahrung" (=Null) nicht besser? Bei einem Hund aus dem Tierheim hab ich direkt schiss, das er Eigenarten hat, mit denen ich nicht klarkomme. Es wird nämlich so sein, das ICH das Alphatier (sagt man doch so, oder?) bin. Ich will ihn dann auch mit auf Arbeit nehmen.

Es muss also eine Rasse sein, die nicht total wuselig ist und mir in die Regale springt. Also komplett anders als meine Katzen #rofl

Wieviel ist denn eigentlich RASSE und wieviel ist ERZIEHUNG?

Also bspw. der Jagdtrieb?

Beitrag von aussiegirl600 01.11.10 - 18:13 Uhr

Vorteil Welpe: Du kannst den Charakter selbst formen. Mit HIlfe einer guten Hundeschule ist das ein enormer Vorteil. Auch kannst du den Hund an alles gewöhnen, zB an die Arbeit.

Nachteil Welpe: Es wird lange dauern bis der Welpe gut mit in die Arbeit gehen kann. Es ist lange viel Stress. Ihr könnt sehr viel falsch machen.

Vorteil erwachsener Hund: meistens stubenrein, meistens Basiserziehung vorhanden. Man muss natürlich vorsichtig sein, dass man nicht gerade an ein Tierheim gerät, das einen belügt. Es werden übrigens auch immer wieder erwachsene Hunde an ihre Züchter zurückgegeben, zB wegen Scheidung oder Todesfall. Das ist auch ne Option.
Auch gut: Anlagen wie Jagdtrieb etc sind bereits offensichtlich.

Nachteil erwachsener Hund: kennt evtl weder Katzen noch Kinder. Hat evtl schlechte Erfahrungen gemacht

Du siehst - alles hat gute und schlechte Seiten.

Wuselige Rassen: solange der Hund rassegerecht ausgelastet wird, wird er auch nicht in REgale springen. Aber es kommt halt auf die Rasse an wie aufwendig die Auslastung ist.

Rasse/Erziehung:
Bei einem JAGDHUND musst du davon ausgehen, dass er Jagdtrieb hat. Natürlich hängt es von der Verwendung ab (typischerweise ist der Jagdtrieb eines Retrievers besser zu kontrollieren als bei einer BRacke) und auch vom einzelnen Hund, aber es gibt schon solche typischen Rasseeigenschaften. Du kannst auch einen Jagdtrieb nicht abtrainieren, sondern nur umlenken und Rückruftraining bis zum Umfallen machen. Wie stark der Jagdtrieb ist, weiß man leider beim WElpen noch nicht wirklich.

Andere Eigenschaften sind eher Erziehung: zB ist nicht eine Rasse kinderfreundlich oder verträglich, sondern der einzelne Hund ist eben gut sozialisiert.

Generell würde ich empfehlen keinen Hund nehmen der ein Arbeitshund ist. Retriever find ich da schon grenzwertig. Gut sind klassische Gesellschaftshunde wie Pudel, Zwergspaniels oder Bichons. Auch Collies oder Berner Sennenhunde sind zB recht gut zu handeln. Schwieriger sind zB die meisten Terrier, Border Collies, Australian Shepherds etc

Ich kann euch nur bitten weniger nach der Optik zu gehen, sondern mehr danach was ihr mit dem Hund machen wollt. Wenn ihr in erster Linie einen netten Begleiter wollte, dann könnt (nicht müsst) ihr mit einem Labbi auf die Nase fallen. Denn obwohl sie den Ruf haben faul zu sein, hab ICH andere Erfahrungen gemacht. Sprich: 2h minimum Bewegung, aber eben auch ordentlich geistige Auslastung wie Apportieren oder Fährten.

Die klassischen Gesellschaftshunde brauchen natürlich genauso Bewegung und es hängt auch nicht von der Größe ab wieviel der Hund laufen will, aber einen Bichon kann man zB schön im Spiel und mit Tricks auslasten. Was aber nicht heißt, dass solche Rassen nicht erheblich mehr KÖNNEN, wenn der Besitzer das möchte.

Beitrag von brausepulver 01.11.10 - 18:55 Uhr

Hallo

vielen Dank für deine Antwort.

Ich bin ja fast etwas traurig das alle der von dir aufgezählten "Gesellschaftshunde" so gar nicht mein Fall sind #hicks

Klar, Charaktereigenschaft gegen Optik. Aber ein Hund muss für mich eben ein Hund sein und nicht so ein Hündchen. Und auf ewiges Fellbürsten um den Hund schick zu halten (was ich beim Colli vermute?!) hab ich auch keine Lust.

Also in etwa die Schulterhöhe von Labrador ect. wäre schon "ordentlich".

Hast du vielleicht einen buchtipp für mich, wo es eine Auflistung der "üblichen" Gesellschaftshunde gibt? Dann kann ich ja DA nach der Optik gehen #hicks

hmm... total schwierig #kratz Aber es sollte doch einen Hund geben, der zu uns passt.

Beitrag von aussiegirl600 01.11.10 - 20:21 Uhr

Unterschätze mal die kleinen Hunde nicht ;-) Aber klar, das ist Geschmackssache.

Das hier sind die Gesellschaftshunde: http://www.vdh-lv-hessen.de/fciliste.php?gruppe=9

Ich möchte anmerken, dass zB ein Großpudel ca Schäferhundgröße hat ;-)
Beim Krohmfohrländer kommt das Terrier-Erbe oft sehr stark durch - also Jagdtrieb und Eigensinn.

Über Felltypen solltest du dich übrigens auch informieren - was ich von Colliebesitzern zB höre, bürsten sie 1-2mal in der Woche. So krass ist das nicht. Dafür hast du bei langhaarigen Hunden den Vorteil, dass man die Haare ausbürsten kann und die dann nicht ganz so schlimm rumfliegen wie Kurzhaarborsten.

Ich will auch garnicht sagen, dass Golden Retriever oder Labrador Retriever absolut unpassend sind. Du solltest nur wissen, dass sie genug Bewegung und Auslastung brauchen, sonst hast du eine ziemlich große, schwere Nervensäge an der Leine.

Füll doch mal in dem Forum, das ich empfohlen hab den Fragebogen aus. Da kannst du auch reinschreiben was du optisch so magst. Denn möglich passende Hunde gibts nicht nur in der VDH-Gruppe 9.

Beitrag von brausepulver 01.11.10 - 21:56 Uhr

Ich unterschätze die kleinen Hunde nicht. Aber die kann sich jemand anderes "krallen". Ich mag es lieber größer #cool

Den Fragebogen füll ich gleich mal aus :-)

Beitrag von aussiegirl600 01.11.10 - 22:17 Uhr

Na, dann werd ich mich mal gleich im Forum einloggen ;-)

Beitrag von farina76 01.11.10 - 19:27 Uhr

Hallo!

Du hast ja schon super Tips bekommen.

Buch kann ich noch empfehlen: Der Wolf im Hundepelz.

Zur Rasse, ich würde mich mal über die Rassen und ihre Eigenschaften informieren. Man sollte einen Hund meiner Meinung nach immer rassegerecht auslasten. Also bei einem Retriever z.B. Apportieren.
Ein Hund ist nicht auf der Welt um uns zu bespaßen. Er ist und bleibt ein Hund mit anderen Lebensvorstellungen als wir. Und Gassi gehen und Familienhund sein gehört meist nicht zur Rassebeschreibung. Ein Retriever ist für eine bestimmte Arbeit gezüchtet worden. Als dauernder Arbeitsloser-Hund in der Wohnung rumliegen und nur 2 Stunden spazieren gehen ist nicht so sein Fall. Er will eine Aufgabe haben und dieser nachgehen dürfen.

Was man noch bedenken muß. Ein Hund kann auch mal schwierig werden. Auch wenn man sich bemüht. Les mal in den einschlägigen Hundforen über Probleme. Man kann sich noch so bemühen, man wird halt nicht als Hundeprofi geboren. Wichtig ist halt immer dass man rechtzeitig erkennt, hier gibts Probleme, und dann rechtzeitig Hilfe sucht.

Es gibt Hunde die werden zu Leinenpöblern, andere ziehen wie blöd, andere sind nicht abrufbar. Alles Probleme die man in den Griff bekommt aber man muß halt dran arbeiten und das kann Mühe machen, viel Freizeit schlucken und Geld.

Auch kann ein Hund mal ein zwei Tage zurück stecken, aber wie es der Teufel so will, es gibt Situationen, da ist der Mann auf Geschäftsreise, das Kind liegt mit Fieber im Bett, aber der Hund will trotzdem 2 Stunden Gassi gehen. Wer übernimmt das dann?

Prinzipiell glaub ich mit Willen und genug Fleiß schafft man alles. Aber es ist auch manchmal stressig. Und das Leben kann sich ändern in den nächsten 15 Jahren.

Bei uns war auch alles anders geplant als wir die Hunde angeschafft haben. Jetzt hatten wir nen Unglücksfall, ich muß mehr arbeiten, meine Tochter braucht mich mehr wegen der Schule. Und trotzdem wollen beide Hunde genug Beschäftigung haben. Wir mußten dann auch erstmal alles umstricken und ich mußte mich von ein paar Lebensvorstellungen verabschieden, bis es wieder für alle gepaßt hat.

Was auch noch ist, im Moment brauchen dich deine Kinder sehr. Du mußt früh aufstehen, dich um sie kümmern etc. Aber in ein paar Jahren wirst du vielleicht froh sein dass sie aus dem gröbsten raus sind. Dass du mit deinem Mann mal wieder zu 2 ein romantisches Wochenende verbringen kannst. Mal wieder früh länger liegen bleiben kannst und so weiter. Ein Hund wird immer ein Hund bleiben der früh Gassi gehen muß. Den du nicht mal ein Wochenende so leicht zu einer Oma geben kannst etc. Diese Einschränkung wird bleiben und nicht weggehen.

Wünsch dir viel Glück bei der Hundesuche!

Beitrag von brausepulver 01.11.10 - 22:24 Uhr

Huhu

vielen Dank für deine Anregungen und Gedanken :-)

Bis ein Hund kommt vergehen sicherlich noch Jahre. Das soll erst sein, wenn einer der Kater nicht mehr ist. Und die sind jetzt noch nicht soooo alt (5+9

Meine Kinder werden sicherlich auch in einigen Jahren nicht zu den Großeltern "abgeschoben", weil die selber noch Kinder haben #cool

Ich denke es ist wirklich besser den Hundegedanken noch ein Stück nach Hinten zu schieben, bis die Kinder größer sind :-)

Beitrag von julianstantchen 01.11.10 - 19:47 Uhr

Hallo Martha!

Ich hab auch einen Retriever (Labrador) und möchte den starken Haarausfal erwähnen. Wir haben einen hellen Boden und fast täglich ist der grau oder schwarz. Entweder von seinem Fell oder vom Fell und seinen "Matschbädern".

Ansonsten....wie wäre es mit einem

- Kromforländer - gibt's in zwei Felltypen
- Japanspitz
- Mittelschnauzer
- Cavalier King Charles Spaniel
- Entlebucher Sennenhund
- Sheltie (wobei, da weiß ich jetzt nicht wegen der Fellpflege)
- Border Terrier
- Koikerhondje
- Ratonero Bodeguero Andaluz
- oder klar...einen Retriever

Ich finde, wenn man sich bewusst für eine Rasse entscheidet und Unterstützung von der Hundeschule hat, gibt es auch für Anfänger (wie mich ;-)) sehr viele tolle Hunderassen.

LG

Beitrag von brausepulver 01.11.10 - 21:53 Uhr

Oh, ich bin nun verliebt in den rauhaarigen Kromforländer #verliebt

Naja, ich schau mich trotzdem mal noch weiter um. Danke für deine Info und den link

Beitrag von julianstantchen 01.11.10 - 19:48 Uhr

Ach ja, dir rundum-sorglos Recherche kannst du hier betreiben und anfragen
http://www.retriever-forum.net/