Wie rege ich die Milchbildung an?

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Forum: Baby-Vorbereitung

Die Zeit vor der Geburt ist die Zeit des Nestbauens. Hier könnt ihr gemeinsam überlegen, wie ihr das Kinderzimmer einrichten möchtet, wo das Baby schlafen soll, welche Kleidungsstücke in die Erstausstattung gehören und vieles mehr... 

Beitrag von ani_78 01.11.10 - 18:10 Uhr

Hallo,

bei meiner großen Tochter konnte ich ca 1 Woche stillen, sie mußte aber zugefüttert werden. Sie kam per NotKS zur Welt. Nun habe ich dazu auch noch sehr kleine Brüste. Am 12.11. werde ich per KS meine 2. Tochter zur Welt bringen und will auch hier versuchen zustillen. Gibt es irgendwas was man zur Milchanregung schon vorher einnehmen kann, oder sollte ich abwarten und dann einfach zufüütern? Die Hebammen auf der Entbindungsstation bei meiner ersten Geburt waren da sehr ehrgeizig, bis ich selbst am heulen war, solange wurde mir die Kleine angelegt. War Streß pur. Diesmal will ich das aber nicht, deshalb meine Frage. Auch die Hebammen aus der Klinik haben nachgefragt wie es dann ablaufen soll. Ob ich es versuchen will bzw. ob sie gleich die Flasche bekommen soll. Ich weiß das Muttermilch das beste ist, aber wenn es gar nicht geht steig ich auf Flaschennahrung um. Meine Brüste haben sich auch in dieser Schwangerschaft nicht verändert.

Vielen Dank für eure Tipps!

Anett

Beitrag von eresa 01.11.10 - 18:45 Uhr

Hallo,
erst Mal: die Größe der Brüste hat nichts, absolut gar nichts mit der Milchproduktion zu tun!
Ich habe auch kleine Brüste, die auch in der Schwangerschaft nicht nennenswert größer geworden sind. Mein Sohn kam per KS (nicht geplant) zur Welt.

Ich habe ihn einfach immer wieder angelegt. Viel trinken musste ich automatisch (sogar nachts zwei Flaschen Wasser!). Das trägt zur Milchbildung bei. Ansonsten Fenchel, Malzbier, Stilltee.

Das Stillen klappte von Anfang an gut.

Wichtig: kein Pfefferminztee. Den gab es bei uns auf der Wöchnerinnenstation zum Frühstück, was ich unmöglich fand.

Ich wünsche dir alles Gute!

eresa

Beitrag von lilly7686 01.11.10 - 19:01 Uhr

Was hat denn die Größe deiner Brüste mit der Milchbildung zu tun #kratz
Richtig: gar nix!

Was du im Vorfeld tun kannst, ist, dir eine Stillberaterin suchen.
Hier findest du Beraterinnen, die ehrenamtlich arbeiten, also kein Geld verlangen:
http://www.afs-stillen.de
http://www.lalecheliga.de

Was du im KH tun kannst: dein Baby so bald wie möglich nach der Geburt anlegen. Und dann immer wieder anlegen, sooft dein Baby möchte bzw. sooft es geht.
Zufüttern ist absolut nicht nötig! Die Natur hat es schon so eingerichtet, dass dein Baby nicht verhungert. Im Gegenteil, das Kolostrum, das vor dem Milcheinschuss kommt, ist sehr Kalorienhaltig, sodass schon eine kleine Menge ausreicht, um dein Baby satt zu machen.

Sollten Probleme auftreten, dann ruf die Stillberaterin, die du dir schon im Vorfeld suchst. Die hilft dir auf jeden Fall.
Das Problem ist, dass so ziemlich alle Hebammen null Ahnung vom Stillen haben. Ganz zu schweigen von den Schwestern auf der Station, die wissen noch weniger.
Und auch Kinderärzte haben keine Ahnung vom Stillen bzw. allgemein von Kinderernährung.

Und ganz wichtig: ENTSPANN DICH!!! Sieh es locker und verkrampf dich nicht. Du wirst sehen, mit der richtigen Unterstützung klappt das Stillen wie von selbst (und da meine ich eine Stillberaterin).

Ich wünsch dir eine schöne Geburt und alles Liebe!

Beitrag von mamafant 01.11.10 - 21:37 Uhr

*unterschreib*

Beitrag von cori0815 01.11.10 - 21:36 Uhr

Hi Anett!

Im Vorfeld kannst du auf jeden Fall - soweit ich weiß - nichts einnehmen. Eigentlich regelt ja der Hormonumschwung nach der Geburt die Milchbildung. Und dann muss halt die Nachfrage stimmen.

Klar musst du dafür sorgen, dass der Flüssigkeitshaushalt stimmt, trinke Stilltee, viel Wasser und keinen Pfefferminz- und Salbeitee.

Meine Maus war ziemlich verpennt in den ersten Tagen, weshalb ich sie auch kaum anlegen konnte - die Folge war ein ausbleibender Milcheinschuss. Also: so oft wie möglich anlegen, um die Milchbildung anzukurbeln.

Die Brustgröße hat übrigens gar nix mit dem Stillvermögen zu tun. Ganz im Gegenteil: ich kenne viele Frauen mit kleinen, festen Brüsten, die sehr gut stillen konnten. Und ich kenne viele Frauen, die eher große, weichfleischige Brüste haben und eher mäßig bis gar nicht stillen konnten. Du siehst: damit hat es nix zu tun.

Sei zuversichtlich und suche vielleicht jetzt schon mal Kontakt zu einer Stillgruppe, die von einer Stillberaterin geleitet wird.

Lg
cori

Beitrag von babybunnychen 01.11.10 - 22:15 Uhr

erlich: Ich würde einfach abwarten. Konnte bei meiner ersten tochter ca 1-2 Wochen nur etwas stillen nach dem sie da war. Dier erste Woche war sie auf Kinderintensiv und dann kam kaum noch was. Jetzt stille ich: Aber nur zum Teil.

Wenn er die ganze zeit an der Brust hängen würde wäre es mir zuviel. Füttere daher auch zu. Merke es besonders nach der nacht, das meine brüste leicht schmerzen. Daher bekommt er am Tage die Flasche dann mal wieder Brust.

So finde ich es gut. Nicht stressen lassen. mach was du für richtig hälst.
habe auch nicht viel Brust. Aber stillen klappt. Durch die schwangerschaft haben sich meine brüste auch kaum verändert. Sie sind jetzt etwas größer. Merke ich an meinen BHs.

Nadine mit Leon 15 Wochen alt

Beitrag von mineos 02.11.10 - 06:11 Uhr

Hallo,

ich habe 2 Tipps für dich:

1. "Das Stillbuch" von Hannah Lohtrop lesen. Echt super

2. Dir eine Milchpumpe vom FA verschreiben lassen. Mir hat es geholfen, zwischendurch immer mal abpumpen zu können, und es war dann weniger Druck für mich, die Kleine nicht ständig anlegen zu müssen, gerade, wenn alles am Anfang noch nicht so eingespielt ist.

LG, und mach dich nicht verrückt. Das wird schon!