Speikind - stillen aufgeben? :-(

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von kathy854 01.11.10 - 20:14 Uhr

Huhu,

möchte heute einmal mein Leid klagen bzw. unser Leid. Meine Tochter ist 13 Wochen alt und ich stille sie sehr gern. Leider ist sie ein Speikind. Sie hat einen richtigen Reflux und spuckt nach jeder Stillmahlzeit bis zu 3 Stunden. Sie stößt sauer auf und hat Sodbrennen und weint. Man hört richtig wie die Milch die Speiseröhre rauf und runter läuft. Nach jedem Stillen muss ich sie 1 Stunde hochhalten - richtig aufrecht, selbst dann kommt es raus :-( Wenn ich sie dann hinlege, würgt sie rum, quält sich und kommt nicht zur Ruhe.

Wir waren bei einer Osteopathin, hat nichts gebracht. Habe dann versucht die Muttermilch mit Nestargel anzudicken. Davon bekam sie extreme Blähungen und Bauchschmerzen und Verstopfung. Von Aptamil AR auch (ist ja auch Johannisbrotkernmehl enthalten). Haben dann Beba AR gekauft und sie ist wie ein anderes Baby - schläft, lacht, ohne sich ständig zu quälen und rumzuwürgen. Nun haben wir Bebivita 1 ausprobiert, da die auch sämig ist und Stärke enthält. Damit spuckt sie auch fast gar nicht mehr und kommt wenigstens zur Ruhe.

Ich gebe ihr 80 ml Bebivita 1 und danach stille ich sie noch. Wenn sich das im Magen vermischt, spuckt sie auch nicht so viel. Wenns nur das Spucken wäre, aber sie quält sich wirklich extrem und hat Schmerzen. Außerdem hat sie schon Ausschlag am Hals von der ganzen Säure, die immer da rein läuft :-(

Habe auch versucht die Muttermilch aus der Flasche zu geben, dammit sie sehr langsam trinkt, aber auch da kommt die Milch wieder retour. Alle Klamotten sind dann ständig nass und riechen nach saurer Kotze. Mein armes Baby ist so unglücklich damit.

Gibt es jemanden, der ähnliches erlebt hat? Ich hoffe innerlich, dass es mit Einführung von Brei etwas besser werden könnte und ich sie eventuell dann doch nochmal richtig stillen kann. Habe es in den vergangenen 4 Wochen 2 mal versucht, aber nach einem Tag spuckt sie wieder was das Zeug hält und schreit. Außerdem hat sie jede 1-2 Stunden Hunger, weil sie alles rauskotzt. Ich bin dann den ganzen Tag NUR mit Trösten, Stillen, Hochhalten, Umziehen beschäftigt. Das kanns doch nicht sein?

Mir tut es so leid und ich vermisse das voll stillen so sehr... Vor allem auch nachts im Bett, aber da muss ich mich ja eh hinsetzen und danach noch eine Stunde sitzen. Es wäre so gemütlich einfach im Liegen zu Stillen. Das macht mich echt traurig. Vor allem gehts auch an die Nerven. Ich kam dann zu nichts anderem mehr und wir konnten auch NIRGENDWO hingehen, weil wir sie ja nicht in den Wagen legen können, auch wenn der Kopf erhöht ist - es bringt nichts. Hebamme, Kinderarzt und Osteopathin sagen auf alle Fälle weiterstillen. Allerdings sind sie es auch nicht, die dann den ganzen Tag (und die ganze Nacht!) mit dem unzufriedenen Kind, was nicht zur Ruhe kommt und weint, verbringen.

Ach ich weiß nicht mehr weiter. Wenn ich noch viel länger immer die Bebivita füttere, habe ich immer weniger Milch und dann wird es das sicher bald gewesen sein mit dem Stillen. Oder kann man die Milchmenge dann auch wieder erhöhen? Ich hoffe so, dass sich das mit dem Reflux vielleicht noch gibt und ich sie doch wieder voll stillen kann. HILFE!!

Beitrag von nieslchen 01.11.10 - 20:21 Uhr

sorry erstmal, ich hab nicht alles gelesen, aber was du da schreibst mit dem spucken und dem aufstoßen kenn ich nur zu gut! ich habe dennoch 6 monate vollgestillt, ich bin nicht auf die idee gekommen ihr einfach fertigmilch zu kaufen. püppi hat auch gespuckt wie ..., ich hab se auch gefühlte hundertmal am tag umgezogen und mich auch, denn mausi hat immer dorthin gespuckt, wo kein spucktuch ist. aber püppi hat es überstanden ist ein glückliches kind! ich würde es immer wieder so machen... fertigmilch is ja von der natur so nicht vorgesehen! hast du mal mit deinem kia gesprochen, ob die maus vllt ein magenpfötnerproblem hat? sprich mal mit deinem kia...


lg nise

Beitrag von kathy854 01.11.10 - 20:28 Uhr

Beim Kinderarzt waren wir auch, Magenpförtnerkrampf ist ausgeschlossen! Das Umziehen würde mich nicht stören, allerdings stört mich, dass mein Baby sich sichtlich quält mit dem dauernden Würgen, Husten und Sodbrennen! Sie verschluckt sich richtig an dem Gekotzten und kriegt manchmal gar keine Luft mehr. Dann liegt sie nachts neben mir und rudert plötzlich mit ihren Ärmchen und ächzt und schnappt nach Luft :-(

Beitrag von lilly7686 01.11.10 - 20:50 Uhr

Oje, das hört sich nicht gut an!

Also erst mal: solange dein Baby an der Brust trinkt, kannst du die Milchmenge auch jederzeit durch häufiges Anlegen wieder steigern.

Ich kann mir vorstellen, dass es dir weh tut, nicht mehr zu stillen.
Aber du hast dein Bestes gegeben!
Mach dir bitte kein schlechtes Gewissen!

Ich würde es dennoch weiter versuchen. Aber wenn dein Baby weiter solche Probleme hat, und das Abstillen trotz allem besser wäre, dann mach dir bitte kein schlechtes Gewissen!

Stillen ist das Beste für ein Kind. Aber was nützen all die gesunden Stoffe in der Milch, wenn sich dein Baby quält?

Ich bin sehr fürs Stillen, aber nicht um jeden Preis!

Mach, was das Beste für dich und dein Baby ist. Und wenn das Abstillen bedeutet, dann ist es nun mal so.

Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass es doch noch klappt.
Alles Liebe!

Beitrag von queequeg 01.11.10 - 21:00 Uhr

Hallo,

wir hatten Ähnliches. Glaube aber nicht ganz so schlimm. Aber für uns war es damals sehr furchtbar. Allerdings hatte das unsere Maus nur rel. am Anfang. Nach circa drei Monaten war das Schlimmste vorbei.

Sie ist auch ein totales Speikind - und ist es immer noch. Damals hat sie aber auch zusätzlich gewürgt, rumgekrächzt, sich gequält ohne Ende. Nach jedem Stillen das Gleiche Spiel. Nachts war es besonders Schlimm. Nach dem Stillen Nachts lag sie ewig noch rum, fand keine Ruhe, hat rumgewürgt, gespuckt u.s.w.! es dauerte ewig bis sie wieder einschlafen konnte.
Sind schon verzweifelt zum KiA gegangen. Er meinte da kann man nix machen, das ist ne Magenunreife, das muß sich von allein geben.
Wollte es nicht glauben daß es je besser wird, aber irgendwann war es wirklich vorbei. Jetzt spuckt sie "nur" noch. Aber das Rumquälen und würgen ist weg.

Hatte damals aber auch keine Kunstmilch ausprobiert. Deswegen weiß ich nicht ob es ein Problem mit meiner Milch war oder ein Grundsätzliches.

Kann dir auch ganz schlecht was raten...im Grunde ist Stillen nat. das Beste. Aber wenn sich dein Kind nur quält würde ich auch nicht zögern ihr das Essen etwas zu erleichtern.

Lg
queequeg

Beitrag von saskia161181 01.11.10 - 21:04 Uhr

Hi,

also mei Kleiner war auch ein extremer Spucker...als ich noch voll gestillt habe, habe ich ihn auch gefühlte 100 Mal am Tag umgezogen...auch das plötzlich noch nach drei Stunden spucken kommt mir bekannt vor...das Hochhalten hatten wir auch, ebenso wie Sodbrennen...lange Rede, kurzer Sinn: mit Beginn der Beikost ist auch das Spucken sehr selten geworden...wenn du dir zutraust, dass ihr es so lange irgendwie schafft, dann mach´ weiter...es wird definitiv besser, sobald richtiges Essen ins Spiel kommt...mein Sohn bekommt im Moment nur die Abend - und Nachmittagsmahlzeit ersetzt, die restlichen Mahlzeiten stille ich noch und er spuckt wirklich selten...

Alles #klee,

Saskia

Beitrag von lucaundhartmut 01.11.10 - 23:15 Uhr

Hi Du,

sei nicht traurig, Ihr habt doch wirklich alles versucht! #herzlich

Dass Wohlbefinden Eures Babys zählt, und mit der jetzigen Zwiemilchernährung kommt Ihr laut Deinem Text ja gut zurecht, und Eurem Baby gehts bedeutend besser.

Handhabt es doch einfach so weiter. Erst käuflich zu erwerbende Säuglingsmilch, dann Brust.



LG
Steffi

Beitrag von wolke151181 02.11.10 - 07:40 Uhr

Hallo!

Ohje, ihr tut mir echt Leid! #liebdrueck

Ja, ich kenn das auch! Ich stille zwar nicht, aber ich kann dir auch darüber berichten:
Unsere Kleine ist jetzt 5 Monate alt. Sie hat auch, wie du es beschreibst immer wahnsinnig viel, teilweise schwallartig und auch kurz bevor das nächste Fläschchen fällig war immer noch gespuckt. Man ist so hilflos und muss das mit ansehen. Wir hatten das Problem im Hochsommer. Ich musste sie jeden Tag baden, weil es so gerochen hat und bestimmt an die 10 mal am Tag umziehen.
Als sie ca. 8 Wochen alt war haben wir auch die AR-Nahrung begonnen. Allerdings von Humana. Anna verträgt sie gut, spuckte dann aber immer noch. Nur nicht mehr ganz soviel. Ein großes Spucktuch ist unser täglicher Begleiter gewesen.

Seit einer Woche ist es besser #ole. Sie kann jetzt schlucken. Es kommt ihr immer noch hoch, aber sie schluckt es dann wieder runter. Und bekommt somit auch keinen Hustenanfall oder Erstickungsanfälle mehr.

Uns wurde beim KiA gesagt, dass der Magenpförtner zu schwach ist und deshalb immer mal wieder was rausläuft und hochkommt. Da kann man nichts machen und muss einfach Geduld haben. Ein Osteopath konnte uns auch nicht helfen :-(.

Stillen ist das beste fürs Kind, aber wenn es eine Qual ist, dann ist es das beste umzusteigen auf Flaschenmilch. Deinem Kind wird es deutlich besser gehen. Und dir dann auch....


Liebe Grüße,

Claudia