Philosphische Fragen und Weltschmerz eines 5jährigen...

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von inkibinky 01.11.10 - 20:56 Uhr

Unser Sohn ist gerade 5 geworden und hat im Moment arg zu tun mit Leben und Tod.

Ich glaube es hat so ein bisschen angefangen, als unsere Katze überfahren wurde... wir haben sie gefunden und eingesammelt und was erzählt Mutter natürlich: Katze ist jetzt im Himmel und spielt mit den anderen Katzen...

So kam das Thema bei uns auf und nun weint er manchmal, weil er nicht in den Himmel will (erkläre ihm dann, dass er noch ganz lange leben wird), dann freut er sich mal auf den Himmel, weil man da so schön spielen kann... dann hat er wieder angst, dass er da nicht spielen kann und sein Freund nicht da ist.
Heute kam die Frage, warum wir überhaupt auf der Welt sind. Was antwortet ihr darauf? Dann hat er geweint, weil sein Opi tot ist und er den gar nicht kennenlernen konnte...
letzens hat er wohl zu seiner Omi gesagt, er möchte manchmal tot sein. Die hat aber leider nicht nachgehakt, sondern das Thema gewechselt, denn manchmal stecken da ganz andere Sachen hinter (z.B. wollte er letztens nicht in den Himmel weil er Höhenangst hat...).

Ist das alles noch normal?? Fragen Eure auch so was oder machen sich Gedanken darum?

LG
eine besorgte Inki, die vorhin mitweinen musste, als er um seine Opi geweint hat....

Beitrag von pollerkermit 01.11.10 - 21:09 Uhr

Ja, unsere Maus beschäftigt sich auch mit diesen Themen...und das ohne besonderen Auslöser.
Ich versuche alles sanft und ehrlich zu beantworten, komme aber auch oft an meine Grenzen...Bücher zu diesem Thema setzten ja oft da an, wenn tatsächlich jemand gestorben ist. Das ist mir zu tiefgreifend..weiß also auch nicht so genau...Bin mal gespannt auf Antworten!

LG
Doro

Beitrag von daniel1012 01.11.10 - 21:20 Uhr

Hallo Inki,

wir haben vor zwei Jahren eine gute Freundin der Familie ganz plötzlich verloren. Waren Abends noch da mit den Kinder. Lenie meine Tochter war da etwas über zwei (28Mon) und mein Sohn gerade knappe drei Monate jung. Meine Tochter liebte Susi, so hat sie geheißen sehr. Sie war 47 Jahre alt. haben den Abend gespielt und gelacht. Wir sind dann heim gefahren, natürlich nicht ohne Kuss von Ihrer Susi, die hatte meinen Sohn an diesem Tage übrigens das erste Mal gesehen und gab ihm auch nen Abschiedskuss. Dann sagte sie wir sehen uns bald wieder ich denke immer an euch. Im Nachhinein denke ich, dass sie vielleicht gewusst hat was folgt. Am nächsten TAg um 13:05 erhielten wir den Anruf das sie in ihrem BEtt verstorben ist an einem Hirnschlag. Ich war fertig, konnte meine Tränen nicht zurückhalten, was meine Tochter sah, leider.
Sie fragte mich was passiert ist. Ich sagte nichts mein Schatz Mama ist einfach nur traurig. Nach einigen Tagen fragte sie dann wann wir wieder zu Susi gehen, ich sagte ihr die Wahrheit.
Habe ihr gesagt dass sie jetzt ein Engel ist von oben auf uns schaut, aufpasst. Dann haben haben gemeinsam einen Stern am Himmel ausgesucht. So haben wir es für Sie "verständlich" erklärt, ohne das sie traurig war in diesem Moment, denn sie findet Sterne klasse. Heute kommt immer mal wieder das Thema Tod es beschäftigt sie halt wenn sie ihre Oma sieht, die ist ja schon alt Mama die ist bestimmt auch bald nen Stern ne dann haben wir schon zwei, aber ein bisschen traurig bin ich dann aber trotzdem, aber ich weiß i kann Oma und Susi immer sehen wenn i traurig bin und an Sie denke. Das sagt sie jetzt mit ihren viereinhalb. Vielleicht wäre das was für euch.

Sorry etwas lang geworden.

LG Nadine mit Lenie und Phil

Beitrag von mini-sumsum 02.11.10 - 09:44 Uhr

Hi,

ja, das kenne ich auch. Meiner ist 4 Jahre alt, und vor guten 3 Monaten ist der Hund meiner Eltern gestorben.

Ich habe ihm auch erzählt, dass dieser jetzt im Tier-Himmel ist, es ihm dort gut geht, und er dort keine Schmerzen mehr haben muss. Er hat geweint, und erzählt, dass er ihn aber ganz doll vermisst. Da musste ich direkt mitweinen.

Habe dann versucht ihm verständlich zu machen, dass es völlig in Orndung ist, zu weinen, jemanden zu vermissen, etc. Und das das Sterben zum Leben dazu gehört. Wenn jemand ganz arg krank ist, oder ganz alt ist, dann stirbt er. Wir werden ihn zwar vermissen, aber dort, wo er dann ist, wird es ihm gut gehen.

Er hat sich auch eine ganze Weile mit diesem Thema beschäftigt, und wir haben immer wieder drüber geredet. So fragte er den einen Tag, ob wir nicht mal ne große Leiter nehmen könnten, um den Hund zu besuchen...

Ich versuche immer so gut es geht zu antworten. Inzwischen kommt es nur noch selten vor, dass er danach fragt.

LG
Sabrina