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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von hro-tina 01.11.10 - 21:50 Uhr

Unser kleiner hat wenn ich oder mein Mann ihm etwas verbieten bzw. sagen das er das jetzt nicht bekommt

z.B. Bonbon zum abend oder klettern auf die arbeitsplatte

totale Wutanfälle auch so das er uns weg stöst.

Ich handhabe das dann so das er sich erst ausbocken muss.
Mein Mann versucht ihn dann immer zu trösten und ich sage ihm immer nein lass ihn er soll mitbekommen das es nicht geht.

Wir sind in manchen Dingen doch arg unterschiedlich ich eher streng und er will ihn immer und bei allem trösten.

Wie ist es bei euch???

Beitrag von doris72 01.11.10 - 21:55 Uhr

#liebdrueck genauso#schein

Good Cop und Bad Cop Verhältnisse, wobei klar ist wer immer den Bösen spielen muß! Besonders, wenn wie bei uns der Papa nur an 2 Tagen in der Woche anwesend ist. :-(

Ist wohl das Schicksal der meisten Mamas.#kratz

LG von Doris

Beitrag von agrokate 01.11.10 - 22:02 Uhr

Hallo,

ich finde es jetzt nicht weniger "streng", wenn Dein Mann ihn tröstet, solange die Konsequenz bestehen bleibt;-)!
Im Gegenteil, für so kleine Menschen ist es meines Erachtens auch enorm wichtig, daß sie in ihrer Wut/Enttäuschung abgeholt werden und nicht noch zusätzlich mit Nichtachtung bestraft werden.

GLG,agrokate!

PS:Bei uns bin ich die konsequenter:-p!

Beitrag von woelkchen1 01.11.10 - 22:12 Uhr

Ich tröste nicht, aber weil es alles schlimmer macht. Sie ist dann wütend, will ihre Wut rauslassen. Bei Trost-versuchen dreht sie erst Recht auf.

Ich warte 3 Meter weiter weg auf Augenhöhe, bis sie fertig ist. Dann reich ich ihr die Hand und nehme sie in den Arm. Bei kleinen Sachen red ich auch nicht mehr drüber- sie weiß zum Beispiel sehr gut, wann es keine Süßigkeiten mehr gibt, da diskutiere ich nicht mehr. Bei wichtigeren Dingen sag ich liebevoll schon noch was dazu, warum dies oder das nicht geht.

Aber ich "bestrafe" sie nicht für solche Wutanfälle. Mein Mann fragt dann aus Gnatz öfter mal:" Ach, du willst wohl ins Bett?", da könnt ich jedes Mal aus dem Anzug springen! Das Bett hat mit unseren Problemchen gar nix zu tun, und solche Aussagen lassen es doch nur unsinnig schlimmer werden, anstatt besser.... Es nervt sehr, wenn verschiedene Ansichten da sind, ich versuch, mich damit abzufinden!

Beitrag von christianeundhorst 01.11.10 - 22:19 Uhr

Ich sehe das so, daß Trost in so einer Situation sehr wichtig ist. Er bedeutet: Ich verstehe, daß Du traurig bist denn Du wolltest das gern haben. Du kannst es zwar trotzdem nicht haben, aber ich verstehe Deinen Kummer ( der immer echt ist! ) und ich bin trotzdem weiter liebevoll zu Dir!
Sogenanntes "ausbocken lassen" empfinde ich als zusätzliche und unnötige Strafe. Das Kind ist schon gestraft dadurch, daß es etwas nicht darf oder nicht bekommt. Das genügt völlig! Ignorieren ist da echt fies. Dein Kind bekommt auch mit,"daß es nicht geht" wenn Du es tröstest! Es ist ja nicht dumm. Der Wutanfall ist auch völlig normal, denn Kinder in dem Alter haben sehr starke Gefühle und haben noch nicht gelernt damit umzugehen. Oft machen ihnen auch die eigenen Gefühle Angst und erschrecken sie. Da ist es wichtig, daß wir im schlimmsten Wutanfall ruhig und liebevoll bleiben können, damit wenigstens dieses grundlegende Sicherheitsempfinden bleibt: gerade erscheint Deinem Kind alles in Auflösung und explodiert im Gefühlschaos...............aber Mama ist gelassen und liebevoll wie immer. Dann kann das Kind auch schneller wieder zur eigenen Mitte finden und sich beruhigen. Ist für Mütter schwer, aber hilfreich für alle!:-)
Wir fahren sehr gut damit.


Liebe Grüße,
Chris mit Frieda Lina 28 Monate

Beitrag von inajk 01.11.10 - 23:32 Uhr

Ganz meinje Meinung :-)
LG
Ina

Beitrag von sunflower.1976 02.11.10 - 10:58 Uhr

Hallo!

Wichtig ist, dass die eigentliche Aussage, also z.B. dass das Kind nicht auf der Arbeitsplatte klettern darf, die Gleiche ist.
Viel schwieriger wäre es für ein Kind, wenn das bei beiden Elternteilen anders gehandhabt wird. Zum Teil tröste ich meinen Sohn schon, wenn er wegen eines verbotes weint. Denn er ist dann wirklich enttäuscht und sauer und kommt teilweise besser/schneller aus der Situation heraus, wenn ich ihn tröste (ohne z.B. das Verbot aufzuheben). Ich merke einfach, dass er sich selber in solchen Situationen manchnal völlig hilflos fühlt. Genauso gibt es Situationen, in denen ich ihn erstmal bocken lasse.

LG Silvia

Beitrag von lexa8102 02.11.10 - 12:49 Uhr

Hallo,

ich bin auch für das Trösten. Immerhin reagiert dein Sohn so, weil ihn ein starkes Gefühl überkommt (Wut, Ärger, Enttäuschung usw.), das er so stark nicht kennt und nicht weiß, wie er reagieren soll.

Ich nehme ihn dann also in den Arm (wenn er es zulässt, wenn nicht, dann nicht) und erkläre ihm, was er gerade fühlt und dass ich das verstehe. Vielleicht zeige ich ihm dann noch eine Alternative (mit dem Fuß aufstampfen usw.).

Das Verhalten deines Mannes sehe ich nicht als weniger streng als deines an. Immerhin ist er genauso konsequent wie du. Er reagiert nur anders auf die Gefühle eures Kindes als du.

Viele Grüße,
Lexa