Hund isst nicht richtig: aufgeregt oder mäkelig?

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von cocopet 02.11.10 - 07:23 Uhr

Hallo,

ich bin gerade sehr auf Euch angewiesen. :-)

Unsere tolle Hündin ist gerade ein paar Tage da. Sie frisst nicht wirklich - nur das, was ein ausgesprochenes Leckerli ist, also ein Stück Fleischwurst, Käse, Leberwurst, und mal Magerquark. Natürlich gebe ich ihr das nicht in rauen Mengen. Und sie fährt total auf ihre Pedigree "Zahnbürste" ab #kratz Naja...

Eine kleine Portion Trockenfutter hat sie erst einmal gegessen, nach nem Spaziergang, aber eher ein Drittel ihres Tagesbedarfs, wenn ich nach ihrem Gewicht gehe... Jetzt hat sie auch nach längeren Touren keine Lust mehr.

Im Tierheim hat sie jahrelang ausschließlich Trockenfutter bekommen, und ich gehe davon aus, nicht das allerteuerste (obwohl sie ein gutes, glänzendes Fell hat und gesund ist, also das schlechteste kann's auch nicht gewesen sein). Dort stand der Futternapf gefüllt den ganzen Tag da.

Was ich versucht habe: Wurst unters Trockenfutter zu mischen - sie pickt sich nur die Wurst raus.
Trockenfutter mit Magerquark mischen: sie schleckt nur den Magerquark ab.
Sie zum Trinken animieren: naja, das macht sie immerhin.
Beim Tierarzt gecheckt: die Zähne scheinen ihr keine Schmerzen zu bereiten, und natürlich sagt die Tierärztin, dass sie bei 3-4 Tagen nicht richtig essen auch nicht verhungert. Besonders, weil sie eher ein paar Kilo zuviel hat.
Verschiedene Trockenfutter angeboten: Sie will keins davon.

(Orijen, davon hat sie mal ein bisschen gegessen, ansonsten gar nicht angerührt: Defu, Hills, Granatapet, Vet Care Plan (eine Variante mit Fleisch, eine mit Fisch - beides unattraktiv offenbar).

Soooo, und was kann ich noch probieren? Einfach warten, bis sie vor Hunger nicht mehr anders kann?

Weiterhin wie blöd Trockenfuttermarken kaufen und hoffen, irgendwann ist's die richtige?

Ehrlich gesagt koche ich gerade ein bisschen Kartoffeln und Möhren ohne Salz oder Gewürze, dass sie vielleicht mal das isst?

Ist sie denn einfach nicht so eine Esserin, ist sie mäkelig, ist sie nur viel zu aufgeregt zum essen durch das neue Zuhause (ich kenn das ja von mir! :-p) oder ist die Umstellung von einem Trockenfutter auf das andere wirklich so heftig?

Das sind bestimmt nicht die letzten Fragen, die ich Euch stelle.... Ich bin Euch sehr dankbar für alle Tipps. Wahrscheinlich macht man sich als neue Hundemama nur zu viele Sorgen: meine Kleine isst mir nicht! :-)

Lieben Gruß und Euch einen guten Start in den Tag,
Cocopet

Beitrag von alkesh 02.11.10 - 07:42 Uhr

Entscheide Dich für ein Futter und dann lass sie erstmal ankommen in ihrem neuen Zuhause!

Sie wird fressen wenn sie Hunger hat, denn gesund scheint sie ja zu sein!

Wenn Du ihr was gutes tun willst, kauf ihr nen Knochen oder am besten eine Rinderbeinscheibe, da hat sie Fleisch und Knochen, bitte ROH füttern!
Den Pedigreequatsch kannste dafür im Laden stehen lassen ;-)

LG

Beitrag von frandy 02.11.10 - 07:55 Uhr

Hallo Cocopet,

sowas find ich aus der Ferne immer schwierig zu beantworten weil das Verhalten des Hundes da ziemlich aussagekräftig ist. Hat sie Hunger und traut sich nicht? Mäkelt sie wirklich "nur"? Will sie mal austesten was du noch so alles zu bieten hast?
Kann man halt so pauschal nicht sagen wenn man den Hund nicht sieht.

Wie lange hast du sie denn jetzt genau?
Was für ne Rasse und wie alt ist die Dame?

Eigentlich wäre es schon gut wenn du erstmal das gleiche TroFu fütterst, wie sie im Tierheim bekommen hat. Und wenn du umstellen willst, das langsam machst. Ruf doch mal da an und frag wie und was sie dort gegessen hat.

Wenn mit dem Tierarzt wirklich geklärt wurde dass sie gesund ist und keine Schmerzen im Zahnbereich hat (deswegen vielleicht nichts hartes Fressen will), dann denk bitte daran das DU der Chefe bist! ICh weiß wie schwer das ist, aber DU bestimmst wann sie Futter bekommt. Wenn sie dann nicht will muss sie warten bis zur nächsten Mahlzeit. Und die gibts jeden Tag um die selbe Zeit.

LG
frandy

Beitrag von alkesh 02.11.10 - 08:53 Uhr

< Und die gibts jeden Tag um die selbe Zeit. >

Warum? Was für einen Sinn hat das? Fressen Raubtiere draußen auch immer zur gleichen Zeit?

Und warum muß ich dem Hund meine Dominanz aufdrängen indem ich ihn zwinge immer zur gleichen Zeit zu fressen?

Versteh mich nicht falsch, mein Hund bekommt auch annähernd zur gleichen Zeit sein Fressen, aber nicht weil ich ihm damit mitteilen möchte das ich der Chef bin, sondern weil es so für mich am bequemsten ist und mein Hund immer frisst wenn man ihm den Napf voll macht!

LG

Beitrag von cherymuffin80 02.11.10 - 09:23 Uhr

In der Natur sagt schon der "Boss" wann gefressen wird ;-)
Zur selben Zeit... tjoaaa.... nöö, aber ich habe meine Hunde auch immer so "fast" zur selben Zeit gefüttert.

Ich denke auch das wird schon wenn sie bei euch angekommen ist.

Ich hatte auch öfter Hunde vom Tierschutz in Pflege, da war mal eine Staffihündin bei, die war schon klapperdürr und die fraß dann auch nicht.
Habe da natürlich arge Sorgen gehabt und die von dem Verein ständig gefragt was ich nun machen soll, die meinten ich soll Welpenfutter geben weil die da wohl besser ran gehen, ich also los und teures Welpenfutter gekauft, aber naja, hätt ich auch lassen können.

Habe dann angefangen sie BARF zu füttern, denn es war wie bei euch, urst und Leckerchen gingen immer, naja, da fing sie dann an zu fressen und ich habe halt vorher die Hunde auch immer alle BARF gefüttert.

Ich konnte aber auch beobachten das sie nach 2 Wochen bei mir besser gefressen hat, vieleicht schlägt der Stress durch die Umzieherei einfach auf den Magen oder Appetiet.

LG

Beitrag von alkesh 02.11.10 - 09:30 Uhr

Aber so dominant wie man ein Hundehalter ist so ein Leittier gar nicht!

Beitrag von cherymuffin80 02.11.10 - 10:14 Uhr

Das schreib ich ja auch nirgends! Und ich weiß ja nicht wie Dominanz bei dir aussieht das du denkst ein Leittier ist nich so schlimm wie der Mensch.

Es geht ja einzig darum, das im Wolfsrudel nach Herarchie gefressen wird und das nach "ansage" da son Beutetier ja auch nicht ewig rumliegt.

Beitrag von alkesh 02.11.10 - 12:13 Uhr

Tja, da müsst Ihr Euch jetzt aber entscheiden - Du vergleichst mit Wölfen, die andere Userin nennt den Hund kein Raubtier mehr - das verwirrt mich!

:-p

Beitrag von cherymuffin80 02.11.10 - 12:40 Uhr

Die andere Userin hat schon recht, aber das Rudelverhalten bzw. Rangordnungsverhalten ist ja noch annähernd das selbe, daher "der Boss sagt wann gefressen wird!" ;-)

Beitrag von alkesh 02.11.10 - 12:47 Uhr

Ich finde einfach man kann es auch übertreiben!

Ich kenn Hunde die haben immer einen vollen Napf und machen deswegen auch keine Probleme!

Würde ich bei meinem Hund auch machen, nur leider muß ein voller Napf direkt leer gemacht werden, er würde sich also tot fressen...

Aber ich scheuch meinen Hund ja auch nicht hoch wenn er im Weg liegt #schein

Beitrag von frandy 02.11.10 - 09:59 Uhr

Naja zum einen ist der Hund kein Raubtier mehr und er braucht nun mal eine klare Führungsperson.

Ich meinte damit nicht das es jeden Tag genau 7 Uhr morgens und 18 Uhr abends sein muss, sondern das sie nicht alle paar Stunden was anderes ausprobieren soll damit die Hündin mal was frisst.

Und ja, ich denke schon das Regelmäßigkeit einem Hund helfen sich in der neuen Familie einzugewöhnen. Das hat nichts damit zu tun meine außerordentliche Dominanz zu zeigen. ;-)

Beitrag von kimchayenne 02.11.10 - 13:55 Uhr

Hallo,
wenn der Hund organisch gesund ist wird er nicht vor dem vollen Napf verhungern,aber wenn du ihm immer versuchst was besseres anzubieten wird sie erstrecht mäkelig werden.Lege dich auf ein hochwertiges Futter fest,stell ihr das Futter hin und wenn sie nach 15 Minuten nicht gefressen hat dann kommt der Napf weg bis zur nächsten Mahlzeit.Streich die Leckerlis zwischendurch.Wenn ich HUnd wäre würde ich auch lieber Käse,Fleischwurst usw. fressen,gesund ist das aber nicht.
LG KImchayenne

Beitrag von cocopet 02.11.10 - 16:01 Uhr

Hallo kimcheyenne und alle anderen,

schon mal vielen Dank für Eure Ratschläge!

Stimmt, ich gebe ihr ja auch keine Regelmäßigkeit vor, wenn ich lustig alles durchprobiere ... da muss ich vor lauter Herzerweichen aufpassen, dass ich sie nicht total verwirre.

Heute morgen nach dem üblichen Früh-Gassi wollte sie noch kein Frühstück, ich habe mich für ein Futter entschieden und ihr nur das angeboten.

Im Laufe des Vormittags habe ich schon gemerkt, dass sie hungriger wirkt. Also gab's nach dem großen Vormittagsspaziergang wieder das gleiche Futter angeboten, und siehe da, sie hat ca. 40 gr davon gegessen.

So oder so macht sie immer wieder zwischendurch Pause, isst 2-3 Bröckchen, läuft dann ins Wohnzimmer, kommt zurück, isst nochmal... Ich bleibe in der Küche sitzen (sie bekommt aus der Hand) und sage und tue gar nichts, bis sie "fertig" ist.
(Sie ist ein Mischling, aber da scheint keine Rasse drin zu sein, die alles wie ein Staubsauger auffrisst, #rofl also Beagle und co. kann ich hiermit ausschließen. :-))

Das mit der Fleischwurst muss ich mir verkneifen #schein, sonst habe ich irgendwann gar keinen Anreiz für sie mehr beim Trainieren. Mit normalem Trofu als Leckerli kann man sie nämlich zu gar nix animieren (und ich denke, dass ich auf Dauer sie gar nicht mit Essen anspornen kann, vielleicht ist dann doch der Clicker eher etwas für sie.)

Den Rhythmus kann ich nicht auf die Minute einhalten, aber grob. Ich möchte gern, dass sie in Zukunft ihre Tagesration aufgeteilt auf Frühstück und Mittagessen - ist im Rahmen von ca. eine Stunde immer die gleiche Zeit -, jeweils nach dem Draußen Sein, bekommt. Dann kann sie in Ruhe verdauen und der Zeitpunkt zum Lösen tritt dann ein, wenn der nächste Spaziergang dran ist.

Viele Grüße,
Cocopet

Beitrag von chou99 02.11.10 - 20:27 Uhr

Hallo!

Warum bekommt sie Futter aus der Hand?
Stell ihr Futter im Napf hin, wenn sie nicht frißt nimmst du es nach ein paar Minuten weg und gibst ihr auch nicht alle 2 Stunden wieder was.
Irgendwann hat sie Hunger und wird fressen, vorm vollen Napf ist noch kein gesunder Hund verhungert.
Aber so ziehst du dir einen Tyrann heran.

Grüße
Nicole

Beitrag von cocopet 05.11.10 - 13:58 Uhr

Sie bekommt Futter aus der Hand, weil sie's aus dem Napf gar nicht isst. Weder aus dem Edelstahlnapf, noch aus einem Keramiknapf (ich hatte probiert, ob sie das Edelstahl-Ding stört, aber sie trinkt auch problemlos aus einem Edelstahl-Napf).

Ich habe auch versucht, mit jedem Stückchen Trofu etwas näher an den Napf zu gehen, so dass sie die letzten Bisschen vielleicht daraus nimmt. Fehlanzeige.

Ansonsten gibt es gar keine Leckerli mehr zwischendurch, nur noch eine Futtersorte. Das war's.

In einer Woche werde ich nochmal beim Tierarzt kontrollieren lassen, erstens ihr Gewicht und zweitens, ob wirklich alles in Ordnung ist...
(Obwohl sie beim Geruch von Leberwurst, Schinken und co. auf unserem Brot schon richtig wollen würde - aber das bekommt sie natürlich gleich drei mal nicht.)

Beitrag von germany 02.11.10 - 15:49 Uhr

Ganz einfach:

Lass den armen Hund in Ruhe! Sie ist gerade erst bei euch angekommen, alles ist total neu und dann geht da auch noch irgendwer dauernd an den Futterpott und sie kapiert gar nicht das ihr das gehört.

Wenn sie sowieso zu dick ist, dann machen ihr auch ein paar Tage nichts aus.

Stell ihr das Futter morgens hin, ohne Quark, Wurst ect. einfach nur IHR Futter und lass sie in Ruhe. Wenn sie nicht frisst, kommt der Napf eben wieder weg und dann versuch es eben abends nochmal.

Du erziehst dir gerade einen total mäkeligen Hund. Wenn du weiter so machst, habt ihr bald noch mehr Probleme, weil sie dann ihr Futter gar nicht mehr anrührt, weil sie gelernt hat, dass sie was viel besseres bekommt wenn sie ihres nicht frisst.



Also denk nicht das sie doof ist. Hunde sind keine Menschen, vergiss das nicht.



lG germany mit zwei Fressäcken die nie, nie, niemals ihr Futter stehen lassen würden..

Beitrag von peffi 03.11.10 - 13:56 Uhr

So würde ichs auch machen:

morgens und abends Futterzeiten einführen. Napf hinstellen, ihr 5 Minuten geben und wieder weg nehmen.

LEG
Peffi