Nach Scheidung Mädchenname???

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von summer7708 02.11.10 - 08:45 Uhr

Guten Morgen,

ich habe bald das Trennungsjahr hinter mir und die Scheidung ist nun eingereicht.

Ich möchte sobald ich das urteil in den händen halte wieder meinen Mädchen namen annehmen.

das Problem ist nur das meine Kinder weiterhin den Nachnamen des Vaters behalten weil eine Änderung aufgrund von dämlichen deutschen gesetzen da nicht möglich ist.

Nun Frage ich mich ob es für die Kids wohl komisch sein wird wenn ich als Mama einen anderen NAchnamen habe als sie.

Meint ihr das könnte Probleme geben?

Aber ich will diesen sch...Namen einfach nur loswerden, er klebt wie eine Last an mir. Es wäre der letzte Befreiungsschlag diesen namen endlich loszuwerden...

LG Summer

Beitrag von binnurich 02.11.10 - 11:14 Uhr

naja, die Kinder bleiben doch auch die Kinder deines Mannes, insofern verstehe ich auch nicht, warum sie ihren FAMILIENNamen hrgeben sollten.

Ich bin verheiratet und habe meinen Namen behalten (gleich mal vorgebeugt ;-) ). Meine Tochter hat den Namen meines Mannes.
Das ist völlig in Ordnung so, wundert sich auch keiner, regt sich keiner auf o. ä. (bis auf meine Schwiegers)

Ärzte etc. wissen das ich Frau Müller bin und meine Tochter Meier heißt.

Es gibt nur ganz selten mal den Fall, wo ich eine Geburtsurkunde vorlegen musste ... aber frag mich nicht mehr, wo das war.

Mach es, änder deinen Namen und laß den Kindern ihr persönliche Biografie

Beitrag von gr202 02.11.10 - 12:41 Uhr

Meine Freundin hat nach der Scheidung ihren Mädchennamen wieder angenommen und ihre Tochter auch. Das ging allerdings nur mit Einverständnis des Vaters. Hat allerdings etwas gekostet.

Gruß
GR

Beitrag von super_mama 03.11.10 - 07:33 Uhr

Hallo du,

oh wem sagst du das - die Gesetze sind der Horror !
Selbst meine kleine Tochter, die NICHT von meinem Ex ist, die aber, aufgrund dessen das er Papiere nicht einreichte, ehelich geboren wurde, trägt den Namen meines Exmannes - obwohl inzwischen alles umgetragen ist, ihr leiblicher Vater in der neuen Urkunde stehen darf etc. Die Kinder müssen laut Gesetz den selben Namen tragen !!! Lächerlich.
Ich wollte das sie meinen Mädchennamen bekommt und den Namen vom Großen hätte ich dann zusammen mit meinem auch geändert weil ich den Namen meines Ex los haben möchte - wie du - zu viele böse Erinnerungen, zu viele böse Blicke sobald der Name fällt (mein Ex ist ein Betrüger, er und seine ganze Familie hier ind er Gegend verschrien).
Aber es geht nicht.
Für die Kinder behalte ich den Nachnamen (ich hab einen Doppelnamen, sie nur den von meinem Exmann). Ich kann und will ihnen nicht antun das irgendwann dumme Fragen von Mitschülern etc kommen. Für sie ertrag ich das !
Die einzige Chance ist das du es beantragst das sie auch den Nachnamen ändern dürfen - das muss dein Ex unterschreiben - aber selbst dann kann das Gericht willkürlich entscheiden das der Name nicht geändert wird. Der Standesbeamte mit dem ich laaange argumentierte kam letztendlich mit dem Punkt: "Was ist wenn sie wieder heiraten und den Namen ihres neuen Mannes annehmen ? Dann müsste der der Kinder wieder geändert werden, aus solchen Gründen werden diese Namensänderungen nicht gern gemacht."
Irgendwo hat er Recht, bzw der Gesetzgeber, aber wenn der Nachname zur Qual wird ist es schon schwer damit zu leben.
Ich stelle mich, aufgrund dessen das ich einen Doppelnamen hab, trotzdem inzwischen fast immer mit meinem Mädchennamen vor und nur wenn ich etwas unterschreiben muss nutze ich auch den anderen Namen dazu (muss ich ja).

LG

Beitrag von sarosina1977 03.11.10 - 10:03 Uhr

Ich habe nach der Scheidung auch wieder meinen Mädchennamen angenommen und meine Tochter heißt weiterhin wie ihr Papa. Das ist ja auch in Ordnung. Ich heiße jetzt eben anders als meine Tochter, habe keinen Doppelnamen, manchmal muss ich das erklären, warum das so ist. Wenn ich zum Beispiel einen neuen Arzt mit ihr aufsuche und ich melde sie mit ihrem Nachnamen an, melde mich aber mit meinem Mädchennamen - da wird kurz nachgefragt, wie unsere Verbindung zueinander ist ("Sind Sie die Mutter oder eine Verwandte?")

Aber eines kann ich auch noch sagen: Ich hatte mir mehr Befreiung von der Namensänderung erhofft. Hatte nämlich auch gedacht, dass eine Art Last von mir abfällt, wenn ich nicht mehr so heiße wie mein Exmann. Aber der erhoffte Effekt ist irgendwie ausgeblieben. Ich fühle mich immer noch wie verflucht.