Schmelzflocken für 6 W. altes Würmchen?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von mariju 02.11.10 - 08:59 Uhr

Guten morgen Mädels!

Unser kleiner Mann ist seit gestern 6 Wochen alt #verliebt, ich stille und wir haben noch nicht wirklich einen erkennbaren Rhythmus. Am Tag so wie in der Nacht ist alles drin zwischen einer und drei Stunden. Für mich ist das jetzt nicht wirklich das Problem, nur im Schlafzimmer ist ja noch der Papa der morgens um 6 zur Arbeit muss und für ihn sind die meisten Nächte nicht so witzig #schwitz.

Als junge Mutti wird man ja ständig von anderen Muttis gefragt wie es mit dem schlafen ist. Ich muss niemanden belügen von wegen er schläft schon durch, ich sage wie es ist.
Alle meinen dann Tipps geben zu müssen :-[ und als erstes kommt immer „geb dem mal nen Schnuller!!!“ Sogar wird mir gesagt das ich beifüttern MUSS, ich hätte nicht genug Milch, sonst würde er nicht so oft kommen. Also bitte … der kleine hat auf 5 ½ Wochen 1400 Gramm zugelegt … aber ich hab angeblich nicht genug Milch.
Oft kommt auch das Thema Schmelzflocken, meisten nur von den älteren Damen. Jetzt wurde uns aber gestern schon zum dritten mal von einer Mama mit Kind unter 3 Jahren erzählt das sie schon ab der 4. Woche Schmelzflocken gegeben haben.
Für mich ist das nicht wirklich ein Thema, aber für meinen Mann…. er fragte gestern ob wir das nicht auch mal versuchen sollten. Ich pumpe täglich eine Flasche ab die der kleine vorm schlafen gehen bekommt (so hat der Papa auch was schönes zu tun). Mein Mann meinte wir könnten ihm ja in die Flasche mal ein paar Tröpfchen von den Schmelzflocken geben … man könnte es ja mal paar Tage probieren.

Jetzt mal zu meiner Frage.
Meint ihr man könnte es mal versuchen? Soll ich es sein lassen (er ist ja keine Weihnachtsganz die man stopfen muss)? Hat vielleicht jemand Erfahrungen damit gemacht dem Würmchen schon so früh was bei zu geben? Meine Befürchtung sind ja Blähungen, aber von den Muttis die das erzählen kommen ja nur so Sachen wie das es den kleinen nicht geschadet hat. Ich hätte mal gerne eine ehrliche Antwort.

Ich danke euch schonmal für eure Antworten und das ich mich auch mal bisschen auskotzen durfte über die Frauen die ja alles besser wissen.

Liebe Grüße
Mariju & Luis

Beitrag von brautjungfer 02.11.10 - 09:03 Uhr

hallo,

ich persönlich würde es nicht tun. Muttermilch ist das Beste was du ihm im Moment geben kannst. alles andere braucht er nicht.
lass dich nicht beirren. hab hier vor kurzen einen schönen Spruch gelesen und ich hoffe ich darf ihn hier wiedergeben: nein nein wir wollten das Kind!
sowas würde ich den ratgebenden Frauen entgegenbringen.

Schmelzflocken gehören auf den Löffel und NICHT in die Flasche.

lg

Beitrag von muffin357 02.11.10 - 09:04 Uhr

also wenn man sich ewas schlauliest ist die botschaft eindeutig:

JEGLICHE Beikost gehört ab 6 Monaten auf den Löffel. VOrher brauchts keine Schmelzflocken, kein Karottensaft oder sonstwas in der Flasche...
(abgesehen von dem Allergierisiko, dass der Darm noch nicht reif ist und das gar nicht verarbeiten kann, usw...).

und:
durchschlafen hat keinen zusammenhang mit hunger oder sattwerden.

das mal auf den kurzen Punkt gebracht.
meine ehrliche Meinung: schalt bei solchen Ratschlägen Deinem Kind zuwohle auf "Durchzug" ...

alles gute....
#winke Tanja

Beitrag von bine3002 02.11.10 - 09:10 Uhr

1. Der Magen-Darmtrakt deines Babys ist noch überhaupt nicht reif für Beikost (und Schmelzflocken SIND Beikost). Das kann zu Bauchweh führen oder auch langfristige Schäden hinterlassen. Viele Magenbeschwerden bei Erwachsenen werden auf zu frühe Beikostgabe zurückgeführt. Der Magen-Darmtrakt ist frühestens mit 4 Monaten so weit, mit 6 Monaten dann ganz sicher, sodass man zur Sicherheit erst mit 6 Monaten beginnen sollte. Natürlich ist das sehr individuell, spätestens wenn das Kind zeigt, dass es Essen möchte, kann man ihm auch mal was in die Hand drücken.

2. Beikost sollte nicht in der Flasche gegeben werden. Der Grund dafür ist, dass beim Trinken aus der Flasche das Einspeicheln der Nahrung weitgehend wegfällt. Speichel ist aber Teil der Verdauung (die Nahrung wird praktisch vorverdaut). Deswegen: Beikost immer vom Löffel oder als Fingerfood.

3. Ein 6 Wochen altes Würmchen SOLLTE noch gar nicht durchschlafen. Es ist gesund, häufiger mal aufzuwachen. Und für ein Baby ist es lebenswichtig, schließlich muss es merken, wenn es allein gelassen wurde, sonst kommt der Wolf und frisst es einfach auf. Gut, Wälfe sind in Kinderzimmern selten, aber das weiß das Baby ja nicht. Es handelt insintiv und das ist gut so.

4. Haben Euch die schlauen Leute denn nicht auch gesagt, dass es anstrengend sein wird mit Baby? Haben sie nicht von schlaflosen Nächten gesprochen? Bestimmt oder? Erinner deinen Mann mal daran. Und sollte er nun wirklich seinen Schlaf brauchen, dann muss er eben eine Weile aus dem Schlafzimmer auswandern. Falls Euer Baby in einigen Monaten (wenn Du nicht mehr stillst) noch immer nicht gut schläft (so geschehen bei uns, da ging das Schlaftheater 3 Jahre lang) wird er vielleicht dann mal einspringen müssen und Du wanderst aus. So ist das gedacht mit dem Elterndasein, man unterstützt sich gegenseitig und macht sich nicht noch mit doofen Ideen gegenseitig kirre.

Beitrag von bine3002 02.11.10 - 09:14 Uhr

Ach so, noch was:

Die älteren Damen sind mit einer anderen Einstellung zum Stillen aufgewachsen. In den 70ern kam die Flaschennahrung gerade auf den Markt und Frauen strebten danach unabhängiger zu sein. Es war "trendy" sich möglichst früh von seinem Kind zu lösen, da passte stillen nicht ins Bild.

Außerdem war die Flaschennahrung noch nicht so vollwertig wie heute, sodass man früh z. B. Karottensaft zugesetzt hat. Damals war das auch wichtig, um dem Kind genügend Nährstoffe zuzuführen. Heute macht das aber keinen Sinn mehr, weil moderne Flaschennahrung alles enthält, was ein Baby braucht. Man weiß aber auch, dass stillen das Beste fürs Kind ist, weil es neben der reinen Narung auch noch emotionale Komponenten hat, außerdem noch Stoffe fürs Immunsystem etc. Wenn dein Kind gut zunimmt (und das tut es ja), dann still weiter und sei froh, dass es so prima klappt. Alles gut!!!

Beitrag von berry26 02.11.10 - 09:13 Uhr

Hallo Mariju,

am besten ist du hörst einfach weg, wenn irgendwer Tipps gibt! Das Argument: "Meine Kinder leben ja auch noch! Ihnen hat es nicht geschadet!" kann ja auch nicht ernst genommen werden.

Natürlich würde dein Baby nicht tot umfallen wenn du ihm Schmelzflocken gibst, vielleicht würde es nicht mal darauf reagieren ABER reicht dir das? Keiner kann genau sagen ob und was genau verfrühte Beikostgabe bei einem Säugling anrichten kann. Diese ganzen unrealistischen Erwartungen an ein Baby sind erst im letzten Jahrhundert aufgekommen. Zusammen mit der aufstrebenden Babynahrungsindustrie. Vorher hätte keiner seinem Kind irgendwas reingestopft damit es länger schläft. Genau diese letzten 2 Generationen die von diesen "Neuerungen" profitiert haben, sind die mit den meisten Allergien und den meisten Krebserkrankungen. Inwieweit das zusammenhängt kann man auch heute nicht zweifelsfrei sagen, aber allein das die Gefahr besteht, das es meinem Kind schaden könnte, ist für mich Grund genug es sein zu lassen.
Ich setze mein Kind ja auch in einen Autokindersitz obwohl mir das Autofahren ohne Kindersitz als Kind auch nicht geschadet hat.

Wenn dein Mann Schlafprobleme hat sollte er einfach eine Ausweichschlafstätte suchen.

LG

Judith

Beitrag von mansojo 02.11.10 - 09:43 Uhr

tu es nicht


dein kleiner holt sich was er braucht bei dir

unsere lütte war auch ein milchvampir
ich hatte einen stillrhythmus von 1,5-2h tag und nacht


nie hat sich mein mann über die kurzen nächte aufgeregt
im gegenteil
oft genug ist er mit unserem brüllkäfer durchs haus spaziert
weil er wusste das ich tagsüber auch keine ruhe finde
und er im büro wenigstens sicher vor dem brüllen war

lg

Beitrag von wunschkind1975 02.11.10 - 10:58 Uhr

Meine Meinung ist, lass es. Mit 6 Wochen ist ein Kind noch zu klein und der Magen-Darm-Trakt noch sehr anfällig.
Der Tipp, dem Kind vor dem Schlafen gehen etwas Sättigendes zu geben, kommt wie Du schreibst meist von älteren Personen.
Doch ich hab gelesen, dass Durchschlafen nichts mit Sättigung zu tun hat, sondern mit der Hirnreife eines Kindes.
Außerdem, wenn Du es trotzdem versuchen willst, kann Dein Kind evtl. noch öfter aufwachen oder unruihger schlafen, weil die schwere Kost zu schwer im Magen liegt.

LG Andrea mit Helena (3M, die tagsüber nicht schlafen will trotz Müdigkeit und Nachts mit Flasche mal nur 5 Stunden schläft aber auch ohne Spätabendflasche (23 Uhr) schon mal 10 Std. geschlafen hat)

Beitrag von cooky2007 02.11.10 - 12:24 Uhr

Mein Mann war bis vor kurzem ins Gästebett ausquartiert.
Er fand es herrlich.
(Ich auch, da musste ich nicht immer darauf achten, superleise zu sein)

Ich würde keine Schmelzflocken geben. Das gab man früher, hat z.B. mein Bruder bekommen (der aber schon 32 J. alt ist).
Meine Kleine schläft auch noch nicht durch und wird voll gestillt.
Sie kommt um 22 Uhr und dann noch einmal zwischen 22 Uhr und 6.45 Uhr, wenn wir aufstehen.


Beitrag von kathrincat 02.11.10 - 13:38 Uhr

nein schmelzflocken sind brei und auch so zu geben also erst in einigen mon. euche zeiten sind doch i.o., einen ry. braucht ihr nicht, euer kind isst wenn es möchte.

euer kind wird nicht durch schlafen, wenn es nicht soweit ist. da würden die schmelzflocken auch nichts bringen.

Beitrag von lucaundhartmut 02.11.10 - 15:05 Uhr

Liebe Mariju,

Schmelzflocken gelten als Beikost und sollten allerallerfrühestens mit 5 Monaten gefüttert werden.

Alles was ein nicht beikostreifes Kind an Nahrung/Getränken braucht, sind Frauen-/Presäuglingsmilch.


LG
Steffi

Beitrag von smurfine 02.11.10 - 23:32 Uhr

Ich halte es für Fuppes.
Meine Tochter hat das Schlafen nicht erfunden. Dachte auch immer, dass es am Essen liegt. Als ich mit 9 Monaten dann abgestillt hab, da hat sie dann endlich mal 3 bis 5 Stunden am Stück geschafft.
Aber zurück zum Thema..
Sie ist jetzt 15 Monate und isst wie ein Spatz. Abendessen war heute von der Menge her mal wieder kein Joghurtbecher voll. Und sie schläft wie ein Engel.
Das lag bei uns nicht am Essen. Die Kinder entwickeln sich auch in Hinsicht auf Schlaf. Manchmal Futter sie abends 350 Gramm Lasagne und will zwei Stunden später noch Milch, dann isst sie wieder fast nix und schläft durch.

Lg,
FINA