Nicht genug Milch für den Abend?!

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von zimtmaedchen030 02.11.10 - 09:12 Uhr

Guten Morgen,

meine Maus ist jetzt 12 Tage alt und seit zwei Tagen haben wir abends große Probleme. Ich lege sie an die Brust und sie trinkt/nuckelt 1-2 Stunden und schläft ein. Gehen wir dann ins Bett, wacht sie sofort wieder auf und will weitertrinken. Doch meine Brust ist wie leer und sie wird richtig wild und fordert, doch da kommt nichts, also höre sie nicht schlucken. Dann zieht sie immer wie eine Verrückte an der Brustwarze.
Ich habe eine Milchpumpe hier und es kommt wirklich kaum was raus. Ich sitze eine halbe Stunde an dem Gerät (elektrische, für beide Seiten) und habe im Endeffekt 30-40 ml raus. Das reicht ihr nicht. Gestern haben wir ihr diese 30 ml mit der Flasche verabreichen müssen, weil sie auf einmal den kleinen Finger/Spritzentrick nicht mehr wollte.

Ihr kommt sehr viel Milch wieder hoch. Man merkt, wie es in ihrem Körper arbeitet. Sie quält sich und würgt dann und nach vielleicht 1-3 Stunden kommt es nochmal schwallartig wieder hoch.

Ich will unbedingt stillen, doch ich habe Angst, dass ich sie nicht satt kriege :(
Was kann ich dagegen machen? Ich trinke genug, esse gut und habe es mit Malzbier versucht und auf Anraten meiner Hebamme einen Schluck Sekt. Ich lege sie oft an, wechsel die Positionen...Nichts hat geholfen. Ich fühle mich irgendwie total hilflos.

Liebe Grüße

Beitrag von qrupa 02.11.10 - 09:19 Uhr

Hallo

es ist absolut normal was dein baby da macht. Das ganze nennt sich clusterfeeding und die allermeisten Stillmütter können da ein Lied von singen. das hat aber absolut nichts damit zu tun dass du zu wneig Milch hättest. Die Brust hat keine Uhr und sagt sich "18 Uhr, Feierabend, ich stell die Produktion ein, seht zu wie ihr ohne mich über die Nacht kommt". Selbst wenn sie sich anfühlt wie eine nasse Soche ist sie NIE leer. Und das was du abpumpen kannst ist nur ein Bruchteil dessen was dein Baby beim stillen bekomt. Es gibt Frauen die bekommen nie auch nur einen Tropfen abgepumpt. ich hab immer mehr Milch gehabt als mir und meinem Baby lieb war, aber beim pumpen kam meist nicht ein Tropfen.
Die ersten Wochen sind wirklich hart udn anstrengend. Nicht nur für dich sondern auch für dein Baby. Es ist aus seinem 27/7 rundum sorglos Hotel in eine ziemlich verwirrende neue Welt geworfen worden und macht jeden Tag 1000 neue Erfahrungen. das ist anstrengend und beängstigend für soein kleines krümelchen udn Mams Brust ist der sicherste Platz auf der Welt. Stillen ist viel mehr als nur Nahrungsaufnahme sondern auch ganz viel Trost, Geborgenheit, Kuscheleinheiten,...

LG
qrupa

Beitrag von zimtmaedchen030 02.11.10 - 09:29 Uhr

Erstmal vielen Dank für die Antwort.

Ich würde mich ja freuen, wenn die Kleine zufrieden an meiner Brust wäre. Sie windet sich und zieht und quängelt und fängt an zu schreien :( Würde sie genüsslich stundenlang nur saugen, wäre es kein Problem. Sie war so fertig mit den Nerven, dass in der Nacht ganze 5 Stunden zwischen den Stillmahlzeiten lag.

Hoffentlich wird es heute Nacht besser.

Beitrag von kleiner-gruener-hase 02.11.10 - 09:20 Uhr

Das was deine Kleine da macht nennt sich Clusterfeeding und ist ganz normal. Leg sie weiter an. Gibst du ihr jetzt abends das Fläschchen stillst du sie langsam aber sicher ab.

Beitrag von zimtmaedchen030 02.11.10 - 09:25 Uhr

Danke für die Antwort.
Abstillen mag ich natürlich nicht :(
Ich will ja auch nicht zufüttern, deswegen gebe ich ihr ja die Muttermilch.
Hoffentlich sieht es heute Abend einfach besser aus.

Beitrag von qrupa 02.11.10 - 09:30 Uhr

Hallo

rechne besser nicht damit. Clusterfeeding dauert meist meherer Wochen. Trotzdem ist eine Flasche absolut unnötig bzw evtl sogar Kontraproduktiv. Dieses dauerstillen ist wirklich anstrengend. versuch lieber es euch beiden Abends gemütlich zu machen. Leg dich mit dienem baby auf's Sofa, koch dir vorher eine Kanne Tee, ein bißchen was zu knabbern dazu, ein gutes Buch und stille.

Beitrag von zimtmaedchen030 02.11.10 - 09:34 Uhr

Ja, das werd ich machen.
Aber was mache ich, wenn sie wieder so wild und quängelig wird an der Brust und sich in Rage schreit und sich ständig abdockt?!

Beitrag von kalleminga 02.11.10 - 10:02 Uhr

Dieses wütende An- und Abdocken hat Mateo auch gemacht und es scheint irgendwie dazu zu gehören. Beruhige die Kleine, gib ihr Nähe und versuche es nach einer Minute wieder neu. Dieses Verhalten gibt sich von alleine wieder.
Ich würde es übrigens vermeiden, mit der Flasche zu füttern (selbst Muttermilch), weil die Milch da viel schneller rauskommt als aus der Brust. Das kann vielleicht auch ein Grund dafür sein, dass die Kleine an der Brust Theater macht?! Ist halt viel anstrengender an der Brust zu saugen...

Alles Gute!

Und durchhalten, es lohnt sich!

Beitrag von 20girli 02.11.10 - 10:25 Uhr

Hi,

bei mir ist das genauso. Ich lege mich Abends mit ihr ins Bett un geb ihr das was sie braucht. ..hab was zum Knabbern und schau ganz leise TV dabei oder les nen Buch.

Dieses quängeln etc.. macht meine ab und an auch - dann ist sie aber auch ziemlich müde - bzw. ich merke ihr an das sie nur ganz schwer in den Schlaf findet.
Dann will sie auch nuckeln aber nicht trinken...und wenn sie nuckelt und milch kommt wird sie sauer. Vielleicht ist das bei dir auch so?

Ach ja...so ein Theater hat eines von meinen Kindern damals auch mit der Flasche gemacht. Es hat also nichts mit dem Stillen zu tun.

lg Kerstin

Beitrag von kleiner-gruener-hase 02.11.10 - 10:02 Uhr

Unser Kleiner hat dieses "Theater" fast 8 Wochen durchgezogen bevor es langsam besser wurde, also hoff besser mal noch nicht darauf dass das heute besser ist als gestern... #schwitz

Beitrag von lilly7686 02.11.10 - 13:17 Uhr

Hallo!

Ich schließe mich an, das ist wohl das Clusterfeeding!
Da haben die anderen eh schon genug geschrieben.

Was ich aber noch hinzufügen möchte: beim Pumpen kommt meist sehr viel weniger raus, als wenn dein Baby saugt.
Ich stille meine Kleine seit (übermorgen) 5 Monaten voll. Und wenn ich die Pumpe ansetze, da kann ich ne Stunde pumpen und krieg keine 10ml raus.
Also was die Pumpe da zu Tage fördert ist nichts im Gegensatz zu dem, was dein Baby da trinkt.
Deshalb ist Pumpen, um zu schauen, ob man genug Milch hat, die absolut falscheste Methode!

Trink Stilltee, aber nicht zu viel. 4-6 Tassen pro Tag reichen absolut. Sonst kann ich dir wenig raten. Das ist einfach so. In ein paar Tagen/Wochen ist es vorbei.
Übrigens: kommt ganz aufs Baby an. Meine Kleine hatte das Clusterfeeding nur 3 Tage, beginnend ab dem 8. Tag. Dafür hatte bzw. hat sie es bei JEDEM Wachstumsschub einige Tage lang. ;-)

Alles Liebe!

Beitrag von zimtmaedchen030 02.11.10 - 15:33 Uhr

Ich danke dir für die nette Antwort.
Sie hat schön zugenommen in der letzten Woche, daher brauch ich mir keine Sorgen machen.