Hilfe: Bin Ratlos-Überfordert-Verzweifelt-Am Rande des Wahnsinns...!!!

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von schmu83 02.11.10 - 09:29 Uhr

Morgen!

Ich brauch jemanden, der weiß, dass Mütter auch an ihre Grenzen kommen und nicht unfehlbar sind... und der weiß, wie man das Tief meistert #heul

Mein Kleiner Schatz ist zur Zeit ei rotes Tuch für mich und das find ich ganz fürchterlich!

Seit 3 Wochen wird er von Tag zu Tag schwieriger. Bei ihm kommt aber auch alles zusammen. Gerade mal 1 Jahr alt, steht er kurz vorm Laufen. Von freunden weiß ich das viele Kinder in diesem Zeitraum besonders schwierig werden, bis sie's dann können. Dann war er erkältet, wurde mumps-röteln... geimpft, und bekommt auch noch 3, wahrscheinlich bald 4 Backenzähne gleichzeitig. Letzte Woche hatte er fast 7 Tage Fieber mit, 2 Tagen Pause dazwischen (neben der erkältung, der impfung und der Zähne hat die ärztin dann noch das 3-Tagefieber in Betracht gezogen, aber so richtig Ausschlag hat er nicht bekommen, nur ganz kleine blasse punkte, von denen ich nicht weiß ob ich sie mir nur eingebildet hab, weil die ärztin mich gewarnt hat). Und jetzt ist alles anders als vorher...

Vor 1 Monat, konnte mein Kind mind. ne halbe Stunde sich alleine beschäftigen; ich konnte ihn wach ins Bett legen und er ist nach 5 min Brabbelei eingeschlafen und hat durchgeschlafen; er hat alles und viel gegessen und war für alle der Sonnenschein.
Jetzt ist er den ganzen Tag quengelig, will auf den Arm und ist er mal oben, dann wieder runter. Er weint ständig und ich schwanke immer zwischen "verwöhn ich ihn jetzt, wenn ich ihn rumtrage" und "vernachlässige ich ihn jetzt, wenn ich ihn ignoriere"? Da sind Familie und Bekannte auch nicht gerade hIlfreich : "Oh der arme, der hat bestimmt was" und "Na kleiner, hast du Mami im Griff":-[
Seit der fieberwoche isst er auch kaum (noch schadet das seiner Figur nicht, aber man macht sich trotzdem Sorgen).
Er schläft abends nur noch auf meinem Arm bei der Milchflasche ein, zwischen 22 und 23 Uhr wird er BRÜLLEND wach - nichts geht mehr. Auf dem Arm schläft er wieder ein, sobald man ihn hinlegt geht die Sirene wieder los. Seit 3 Wochen schläft er nur noch bei uns (Meine linke Seite ist ein harter, verspannter Muskelklumpen, weil ich nur noch links schlafe).
Er hängt mir nur noch "mama"-weinerlich-wiederholend am hosenbein...

Ich werd immer ungeduldiger und innerlich agressiver. Heutmorgen hab ich ihn angebrüllt und etwas unsanft in seinen Laufstall gepackkt damit ich mir die Zähne putzen kann. Ich war froh ihn in den Kindergarten bringen zu können, weil ich angst hatte, dass ich sonst platze! Jetzt sitz ich hier und heule, weil ich mich sooooooooooo fürchterlich finde!

Außerdem weiß ich nicht wie wir da raus kommen sollen. Befreundetete Mütter sagen alle " Schreien lassen - nach ein bis zwei Tagen ist wieder gut". Aber das ist doch fürchterlich stressig für das Kind und außerdem hat er doch zur Zeit einen Grund so unleidlich zu sein (Zähne...), oder?

Wie seht ihr dass, was würdet ihr tun? Ich brauch Hilfe...!

Beitrag von spyro82 02.11.10 - 09:42 Uhr

Genauso gehts mir zur Zeit auch!#schwitz

Ich habe allerdings 3 Kinder,die kleine benimmt sich fast wie Deiner,und dann noch eine 4 1/2 jährige und einen 6 1/2 jährigen,der zur Schule gekommen ist!

Mein Tag müsste mindestens 30 Stunden haben damit ich alles schaffe und allen gerecht werde!

Ich war jetzt bei meinem Hausarzt um meine Schilddrüse mal überprüfen zu lassen,weil ich immer so ausraste!Mal sehen was da raus kommt,sollte das in Ordnung sein,werde ich autogenes Training machen und mal zur Psychologin zur Gesprächstherapie gehen!#gruebel


Glg Sandra mit Pepe,Enie & Nike

Beitrag von knutschy 02.11.10 - 09:44 Uhr

Hallo,

ohje ich kenne diese Phase auch.

So richtig helfen tut nicht wirklich was, also es gibt kein Allheilmittel.

Ich kann Dir nur raten mach es dir in solchen Phasen so einfach wie möglich, denk nicht umbedingt darüber nach ob es verwöhnen etc ist.

Du gehst auf die Bedürfnisse deines Kindes ein, das ist niemals verwöhnen. Nur Sicherheit geben und genau die brauchen die kleinen in solchen schwierigen Phasen.

Bei uns war es zum Beispiel beim Mittagsschlaf so das er im Wagen eingeschlafen ist. Wenn das bei euch auch ginge, pack ihn warm ein fahr,fahr fahr und wenn er schläft setzt Du dich auf eine ruhige Parkbahn etc

Abends ist es leider schwerer, da bin ich auch an meine Grenzen gegangen. Fabian wurde in den Schlaf geschuckelt und schlief auch bei mir und trank Nachts sehr oft.

Aber das hörte einfach von alleine wieder auf, und ich gewöhnte mich mit der Zeit dran.

Nun ist er 2 Jahre und es wird entspannter, aber ich fand die Zeit um und nach dem 1ten Geburtstag auch am schwierigsten.

Ich wünsche Dir viel Kraft und durchhalevermögen.

Liebe Grüße Anja

Beitrag von almala 02.11.10 - 09:47 Uhr

Hallo,

zuerst mal ganz rughig: es ist eine Phase die wieder vorüber geht!

Wie Du schreibst macht Dein Kleiner grad ganz ganz viel auf einmal durch. Das verwirrt ihn, er weiß nicht was los ist und dann klammert er an das was ihm Sicherheit gibt: Du als seine Mama! Das ist total normal und auch wenn es nervt gib ihm die Zeit mit Dir die er braucht. Seine Welt steht einfach Kopf und er braucht Dich grad ganz viel. Wenn Du schreist nimmst Du ihm die Sicherheit die Du ihm sonst gibst auch noch. Das ist zwar nicht immer einfach und man darf den Kindern nicht alles durchgehen lassen. Du musst da einen Weg/ Grenze für Dich finden. Gib ihm Sicherheit, einen geordneten Ablauf, mach immer das gleiche Ritual z. B. am Abend und stell Dich zur Not an sein Bett bis er eingeschlafen ist. Er braucht das Gefühl dass Du da bist und ihn nicht allein lässt.

Wir hatten die Phasen auch, mein Schatz wird im Dezember 2 Jahre. Es war nicht die letzte Phase die kommt und es wird auch wieder besser.

Ich hab mir einfach ganz viel Zeit für ihn genommen, versucht cool zu bleiben auch wenn es schwer fällt manchmal und die Zeiten in denen ich Ruhe hatte (weil er geschlafen hat) irgendwas schönes für mich gemacht. Ein entspanntes Bad am Abend-Babyphone dem Papa gegeben-eine Tasse Kaffee + Kuchen am Nachmittag-ein gutes Gespräch mit einer Freundin. Dinge die Dir gut tun machen, evtl. einen freien Abend für Dich und Kino mit der Freundin, Schwester, etc.?

Also Kopf hoch, bist keine schlechte Mutter - es geht uns irgendwann allen mal so. Kennst Du das Buch "O je ich wachse"? Kauf es Dir, es öffnet einem die Augen. Mir ging es zumindest so.


Liebe Grüße
Sabine

Beitrag von redenmitniveau 02.11.10 - 09:54 Uhr

Hallo!!

Lass dich mal trösten, mit geht es zur Zeit ganz genau so!!! #liebdrueck

Meine Maus macht den ganzen Tag Zickenterror, mir dröhnen die Ohren!!

Sie läuft zwar schon länger, bekommt aber grad den 2ten Zahn und ist den ganzen Tag echt unausstehlich....

Bin schon mehrfach einfach ins Bad und hab einfach mal geheult oder geschrien ;-)))

Ja, wir Mamas sind auch nur Menschen und nicht unfehlbar! Und wenn die Mäuse dermaßen aufdrehen geht man nervlich total an seine Grenzen!!

Zwischendurch ist sie mal im Laufstall damit ich was erledigen kann, früher hat sie da ohne Probleme mal eine halbe Stunde gespielt, jetzt knallt sie mir das Spielzeug um die Ohren und brüllt :-(

Den ganzen Tag Gejammere und Geschrei, und sie braucht ewig bis sie abends und auch nach dem Mittagessen endlich schläft...

ich weiß ja auch, das es eine schwere Zeit ist für die Zwerge, dennoch ist es echt schwer da ohne Nervenstress durchzukommen!

Man glaubt gar nicht in welch Hohen Tönen Kinder so schreien können #zitter#zitter

Versuch dir BEWUSST Auszeiten zu nehmen, z.b. wenn er tagsüber mal schläft, Kraft zu sammeln...

Ist bei mir leider etwas schwer, hab noch einen 8 Jährigen der ebenfalls im Zahnwechsel ist ... aber etwas einfacher #schwitz

Aber glaub mir, alles hat ein Ende und wird besser!!! Da kannst du dir sicher sein!!

LG und viel Kraft!!

Andrea + Zickenmonster Michelle (14 Monate alt) ;-)

Beitrag von osdream 02.11.10 - 10:18 Uhr

Lass Dich mal #liebdrueck!!!

So wie Du das beschreibst, war das bei uns auch. Das ist der Schub mit 13 Monaten. Hinlegen ging bei uns auch nur, wenn sie richtig eingeschlafen war. Wurde sie dabei wieder wach, wollte sie wieder auf den Arm und hat bitterlich geweint und festgekrallt. Dann den ganzen Tag rauf den Arm und wieder runter. Kaum unten wieder rauf und den ganzen Tag meckern. Der ganze Spuck ging bei uns so 2 Wochen etwa und dann wars von heute auf morgen vorbei. Und der nächste soll mit 15 Monaten kommen. #schwitz Freu Dich auf die Tage die danach kommen! Jetzt heißt es leider Zähne zusammen beißen. Vielleicht hast Du ja die Möglichkeit Dein Kind mal abzugeben. Oma passt mal auf oder der Papa und Du gehts mal alleine spazieren oder legst Dich in die Badewanne. So eine Auszeit bewirkt auch Wunder. ;-)

Beitrag von doreensch 02.11.10 - 10:37 Uhr

In der Phase half uns alle 15 Minuten Osanit, teilweise brauchten wir 4-5 Gaben hintereinander aber dann gings wieder.
Es sind wahrlich die Druckschmerzen der Backenzähne.

Das hat mit im Griff haben nichts zu tun.

Klar kommt auch wütend werden dazu wenns nicht klappt wie Kind grad will, sonst hätte es ja keinen Antrieb sich weiter zu entwickeln und laufen zu lernen.

Die Phase geht vorbei bzw hört erstmal auf wenn alle Spitzen durch sind, geht wiedser weiter wenn die Eckzähne kommen. Ab 18 Monaten kommt die nächste Phase dann wollen sie alles alleine könnens aber noch nicht und so werden sie oft wütend.

Mit Geduld, Liebe und Osanit stehst du das durch. Und dem Kindergarten ohne würd ich gar nix schaffen gg

Beitrag von bine3002 02.11.10 - 10:45 Uhr

Müttertantra aufsagen: "Es ist eine Phase, es ist eine Phase, es ist eine Phase, es ist eine Phase...."

Dann würde ich heute nacht mein Bettzeug nehmen und mit ein schönes gemütliches kuscheliges - und vor allem ruhiges - Bettchen auf dem Sofa richten. Vorausgesetzt natürlich Du hast einen Partner, der die Nachtschicht übernehmen kann. Außerdem würde ich mich morgens, wenn der kleine Scheisser ;-) im Kindergarten ist, ins Bett legen und ausschlafen. Ich denke, dass Du dann den Tag sehr viel gelassener angehen kannst.

Vergiss außerdem jeden Kommentar deiner Umgebung. Du verwöhnst dein Kind nicht, wenn Du es trägst und Du quälst es nicht, wenn Du es auch MAL ignorierst. DU bist die Mutter und DU tust das Richtige. Selbst wenn Du mal sehr sehr böse bist und dir die Nerven durchgehen, ist das eine menschliche völlig natürliche Reaktion. Es wäre zwar wünschenswert, wenn Du im richtigen Moment die Notbremse ziehst, dich ins Auto setzt, auf ein Feld fährst und dort die Erdklumpen anbrüllst, aber manchmal geht das eben nicht. Und dann bekommen es unsere unschuldigen armen Würstchen ab. Aber das ist Ok, so lange Du ihn nicht erniedrigst oder schlägst. Entschuldige dich für dein ungerechtes Rumgeschreie und erkläre ihm, dass Du nur begrenzte Geduld hast.

Heulen ist übrigens manchmal auch super. Gefühle müssen einfach raus.

Ich wünsche dir, dass es bald wieder bergauf geht. Und das wird... wirst sehen. Denk immer daran, dass die Kleinen soooo schnell groß werden. Die Sorgen werden dann zwar nicht weniger, aber sie werden anders und aus dem Gequengel wird Gemecker, sodass man wenigstens weiß, was eigentlich los ist. Ich finde es einfacher mit einem großen meckerndern Kind umzugehen als mit einem kleinen quengeligen.

Beitrag von snowy77 02.11.10 - 11:18 Uhr

Hallo,

auch uns geht es oft so - am Rande der Verzweiflung.

Mein Sohn ist jetzt fast 16 Monate alt, aber das Theater, falls ich es mal so nennen darf, läuft seit etwa August so. Max geht seit Juni in die Kita und ich muss (leider ehrlich) sagen, ich bin froh drum.

Ich liebe meinen Sohn wirklich über alles und möchte ihn nicht mehr hergeben, aber er beansprucht uns so stark, wenn er bei uns ist. Habe mal gelesen, dass die Kleinen, wenn sie nach der Betreuung wieder zu Hause sind, sehr anhänglich werden, weil sie die Zeit mit Mama/Papa nachholen wollen, und das auch Nachts. Das hat nichts damit zu tun, dass sie zu jung für die Kita sind, aber es gehört wohl dazu.

Backenzähne hatten wir auch gerade 4 Stück, da half Chamomilla und bei starken Schreikrämpfen habe ich nach RS mit dem Kinderarzt auch zweimal Zäpfchen gegeben.

Seit Monaten organisiert sich Max nachts einen von uns, der dann bei ihm weiterschläft - ist sehr anstrengend, weil er sehr unruhig schläft, aber ich weiß auch keinen anderen Weg. Nachts will ich ihn auch nicht schreien lassen. Nur sind wir etwa 5 Monaten bald zu Viert, dann hoffe ich auch, dass es besser klappt.

Aber nun noch mal zu Euch:
- hast Du Oma/Opa in der Nähe, die Dir mal helfen können, dann nutze es!
- tatsüber mal etwas schreien lassen und dabei in der Nähe bleiben, finde ich durchaus mal ok, je nachdem, wie die sonstige Verfassung Deines Kindes ist.
- Abends und nachts würde ich ihn auch versuchen mit Nähe zu beruhigen. Es wird auch wieder anders, daran glaube ich auch ganz fest.
- Dir selbst mal mindestens einen freien Abend in der Woche verschaffen und z.B. mit Freunden treffen, Yogakurs machen o.ä. (hilft mir sehr!)
- wegen dem Wenigessen keine Gedanken machen, dass wird auch wieder und verhungern wird er nicht freiwillig. Habe zur Zahnungszeit wieder etwas mehr "weicheres" gekocht, das war ganz gut.
- zu Hause häufiger ruhige Atmosphäre schaffen (kuscheln, Bücher ansehen, Dinge im Zimmer zeigen usw.), aber Deine Nähe dabei spüren lassen. Der Haushalt kann wirklich mal warten, auch wenn es chaotisch aussehen sollte!

Hoffe, da sind ein paar hilfreiche Tipps dabei! Wünsche Dir weiterhin viel Kraft und gute Nerven und vor allem viele glückliche Momente mit Deinem Sohn!

LG snowy



Beitrag von lexa8102 02.11.10 - 12:42 Uhr

Hallo,

lass dich mal #liebdrück

Mir geht es auch manchmal so. Da hab ich dann einfach keine Nerven für seine Quengelei und "hoch"-wollen. Da werde ich dann auch manchmal lauter und hinterher tut es mir leid.

Hab nicht wirklich einen Rat für dich, tut mir leid.

Kann dir dein Mann vielleicht helfen? Ihn mal zu Bett bringen? Das hat bei uns immer gut geholfen.

Ich folge immer meinem Instinkt. Wenn ich denke, ich sollte ihn hochnehmen, tue ich es. Wenn es gerade nicht geht (Essen machen usw.), erkläre ich es ihm und lass ihn an meinem Bein "hängen".

Ich glaube fast, wir müssen da durch. Es wird bestimmt wieder besser.

Viele Grüße und halt die Ohren steif,
Lexa

Beitrag von schullek 02.11.10 - 14:19 Uhr

"Dann war er erkältet, wurde mumps-röteln... geimpft, und bekommt auch noch 3, wahrscheinlich bald 4 Backenzähne gleichzeitig."

und das erwähnst du so in einem nebensatz. dein kind hat mit sehr viel zu kämpfen momentan und da musst du nun eben durch. versuch dir hilfe zu holen, jm. der mal ne stunde mit dem kleinen spielt, mit ihm rausgeht, damit du zur ruhe kommen kannst. aber ansonsten, so leid es mir tut, bist du die mama und seine wichtigste bezugsperson. er braucht jetzt einfach alle liebe, die er kriegen kann.

ausserdem möchte ich einmal anmerken, dass dein kin durchaus auf grund der impfung so verändert sein kann. leider wird dieser zusammenhang ja immer nett beiseite geschoben. du sprachst ja auch von kleinen pusteln. vielleicht solltest du mal in diese richtung denken.
vielleicht magst du dich mal zu impfnebenwirkungen etc. informieren.

lg

Beitrag von juli2009 03.11.10 - 20:35 Uhr

Sorry, aber ich muss mich hier nun auch mal kurz einklinken!

Der Kleine geht doch bereits in den Kindergarten!!!! D. h. mind. den halben Tag kümmert sich bereits jemand Fremdes um dieses einjährige Kind! und dann soll man ihn zusätzlich noch abgeben?
Sorry, aber kann ich echt nicht verstehen! Diese Phase machen alle Eltern mit! Ob mit oder wie bei uns ohne Kita! Jeder leidet mal ein paar Wochen unter Schlafmangel und blank liegenden Nerven!

Da kann man doch das Kind nicht noch zusätzlich bestrafen, weiter von "Fremden" betreut zu werden, obwohl es doch gerade in diesen Phasen uns Eltern besonders braucht!

Ich bin wochenlang, stundenlang am Tag mit meinem Kleinen (heute 15 Monate) mit dem Kinderwagen durch die Gegend gelaufen, damit er schläft und würde mich nicht darüber beklagen! Einem selber tut es doch auch gut!

Raus, raus, raus... ab nach draußen mit den Kleinen! Das tut allen Beteiligten gut! Auch bei schlechtem Wetter mit der passenden Kleidung!

und abends können die Kleinen doch auch mal eine zeitlang im großen Bett mit einschlafen! neben Mama oder Papa ein zu schlafen fällt ihnen doch in einer solchen Phase viel einfacher und dann gehen sie halt erst ins Bett, wenn sie total platt sind! Das ist doch nur ein paar Wochen so! Meine Güte, da folgen noch mind 17 stressige Jahre!

Beitrag von schullek 03.11.10 - 20:56 Uhr

vielleicht solltest du meine antwort nochmal lesen. ich habe nirgendwo geschrieben, dass sie den kleinen abgeben soll. ich habe davon gesprochen, dass sie sich hilfe holen soll. es war von mal einer stunde die rede, damit sie sich wieder zusammenreißen kann. denn offenbar sind ihre nerven momentan zum zerreißen, was ja nun nicht gerade zu einem entspannten verhalten führen kann, oder?


ich habe geschrieben:

"so leid es mir tut, bist du die mama und seine wichtigste bezugsperson. er braucht jetzt einfach alle liebe, die er kriegen kann. "

das drückt ja nun genau das aus, was du denkst, oder?

ich denke ich habe meinen anteil an stress mit fast zwei jahren schlafterror udn 24h baby gehabt, so dass ich eine durchaus reflektierte und erfahrungsnahe antwort geben kann;-)

lg

Beitrag von juli2009 03.11.10 - 21:06 Uhr

na, das mag ich auch gar nicht bezweifeln! ich kann es ja auch gut verstehen, wenn man die Nerven blank liegen hat... das kennt denke ich doch wirklich jede von uns!
ich kann nur nicht verstehen, wieso man sich so sehr beklagt, wenn man sein Kind bereits in der Kita hat! ich kenne das aus meinem Bekanntenkreis auch! Eine Freundin beschwert sich tatsächlich bei mir, dass sie nichts geregelt bekommt, ihr Haushalt aussieht wie sau etc. obwohl ihre Kleine bis 15 Uhr in der Kita ist, Oma ihr alles in den Hintern steckt... da kann ich echt nur ratlos den Kopf schütteln, genauso wie bei der Autorin des Ursprungsbeitrages! naja... vielleicht war das erste Jahr bei ihr einfach zu einfach und reibungslos! ;-) das sind dann meist die, die sich nach einem Jahr auf einmal beklagen wie schwierig doch alles ist und vorher selber kein Verständnis hatten.
naja... hoffen wir mal, dass sie sich wieder fängt! ;-)

Beitrag von schullek 03.11.10 - 21:14 Uhr

ich verstehe was du meinst. meiner war wie gesagt ein sog. 24h baby. ich habe 1 jahr lang nie mehr als 1h am stück geschlafen udn danach wurde es nur langsam besser. er klebte an mir. für mich war alles danach auch nur pille palle. eben weil das erste jahr so anstrengend war.
aber das bringt der posterin auch nichts. denn sie kennt diese situation nicht, da sind dann ratschläge gefragt, die ihr und vor ihr in ihrer situation helfen.
ich denk mir hier bei einigen beiträgen auch oft: mein gott! niemand hat versproichen, dass es ein spaziergang wird mit kind. krieg dich ein!
aber dann lässt man ja nur seinen frust raus und beim anderen kommt gar nichts an. aber gesagt hab ichs trotzdem auch schon so#schein

Beitrag von juli2009 03.11.10 - 21:27 Uhr

Ja das stimmt! ;-)
sollte auch nicht frustig rüber kommen!
finde es nur manchmal etwas seltsam... Kind total krank, zahnt, Impfung und eine der Entwicklungsphasen und sie wundern sich warum das Kind neben der Spur ist und nicht so funktioniert wie es doch bitte funktionieren soll! ;-)
Alles klaro, danke für deine offenen Worte! und Toi toi toi, dass die Nächte besser werden. bei uns sind sie seit etwa zwei Monaten viel besser, wir müssen meist nur noch einmal in der Nacht raus... dafür schläft der Räuber aber fast jede Nacht ab vier, fünf Uhr bei uns... #schrei aber besser als stundenlang wach gehalten zu werden... ;-)

Beitrag von schullek 03.11.10 - 21:38 Uhr

ach, ich kann mich nicht mehr beschweren. mein schlafterrorist ist mittlerweile 5 und schläft wie ein stein. ich hol alles nach, was ich an schlaf verpasst habe....

Beitrag von juli2009 04.11.10 - 14:16 Uhr

das ist gut zu wissen! ;-)

Beitrag von jollymax 02.11.10 - 15:54 Uhr

Liebe Schmu83,

ja ich kann dich gut verstehen, der ganz normale Wahnsinn;-)
Für heute abend oder morgen Vormittag organisierst du dir erst einmal ein Wohlfühlprogramm (Massage, Shoppen, Friseur, Kaffeekränzchen, oder was dir sonst gut tut), dann beschäftigst du dich vielleicht mal mit Bachblüten oder suchst einen guten Homöopathen, das wirkt Wunder, du wirst sehen.

Und dann irgendwann kommt eine wunderschöne Phase und die dauert an, bis zum nächsten ganz normalen Wahnsinn ;-)

Ich kenne das wirklich gut. Wir haben zwei Kinder, ich arbeite halbtags und mein Mann ist unter der Woche nicht zu hause. Ich kann ein Lied davon singen, aber glaube mir es geht immer wieder weiter und es kommen viele schöne Phasen, die uns Kraft tanken lassen für den nächsten Wahnsinn.

Zu meinen Tips, ich bin Naturwissenschaftlerin und stand Homöopathie früher sehr skeptisch gegenüber und Bachblüten kannte ich gar nicht. Aber heute nach zwei Kindern kann ich sagen, es hilft wirklich sehr. Ich habe zwar keine Ahnung, wie es funktioniert, aber gerade in solchen Zeiten ist einem das ja auch total egal, hauptsache raus aus dem Mist. Und genau in solchen Situationen bewirken Globolis und Bachblüten Erstaunliches, ich habe es schon öfters erleben dürfen.

Wichtig ist, dass du dir einen wirklich guten Homöopathen suchst und nicht zum Nächstbesten gehst. Da gibt es riesen Unterschiede.

Viele Grüße und halte die Ohren steif, es geht immer weiter.
Alles Liebe
Jollymax

PS: Versuche etwas gelassener zu sein. Wichtig ist nicht, dass dein Kleiner zu weinen aufhört, sondern dass du dich nicht verantwortlich für das Weinen fühlst. Versuche mit zu fühlen, sage ihm dass du verstehen kannst, dass die Zähne weh tun und dass er ruhig weinen darf. Versuche dich nicht gegen das Weinen einzustellen (sonst kommen Aggressionen auf), sondern versuche mitzufühlen und/oder mitzuweinen. Oft ist es so, sobald man mitweint, hören die Kinder auf, weil sie sich endlich verstanden fühlen. Wahrscheinlich würden dir im Moment Globoli und/oder Bachblüten auch sehr gut tun ;-)

Beitrag von steffiknorn 03.11.10 - 13:38 Uhr

Liebe Schmu83,

ohje, das hört sich genau so wie bei uns an. Auch wenn das nicht in erster Linie hilfreich für dich ist:

Meine Tochter ist 12,5 Monate, läuft seit gut fünf Wochen, bekommt gerade (nur) zwei Backenzähne auf einmal und hat ebenfalls ihre MMR-Impfung gerade bekommen.

Zwar hatte sie kein Fieber aber einen ungeklärten Ausschlag. Daher konnte ich sie nicht in den Kindergarten bringen und fühlte mich regelrecht bestraft und um einen ruhigen Tag im Büro betrogen.

Seit zwei Wochen schläft sie nicht mehr allein ein. Wir sitzen jeden Abend am Bett und singen alle Kinderlieder hoch und runter. Nach ca 10 Minuten zusätzlichem am Bett sitzen stehen wir dann in Zeitlupe auf. In ca 50% merkt sie irgendwie, dass wir gehen und brüllt wieder aufs neue. Ich habe wieder angefangen sie bei mir mit ins Bett zu nehmen, weil ich so selbst immernoch am meisten Schlaf abbekomme. In stressigen Momenten habe ich meine Tochter auch schon leider mehrmals angebrüllt. Das hilft im konkreten Fall zwar wenig aber es tut echt gut.

Ich kann also sehr gut nachvollziehen, wie es dir gerade geht. Vielleicht hilft es dir erst einmal genau wie mir, zu wissen, dass du da nicht allein bist.

Erst einmal glaube ich, dass es gut ist, dass du tagsüber dein Kind abgeben kannst. So hast du auch ein wenig Zeit für dich bzw ohne dein Kind.

Hat sich etwas an deinem Rhythmus geändert? Ich weiss nicht, ob es für meine Tochter einen großen Unterschied macht, aber zumindest hilft es mir mich an solchen Tagen ganz strickt an diesen Rhythmus zu halten. Die klaren Regeln helfen mir nicht ständig über pro und contra einer bestimmten Handlung nachdenken zu müssen.

Kinder in dem Alter beginnen nun ihren eigenen Willen zu entdecken. Sie beginnen aus Wut zu schreien und nicht, weil sie etwas brauchen oder Angst haben. Kannst du unterscheiden, warum dein Kind schreit? Vielleicht kannst du genau darauf achten und es in Situationen schreien lassen, wo es pure Wut zu sein scheint.

Mir hilft es ausserdem meiner Tochter dieses Zahnungsgel aufzutragen. Ob es wirklich Schmerz lindert, bezweifle ich sehr. Es gibt mir aber das Gefühl etwas getan zu haben und nicht völlig hilflos zu sein. Ich lasse sie dann manchmal 3 oder 5 Minuten schreien und zwinge mich erst nach dieser Zeit reinzigehen und davor tief durchzuatmen und die Augen zu schliessen.

Ansonsten ist es bestimmt eine gute Idee die ungebetenen Ratschläge und Kommentare zu überhören und eher mit der Bitte um eine Stunde Babysitting zu kontern. Nimm dir Zeit für dich, lasse Dinge, die nicht wichtig sind, zur Not ungetan, und sei auch ein wenig selbstsüchtig dabei. Es bringt deinem Kind leider nichts, wenn Mama immer da ist aber dabei durchdreht.

Ich weiss, dass ich selbst leider im Moment auch eine ganze Menge falsch mache. Aber weisst du was, das gehört auch zum Mamasein dazu, Es gibt keine perfekte Mama und kein Patentrezept. Nach dich nicht fertig, wenn du etwas falsch machst oder andere es dir weiss machen wollen. Es kann gut sein, dass meine Hinweise dir nicht zusagen oder nicht helfen. Vielleicht bekommst du dafür trotzdem eine neue oder andere Sichtweise.

Alles Gute,
Steffi

Beitrag von ku61pr 03.11.10 - 20:43 Uhr

Hallo, also wenn ich mir das so anhöre, bin ich verwundert, dass du dich wunderst - impfen, zahnen, Fieber....was war da noch alles? Der braucht dich jetzt und zwar sehr! Du verwöhnst ihn ja nicht gleich, wenn du ihn in den Arm nimmst; willst du nicht auch mal mit deinem Partner kuscheln, oder glaubst du dann du wirst zu sehr "verwöhnt"?

Du musst ihn ja nicht jeden Abend zu dir ins Bett nehmen, aber tagsüber darf er schon mal kuscheln. Musst dich nur in seine Lage versetzen - was brauchst/willst du, wenn es dir nicht gutgeht - alles tut weh - und dein "Buddy" wendet sich von dir ab?

Schreien lassen in gewissem Masse kann man schon mal und auch mal aus dem Raum gehen zum "abkühlen", aber wenn es ihm nicht gutgeht, sind die Kiddies halt mal sehr anhänglich und haben Angst, dass du weggehst und ihn im Stich lässt.

Phase hin, Phase her - es komme noch so viele Phasen im Kindesleben und manche Nerven, manche sind eben einfach nur schön. Da musst du durch, wie wir anderen Mami's auch. Kiga ist gut, dann hast du eh eine kleine Pause für dich - aber lass' ihn nicht ganz alleine.

Gutes Gelingen, Dani & Max (2 1/2)#winke

Beitrag von juli2009 03.11.10 - 21:09 Uhr

DANKE!!!!!!#huepf

Beitrag von darkbuffy 04.11.10 - 11:02 Uhr

Hallo Schmu83,
tja, was soll ich dir sagen? Dein Kind befindet sich in einer Phase, die alle Eltern einmal durch machen müssen. Natürlich hat dein Kleiner im Moment viel zu bewältigen, aber ich finde es trotzdem wichtig, dass du jetzt nicht alle Gewohnheiten und Muster änderst, nur weil er nicht gut drauf ist.
Es ist doch so: Deine Kind hat bestimmt schon viele Dinge gelernt, weil zum Beispiel, dass er alleine in seinem Bettchen schläft und so weiter. Wenn du nun wieder mit diesen Gewohnheiten brichst, nur weil er sich nicht so wohl fühlt, bekommst du früher oder später ein Problem. Denn selbst, wenn sich dein Kleiner wieder besser fühlt, wird er nicht freiwillig in sein Bett zurück gehen. Es ist ja auch verständlich: Bei Mama und Papa schlafen ist ja auch viel schöner, als alleine zu schlafen. Also merkt er sich, dass er nur lange genug brüllen muss und dann doch seinen Willen kriegt. Genauso ist es auch in allen anderen Punkten. Das kannst du ruhig glauben, ich habe es selbst mit meiner Tochter erlebt, weil ich auch immer davor zurück geschreckt bin, sie schreien zu lassen. Allerdings habe ich mittlerweile gelernt, dass das Schreien lassen lange nicht so schlimm ist, wie es klingt. Du lässt dein Kind ja nicht stundenlang alleine und es schreit sich die Seele aus dem Leib. Vielmehr geht es darum, dass du deinem Kind ein paar wenige Minuten Zeit gibst, um einfach mal sauer zu sein und zu merken, dass nicht immer alles nach seinem Kopf gehen kann, nur weil er brüllt. Dein Kind muss einfach lernen, dass du nicht 24 Stunden am Tag zur Verfügung stehst und auch noch ein eigenes Leben hast. Wie gesagt, dass soll nicht heißen, dass du dein Kind seinem Schicksal überlassen sollst, aber das Schlafen gehen ist ein gutes Beispiel: Wenn du dein Kind abends wach ins Bett legst und er aber noch nicht schlafen will, dann lass ihn einfach mal 2 Minuten brüllen, bevor du wieder zu ihm gehst. Dann gehst du rein, beruhigst ihn, ohne ihn aus dem Bett zu nehmen, sagst ihm, dass es Zeit zum schlafen ist und gehst wieder raus. Ich garantiere dir, dass es nicht lange dauern wird, bis er einschläft. Er merkt nämlich, dass du da bist und das du auch kommst wenn was ist, aber er lernt, dass auch er sich an die Zeiten halten muss. Natürlich solltest du das nicht machen, wenn er Zahnschmerzen hat, aber wenn es ihm gut geht, bist du keine schlechte Mutter, nur weil du nicht nach seiner Pfeife tanzt.
Ich meine, bei anderen Sachen machst du es doch sicher auch so, oder?
Wenn er einen Schokoriegel möchte und weint, weil er keinen bekommt, dann gibst du ihm doch auch nicht den Riegel, nur damit er ruhig ist, oder?
Wenn er weint, dann lass ihn weinen. Er ist traurig, weil er keine Schokolade haben darf und muss damit erstmal umgehen. Tröste ihn und sei für ihn da, aber lass dir nicht seinen Willen aufdrängen.
Nimm dir zwischendurch ruhig mal eine kleine Auszeit und sag deinem Kind, dass du jetzt mal 10 Minuten etwas anderes machst und das du danach wieder mit ihm spielst. Zuerst wird er zwar traurig sein, aber wenn du konsequent bleibst, wird er sich daran gewöhnen und sich wieder mit sich selbst beschäftigen.
Du musst das ja auch mal so sehen: Wenn du nur unter Strom stehst und immer kurz vor dem Explodieren bist, weil du dich nonstop um den Willen deines Kindes bemühst, kannst du auf Dauer keine gute Mutter sein.
Also bring deinem Kleinen bei, dass er dich nicht immer und für alles braucht und es wird garantiert besser werden.
Liebe Grüße DarkBuffy