Einleitung bei toal unreifem Befund?! Bitte um Antworten!!

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von purzelmama 02.11.10 - 09:31 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

heute brauche ich mal wieder Euren Rat. Hier kurz die Fakten:

- morgen beginnt unsere 42. SSW #schwitz
- der errechnete Geburtstermin stimmt auf alle Fälle, da ich einen ganz regelmäßigen Zyklus hatte
- die Untersuchungen ergeben: keine Wehentätigkeit, Cervix nicht verstrichen, Muttermund fest verschlossen :-(
- sämtliche Hausmittelchen (inkl. Wehencocktail) schlagen nicht an

Nun das Problem: das Fruchtwasser nimmt ab, so dass ich Ende der Woche eingeleitet werden soll. Da binn ich dann so 41+4. #zitter

Da ich bei meiner ersten Geburt einen Kaiserschnitt hatte (BEL), wird wohl die Einleitung erst gaaanz vorsichtig begonnen. Prinzipiell ist das ja gut, aber bei meinem unreifen Befund befürchte ich, dass ich dann tagelang ohne Wehen oder mit Wehen die nix bringen im Krankenhaus rumhänge. :-[

Hat den jemand trotz so eines "faulen Babys" eine relativ unkomplizierte Einleitung hinter sich? Oder werden mir die Ärzte vielleicht gleich wieder einen Kaiserschnitt anraten?
Ich bin mit eben unsicher, ob das mit dem weniger werdenden Fruchtwasser so dramatisch ist, oder ob man einfach noch warten könnte.

So, jetzt ist es lang geworden! Dennoch danke für Eure Antworten!

Maria mit Emilia (3 J.) und #ei Matzel (Ende 41. SSW)

Beitrag von qrupa 02.11.10 - 09:57 Uhr

Hallo

Es ist ganz normal dass das Fruichtwasser zum End ehin wneiger wird. und währe es bei dir schon so dramatisch würde man nicht bis Ende der Woche mit einer Einleitung warten sondern sofort handeln. Soviel mal zur Dramatik des ganzen. Solange es euch beiden gut geht, würde ich persönlich, gerade nach einem KS (hatte auch einen), eine Einleitung immer ablehnen. Sollte es Ende der Woche so ein, dass es dienem bab nicht mehr so gut geht und es definitiv raus MUSS, würde ich es schon erstmal mit einer Einleitung versuchen.

LG
qrupa

Beitrag von meandco 02.11.10 - 10:02 Uhr

na, also bei 41+4 ist ohnehin nicht mehr viel luft ...

ich denke, dass da noch mal versucht wird, was möglich ist, lässt sich die geburt nicht einleiten wird es mit ks weitergehen ...

Beitrag von ann75 02.11.10 - 10:03 Uhr

Hallo Maria,

bei meiner letzten Tochter wurde bei ET+16 eingeleitet, unreifer Befund (MM fingerdurchlässig, aber nur, weil es die zweite SS war). Keinerlei Wehen oder Anzeichen vorab, Cocktail und co. hatten auch nichts geholfen. Ich wurde per Tropf eingeleitet (zum Glück, wegen Asthma). Es war ziemlich entspannt, bis mittags habe ich noch Witze mit einer Freundin gemacht, die ich am CTG traf. Aber es hat zugleich null gebracht. Bis 15 Uhr keinen Zentimeter und ich habe auch immer gewusst, dass das nie und nimmer echte Wehen sind. Die letzten zwei Stunden Tropf wurde ich dann langsam verzweifelt und war psychsisch am Ende (nie körperlich!) und bat darum, den Tropf statt um sechs wie verabredet, schon dreiviertel abzunehmen, da es jetzt langsam zu nervig wurde, dafür dass alles nix bringt. Und siehe da: aufeinmal, mein Mann wollte noch die Hebamme suchen gehen, gab es eine fette Wehe und FW und Blut. Ich wurde aufs Bett gehievt, MM untersucht: vollständig! Drei Presswehen und fertig war das Baby ;-). Also körperlich fand ich das Einleiten nicht anders, als die vorherige spontane Entbindung (eher viel leichter, da es die zweite war), aber psychsich war es etwas unangenehm und gebracht hat es m.M. nach auch nichts wirklich, da das Baby selbst entschieden hat, dass es heute doch noch kommen will, nachdem ich 8h uneffektiv rum geweht hatte und der Körper nichts übernommmen hatte. Übertragen sah die Kleine dann auch gar nicht aus.
Alles Gute!
Anne

Beitrag von cyndi-09 02.11.10 - 10:29 Uhr

Hallo,

mir gehts genau wie dir.
Muss jetzt gleich zum Oberarzt zum schauen wie der kleine versorgt ist. Bin heute bei 40+6. Nur gehts mir nicht mehr so gut. Es zehrt alles an den Nerven und der Körper streikt langsam auch bei über 20kg Gewichtszunahme wegen Wasser.

Der Unterschied zu dir ist, dass mein GMH bis auf einen Zentimeter verstrichen ist und der Mumu Fingerkuppendurchlässig ist und ich seit 3 Wochen rumwehe. Schlafen ist ein Fremdwort geworden, Wasser wird immer mehr, die Beine und Füsse tun weh und meine Laune sinkt stündlich weiter in den Keller.

Hoffentlich fällt gleich eine Entscheidung, ich bin langsam zu allem bereit. Wehencocktail und so gibt mir meine Hebamme nicht :-( (bringt angeblich alles nix)

LG und ich drück dir die Daumen!!!

Cynthia mit David ET+6

Beitrag von becca04 03.11.10 - 13:33 Uhr

Hallo,

die Aussage Deiner Hebamme, dass ein Wehencocktail nichts bringt, stimmt definitiv NICHT.

Ich habe von drei Schwangerschaften zwei durch die Einnahme eines Wehencocktails beenden können. Die erste bei ET+10 und die zweite bei ET+11.

Beim letzten Mal habe ich einen sehr leicht dosierten Cocktail eingenommen - unter Hebammenaufsicht - und sehr effektive aber gut aushaltbare Wehen bekommen. Mein Befund zu dem Zeitpunkt: Gebärmutterhals noch bei 30%, MuMu offen, und wiederholte, aber ineffektive Wehen.

Ob der Wehencocktail anschlägt oder nicht, hängt von dem Befund ab: Dein Befund ist meiner Ansicht nach sehr gut und Du würdest wahrscheinlich gut auf den Cocktail ansprechen! Vor allem sind niedrig dosierte Cocktails verträglicher als die medikamentöse Einleitung, die sehr viel stärker in den Geburtsverlauf eingreift und deshalb mit höheren Risiken für den Ausgang der Geburt verbunden ist!

LG und alles Gute für die Geburt,
Becca.

Beitrag von zwei-erdmaennchen 02.11.10 - 16:03 Uhr

Hi Maria,

eine Einleitung sollte immer sachte begonnen werden - unabhängig ob davor schon ein KS war oder nicht. :-)

Keine Wehen, Muttermund verschlossen, Cervix steht noch - all das können so lange nach Termin auch Anzeichen für ein Missverhältnis "Kind - mütterliches Becken" sein. Wohlgemerkt KANN!!! Es muss nicht so sein. Ich habe jedoch zweimal diese Erfahrung gemacht, eine Geburt endete dann nach 38 Stunden doch noch spontan wenn auch mit etlichen Hindernissen und Hilfsmitteln. Die andere endete nach 36 Stunden in einem KS. Ich würde das an deiner Stelle einfach mal mit den Ärzten besprechen um diese eventuelle Möglichkeit auszuschließen. Denn sonst wartest du bis zum St. Nimmerleinstag auf Wehen ;-)

Viele Grüße
Ina #winke

Beitrag von lieke 02.11.10 - 19:15 Uhr


"eine Einleitung sollte immer sachte begonnen werden - unabhängig ob davor schon ein KS war oder nicht"

Es ist nicht unabhängig davon, ob es einen KS in der Vorgeschichte gibt.

Nach KS sollte man kei Gel und keine Tabletten einlegen um den MuMu zu weichen, da man die Reaktion des Körpers hierauf sehr schwer vorraussehen kann. "Sachte" sollte es schon immer sein, aber die Methode wird sehr wohl angepasst und die Wehen auch strenger kontrolliert. Man kann zB auch Wehen auslösen durch einen Ballonkatheder, der in den MuMu eingelegt werden, das tut nicht weh, gibt aber einen mechanischen Reiz, auf den der Körper selber mit eigenen Wehen reagieren kann.

LG,

Lieke, mit 2 Einleitungen nach Sectio

Beitrag von zwei-erdmaennchen 02.11.10 - 21:19 Uhr

Hallo Lieke,

ehrlich gesagt kapier ich deinen Beitrag nicht #kratz#kratz#kratz

Ich hab mich doch niemals über die Methode ausgelassen sondern lediglich gesagt, dass man immer auf eine sachte Einleitung achten sollte. Das es verschiedene Methoden gibt ist mir auch klar. Hab da ja auch schon so meine Erfahrungen.

Viele Grüße
Ina #winke

Beitrag von lieke 02.11.10 - 21:35 Uhr

Hallo Ina,

du hast geschrieben, dass man immer sachte einleiten soll UNABHÄNGIG davon, ob es einen KS in der Vorgeschichte gibt oder nicht.

Ich wollte nur deutlich machen, dass der KS in der Vorgeschichte sehr wohl Einfluß hat auf die Wahl der Methode. Und dass es eben Methoden gibt, die in ihrer allgemeinen Anwendung seltener sind, weil die vorsichtigen Methoden im Alltag oft zuviel Zeit kosten. Das "tagelange Herumhängen" ist ja, wovor die TE Angst hat.

Eine Einleitung nach KS bei unreifem Befund kostet meiner Meinung tatsächlich mehr Zeit als eine Einleitung bei gleichem Befund ohne vorherigen KS, ist aber nicht unmöglich.

Jetzt besser?#gruebel

LG

Beitrag von tragemama 02.11.10 - 18:35 Uhr

Mir wurde in der Uniklinik erklärt, dass bei vorangegangener Sectio keinesfalls eingeleitet wird, weil das das Rupturrisiko deutlich erhöht.

Ich würde einen KS machen lassen.

Andrea

Beitrag von lieke 02.11.10 - 19:10 Uhr

Ich bin zweimal nach Sectio eingeleitet worden und es gab keine Probleme. Dass das Rupturrisiko "deutlich" erhöht ist halte ich für sehr übertrieben. Bin froh, auch normal entbunden zu haben.

LG

Beitrag von zwei-erdmaennchen 02.11.10 - 21:23 Uhr

Hi,

also als deutlich übertrieben würde ich das nicht sehen. Ich kenne es so (und das von etlichen Seiten übereinstimmend), dass es auch erheblich auf den Abstand zwischen KS und zweiter Entbindung ankommt. Und anhand dessen wird dann eine Entscheidung getroffen ob eine vaginale Entbindung (insbesondere im Falle einer Einleitung) vertretbar ist oder nicht.

LG

Beitrag von lieke 03.11.10 - 09:31 Uhr

Aha!

Das ist aber doch etwas total anderes.

Das Risiko wurde hier PAUSCHAL als deutlich erhöht angesehen, dem habe ich widersprochen. Es ist möglich eine Geburt einzuleiten auch nach KS.
Einzelheiten und individuelle Faktoren bespricht man natürlich am besten mit seinem Arzt oder der Hebamme und nicht bei urbia.

Ich habe nach KS in 2 verschiedenen Kliniken per Einleitung entbunden, einmal auch mit PDA. Es war in der Situation jeweils das kleinere Risiko für Mutter und Kind gegenüber dem KS. Ich glaube nicht, dass alle Ärzte, die ich während dieser sehr komplizierten SSen gesehen habe schlecht oder besonders risikofreudig waren. Allerdings - ich habe in einem Land mit deutlich anderer Geburtsphilosophie entbunden.

LG

Beitrag von uvd 03.11.10 - 06:31 Uhr

bei prostaglandineinleitung ist das risiko etwa 15mal höher. das ist schon sehr deutlich!

http://www.gynaktuell.de/text.php3?thema=9&artikel=51&seq=1&la=de

Beitrag von lieke 03.11.10 - 09:22 Uhr

Ja, eine Prostaglandineinleitung sollte man dringend vermeiden nach KS!

Siehe meine Beiträge weiter oben, ich hatte das schon gestern geschrieben.

Beitrag von grundlosdiver 05.11.10 - 21:42 Uhr

Ich hab da zweierlei Erfahrung...
Meine Tochter wurde ET+10 und ET+12 eingeleitet und kam spontan komplikationslos an ET+13. Bis ET+12 hatten wir auch noch einen geburtsunreifen Befund!

Bei Krümel jetzt hatte ich 3 erfolglose Einleitungsversuche, es hat sich nichts getan bis auf künstliche Wehen, wir sind immer noch geburtsunreifen und warten jetzt... Mein ET wurde vom Oberarzt aufgrunddessen korrigiert von 22.10. auf 31.10.

Ich würde es immer wieder erstmal per Einleitung versuchen...