Kündigung zum 31.12.2010 und jetzt erfahren das ich schwanger bin

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Beitrag von nadchen16 02.11.10 - 09:57 Uhr

Hallo,

brauche eure Meinung, so richtig kann mir sonst ja keiner Helfen. Ich habe am 13.10. meine Kündigung zum 31.12. nach 4 1/2 Jahren bekommen, die Tochter meiner Chefin brauch arbeit. #aerger

Ja gut, wenn es das nicht gewesen wäre, bin immer noch arbeiten gegangen und habe ein Zwischenzeugnis bekommen. Dann das Unerträgliche, keiner spricht mit mir, nur noch Zettel liegen auf den Schreibtisch und und und.........

Dann bin ich zum Arzt weil ich nicht mehr schlafen konnte und meine Haare ausgingen, Krankschreibung. Antidepressivum verschrieben bekommen.

Ich habe angefangen zu Hause alles schön zu machen und Stellen im Internet für Bewerbungen rauszusuchen.
Nun der Schreck, schwanger. Geburtstermin 2.07.2010

Was mach ich nun??? Bewerbungen weiter schreiben??? Ich habe keine Ahnung was mir vom Arbeitsamt zusteht bzw. mit wem ich darüber reden kann??? Bitte gibt mir einen Rat.#zitter

Beitrag von thea21 02.11.10 - 10:03 Uhr

WANN genau hast du erfahren das du schwanger bist?

Beitrag von selmi22 02.11.10 - 10:14 Uhr

Hallo,

ist es nicht so, dass es nicht drauf ankommt wann sie erfahren hat, dass sie schwanger ist, sondern wann der Arbeitgeber darüber in Kenntnis gesetzt wurde.(oder sie spätestens bei Erhalt der Kündigung den Arbeitgeber darüber hätte informieren müssen, dass sie schwanger ist und in dem Fall dann auch belegen müsste, dass sie wusste dass sie es ist bevor die Kündigung ausgesprochen wurde????)

Ich denke dass sie in diesem Fall nicht von ihrem Kündigungsschutz wegen Schwangerschaft gebrauch machen kann(was ja auch eigentlich nicht die Frage der TE war), weil sie es zum Zeitpunkt der Kündigung selbst nicht wusste und demnach auch der Arbeitgeber nicht wissen konnte.

Wäre es so, dann könnten einige Damen die wissen dass sie zum xx.xx. gekündigt sind, ja noch schnell schwanger werden um ihre Kündigung unwirksam zu machen, und der AG kann ja nicht bei allen Frauen verlangen zeitgleich zur Kündigung eine Bescheinigung vom Arzt zu holen der belegt, dass Frau xyz nicht schwanger ist.

LG
Selma

Beitrag von nadchen16 02.11.10 - 10:18 Uhr

Danke Selma das ist richtig erfasst. Mir geht es auch nicht mehr um die Stelle, da ich da bestimmt nicht mehr glücklich werde. Mir geht es darum, was ihr machen würdet????


Wo ich Geld her bekomme oder bzw. wo ich mir Rat holen kann???

Beitrag von windsbraut69 02.11.10 - 10:26 Uhr

Wenn Du Dir rechtswidrig kündigen läßt, ohne in Widerspruch zu gehen, kann das durchaus negative Konsequenzen bzgl. ALGI haben.
Du solltest Dich dringend anwaltlich beraten lassen bzw. der Kündigung vorsorglich widersprechen.

Gruß,

W

Beitrag von windsbraut69 02.11.10 - 10:25 Uhr

Das stimmt so nicht.
Sie hat nach Erhalt der Kündigung 2 Wochen Zeit, den AG in Kenntnis zu setzen.
Da sie aber selbst nicht wußte, dass sie schwanger ist, kann ich mir vorstellen, dass zur Einhaltung der Frist die Feststellung der Schangerschaft durch den Arzt relevant sein könnte.

Gruß,

W

Beitrag von selmi22 02.11.10 - 10:30 Uhr

Okay, ganz sicher war ich mir nicht.

Danke für die Aufklärung.

Das heißt also wenn ich heute gekündigt werde und nächste Woche feststellen würde, dass ich schwanger bin, hätte ich noch eine Woche Zeit meinem AG darüber in Kenntnis zu setzen und die Kündigung wäre dann unwirksam?

Beitrag von windsbraut69 02.11.10 - 11:13 Uhr

Genau da bin ich ja unsicher.
Man hat nach der Kündigung 2 Wochen Zeit, die Schwangerschaft bekannt zu geben.
Wie es aber in ihrem Fall hier ist, in dem sie ja erst nach dieser 2wöchigen Frist überhaupt von der Schwangerschaft erfahren hat, weiß ich nicht...

LG

Beitrag von sassi31 02.11.10 - 13:12 Uhr

Hallo,

das ist nicht ganz richtig.

Zitat:
Kündigt der Arbeitgeber, weil er von der Schwangerschaft nichts weiß, und teilt die Arbeitnehmerin dem Arbeitgeber innerhalb von 2 Wochen nach Zugang der Kündigung ihre Schwangerschaft mit, wird die bereits ausgesprochene Kündigung unwirksam.

Quelle:
http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Fachbeitrag/a_Rechtsfragen/s_1063.html

LG
Sassi

Beitrag von nadchen16 02.11.10 - 10:14 Uhr

Gestern 01.11.2010

Beitrag von windsbraut69 02.11.10 - 10:14 Uhr

Warst Du am 13.10.10 schon schwanger?
Dann solltest Du HEUTE NOCH Kündigungsschutzklage einreichen!

Gruß,

W

Beitrag von thea21 02.11.10 - 10:28 Uhr

Genau DAS denke ich nämlich auch! (windsbraut)

Wenn du schon zum Zeitpunkt 13.10. schwanger warst, würde ich dies tun. AUCH unter diesen Umständen, denn du hast erstmal einen Vertrag in der Tasche und MUSST entlohnt werden. Selbst wenn es unzumutbar ist dort zu arbeiten (Stichwort BV), bekommst du Geld, hängst nicht in der Luft und kannst trotzdem erstmal in Ruhe schauen was geht und was nicht.

Beitrag von kati543 02.11.10 - 10:54 Uhr

Wenn du am 13.10 bereits schwanger warst, dann gehe sofort zu deinem Chef und informiere den darüber. Will er das Schreiben des FA, besorge das noch heute.
Aber sieh zu. Das MUSST du eben alles heute erledigen. Ansonsten bist du gekündigt. Wenn du dich heute beeilst, hast du noch für knapp 4 Jahre einen Arbeitsplatz.

Beitrag von susannea 02.11.10 - 11:36 Uhr

Erstmal ab zum Anwalt, denn evtl. hast du noch die Chance gegen die Kündigung anzugehen. Eigentlich sinds nur 14 Tage, wenn du aber von der Schwangerschaft noch nicht wurßtest, dann gibts wohl irgendwelche Ausnahmen.

Kenne jedenfalls jemanden, der damit zumidnest eine ordentliche Abpfindung und einnige Monate Lohnfortzahlung rausgehandelt hat!

Und klar Bewerbungen weiterschrieben, denn du suchst doch einen Job, oder nicht?!?

Beitrag von katrinredrose 02.11.10 - 15:03 Uhr

also wenn im juli ET ist,wird sie es wohlerst vor ein paar tagen erfahren haben.

es ist so , mann kann innerhalb von 2 wochen die kündigung widerrufen später nicht..
ausserdem aus welchem grund hat sie dir gekündigt.
das die tochter jetzt da arbeiten will ist kein grund jemand anderen zu kündigen, lässt auch kein arbeitsgericht durch !

lg

Beitrag von susannea 02.11.10 - 15:09 Uhr

es ist so , mann kann innerhalb von 2 wochen die kündigung widerrufen später nicht..


Genau dazu gibts wohl Ausnahmen, wenn mans da noch nicht wußte.
Wie gesagt, die Bekannte hat damit noch einiges bezahlt bekommen und dann einen Auflösungsvertrag unterschrieben. Ging übers Gericht!

Beitrag von sonne_1975 02.11.10 - 15:07 Uhr

Das Wichtigste ist, wann war deine letzte Regel? Es ist nämlich wichtig, ob du zu dem Kündigungszeitpunkt (13.10.) schon schwanger warst, sprich ES hattest.
Ich habe mich damals informiert, weil ich evtl. in der gleichen Situation gewesen wäre: die Ärzte rechnen mit 28 Tage Zyklus bei einer SS. Wenn als deine Regel vor dem 30.09. war, ist die Kündigung unzulässig.
Dafür brauchst du die SS-Bestätigung mit vorrausichtlichen ET.

Habe jetzt gerade gefunden: du sagst, ET ist 2.07.10.

Dann warst du am 13.10. schon schwanger, wusstest es aber in den 14 Tagen danach nicht.

Jetzt musst du sofort den AG informieren, dass du schon damals schwanger warst und die Kündigung unzulässig ist. Wenn er sie nicht sofort (schriftlich) zurücknimmt, dann Kündigungsschutzklage einreichen (Arbeitsgericht?).

LG Alla

Beitrag von sternschnuppe215 03.11.10 - 10:15 Uhr

wenn Du bis 2 Wo nach ausgesprochener Kündigung von Deiner SS erfahren hast, hättest Du dies dem AG mitteilen können, denn da greift das Kündigungsschutzgesetz, aber nur bis spät. 2 Wo nach ergangener Kündigung...

Ja sonst muss Du jetzt Bewerbungen schreiben, um ALG 1 beziehen zu können, auch wenn es unlogisch erscheint.

Am besten Du lässt Dich bei pro familia beraten... die helfen weiter...

#klee

Beitrag von sonne_1975 03.11.10 - 20:09 Uhr

Nein, wenn sie selbst von der SS nichts wusste, aber schon schwanger war, kann sie es auch später sagen. Nur so schnell wie möglich, nachdem sie es erfahren hat.