Wann Schulwechsel möglich?

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von emma-2011 02.11.10 - 12:32 Uhr

Mein großer (gestern 14 geworden) ist gestern in der Schule verprügelt worden. Wir haben schon lange Probleme an der Schule (will es nicht nur unbedingt auf Hauptschule schieben, es aber zumindest erwähnen welche Schulform er besucht).
Er wurde schon öfter mal gemobbt, gehaue usw. gab es öfter mal, aber nie wirklich schlimm so wie er sagte.

Nun halt gestern der Tag u er will einfach nicht mehr zur Schule hin. Ist ja auch verständlich irgendwo.
Morgen früh habe ich einen Termin bei der Rektorin. Wir wollen ihn eigentlich von der Schule nehmen. Er geht nicht gerne hin, die Lehrer bzw. die blöde Rektorin sind total unfähig.

Ein Beispiel z. B. ist, dass er jetzt zur 8. Klasse schon wieder nen neuen Klassenlehrer bekam. Der war 3 Wochen da u ist nun seit über 2 Monaten krank. Gestern dann sollte ein neuer Klassenlehrer da sein, der kam einfach nicht. Die Kids saßen da u irgendwann hat mein Sohn dann diese Prügel bezogen. Sowas geht doch nicht oder?

Anfang des Jahres hatten wir schon mal so was ähnliche u das er halt immer Bauchweh hatte wenn es zur Schule ging usw., da habe ich nur zu hören bekommen, dass ich mein Kind nicht „einfach so“ von der Schule nehmen u an ner anderen anmelden könnte.
Stimmt das?

Ich bin so sauer irgendwie. Die Eltern der Prügelkids interessiert das eh nicht (Migrantenhintergrund) und bislang hat es die Lehrer auch nie interessiert.

Zudem gibt es sowohl Schüler als auch Lehrer!! die auf dem Schulgelände rauchen. Finde ich unmöglich, getan wird nix.
Wo kann ich sowas melden?
Ich bin damals auch auf die Schule gegangen, allerdings auf den Realschulteil. Kann mich aber nicht erinnern, dass es bei den Hauptschülern damals so zuging.
Seit dem diese Rektorin da ist, finde ich, geht das alles da gar nicht mehr.

Wie verhalt ich mich morgen??

Danke u sorry für den langen Text

emma

Beitrag von manavgat 02.11.10 - 12:41 Uhr

Dein Sohn ist Opfer einer gefährlichen Körperverletzung. Schlimm genug.

Wieso zum Kuckuck gehst Du nicht auf die nächste Polizeidienststelle und stellst Strafanzeige mit Strafantrag!?

außerdem: Krankenkasse anschließend informieren mit dem Aktenzeichen der Polizei. Die holen sich nämlich dann die Behandlungskosten von den Tätern zurück, hilfsweise einen Titel! Das macht Eltern von so Mistkrüppeln Beine.

und: Anwältin einschalten und Schmerzensgeld fordern.

Schulwechsel hilft nicht, wenn man sich zum Opfer machen lässt und sich nicht mit den juristischen Mitteln wehrt.

Es ist übrigens völlig egal, welcher Schulzweig. Letzten Endes werden (nicht nur) Jugendliche auch auf offener Straße angegriffen.


Rauchen auf dem Schulhof? Ein kleines Problem, findest Du nicht?

Gruß

Manavgat

Beitrag von leopoldina1971 02.11.10 - 13:12 Uhr


<< Schulwechsel hilft nicht, wenn man sich zum Opfer machen lässt und sich nicht mit den juristischen Mitteln wehrt. >>



Sich zum Opfer machen lässt???
Da kann ich dir nur wünschen, dass deine Kinder diese Erfahrung nie machen müssen. Da können doch die Kinder nichts dafür!!!

Sich nicht mit juristischen Mitteln wehrt???
Das soll also die Lösung sein? Z.B. eine einstweilige Anordnung für evtl. die ganze Klasse? Oder meinst du Anzeigen bei der Polizei?

Also ich denke, dass dem Kind so nicht geholfen wird. Ich als Mutter würde auch über einen Schulwechsel nachdenken. Diesbezügliche Vorgehensweise kenne ich jedoch nicht.

LG

Beitrag von manavgat 02.11.10 - 13:21 Uhr

Ich kenne mich aus.

Wir hatte das das durch, gefährliche Körperverletzung mit Krankenhausaufenthalt. Da war meine Tochter 13 und Opfer.

weiterer Fall, da war sie Zeugin, 16 Jahre alt. Die Täterinnen (Mädchengang) haben auf das Opfer eingetreten, als es am Boden lag.


Hier hilft nur das, was ich Dir geschrieben haben. Sollte es die ganze Klasse treffen, dann ist das eben so.

Gruß

Manavgat

Beitrag von leopoldina1971 02.11.10 - 13:29 Uhr


Schlimm schlimm...Was du da als Mutter durchgemacht haben musst!#schmoll
Ich könnte das nicht....Ich würde alles daran setzen, mein Kind von der Schule zu nehmen, damit es eben nicht mehr ständig das Opfer ist...
Aber wahrscheinlich ist das gar nicht so einfach. Da kann man nur hoffen, dass dieser Fall nicht eintreten wird.


LG

Beitrag von jono 03.11.10 - 08:30 Uhr

Hallo,

ich würde beides tun 1. Schulwechsel, dann muss Dein Sohn seine lieben Mitschüler nicht tagtäglich sehen. Die werden nach einer Anzeige nämlich in der Regel auch nicht netter. Konsequenzen spüren die Täter eh` erst nach dem 14. Lebensjahr.

Ich würde eine Hauptschule in einem guten Stadtteil aussuchen, auch wenn er dafür eventuell täglich etwas weiter fahren muss. Zusätzlich würde ich prüfen, wie das Sozialverhalten in der jeweiligen Schule ist (Hospitationen, Schulhofbesuche, falls möglich, etc.).

Viel Erfolg und LG
Jono