keine taufpaten

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von melly2907 02.11.10 - 13:23 Uhr

hallo mamas #herzlich

wir würden unseren kleinen mann (16 monate #schock) nun endlich auch taufen lassen.
leider gibt es ein problem und das ist auch der grund ,warum wir es ständig dann vor uns herschieben....
wir finden keine passenden taufpaten #aerger...hab grad bei pfarramt angerufen und die haben mir es erklärt....was mach ich denn jetzt?

bei meinem freund seiner familie sind alle nicht getauft bzw der größte teil unserer freunde auch.und in meiner familie hat niemand wirklich guten kontakt zum kleinen.ich wollte deswegen meine schwester nehmen,aber es geht nicht,weil sie keine 14 jahre ist..

nun würden wir gern einen guten freund nehmen,der wäre dann wie gesagt taufzeuge...aber einen paten haben wir nicht...habe keine freundin die getauft ist und sich kümmert und die sich kümmern sind nicht getauft #heul

was kann ich denn jetzt machen?

hatte jmd von euch auch solche probleme?


lg

Beitrag von mellepelle 02.11.10 - 13:29 Uhr

man braucht doch keine paten...mittlerweile braucht man nicht mal mehr trauzeugen.

meine jungs haben zwar welche, der kleene aber auch nur taufzeugen da sie nicht konfirmiert sind.

lg melle

Beitrag von amadeus08 02.11.10 - 13:38 Uhr

?? das kommt auf die Gemeinde an!
Also bei uns brauchte man im letzten Jahr auch einen Taufpaten. Die andere war nur Taufzeugin, obwohl sie katholisch getauft war. Das Problem war, sie war nicht katholisch gefirmt und dann darf man bei uns schon nicht Taufpate werden sondern nur Taufzeuge. Manche GEmeinden verlangen sogar zwei Taufpaten !!!

Beitrag von dentatus77 02.11.10 - 13:46 Uhr

So sieht es die katholische Kirche vor. Da muss der Pate auch selbst katholisch, gefirmt und mind. 16 Jahre alt sein und außerdem das Sakrament der Eucharistie bereits empfangen haben.
Da die TE aber schreibt, ihre Schwester wäre noch keine 14, gehe ich davon aus, dass sie evangelisch taufen möchte. Die sehen das etwas lockerer.
Allerdings sehe ich auch keinen Sinn darin, einen nicht getauften Taufpaten zu nehmen. Bin da halt etwas konservativ, aber das ist die Kirche als solche ja auch.
Liebe Grüße!

Beitrag von enni12 02.11.10 - 14:15 Uhr

Das ist unterschiedlich, hier wurde auch zwingend einer verlangt!

Beitrag von leo14 02.11.10 - 13:40 Uhr

Also wir hatten auch ein paar Probleme mit unseren Paten.
Wir wollten unbedingt eine gute Freundin von mir. Leider war sie in keiner Gemeinde. Sie ist dann freiwillig, (ich hätte sie auch nur als Taufzeugin genommen) in die Kirche eingetreten. Ist das vielleicht eine Alternative? Sonst hätte ich noch den Vorschlag dein Kind in einer Freien Gemeinde taufen zu lassen.
Natürlich kannst du dein Kind auch ohne Paten taufen lassen. Besser ohne als gar nicht. ;-)

Lg leo

Beitrag von dentatus77 02.11.10 - 13:50 Uhr

Das geht aber - zumindest in der katholischen Kirche - auch nicht so einfach. Bis die katholische Kirche einen Erwachsenen zur Taufe zuläßt, muss der sich erst bewähren. Er muss außerdem Katechismusunterricht nehmen und wird in der Regel bei der Taufe auch gleich gefirmt. Ich weiß nicht, ob das die evangelische Kirche anders sieht, aber in meinen Augen ist die Kirche - egal ob katholisch oder evangelisch - kein Verein, in den man mal grad so eintreten kann, weils so soll und es einem gerade passt. Zum Christ sein gehört schon etwas mehr dazu als nur der Kirche zuzugehören. Passive Mitglieder haben wir schon genug, die brauchen wir nicht.
Liebe Grüße!

Beitrag von ea73 02.11.10 - 14:36 Uhr

Hui, aber viele der Aktiven sind auch kein Gewinn für den Verein...

A.

Beitrag von dentatus77 02.11.10 - 15:10 Uhr

Nun ja, gut, auf "scheinheilige" könnte man natürlich auch verzichten, das ist richtig.

Beitrag von nana141080 02.11.10 - 13:47 Uhr

Hi,

na nun überlege dir doch einfach was du von PATEN erwartest? Dann schaust du wer dieses Amt wirklich wahr nehmen würde und den oder die nimmst du. Ist doch egal ob die Kirche denjenigen auch als Paten ansieht! Wichtig ist wen IHR aussucht und wer dieses Amt mindestens 14 Jahre lang wahrnehmen kann und will.

VG Nana

Beitrag von kati1978 02.11.10 - 14:15 Uhr

Hi!

Das gleiche Problem hatten wir auch. Der einzige, auf den mein Man und ich uns einigen konnten, war aus der Kirche ausgetreten. Er ist dann extra wieder eingetreten, damit er Taufpate werden kann. #huepf Das war natürlich suuuuuper!
Der Pastor sagte, man könnte auch nachträglich nach der Taufe noch einen Paten bestimmen. Der kennt meinen Mann aber auch gut, hat ihn getauft und konfirmiert. Dem tat es auch total leid, dass wir solche Probleme hatten.

Ich hoffe ihr findet noch eine Lösung. Ich weiß ja, wie nervig so eine Situation ist...

LG und alles Gute! Kati

Beitrag von wort75 02.11.10 - 16:08 Uhr

bei uns braucht man auch taufpaten (in unserem fall 1 katholischen) und der taufzeuge Oder die taufzeugEN dürfen dann egal wie christlich sein.

beim zweiten kind sind uns die getauften, noch kirchensteuern-zahlenden taufpaten auch ausgegangen :-) die gewählte taufpatin (katholisch, aber ausgetreten) und der gewählte taufzeuge (reformiert, noch aktiv) haben dann je ein gespräch mit dem pfarrer führen müssen und der hat entschieden, dass das ausnahmsweise geht. ein aktiver reformierter und ein inaktiver katholik ergeben offenbar unter gewissen umständen ein gutes paar :-) naja... red mal mit dem pfarrer, ob das geht.

im prinzip ists ja klar: warum sollte man ein kirchliches fest und einen kirchlichen segen für ein bündnis geben, wenn keiner davon die entsprechende aktive religion mitbringt? dann reicht auch eine segnung - und die kann egal wo vom pfarrer durchgeführt werden.

Beitrag von froehlich 02.11.10 - 17:19 Uhr

Gegenfrage: wieso wollt Ihr Euer Kind denn überhaupt taufen lassen? Wenn ich das richtig sehe, ist Euer Freundeskreis ja eher indifferent religiösen Belangen gegenüber.....was ja auch legitim ist. Aber ein Taufpate erfüllt nun einmal unter anderem die Funktion, christliche(r) Begleiter(in) für Euer Kind zu sein - und zwar in beiden Konfessionen, katholisch und evangelisch. Da ist es von Seiten der Kirche durchaus nachzuvollziehen, daß nicht jeder in Frage kommt. Seid Ihr Euch dieser Bedeutung bewusst? Liegt Euch überhaupt etwas an der Taufe als christliches Sakrament? Oder wollt Ihr den Kleinen nur taufen, weil's so schön ist und eine nette Feier dran hängt? Dann würde ich mir das Ganze noch einmal überlegen. Ansonsten: IRGENDJEMANDEN in Eurem Umkreis wird es doch wohl geben, der/die nicht aus der Kirche ausgetreten ist (auch wenn er/sie vielleicht nur noch als Karteileiche drin rumhängt ;-)....). Unser erster Sohn hat zwei Patinnen, meine Schwester (katholisch) und die Schwester meines Mannes (vor Jahren auf Grund ihrer Ehe mit einem Malayen zum muslimischen Glauben übergetreten) - das war für unseren Pfarrer (katholisch!) überhaupt kein Problem. Vielleicht weil meine Schwester sozusagen als "Gegenstück" dabei war. Beide Patinnen sind aber in der Taufurkunde eingetragen, auch die Schwester meines Mannes als Muslimin (tja, sowas gibt's also durchaus auch....;-).... ist wahrscheinlich aber eher selten). Kommt immer auch auf die Gemeinde und den Pfarrer an. Anyway - geht doch noch mal in Euch und überlegt....

Beitrag von dentatus77 02.11.10 - 17:27 Uhr

Hallo!
Zu Euren Paten: Es muss ja auch nur ein Pate katholisch sein. Und beim zweiten wird dann gar nicht mehr nachgefragt. So war das zumindest bei uns. Wir haben zwar 2 katholische Paten, aber nur der erste musste ne Bescheinigung bringen.
Und zu deiner Grundfrage: Es gibt tatsächlich auch religiöse Menschen, die ein überwiegend nicht-religiöses Umfeld haben.
Ich würd wahrscheinlich pro Forma einen christlichen Paten angeben und die "eigentlichen" Paten eben dazu eintragen lassen.
Liebe Grüße!

Beitrag von froehlich 02.11.10 - 21:03 Uhr

"Und zu deiner Grundfrage: Es gibt tatsächlich auch religiöse Menschen, die ein überwiegend nicht-religiöses Umfeld haben."

Naja, klar....;-)....wir zum Beispiel. Ist ja, wie gesagt, auch völlig o.k. so. Allerdings habe ich bei der Taufe meiner Söhne schon darauf geachtet, daß die Paten mit der Kirche auch was am Hut haben - sonst brauche ich sie ja wirklich nicht als Paten für mein katholisch getauftes Kind zu benennen! Ich meine: sonstige sehr gute Freunde von mir haben dann eben ihre eigene, enge Beziehung zum Kind - das hat aber ne andere Qualität als die Patenfunktion der Kirche, das sehe ich schon so. Bin selbst Taufpatin und nehme mein Amt auch im religiösen Sinne ernst. Wie jemand hier schon sagte (und Du ja auch): ich finde ja immer, hinter der Taufe sollte schon etwas mehr dahinter stecken als einfach "nur" ein geselliges Festchen mit dem Täufling im weissen Kleid - und das war's dann wieder für die nächsten 20 Jahre im punkto Kirche.... . Entweder ich taufe aus Überzeugung und dann suche ich mir als Patin auch jemanden, der diese Überzeugung zumindest ansatzweise teilen kann, oder ich lasse es und benenne eben "weltliche" Paten. Das kann man ja dann halten wie man will. ;-)

LG, babs