EIne frage zum Stillen.

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von sisa1978 02.11.10 - 14:32 Uhr

Hallo!

Ich bin schwanger mit dem 3. Kind und möchte gerne stillen. Leider hat das bei beiden Jungs nicht wirklich geklappt. Sie hatten sehr schnell die Grenze der Gewichtsabnahme erreicht, so das wir am 4. Lebenstag zufüttern mussten.

Ich hab wirklich alles versucht und auch meine Hebi wuße sich keinen Rat mehr.

Könnt ihr mir was dazu sagen?

Ab wann sollte im KKH zugefüttert werden, oder muss man da "eisern" sein und warten bis das von selber klappt?

Ich hab Tees versucht, Tropfen, Malzbier, immer wieder angelegt, abgepumpt usw. Leider hat es nix gebracht. Ich hatte einfach nicht genug Milch.

LG Sisa1978

Beitrag von muehlie 02.11.10 - 14:44 Uhr

Hallo Sisa,

hast du schon mal überlegt, dein drittes Kind ambulant zu entbinden? Ich würde mich jedenfalls nicht dem Stress und Druck des Krankenhauspersonals aussetzen wollen, die peinlich genau kontrollieren, wie viel dein Kind in den ersten Tagen abnimmt.
Der Milcheinschuss lässt sich nun mal mitunter etwas Zeit. Bis zu 4 Tage ist durchaus okay. Hast du denn bei den anderen beiden Kindern überhaupt einen Milcheinschuss gemerkt?

Beitrag von sisa1978 02.11.10 - 14:52 Uhr

Hi!

Vieleicht sollte ich dazu sagen, das die Kinder per KS kamen und jetzt auch wieder ein KS gemacht wird. Deshalb fällt die Art der ambulanten Entbindung wohl flach.

Ich hatte Milch, aber nicht genug. Einen Milcheinschuss habe ich so nie gemerkt.

Lg sisa1978

Beitrag von qrupa 02.11.10 - 14:58 Uhr

Hallo

es gibt einen winzigen Prozentsatz an Frauen die wirklich nicht in der Lage sind genug Milch zu produzieren um voll stillen zu können. In fast allen Fällen liegt es aber an den äußeren Umständen.
Ich würde dir raten dir schon jetzt eine ausgebildete Stillberaterin zu suchen die dich unterstützt und evtl auch mit dir zusammen rausfinden kann woran es bei den letzten malen gescheitert ist. Die "Hilfe" in vielen Kliniken ist leider meist eher kontraproduktiv und sehr oft wird leider verfrüht zugefüttert, Glucose oder Tee/ Wasser gegeben und damit der Stillstart zusätzlich erschwert. Auch die Auslegung wie viel ein Baby abnehmen darf ist sehr sehr individuell von Klinik zu Klinik. Da bist du mit professioneller Hilfe einfach besser dran.

LG
qrupa

Beitrag von muffin357 02.11.10 - 16:21 Uhr

dann scheint die philosophie in eurem krankenhaus wohl so zu sein ... -- bei uns wird wegen der 10%grenze keinesfalls gleich ne flasche gegeben, sondern die mutter wird angeleitet abzupumpen, öfter anzulegen usw... -- natürlich geht das mit dem milcheinschuss ne weile - aber deswegen gleich falsche??? -- komisch. ich würd eisern bleiben, wenn es nicht in bedenkliche untergewichtsgrenzen geht...

ich habe z.b. auch abgepumpt nach dem stillen und das abgepumpte gabs dann noch per fingerfeeding hinterher, - so hat julian auch ganz schnell zugenommen...

da viele hebis keine stillexperten sind rate ich dir, dich vorher und gleich nach der geburt mit einer stillberaterin der la leche liga in verbindung zu setzen ...

#winke tanja

Beitrag von lilly7686 02.11.10 - 16:28 Uhr

Sorry, aber gerade im KH sollte man wissen, dass der Milcheinschuss gerade nach einem KS später kommen kann!!!

Ich hatte meinen Milcheinschuss am 4. Tag nach KS. Ich kenne aber auch Frauen, die den Milcheinschuss trotz normaler Geburt erst am 5. Tag hatten.

Bitte lass dir da nichts mehr rein reden! Der Milcheinschuss kommt! Wenn zugefüttert wird, saugt das Kind natürlich nicht mehr an der Brust, wodurch gar keine Milch oder nur viel zu wenig produziert wird!

Es macht mich wahnsinnig traurig, dass man solche Geschichten von KH immer wieder hört und liest.
Meinem Baby wurde im KH auch zugefüttert, weil ich angeblich keine Milch hatte (in der ersten Nacht, ohne mein Wissen und ohne meine Zustimmung bekam mein Kind zwei Flaschen! Weil ich so doof war und der Schwester geglaubt hab, als sie meinte, sie würde mir mein Kind bringen, wenn es Hunger hätte; ich solle mich doch ausruhen).
Zum Glück ist meine Kleine nicht anfällig für Saugverwirrung gewesen, sonst würde ich heute nicht mehr stillen.

Mein Tipp: besorg dir eine Stillberaterin.
http://www.afs-stillen.de
http://www.lalecheliga.de
Beide Vereine arbeiten ehrenamtlich, du zahlst also nichts für deren Hilfe.

Such dir schon im Vorfeld eine Beraterin in deiner Nähe, und im Notfall, wenn du wieder keine Hilfe im KH bekommst, dann frag sie, ob sie auch ins KH zu dir kommt.

Sonst hilft nur: viel anlegen.
Die Natur hat es schon so eingerichtet, dass Babies nicht verhungern. Das Kolostrum, das vor dem Milcheinschuss gebildet wird, ist sehr fetthaltig und sättigend. Es ist nicht viel, was davon raus kommt. Aber es sättigt wahnsinnig!

Du kannst auch in der SS schon eine Stillgruppe besuchen, um dich richtig zu informieren.

Ich wünsch dir alles Liebe für die Geburt und eine schöne Stillzeit!

Übrigens: darf ich fragen, warum es wieder ein KS wird??

Beitrag von lienschi 02.11.10 - 20:24 Uhr

Huhu sisa #winke ,

lass Dir da im Krankenhaus nicht reinreden.

Gerade beim KS dauert der Milcheinschuss ja gerne mal ein bisschen länger und ein normalgewichtiges Baby verhungert nicht, wenn es erst am 5. Tag die "richtige" Milch bekommt.

Mein Zwerg hat die Vormilch komplett verschmäht und hat erst am 4.Tag, als die Milch da war, angefangen überhaupt was zu trinken.

Wie Dir ja schon geraten wurde, such Dir am Besten jetzt schon eine fähige Stillberaterin, die Dich da unterstützen kann... so eine Rückenstärkung ist gold wert, gerade weil man ja im KKH schnell kirre gemacht wird.

Alles Liebe, das wird schon! #liebdrueck

lg, Caro