So ein mist. Zahnbehandlung in der SS.

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von angie07 02.11.10 - 14:53 Uhr

Ich könnte seit dieser Nacht die Wende hoch gehen vor schmerzen. Um paar std. schlaf zu bekommen habe ich mich auf ein kühlakku gelegt. Heute morgen war ich dann zum Zahnarzt und da ja röngten in der schwangerschaft eher nicht gemacht wird waren wir so auf der suche.
Ein zahn sieht so aus als ob sich dort ein fistelgang bildelt. Sie hat gespühlt und ne salbe aufgetragen aber hat mir wenig hoffnung gemacht das es besserung bringt.
Nun sollte ich mit meinem FA sprechen wegen medikamente und zahnbehandlung nun bin richtig depri.
Der Zahn hat schon eine wurzelbehandlung und ist tot die zahnärztin rät zahn raus oder wurzelspitzenresektion.Sie sieht wenig chancen bei antibiotika behandlung. Mein FA meint allerdings auf jedenfall Zahnerhaltung alles andere würde eine blutige angelegenheit sein und wäre mit risiken verbunden. Allerdings sagt er auch müsste ich mit den schmerzen dann erst mal leben.

Ich bin nun grade mal 15ssw. ende april kommt das kind das ist eine verdammt lange zeit.

Musstet ihr während der schwangerschaft eine große behanldung am zahn machen lassen oder hattet ihr gute erfahrung mit medikament?? Man sagt doch auch das entzündungen nicht gut für den eigenen körper und fürs kind sind.

Bin für jeden erfahrungsbericht dankbar.

Gruß Anja mit nico 21 monate und zwerg 15ssw

Beitrag von nadja.1304 02.11.10 - 15:03 Uhr

Also einen Zahn zu ziehen ist zwar blutig, aber die Blutmenge ist ja nicht sooooooo riesig, oder erinnere ich mich da falsch???? Wenn es gar nicht geht, dann muss der Zahn halt raus, Betäubung in der SS ist möglich, ich glaube, es gibt sogar extra eine ohne Adrenalin. Das wäre zwar wahrscheinlich trotzdem schmerzhaft, aber besser als weitere min. 25 Wochen Schmerz. Mal ganz davon abgesehen, dass eine Entzündungsquelle im Körper auch alles andere als sinnvoll wäre. Würde da mal noch ne Meinung einholen, aber für mich klingt die Aussage deines FA nicht schlüssig.

LG Nadja mit Bauchmaus 28+3

Beitrag von angie07 02.11.10 - 15:12 Uhr

Da hast du recht. ich kann mir nur vorstellen das er meint das durch die wunde es zu ner richtigen entzündung kommen könnte. oder der streß der durch so ner behandlung kommt das dieser eine fehlgeburt auslösen kann??

Habe heute morgen in alten forumbeiträgen gelesen das viele zahnärzte nichts in der SS machen. Aber das wäre eine wahnsinnige zeit.

Beitrag von nadja.1304 02.11.10 - 15:16 Uhr

Also ich hatte eine Wurzelbehandlung vor kurzem, Gott sei Dank war sie in vier Sitzungen erledigt. Ansonsten hätten wir auch über kurz oder lang ziehen müssen. Eine Entzündung kann ebenso vorzeitige Wehen verursachen. Ich glaube, viele Zahnärzte trauen sich nicht, weil sie sich nicht auskennen. Und die Frauenärzte kennen sich nicht mit Zahnarztsachen aus. Zwickmühle würd ich sagen. :-) Aber ich hab schon häufig von dieser adrenalinlosen Betäubung gehört, und ich glaube nicht, dass eine Behandlung mehr Stress macht als Schmerzen ohne Ende.

Beitrag von lotosblume 02.11.10 - 15:07 Uhr

Also, ich hatte in der ersten SS auch so Probleme....

Hatte eine Wurzelspitzenentzündung am Schneidezahn.
Der Zahn wurde von hintern aufgebohrt, soweit gesäubert wie es möglich war und Salbe (Antibiotika) rein. Solange er offen blieb und Luft dran kam war es ok - sobald wir versucht haben ihn zu schließen, hat es direkt wieder angefangen.
Das ging so von der 8 SSW bis zur 24 SSW etwa....

Wegen Wehentätigkeit haben wir dann die Wurzelspiteznresektion gemacht, einfach um auszuschließen, dass die Wehen durch die Entzündung verursacht wurden.

Das ganze hat etwa 30 min gedauert - er musste sicher 3x nachspritzen, da ja die Spritze nicht so wirksam ist wie normal und es hat mehr geblutet, da ja das Adrenalin fehlt.
Ich habe seit dem keinerlei Probleme mehr mit dem Zahn gehabt und meinem Kind hat das alles nicht geschadet.

Eine Zahn-Op ist durchaus möglich, wenn sie bei dir notwendig werden sollte.

Beitrag von thoremaus 02.11.10 - 15:11 Uhr

Hallo...

Ich kann dich sooo gut verstehen... hab es vor ein paar Wochen durchgemacht... tagelang schmerzen zum ausrasten gehabt... bin dann irgendwann heulend zu ner neuen Zahnärztin und die hat mir gut geholfen... Zahn war total vereitert... sie hat ne wurzelbehandlung über Wochen durchgeführt... gibt auch spritzen ohne Adrenalin und die sind auch für schwangere... und nu ist alles erst mal wieder gut... muss nach der ss wieder hin...

LG
Thoremaus

Beitrag von kerstini 02.11.10 - 15:11 Uhr

Hallo Anja,

klar ist es immer besser den Zahn zu erhalten. Allerdings muss man auch ganz gut unterscheiden zwischen Zahn ziehen und ner Resektion!

Der Zahn an sich ist normalerweise schnell gezogen, eine Resektion allerdings ist eine kleine OP. (Ich bin Zahnarzthelferin) Machbar ist beides. Aber ich würde es auch erstmal mit der Wurzelspitzenresektion versuchen. Gezogen ist der Zahn später immer noch schnell.

Entscheiden musst du das natürlich! Gemacht werden muss aber etwas. Denn die Entzündung ist auf Dauer nicht gut für Dich und dein Baby.

Sprich doch mal mit deinem ZA wie er die Chancen einschätzt dass der Zahn erhalten werden kann und ob es sich lohnt die OP auf sich zu nehmen (viele Zahnärzte empfehlen übrigens auch zusätzlich zu der Resektion eine AB einnahme!)

Ich wünsch dir viel Glück und das der Schmerz bald weg ist.


Kerstin mit #sternMadita & #sternLeo *08.09.09+ und #stern12.SSW u Ida 29.SSW #verliebt

Beitrag von nele27 02.11.10 - 15:15 Uhr

EINE Zahnbehandlung hätte ich mit Freuden gemacht...

Ich war von der 7. SSW bis zur 37. SSW fast in Dauerbehandlung - mit demselben Zahn :-[

Ich hatte Schmerzen, es wurde eine Wurzelkanalbehandlung gemacht. Da nicht geröngt werden darf, ließ der ZA die Kanäle offen. Das Ende vom Lied: Ständig wieder Schmerzen, nochmal reinigen, Schmerzen, reinigen, zumachen, offen lassen, von allem ein bisschen #heul Und immer mit diesen Pseudobetäubungen. Also immer unter Schmerzen.

Wollte den Zahn aber auch nicht ziehen lassen, nur weil im Moment keine vernünftige Behandlung gemacht werden kann.

Im letzten Notdienst (36. SSW) bin ich fast umgekippt - stickige Luft, 1000 Leute, Schmerzen ... kam dann als erste dran und wurde mit Traubenzucker aufgepeppelt :-)
Seit 1,5 Wochen ist nun Ruhe... warum auch immer #gruebel Als nächstes hätten wir Antibiotika ausprobiert.

Also ich kann Dir nicht wirklich helfen - nur raten, wenn der Zahn behandelt wurde, NICHT AUF DER SEITE ZU KAUEN!!!!! Auch nicht, wenn er ne Woche ruhig ist. So fing das bei mir nämlich einige Male wieder an...

Ach so: Toll war auch, dass das Baby sich immer, wenn ich auf dem Stuhl lag, schön in meiner Rippe verkeilt hat - das hat anscheinend gemerkt, was abgeht ---

Ich wünsch Dir alles Gute! Und mehr Erfolg als ich ihn hatte!

Liebe Grüße
Nele
38. SSW

Beitrag von gsd77 02.11.10 - 15:17 Uhr

Hallo,
bin erst in der 11. SSW und bin immer noch in Behandlung mit einer Wurzelbehandlung. Ich muss jede Woche hin , Wurzeldurchputzen, desinfektion und Creme und das ist alles kein Problem!!! Man sollte nur keine Betäubung machen in den ersten 3 Monaten, danach ist auch das kein Problem, habe mit meinen FA und mit meinem ZA gesprochen!!
Würde mir eine Spritze geben lassen und raus mit dem Zahn, dann hast Du endlich Ruhe!

Alles Liebe!

Beitrag von angie07 02.11.10 - 15:22 Uhr

Danke für die vielen lieben worte werde mich morgen melden was nun gemach twurde und wie es aussieht. bis dahing ehts erst mal ab zum kühlakku.
Gott sei dank hat mein mann urlaub und kan nsich um den kleinen kümmern.

Danke

Beitrag von fabel 02.11.10 - 18:12 Uhr

Hallo Anja,

ich bin selbst Zahnärztin und eine Ferndiagnose zu stellen ist eher schwierig.
Was ist es denn für ein Zahn? Ein Seitenzahn, dann ist eine Resektion, vor allem wenn kein Röntgenbild gemacht werden soll, eher schwierig, da der Zahn ja mehrere Wurzeln hat und man nicht weiss welche jetzt für die schmerzen verantwortlich ist. Ausserdem ist eine Wurzelspitzenresektion nur bei einer guten Wurzelfüllung sinnvoll und die Langzeitprognose ist nur mässig für so einen Zahn. Heute kann man alternativ ja viel mit Implantaten machen. Falls das finanziell für dich in Frage kommt, würde ich vorsichtig eher in Richtung raus tendieren. Ein Implantat ist dann später eine saubere Sache und du hast hoffentlich 30 Jahre Ruhe.
Auch eine Spritze ohne Adrenalin kann in der Schwangerschaft so wirken, dass du vom Ziehen nichts merkst und die Blutmenge spielt überhaupt keine Rolle.
Vorsicht mit Antibiotika, du darfst nicht alles nehmen, aber das werden deine ärzte ja wissen.

Es gibt Studien, die sagen, dass Entzündungen z.B. Frühgeburten fördern. Also nicht zuu lang warten, etwas muss gemacht werden!

Gute Besserung