Sexuelle Ehe beendet

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Forum: Liebesleben

Ob Liebeslust oder Liebesfrust, ob erotische Freuden oder "technische" Probleme: Hier ist Platz für Fragen, Sorgen und Tipps. Für das Thema Verhütung gibt es ein eigenes Forum Verhütung.

Beitrag von wolltmalwiederfrausein 02.11.10 - 15:15 Uhr

Hallo,

ich bin neu in diesem Forum, erlaube mir aber dennoch, in schwarz zu bleiben...

Also, mein Mann und ich sind seit 2000 ein Paar, seit 2002 verheiratet, 2005 kam unser erstes und sicherlich auch einziges Kind zur Welt.

Er war niemand, für den Sex unglaublich wichtig war, aber wir hatten da einen guten Mittelweg gefunden und kamen beide damit klar...bis vor zwei Jahren, einen genauen Zeitpunkt kann ich leider gar nicht benennen.

Zuerst hatten wir nur noch einmal in der Woche Sex, irgendwann dann gar keinen mehr, der letzte ist glaube ich im Januar 2009 gewesen.

Ich habe versucht, mit ihm zu sprechen, hab ihm gesagt, dass mir diese besondere Nähe sehr fehlt, ich habe mir scharfe Dessous gekauft, ich habe das Thema dann monatelang wieder ruhen lassen, weil ich ihn nicht unter Druck setzen wollte.

Nun ist dieser Zustand für mich die letzten Monate immer schlimmer geworden, beim letzten Versuch, mit ihm zu reden, hat er mich wütend angeschnauzt, dass er eben sprichwörtlich keinen Bock mehr hat, mir zuliebe Sex zu haben#schock

Nachdem ich das erstmal setzen lassen musste, habe ich vor ca. einem Monat gehandelt...per mail habe ich ihn auf einen schönen ruhigen Abend eingeladen, unseren Spatz habe ich zu meinen Eltern gegeben, hab schön gekocht und ihn, als er nach Hause gekommen ist, freundlich begrüßt.

Er hat schon so ein Gesicht gemacht "oh mann, die Alte, jetzt kommt sie wieder an", aber ich habe ihm ruhig und klar gesagt, dass eine Beziehung ohne Sex für mich leider nicht lebbar ist und ich deshalb Schluss mache mit diesem Part, mich aber nicht weiter an Treue gebunden fühle.

Sein Gesicht darauf #schock#schock#schock

Er konnte zunächst nix sagen, nur stammeln...

Und nein, ich habe niemand neues, nur ist eine zentnerschwere Last von mir gefallen, da es mich sowas von belastet hat und ich mich davon frei gemacht hatte

Ich habe ihn gebeten, sich zu überlegen, ob er mit einer offenen Ehe leben könnte, wenn nein, würde ich das auch akzeptieren müssen, aber das sei dann wohl die einzig weitere Alternative.

Er war total aufgewühlt, konnte nur sagen, dass er ohne mich nicht leben möchte und kann....somit wäre für mich klar, dass ich meine sexuellen Begierden eben anderweitig ausleben kann und ansonsten mit ihm weiterhin wie bisher zusammenwohne, wir verstehen uns sonst prima und auch für unser Kind wäre es mir lieber so...

Mein Mann ist seitdem total geknickt (was mir leid tut) und reißt jedesmal wenn ich auch nur zum kaffee mit einer Freundin ausgehe ein blödes Kommentar, ob ich nun meine Liebhaber sehen werde...

Ich kann ihn ehrlich gesagt einfach nicht verstehen, ich bandel nicht in der Öffentlichkeit mit anderen Männern an, ich habe niemand außer meiner besten Freundin davon erzählt

Auch ich bin total traurig, aber ich habe mich gezwungen gesehen, diesen notwendigen Schritt einzuleiten.

Bin ich deshalb nun wirklich ein schlechter Mensch-eine sündige Frau?

Danke fürs Lesen von soviel Text, aber das musste mal raus

Beitrag von wartemama 02.11.10 - 15:27 Uhr

Ich kann Dich verstehen - wenn ich auch nicht den Weg gewählt hätte, den Du gewählt hast. Ich denke auch, daß Eure Ehe unter diesen Umständen nicht mehr lange halten wird, denn ich frage mich, wie lange Dein Mann dies aushalten wird/kann?

Was aber nicht heißen soll, daß es so weitergehen kann wie bisher.... denn eine Ehe ohne Sex würde für mich auch nicht in Frage kommen.

Hat Dein Mann schon einmal das Gespräch mit einem Arzt gesucht? Das hätte ich von ihm verlangt - und zwar schon vor langer Zeit. So eine Unlust kann doch nicht "normal" sein?

LG wartemama

Beitrag von binnurich 02.11.10 - 15:30 Uhr

mal ehlich, das war nun auch nicht so ganz der richtige Weg

inhaltlich mag das wohl alles so okay sein...aber umgekehrt fände ich das total sch...

ich war auch mal eine ganze Zeit in der Situation, dass ich nicht konnte, nicht wollte, es einfach nicht ging. es trotzdem zu tun, mitzumachen ist einfach bäh, da kam auch nicht der Appetit beim Essen.

eine Lösung kenne ich nicht, bei mir hat es sich (durch eine heimliche Affäre) wieder gegeben. Ich weiß, war auch nicht der richtige Weg, aber da kam die Lust wirklich durch den anderen Mann wieder.

Beitrag von wolltmalwiederfrausein 02.11.10 - 16:07 Uhr

Das mit der heimlichen Affäre hab ich mir auch überlegt...nur erstens wann? ich bin berufstätig, nachmittags betreu ich unser Kind und auch am We saß ich bisher immer abends mit meinem Mann vor der Glotze und zweitens bin könnte ich nicht gut lügen, wenn ich es ihm danach erzählt hätte, wäre wahrscheinlich noch viel mehr Terz zu Hause!

Vielleicht sollte ER sich eine Affäre holen um aus seinem Hormontief rauszufinden??

Beitrag von binnurich 02.11.10 - 16:24 Uhr

naja, wie gesagt, ich denke auch nicht, das eine Affäre die Lösung ist

Beitrag von sonnenkind1977 02.11.10 - 15:53 Uhr

Ich kann Dich verstehen!

Nach fast 2 Jahren sag ich einfach mal, er hatte seine Chance. Weiß er denn, woher das bei ihm kommt? Also, hat er einfach keine Lust auf Sex, oder kann er dann nicht oder hat Angst zu versagen? Du suchst Dir jetzt Deine Befriedigung woanders und hast ihm das auch gesagt, statt es heimlich zu tun. Ich denke, Du bist dadurch ausgeglichener, was ja an sich gut für Eure Beziehung ist. Ihm ist einerseits der Druck genommen, zu "müssen", andererseits hat er jetzt Angst, Dich zu verlieren. Wenn selbst das ihn nicht dazu bringt, mal wieder Sex mit Dir zu haben, dann weiß ich auch nicht weiter... vielleicht eine Paartherapie?

Beitrag von wolltemalwiederfrausein 02.11.10 - 16:11 Uhr

Woran seine Lustlosigkeit liegt weiß ich leider nicht, denn zu einem Gespräch ist er nachwievor nicht bereit.
Dass er begründete Angst hat mich zu verlieren kann ich verstehen...angenommen, ich verliebe mich in einen anderen Mann, bei dem ich das volle Paket (Liebe UND Sex) bekomme, dann denke ich, schaut es für ihn eher schlecht aus.

Aber ich habe aus meiner Sicht alles mir erdenklich mögliche gemacht, wenn er möchte, dass ich ihn verstehe, dann muss er handeln, wenn er es nicht tut, dann verstehe ich ihn eben weiter nicht.das ist mir nun auch schnuppe, wie du gesagt hast: er hatte seine Chance(n)!

Beitrag von pcp 02.11.10 - 16:06 Uhr

Find ich gut!

Wie oft denke ich mir daß einzig und allein das die richtige Reaktion auf so eine sex- und leidenschaftslose Ehe ist. Ich meine, warum sollte man leben wie eine Nonne wenn der Mann irgendwann bemerkt daß er eigentlich keine Lust mehr auf Sex hat? Warum erwartet man sich überhaupt vom Partner damit klarzukommen? Ich finde das schon grausam.

Du bist kein schlechterer Mensch, ganz im Gegenteil! Du bist stark und ehrlich und stehst Du Deinen Bedürfnissen. Du hast endlich agiert und nicht nur reagiert, gleichzeitig läßt Du ihm die Wahl.

lg

Beitrag von stormkite 02.11.10 - 16:42 Uhr

Hallo,

ich kann dich total gut verstehen. Ich hatte mir bei meinem Exmann auch schon überlegt, ob ich ihn auf eine offene Beziehung ansprechen soll, denn mir war der Sex auch viel zu wenig. (2-3 mal im Jahr).

Ich habe es nicht gemacht, weil mir klar war, das ich mich unweigerlich verlieben werde, wenn ich mich soweit auf einen anderen Mann einlasse, das ich mit ihm ins Bett gehe, und das unsere Ehe dann vorbei wäre.

Hat nicht wirklich was geholfen, ich bin zwar nicht fremdgegangen, sondern ich hab mich verknallt - in einen Chatpartner, der von mir nicht mal was wollte. Nicht mal ein Bild von dem hatte ich gesehen. Heute weiß ich, das mir einfach so viel fehlte, das so was passieren musste.

Ich habe mich dann getrennt, obwohl ich niemanden anderen hatte - aber ich war frei, und konnte mich auf einen anderen Mann einlassen.

Also, Hut ab vor deiner Entscheidung.
So oder so bist du aus dem Patt raus, und es geht dir besser.
Dein Mann muss eben die Konsequenzen seines Verhaltens tragen.
Das müssen wir schließlich alle, warum also er nicht.

Gruß, Kite

Beitrag von seelenspiegel 02.11.10 - 17:44 Uhr

<<<Bin ich deshalb nun wirklich ein schlechter Mensch-eine sündige Frau?
>>>

Nein.

Treue ist für mich nichts, dass unweigerlich einen sexuellen Hintergrund haben muss, und sofern Du weiterhin offen und ehrlich ihm gegenüber bist, auch bei Dingen die vielleicht nicht angenehm zu bereden sind, hast Du Dir nichts vorzuwerfen.

Ob er mit der Situation auf Dauer kann, steht aber auf einem anderen Blatt.....allerdings kann er umgekehrt von Dir auch nicht verlangen, dass Du nun bis ans Ende Deines Lebens als Nonne lebst.

Aber auch für Dich wird das sicher nicht einfach werden, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass das auf lange Sicht gut gehen wird......egal wer von Euch Beiden letztendlich die Notbremse ziehen wird.

Dennoch alles Gute....auch ich habe ja den Göttern sei Dank nicht immer Recht.

Beitrag von beneidedich 02.11.10 - 19:55 Uhr

Ich beneide Dich, dass Du den Schritt gemacht hast. Ich kann Dich verstehen. Ich verzichte bereits einige Jahre mehr als Du auf alles und ich bin noch nicht alt. Mein Mann ist krank und einiges älter als ich, er hätte in meinem Alter ganz sicher auf nichts verzichtet, aber nun setzt er es einfach voraus, dass ich es muss. Es wäre kein Leben, wenn ich nun weggehen würde und mir einfach holen würde, was ich möchte. Ich hätte Angst, dass er sich was antut, er hat nur mich und wie gesagt, er ist krank.
Ich möchte so gerne mal wieder "das" Gefühl erleben - und Zärtlichkeit, mein Mann will und gibt garnichts mehr, er will nur seine Ruhe. Und die hat er vor mir, so schade wie es ist, wir hatten einmal eine tolle Beziehung. Nun bin ich halt seine Versorgerin, mehr nicht.
Sieh bitte nur zu, dass Dein Kind nicht unter der Situation leidet, kann sein, dass er es mit rein zieht mit dummen Kommentaren.
Aber ich kann Dich verstehen.

Beitrag von PUUH! 02.11.10 - 21:15 Uhr

@beneidedich

Und warum lässt Du dich dann in die Versorgerrolle drängen, wenn Du dich damit nicht wohl fühlst?
Wenn er Dich liebt, warum hält er dich dann so fest und setzt es voraus, dass Du deine eigenen Bedürfnisse so hintanstellst?
Zumindest von Deiner Seite spricht weniger Liebe als Mitleid aus Deinem Posting.

Beitrag von beneidedich 02.11.10 - 22:01 Uhr

Stimmt - man kann Liebe systematisch abwürgen, wenn kein Echo mehr kommt über Jahre. Sie verhungert einfach. Kann man nur beurteilen, wenn man es erlebt. Er tut mir Leid und ich werde ihn nicht im Stich lassen, niemals, denn es war ja auch viele Jahre mal anders.
Sicher hält er mich fest, er hat sonst niemand und er ist nicht mehr in der Lage, sich alleine zu versorgen. Außerdem weiß er ganz einfach, wie ich bin und kann sich sicher fühlen.
Aber Pflicht und Gefühl bleiben trotzdem zweierlei Dinge.

Beitrag von PUUH! 03.11.10 - 08:12 Uhr

Das verstehe ich.
Trotzdem echt hart...

Beitrag von badguy 03.11.10 - 09:17 Uhr

Schreib das doch mal in einen Thread hier rein, der da lautet:

Er ist 20 Jahre älter als ich, kann das funktionieren?

Mal sehen, was die Damen sagen, die direkt "Aber selbstverständlich geht das!" schreien.

Du und auch die Verfasserin dieses Beitrages, ihr seid doch in einer Konfliktsituation. Sicherlich hat man mal gesagt, in guten, wie in schlechten Tagen und auch in schlechten Tagen sollte man nicht sofort den Kopf in den Sand stecken und die Brocken hinwerfen aber hat Liebe nicht auch mit der Fähigkeit loszulassen und gönnen können zu tun.

Würde ich in eine gesundheitliche Schieflage geraten, die Sexuelles auf Dauer unmöglich machen würde, dann würde sich mir nicht der Grund erschließen, warum meine Frau auch verzichten sollte.

Dem Partner das Beste zu gönnen heißt auch zu lieben.

Grundsätzlich glaube ich aber, dass die Story der Verfasserin zum Scheitern verurteilt ist. Wer so abgeliebt wird, ohne ersichtlichen Grund, für den wird einen neuen Sexualpartner emotional attraktiv.

Den Partner sexuell absterben zu lassen, ist für mich eine Form des Betruges.

Beitrag von luka22 02.11.10 - 21:41 Uhr

Wenn ich mir immer wieder solche postings hier durchlese, die alle in das gleiche Horn blasen (na ja, von blasen kann ja nicht wirklich die Rede sein...) drängt sich mir ein Gedanke auf: sind diese Männer vielleicht das Ergebnis neuerer evolutionärer Entwicklungen? Die Prototypen sozusagen? Hat die Natur jetzt endlich gemerkt, dass sich zu viele Erdenbürger auf diesem Planenten tummeln und sie poduziert nun vermehrt asexuelle männliche Exemplare? Ist das die Antwort auf die Überbevölkerung #kratz? Und wenn ja, warum gibt es diesen evolutionären Prozess nicht auch bei weiblichen Exemplaren #kratz? Na ja, Fragen über Fragen...eine andere Antwort darauf, warum die Urbiamänner immer häufiger den Rückzug antreten, habe ich nicht!

Grüße
Luka #liebdrueck

Beitrag von ippilala 03.11.10 - 00:18 Uhr

Vielleicht reden die Frauen einfach öfter dadrüber. Vielleicht liegt das auch daran, dass die Internetgemeinde durchschnittlich immer älter wird und sich diese Verhalten bei den meisten erst nach Jahren zeigt und nicht nach 2 Wochen.

Beitrag von seelenspiegel 03.11.10 - 10:36 Uhr

<<<Und wenn ja, warum gibt es diesen evolutionären Prozess nicht auch bei weiblichen Exemplaren>>>

Gibt es, und das ist auch oftmals der Grund, warum ein bestimmter Typus Mann den Rückwärtsgang einlegt, weil der eben nicht Schritt halten will oder kann, denn die hauptsächliche Änderung betrifft nicht die Männer an sich, sondern das Umfeld.

Nix mehr mit Jäger und Sammler, nichts mit Ernährer der Familie mit Frauchen am Herd die bewundernd zu ihm aufschaut.....und damit können scheinbar nunmal nicht alle. :-)

Dazu kommt noch, dass auf so einer Plattform wie hier Probleme, Problemchen und solche die nur dazu gemacht werden natürlich geballt auftreten, was durchaus mithilft, ein falsches Bild zu vermitteln.

Grüßle
TJ

Beitrag von mindgames 03.11.10 - 07:05 Uhr

"reißt jedesmal wenn ich auch nur zum kaffee mit einer Freundin ausgehe ein blödes Kommentar, ob ich nun meine Liebhaber sehen werde..."

DAS wird fuer Euch in absehbarer Zeit leider zu einem Problem.

Er scheint Deine Entscheidung stillschweigend angenommen zu haben, kommt aber damit nicht klar. Will aber an Eurem Liebesleben auch nicht arbeiten, geschweige denn versuchen, sein Problem mit Dir zu besprechen bzw. sich Dir zu oeffnen diesbezueglich. Das ist total egoistisch, und DA wuerde ich ihn mal fragen, was denn SEIN Loesungsansatz waere.

LG

Beitrag von gunillina 03.11.10 - 08:30 Uhr

Ich finde, du hast das genau richtig gemacht, ich lese mal nicht die anderen Antworten. Ich hätte ebenso gehandelt. Äh, ich habe ähnlich gehandelt.
Wenn etwas nicht mehr passt, muss es auf den Tisch. Und dann ist es na klar am besten, man findet gemeinsam eine Lösung, wobei DU nun DEINE Entscheidung für ihn mit getroffen hast. Das ist das einzige Manko an deiner Geschichte, finde ich. Dein Mann konnte nicht mit entscheiden. Andererseits lehnt er dich sexuell derart ab, dass auch das eine Art der Entscheidung ist.
Ihr solltet noch einmal (ein paar mal) darüber reden. Über eure Gefühle, warum es so ist, wie es ist etc.
Ich wünsch euch alles Liebe, mehr gern via VK.
L G
G

Beitrag von überleg 03.11.10 - 09:49 Uhr

#danke für die Anregung.

Beitrag von carrie23 03.11.10 - 11:47 Uhr

Hätte genauso gehandelt.
Es ist seine Entscheidung im Zölibat zu leben aber er kann dich nicht ebenfalls dazu zwingen nur weil du ihn geheiratet hast-das ist unfair.
Für mich ist Sex sehr wichtig, nicht so wichtig dass es jeden Tag sein MUSS aber wichtig und ich würde das genauso machen wie du.
Die blöden Kommentare würde ich ignorieren oder mit einem "ja was glaubst du denn" abtun.
Auch seine Antwort " er hat keine lust mehr nur dir zuliebe Sex zu haben" ist verletztend und gemein, man hat dann das Gefühl als hätte man den Partner jahrelang praktisch zum Sex genötigt und fühlt sich schuldig.
Man traut sich dann gar nicht mehr seine Bedürfnisse mitzuteilen.
Nein du bist kein schlechter Mensch sondern ein Mensch der noch nicht jenseits von Gut und Böse ist und noch sexuelle Bedürfnisse hat die auch befriedigt werden wollen-so oder so.

Beitrag von bad company 03.11.10 - 23:46 Uhr

Hätte das jetzt ein Mann geschrieben, dann wäre der Bär los.

Beitrag von wolltemalwiederfrausein 04.11.10 - 11:57 Uhr

Vielen Dank für eure aufbauenden und lieben Antworten.

Ich ziehe da keinen Unterschied, zwischen einem Mann oder einer Frau, wenn einer von beiden nicht glücklich ist in der Partnerschaft (egal ob Ehe oder nicht) dann finde ich es wichtig, dass es auf den Tisch kommt und man miteinander darüber redet.

Allerdings bleibt dies auch völlig sinnlos, wenn der Partner den anderen, der ein Problem mit der derzeitigen Situation hat, nicht versteht, wie das bei mir der Fall ist.

Gestern erst kam wieder irgendsowein Spruch, daraufhin habe ich meinem Mann entgegnet, dass ich sein Verhalten einfach nur schwach finde und er bei mir zuerst mal vorwiegend wieder um mehr Respekt kämpfen müsste.

Mittlerweile denke ich leider auch, dass diese Ehe nicht zu retten ist, außer, ich würde mich wieder ganz ganz weit hintenanstellen, und dazu bin ich nicht mehr bereit.

Es sprechen viele immer von der guten alten Zeit, ich bin davon überzeugt, dies war nur möglich, weil die Frauen so erzogen waren, dass sie kein Anrecht auf Glück und Selbstverwirklichung haben und deshalb Ehen als Schicksal angesehen wurden.

Mit meinem Mann habe ich nie darüber gesprochen, wie er die Ehe sieht, es schien für uns beide klar zu sein, aber nun haben wir sehr unterschiedliche Standpunkte:
er: dass es eine lebenslange Bindung ist, der andere gehört einem, und man ist halt zusammen und basta
ich: dass eine Beziehung immer im Wandel ist und man nie das Kontakt-Suchen zum anderen aufgeben darf

Ein Mensch gehört mir nicht! Niemals! Auch nicht mit Vertrag und Ehe und Ring!
Ich sehe mein Eheversprechen als Versprechen, die Beziehung niemals aufzugeben und mich zu bemühen, in dem Falle hat mein Mann die Vertragsvereinbarung gebrochen und nicht ich.

Beitrag von gunillina 05.11.10 - 14:57 Uhr

Das hast du noch einmal sehr schön auf den Punkt gebracht!
Danke dafür!

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