Haushaltshilfe

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von libella030 02.11.10 - 15:41 Uhr

wer von euch hat eine Haushaltshilfe genehmigt von der Krankenkasse

wir überlegen eine zu beantragen weil ich nur noch liegen darf und nichts weiter machen darf

wie lange hat es gedauert bis das genehmigt wurde??

mein Mann möchte das gerne machen geht das auch??

lg jessi 30+6

Beitrag von sussu78 02.11.10 - 16:04 Uhr

Hi,

ich hab den Antrag bereits Ende September abgegeben. Jetzt haben wir Anfang November und ich habe immer noch keine Entscheidung#aerger Wirklich zum kotzen! Wenn man was bezahlen soll dann sind die ganz schnell und schicken einem die Rechnung aber umgekehrt lassen die sich ganz viel Zeit, wobei ich nicht verstehe wieso. Mein Arzt hat mir eine Haushaltshilfe unterschrieben, keine Ahnung was es da noch 1000 Jahre zu prüfen gibt#augen

Dein Mann kann das leider nicht machen. Niemand aus der Familie wurde mir gesagt. Nur Freunde, Nachbarn und Fremde.

Viel Erfolg!

Beitrag von kikra02 02.11.10 - 16:05 Uhr

Voraussetzung ist, dass Kinder unter 12 Jahren in deinem Haushalt leben, die versorgt werden müssen. Dann hast Du Anspruch auf HH. Die Stundenzahl hängt u.a. davon ab wie lange sich das Kind in einer anderen Betreuung z.B. Kiga/Schule befindet. Am besten gleich bei der Krankenkasse anrufen und den Antrag stellen. Da bekommst erstmal nen Stapel Papiere zum Ausfüllen, u.a. auch ein Attest, das Dein FA ausstellen muss wg. der medizinischen Notwendigkeit. Das dürfte ja aber kein Problem sein. Denke, das geht ja von ihm aus, dass Du liegen sollst. Geht ja vermutlich um vorz. Wehen oder sowas, also im Endeffekt um drohende Frühgeburt, oder!? Dann alles schnell zurück zur KK. Die hatten mir gesagt, dass es jetzt ein paar Tage bis 2 Wochen dauert bis das bearbeitet ist. Worauf ich sagte, dass bis ich bis dahin dann vielleicht schon ein Frühchen habe, wenn ich jetzt keine Hilfe bekomme und ob sie dafür die Verantwortung übernehmen wollen. Plötzlich hatte ich ab dem nächsten Tag HH. Ja, die unkomplizierteste Variante ist, wenn es dein Mann macht. Das ist kein Problem.
Wünsche Dir alles Gute und sei hartnäckig bei der KK!

Beitrag von uvd 02.11.10 - 16:40 Uhr

Haushaltshilfe – was bedeutet das?

Die Haushaltshilfe umfasst alle Tätigkeiten, die zum Führen eines Haushaltes gehören, wie z. B. Kinderbetreuung, Essenszubereitung, Wohnungsreinigung, Kleiderpflege etc. Der Umfang der Leistung richtet sich nach dem jeweils individuellen, tatsächlichen Hilfebedarf. Kann der Haushalt noch teilweise weitergeführt werden oder ist zu bestimmten Zeiten die Haushaltsführung durch eine andere Person des Haushalts möglich (z. B. Wochenende, Urlaub des Lebenspartners), so können die Leistungen nur in eingeschränktem Umfang gewährt werden.
Haushaltshilfe kann von den Krankenkassen in verschiedenen Formen erbracht werden. Die erste, jedoch in der Praxis eher selten angewandte Möglichkeit ist, dass die Krankenkasse eine Haushaltshilfe in Form einer Ersatzkraft stellt. Dabei kann es sich um spezielle Angestellte der Krankenkasse handeln oder um Mitarbeiter von Institutionen, mit denen die Krankenkasse Verträge nach § 132 SGB V abgeschlossen hat. Im Einzelfall werden die Kosten für eine selbst beschaffte Ersatzkraft in angemessenem Umfang erstattet (§ 38 Abs. 4 SGB V). Als angemessen gelten hier Kosten von 8 Euro pro Stunde bzw. 64 Euro je Tag (2007).
Für Verwandte und Verschwägerte bis zum zweiten Grad werden keine Kosten erstattet. Die Kassen übernehmen in diesen Fällen aber erforderliche Fahrtkosten und einen eventuellen Verdienstausfall, z. B. bei unbezahltem Urlaub des Partners, dies ist in der Praxis die häufigste Art der Haushaltshilfe. Die Kostenerstattung in diesen Fällen regelt die Satzung der Krankenkasse, meist ist die Erstattung auf den Höchstbetrag der Kosten für eine gestellte Kraft (64,- Euro pro Tag) begrenzt.




Haushaltshilfe bei Schwangerschaft und Geburt - §199 RVO

Rechtsgrundlage für diese Leistung ist § 199 RVO (Reichsversicherungsordnung). Die Leistung wird gewährt, wenn die Weiterführung des Haushalts wegen Schwangerschaft oder Entbindung nicht möglich ist und niemand sonst im Haushalt diesen weiterführen kann.
Im Gegensatz zur Haushaltshilfe nach § 38 SGB V ist es in diesen Fällen nicht Voraussetzung, dass ein weiteres Kind im Haushalt lebt. Das Gesetz fordert nur, dass die versicherte Frau einen Haushalt hat und diesen auch selbst geführt hat. Außerdem muss die Schwangerschaft bzw. die Entbindung die Leistungsursache sein, bei anderen ursächlichen Erkrankungen erhalten auch Schwangere und Mütter Leistungen nach dem SGB V. Da die Schwangerschaft an sich nur in Ausnahmefällen ursächlich ist (z. B. bei ärztlich verordneter Bettruhe), ist der häufigere Leistungsfall die Entbindung.
Haushaltshilfe kann sowohl bei stationärer Entbindung als auch bei einer Hausgeburt gewährt werden.
Haushaltshilfe bei Schwangerschaft oder Entbindung unterliegt keiner zeitlichen Beschränkung, sie wird solange geleistet, wie dies von Seiten des Arztes oder der Hebamme für notwendig erachtet wird. Auch nach der Entbindung besteht grundsätzlich Anspruch, wenn die Frau durch die Folgen der Entbindung noch geschwächt ist.
Aus Gründen der Gleichbehandlung von Müttern, die zu Hause entbinden, mit denjenigen, die stationäre Entbindung in Anspruch nehmen, wird für den Entbindungstag und zumindest für die ersten 6 Tage nach der Entbindung Haushaltshilfe nach § 199 RVO gewährt (Gemeinsames Rundschreiben, Abs. 5.4).
Die Zuzahlungsregelung nach § 38 Abs. 5 SGB V gilt nicht, d.h. eine Zuzahlung bei Haushaltshilfe wegen Schwangerschaft oder Entbindung wird nicht verlangt (Gem. Rundschreiben, Abs. 5.3).




Haushaltshilfe nach §38 SGB V

Haushaltshilfe bei Krankenhausbehandlung oder Rehabilitation
Leistungsgrundlage ist § 38 SGB V. Anspruch auf Haushaltshilfe kann wegen Krankenhausbehandlung, medizinischer Vorsorgeleistungen, einer medizinischen Rehabilitationsmaßnahme oder wegen einer Mutter-Kind-Kur bestehen, wenn wegen einer dieser Leistungen die Weiterführung des Haushaltes nicht möglich ist. Auch wenn aus medizinischen Gründen die Mitaufnahme mit einem Kind im Krankenhaus notwendig ist, besteht Anspruch auf Haushaltshilfe.
Voraussetzung ist, dass im Haushalt ein Kind unter 12 Jahren lebt und keine andere Person, die im Haushalt lebt diesen weiterführen kann. Eine Ausnahme hiervon bilden Kinder, die behindert und auf Hilfe angewiesen sind, in diesen Fällen gilt die Altersgrenze nicht.
Bei ambulanter Krankenbehandlung besteht grundsätzlich kein Leistungsanspruch.
Die Krankenkasse kann in ihrer Satzung vorsehen, dass in weiteren Fällen nach ärztlichem Zeugnis Haushaltshilfe gewährt wird, z. B. bei Erkrankung (ohne Krankenhausaufenthalt) oder nach ambulanten Operationen. Im Gegensatz zur Regelleistung ist dies jedoch von Kasse zu Kasse unterschiedlich.
Die Dauer der Leistung bestimmt sich nach der Dauer der verursachenden Leistung, z. B. der Dauer des stationären Krankenhausaufenthaltes.
Seit dem 1. Januar 2004 muss zu den Kosten für die Inanspruchnahme einer Haushaltshilfe eine Zuzahlung geleistet werden. Diese beläuft sich auf 10 Prozent der Kosten pro Leistungstag, jedoch mindestens 5,- und höchstens 10,- Euro täglich. Dies gilt nur für volljährige Versicherte.

Beitrag von libella030 02.11.10 - 17:12 Uhr

super
ich hab heute den Antrag erhalten und werde ihn morgen gleich hin bringen

ich hab eine Zervixinsufiziez und vorzeitige wehen

hoffe das sie es gleich bearbeiten weil ich die Hilfe sofort brauche oder eher mein mann übernehmen wird
und nicht erst in drei wochen