Sandwich--Kinder ! Wie verhalten sich Eure ?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von axaline 02.11.10 - 23:13 Uhr

Hallo,

ich habe momentan ein kleines Problem mit unserer Mittleren Tochter (3,5 Jahre alt) sie ist dauernd nur am heulen, wegen jedem bissl fängt sie an zu schreien wie am Spieß. Man braucht sie nur falsch angucken, schon gehts los! #heul

Mir wurde jetzt gesagt, daß sie ja nunmal ein Sandwich-Kind ist (als Mittlere)
Sie ist noch nicht groß genug um die Sachen zu machen, die Ihre große Schwester kann und darf, und sie ist aber ja auch nicht mehr *Die Kleine*.
Und so versucht sie nach Aufmerksamkeit zu ringen, an der es Ihr ganz Gewiß nicht fehlt .
Sie ist morgens die erste die zum kuscheln kommt und auch tagsüber immer wieder an meinem Rockzipfel, auf dem Schoß und Co.
Aber mit Ihrem ständigen Geplärre macht sie sich alles mögliche kaputt, die Kinder im KiGa wollen nicht mit ihr spielen, weil sie immer gleich losheult. Sie wird nie irgendwohin eingeladen, weil sie so zimperlich ist, und und und
Ihre Große Schwester (6) ist *Everybodys Darling*, hat zwar ne große Klappe ,aber setzt sie gezielt ein.
Der kleine ist 6 Monate alt und ein SOnnenschein, immer am lachen und freundlich zu jedem.

Wie ist das bei Euch ?
Wie verhalten sich Eure mittleren ? Und wie geht Ihr damit um ?
Habt Ihr Vorschläge ?

LG Janine

Beitrag von cheryl. 03.11.10 - 05:54 Uhr

Man könnte glauben, du redest von unserer Tochter! :-p
Sie ist auch 3 jahre und auch so, wie du deine beschreibst! Allerdings ist sie im Kiga nicht so! Und bei Omi und Opi auch nicht!
Aber sie verlangt sehr viel aufmerksamkeit und Nähe!

Beitrag von anarchie 03.11.10 - 08:20 Uhr

Hallo!

jeses kind sucht sich eine Rolle...

der problemlose Sonnenschein ist vergeben,
der "kecke Liebling" ebenfalls..

Biete ihr eine neue Rolle an!

Und ja, die Mittleren haben es nicht leicht.
ich bin auch so ein "mittleres Kind".
ich sollte immer Rücksicht nehmen auf den Kleinen und durfte nie, was der Große darf...

bei meinen kindern achte ich mit argusaugen darauf.

Sie schreit nach Anerkennung und zuwendung - auch wenn sie objektiv genug bekommt, ist das subjektiv , wie man ja deutlich sieht, anders.

lg

melanie mit den 4 Kurzen(8,6,3,1)

Beitrag von mama062006 03.11.10 - 08:28 Uhr

Hallo,

also ich weiß nicht, ob das jetzt unbedingt daran liegt, dass sie ein Sandwich-Kind ist, oder nicht einfach durch die Trotzphase kommt.

Mein Kleiner, 3 Jahre und 2 Monate alt, führt sich genauso auf, obwohl er kein Sandwichkind ist.

lG

Beitrag von stin79 03.11.10 - 09:23 Uhr

Dito!

Es ist gemein, aber schön, wenn man nicht allein mit seinem PRoblem ist ;-)

Beitrag von 3wichtel 03.11.10 - 09:23 Uhr

Ich halte von der Sandwich-Theorie nichts:

Unser Mittlerer ist zwar auch anstrengender als seine Geschwister, das war er aber auch schon vor der Geburt des dritten Kindes ;-)

Ausserdem werden Sandwich-Kinder ja nicht als solche geboren sondern sind ja auch eine Zeit lang die "Küken" gewesen, die betüttelt wurden.

Beitrag von karna.dalilah 03.11.10 - 09:36 Uhr

Ich habe ja dann 2 sogenannte Sandwich-Kinder.
Das ältere der beiden fühlt sich ständig ungerecht behandelt.
Das jüngere der beiden ist fast ein Selbstläufer.
Der holt ich was er braucht.
Fordert ein was er nicht allein holen, nehmen kann....
Was die zeitliche Zuwendung betrifft kommt das jüngere im vergleich zum älteren der beiden eher zu kurz.
Mit dem Älteren sitzen wir und machen Hausaufgaben, spielen Spiele um ihn zu fördern. Er hat nun schon wieder ein neues Fahrrad bekommen und und und.
Wie bei euch will kaum einer mit ihm spielen, weil er laut ist und so gar nicht kompromissbereit.
Beim Jüngeren ist es so, er bestimmt wer mit ihm spielen darf...
Neulich hat er der Nachbarstochter kurz und knapp ("Ich will heut nicht mit dir spielen, Tschüss" an den Kopf geworfen und hat sie an der Tür stehen lassen.
Würde der Größere nie tun.


Ich denke es ist zum Teil wirklich mit das Wesen des Kindes.
Schenk deiner Mittleren Aufmerksamkeit wenn sie sie braucht, aber vergiss nicht auch sie zu fordern.
Man kann ja im Alltag immer wieder hervorheben, was sie schon alles kann und darf, weil sie schon so groß ist.
Unsere Kinder bekommen immer wieder zu hören, was für tolle Kinder sie sind und was für ein Glück wir haben, dass sie unsere Söhne sind.
Wir meinen das auch so.
Neulich kam das jünger SandwichKind an und meinte : "Mama ich bin schon echt groß...aber auch noch ein bisschen klein. Ich kann manches noch gar nicht....")

Alles Liebe Karna

Beitrag von sillysilly 03.11.10 - 10:09 Uhr

Hallo

ich finde das "Sandwich"-Gerede ehrlich gesagt grauenhaft.
Und meiner Meinung ist es ein Schmarrn, es ist halt manchmal zufällig passend.

Durch meinen Beruf - 15 Jahre Erzieherin - habe ich die Erfahrung gemacht, daß es auf den Charakter des Kindes ankommt und vor allem auf die Konstellation der Familie, der Charakter der Eltern, die Situation in der Familie.

Bei manchen denkt man - oh, das arme große Kind, muß so viel machen, so viel Verantwortung übernehmen, wird kaum geholfen, muß immer vernünftig sein, muß zurück stecken, usw.

bei manchen denkt man - oh, das arme jüngste Kind - was das aushalten muß bei den großen Geschwistern, wird ja total betütelt - daß kann nicht gut sein, total unselbständig - oder total willensstark und bockig ......


Jedes Kind hat seine Eigenheiten, seine Rolle in der Familie, jede Familie ihre eigene Dynamik ............ meiner Meinung nach ist die Rolle des Kindes davon und von der "Art des Kindes" abhängig.


Mein Sandwich-Kind - ist eine kleine Alleskönnerin, die alles mit Charme regelt, total witzig ist und im Kindergarten bei den Erzieherinnen super beliebt ist. Und das schon nach ein paar Monaten.
Sie ist sehr willensstark, kann aber auch auf "klein machen" wenn es ihr hilft - sie ist ein wahrer Sonnenschein der überall gut ankommt.
Sie kommt bestimmt super durchs Leben ...........
in der Familie orientiert sie sich wie es ihr Recht kommt.
Mal spielt sie gerne mit der Großen, mal liebt sie ihre Rolle als große Schwester gegenüber dem Bruder.


Die Große ist eine brave, die aber Zeit braucht um "Aufzutauen", vieles fällt ihr schwerer weil sie sich selbst durch ihre Ängste bremst.

Was aus dem Kleinen wird kann ich noch nicht sagen - im Moment ein charmanter "Zornigel" mit 17 Monaten.


Versuche dein Kind zu begleiten, zu unterstützen, es in seinen Schwächen zu fördern - aber mache das nicht von seiner Rolle abhängig.

Mach doch ab und zu etwas mit der "Mittleren" alleine - bei uns gibt es Mama-Tage, mal für die Große und mal für die Mittlere.
Denn gerade die Große wünscht sich Zeit mit der Mama alleine.


Grüße Silly