Umfrage: Freundschaft zwischen Mann und Frau-ist das möglich?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von der.maulwurf 03.11.10 - 09:59 Uhr

Tag ihr da:-D

Hatte neulich eine lange Diskussion mit meinem Mann.
Er ist ein sehr eifersüchtiger Typ, und kontrolliert auch gerne mal.
Am Anfang unserer Beziehung war das total schlimm, und er hat es richtig übertrieben. mittlerweile is es viel besser geworden, dennoch hat er so seine komischen Ansichten (für mich sind sie komisch) wie Z.B:
Eine verheiratete Frau darf keine Nummern von Männern im Handy haben.
Also sprich: Keine Männlichen Kumpels/Freunde.#kratz

Ich finde das total bescheuert, und denke mir dann immer, das er mir keinen Millimeter vertraut. Ich habe jetzt genau 2 nummern von 2Typen, einmal ein Schulkamerad und der Beste Freund, meiner damalig besten Freundin.
Aber die beiden rufen nie an, und ich sie auch nicht. Könnte die Nummern eigentlich löschen. Selbs DAS hat ihn zu Beginn gestört.

Jedenfalls ist er davon überzeugt, das eine rein Platonische Freundschaft zwischen Mann und Frau nicht funktionieren kann. Er meint, früher oder später wird da IMMER was laufen, weil die Männer halt mit dem Unteren Teil des Körpers denken usw....Aber jetzt mal angenommen ich lerne einen kennen, auf der Arbeit. Ein Kollege also. Der is überhaupt NULL mein Typ, total der Freak von mir aus, vom Aussehen her. Ich könnte mir NULL mit dem vorstellen. Aber ich merke, ich bin voll auf einer Wellenlänge mit dem, kann mich super gut mit ihm unterhalten, finde ihn vielleicht noch witzig, und nett. Dann denkt man doch schon, hey mit dem würd ich gern öfters reden...oder mal was trinken gehen keine Ahnung....mit anderen Freunden zusammen. Das kann meiner Meinung nach sehr gut klappen. Er müsste sich halt im Klaren sein, das NIE mehr draus werden kann, und damit klar kommen und es respektieren.

Was meint ihr? Gibt es richtige WAHRE Freundschaften zwischen Mann und Frau? Ich hätte so gern nen Mann als Freund (von mir aus kann er auch schwul sein, scheiß egal) da ich mit Männern einfach besser auskomme.
Ist einfach so. Die Zicken nicht immer, sind nicht so schnell eingeschnappt, nicht so kompliziert...usw....

Bin gespannt auf eure Antworten.
Gruß Mauli

Beitrag von lichtchen67 03.11.10 - 10:07 Uhr

Nein, ich glaube nicht das eine rein platonische Freundschaft zwischen Mann und Frau möglich ist. Irgendwann will immer einer was vom anderen. Meine persönliche Einstellung und Erfahrung.

ich habe aber auch nicht das Bedürfnis, einen männlichen Freund zu haben und verstehe dieses Bedürfnis auch ehrlich gesagt nicht.

Um Männer mit diesen "besten Freundinnen" mache ich persönlich lieber einen großen Bogen, das ist nix für mich. Mein Partner tickt da ebenso wie ich.

Lichtchen

Beitrag von pupsismum 03.11.10 - 10:18 Uhr

Am Besten finde ich immer, wenn dann plötzlich die Ex-Freundin die neue beste Freundin ist. #cool

Beitrag von lichtchen67 03.11.10 - 10:21 Uhr

ohja, lach, das ist die beste "konstellation".... da nehm ich sofort reißaus #zitter

Lichtchen

Beitrag von aeternum 03.11.10 - 12:51 Uhr

Aloha,

eine Exfreundin meines Freundes ist eine seiner besten Freundinnen ;-) - sie sind seit 5 Jahren auseinander und waren vermutlich genauso lang zusammen.

Ich hab sie kennengelernt und finde sie wirklich sympathisch - als ich sie noch nicht kannte, hatte ich aber auch überhaupt keine Sorge, meinen Freund sich mit ihr treffen zu lassen (was allerdings auch nicht übertrieben oft stattfindet, vermutlich bisher viermal in einem halben Jahr). Ich weiß aber, daß sie ab und an telefonieren usw.. worüber auch kein Buch geführt wird. Mein Freund erzählt einfach ab und an, daß sie miteinander geredet haben.

Ich wüßte nicht, was ich dagegen haben sollte. Er selbst sagt, er wüßte nichts, was uninteressanter oder "ungefährlicher" sein sollte als eine/ein Ex, mit dem man halt auseinander ist, weil man sich nicht mehr geliebt hat.

Ich bin aber auch ein uneifersüchtiger Typ - er GOTT SEI DANK ebenfalls. Dazu kommt allerdings, daß er auch völlig ohne Not (also ohne auch nur ansatzweisen Wunsch/Bemerkung von mir) u.a. zu ihr gesagt hat, er habe noch nie eine so schöne und glückliche Beziehung gehabt #hicks .. #verliebt

Naja.. wie gesagt.. sowas kann also völlig easy sein.

Beitrag von aeternum 03.11.10 - 12:52 Uhr

Ups.. da fehlte.. "..noch nie eine so schöne und glückliche Beziehung -wie mit mir- gehabt" ;-)

Beitrag von borstie2000 03.11.10 - 19:29 Uhr

Ich glaub da auch nicht daran. Immer wenn es hieß "ich verstehe mich halt so gut mit meiner Exfreundin"- dann war das schon längst seine neue (alte) Geliebte.......#drache

nee Danke, hab ich in mehreren Ausführungen hinter mir.....

Borstie

Beitrag von pupsismum 03.11.10 - 10:16 Uhr

Nein, ich glaube auch nicht daran, dass eine rein platonische Freundschaft dauerhaft möglich ist.

Es muss nicht zwangsläufig etwas passieren zwischen den Zweien, aber nach den Erfahrungen die ich selber gemacht habe und auch im Umfeld miterlebt habe, interessiert sich einer der beiden früher oder später eben doch auf andere Art und Weise für die Freundin/den Freund.

Und wenn dieser Moment gekommen ist, sind die Wenigsten dazu in der Lage, auf der "alten" Ebene weiterzumachen.

Es mag vereinzelte Ausnahmen geben, aber im Grunde glaube ich, das diejenigen einfach nur den Moment des "anderen Interesses" (noch) nicht deutlich gemacht haben, aber lieber nur befreundet bleiben, als ganz auf den Menschen zu verzichten.

Vielleicht erlebe ich ja noch mal, dass es auch anders laufen kann. Aber bislang kenne ich nicht ein einziges positives Beispiel dafür.

Gruß
p

Beitrag von zeitblom 03.11.10 - 10:19 Uhr

Nichts ist unmoeglich.... ich jedenfalls kann mir nicht vorstellen, mit einer Frau befreundet zu sein, die ich nicht auch koerperlich attraktiv finde.

Beitrag von zucchini78 03.11.10 - 10:26 Uhr

Du kannst dir eine Freundschaft (!) nur mit einer attraktiven Frau vorstellen? #kratz

Beitrag von zeitblom 03.11.10 - 10:44 Uhr

ja, ich kann zwischen Geist und Koerper eben nicht trennen....

Beitrag von zucchini78 03.11.10 - 11:10 Uhr

Aber auch, wenn es um Freundschaft geht? Natürlich kann man nicht mit jemanden befreundet sein, den man zum kotzen findet (siehe unten). Aber es gibt doch auch Menschen, die man körperlich neutral findet - also weder attraktiv noch hässlich...

Ich habe es eher erlebt, dass Menschen, die ich körperlich nicht attraktiv (= neutral) fand, durch ihren Charakter viel an Schönheit gewonnen haben.

Beitrag von zeitblom 03.11.10 - 12:34 Uhr

ich bin ja nur ein schlichter Mann, der keine Grautoene kennt: "neutral" gibt es da nicht: entweder spricht mich ein Gesicht an oder nicht...

Beitrag von lichtchen67 03.11.10 - 10:48 Uhr

Kannst Du das nicht auch irgendwie nachvollziehen? Also ich könnte sicherlich auch nicht mit einem Menschen befreundet sein, den ich körperlich "zum kotzen" finde. Ich muss den Menschen mögen, auch sein Äußeres.

Attraktiv heißt ja "für mich attraktiv". Es heißt nicht, ich könnte nur mit den schönsten Menschen der Welt befreundet sein.

Lichtchen

Beitrag von zucchini78 03.11.10 - 11:03 Uhr

Zwischen attraktiv und zum kotzen gibt es ja durchaus auch Abstufungen.

Attraktiv heißt für mich, gerade beim anderen Geschlecht, dass ich ihn körperlich sehr stark anziehend finde. Da könnte ich keine platonische Freundschaft entwickeln. Ich kann mir aber durchaus vorstellen einen rein freundschaftlichen Kontakt zu jemanden zu haben, der mich körperlich nicht anzieht, was aber ungleich abstoßend ist, sondern eher neutral. Eigentlich ist es die einzige Möglichkeit (für mich) auf eine platonische Beziehung zu einem Mann. Bei hoher körperlicher Anziehungskraft würde sich sicherlich mehr entwickeln...

Beitrag von sweetangel78 03.11.10 - 11:22 Uhr

damit dich net blamieren mußt wenn ihr was unternehmt???;-):-p

Beitrag von zeitblom 03.11.10 - 16:50 Uhr

nein, weil ich den Kitzel des Reizes mag...

Beitrag von summer7708 03.11.10 - 10:20 Uhr

Das ist wirklich schwierig.Sicherlich gibt es das. Aber die gefahr das sich beide dann doch emotional zu nahe kommen und sich daraus dann mehr entwickeln könnte besteht halt.
Emotionale nähe wirkt anziehend und so ist die Grenze zu körperlicher Nähe schnell mal überschritten.
Genauso die Geschichte mit :Wir bleiben nach der Trennung freunde...man landet dann doch schnell mal wieder im Bett...ist so

Es mag funktionieren wenn der Freund schwul ist...da dürfte so schnell ja keine Gefahr der grenzüberschreitung bestehen ...lach

Beitrag von wasserdrachen 03.11.10 - 10:21 Uhr

Diese <<guten<< Freundinnen sind oft in einer Beziehung ein
riesiger Störfaktor.
Sie sind immer und überall präsent.
Und dann oft wichtiger als die Partnerin.
Alles wird mit ihnen besprochen.........

wasserdrachen

Beitrag von rosenrot1974 03.11.10 - 10:23 Uhr

ICH habe das schon mehrfach erlebt und "glaube" deswegen auch daran. Ich habe aber nie das "Bedürfnis" danach gehabt, es ergab sich einfach!

Einer ist ein Schulfreund. Wir kennen uns seit fast 20 Jahren. Da war nie auch nur im Ansatz etwas! Er würde mich noch nicht einmal freundschaftlich in den Arm nehmen (weiss nicht warum, aber so etwas in Richtung Körperlichkeit gab es halt nie bei uns).

Ein anderer: Ein Kollege. Ich bin zwar nicht so ganz seine Zielgruppe, aber er würde mich auch nicht von der Bettkante stossen. Sagt er ganz offen. Und ich sage ganz offen, dass ich mich im Leben nicht an seine Bettkante setzten würde #schock! Und er akzeptiert´s!! Unser Kontakt ist und bleibt seit ca 10 Jahren freundschaftlich und platonisch!

Und auch so hie und da mal den einen oder anderen, der sich wieder im Sande verlaufen hat.

So was gibts in echt.

Rosenrot

Beitrag von rosenrot1974 03.11.10 - 10:31 Uhr

Nachtrag: Diese Freundschaften sind zwar innig und wir erzählen uns viel. Aber dennoch ist der Kontakt mässig... Also es hat und würde sich wohl auch keine feste Freundin darüber aufregen.

Mit meinem Schulfreund haben wir Phasen, da sehen wir uns häufiger und telefonieren dann auch mehr. Aber es gibt auch Phasen (und die inzwischen weitaus häufiger) an denen wir genau zwei Mal im Jahr telefonieren: An seinem Geburtstag und zwei Tage nach meinem Geburtstag.#cool

Beitrag von pupsismum 03.11.10 - 10:35 Uhr

Feste Freundin? Heißt das, du bist homosexuell?

In dem Falle würdest du nicht als gutes Beispiel funktionieren. ;-)

Beitrag von rosenrot1974 03.11.10 - 12:55 Uhr

Feste Freundin meiner platonischen Freunde...

Beitrag von warum nicht? 03.11.10 - 10:25 Uhr

ich komme mit männern auch irgendwie besser klar, habe aber trotzdem eine langjährige beste freundin.
vor jahren hatte ich mal einen kumpel, mit dem ich sehr oft was unternommen habe.
er sah zwar gut aus, war aber so nicht mein typ und wollte nichts von ihm und wenn wir unterwegs waren in disco u.a., schaute sich jeder um. er nach mädels und ich nach anderen kerlen ;-) mir kam irgendwie garnicht in den sinn, etwas mit ihm zu haben. stand auch nie zur debatte. er war halt "nur" ein kumpel.

vielleicht kommt es ja auch drauf an wie oben erwähnt, vonwegen ob der jeweilige freund oder kumpel ins "beuteschema" passt (und umgekehrt aus der sicht des kumpel) #kratz
wenn es nicht der typ ist worauf man normal abfährt, dann ist die "gefahr" wesentlich kleiner sich zu verlieben o.ä.
denke ich jedenfalls.

Beitrag von bensu1 03.11.10 - 10:25 Uhr

hallo,

ich hab' mir unlängst gedacht, ein schwuler freund wär' doch toll! mit dem könnte ich salsatanzen gehen (mann hat keine lust), shoppen gehen (mann hat keine lust), ich könnte die männliche denkweise ohne sexuellem hintergedanken mir gegenüber näher hinterfragen, etc. etc. ;-)

zum eigentlichen thema:
ich glaube schon, dass freundschaft zwischen mann und frau rein platonisch bleiben kann. ich selber habe einen freund/bekannten, den ich schon kenne, seit ich ein kleiner stöpsel war.
mein mann hat mittlerweile auch kein problem (mehr) mit männlichen bekannten. am anfang unserer beziehung hat es diesbezüglich öfter diskussionen gegeben, einfach weil er mich noch nicht so gut kannte und nicht wusste, dass ich ein "gerader michel" (= die treue in persona) bin.

was schwierig werden kann, ist eine freundschaft, die zu vereinnahmend ist und den partner in den hintergrund zu drängen versucht. in diesem fall wäre es egal, ob männlein oder weiblein.

lg
karin