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Forum: Unterstützter Kiwu

Dein Arzt hat Hindernisse für eine normale Empfängnis festgestellt und du bist in Behandlung in einer Kinderwunschpraxis? Hier kannst du dich mit anderen über die künstliche Befruchtung etc. austauschen. Auch nützlich: Lexikon der Abkürzungen. Unser Kinderwunschmediziner Dr. David Peet beantwortet deine Fragen in unserem Expertenforum.

Beitrag von christ82 03.11.10 - 10:55 Uhr

Hallo!

Wer muss von euch alles ASS100 nehmen während einer Behandlung??

Von wann bis wann??

Ich denke mal ab TF bis BT???

Und hatte eichon mal den Embryo-Glue machen lassen??
oder das Assisted-Hatching????

Mein Doc hält von beiden ned recht viel,aber ich finde es klingt vielversprechend:-)



Embryo-Glue

Der Zeitabschnitt beginnend mit dem Embryotransfer bis hin zur Einnistung bestimmt wesentlich den Erfolg der künstlichen Befruchtung. Wir haben in unserem Zentrum den
Embryotransfer unter Ultraschallsicht eingeführt, um die Embryonen optimal in der Gebärmutterhöhle plazieren zu können.

Durch zusätzliche Anwendung des neu entwickelten Embryotransfer-Mediums (Embryo-Glue) werden eine Reihe von Streßfaktoren für den Embryo ausgeschaltet und eine bis zu mehr als 30%-ige Zunahme der Einnistung erreicht. Die Inhaltsstoffe des Embryo-Glue-Mediums sind der Flüssigkeit in der Gebärmutterhöhle angepasst. Es wird eine rasche Vermischung von Transfermedium und der Flüssigkeit in der Gebärmutterhöhle ermöglicht. Das Medium verbessert gleichzeitig die Ernährungssituation des Embryos und erleichtert das Anhaften der Embryonen an die Gebärmutterschleimhaut durch biomechanische Signale.

Der Embryotransfer mit Embryo-Glue ist sowohl für Embryonen am zweiten, dritten bzw. fünften Tag nach der Eizellgewinnung geeignet. Auch im Rahmen des Embryotransfers nach Kryokonservierung führt die Anwendung dieses Mediums zu einer Verbesserung der Implantations- und Schwangerschaftsrate.




Hatching

Assisted hatching (Laser)

Das Schlüpfen des jungen Embryos aus der Eizellhülle ist ein wichtiger Schritt, bei dem wir Hilfestellung leisten können.


Die menschliche Eizelle ist von einer Hülle umgeben, die sie vor äußeren Einflüssen schützt und das Eindringen zu vieler Spermien bei der Befruchtung verhindert. Nach der Befruchtung entwickelt sich der Embryo zunächst in dieser Hülle. Am fünften Entwicklungstag ist er so groß, daß er die Schutzhülle verlassen muß (sog. „Schlüpfen“, engl. „hatching“). Das Schlüpfen ist Voraussetzung für die weitere Entwicklung und die Einnistung des Embryos in die Gebärmutterschleimhaut.

Wir gehen davon aus, daß Embryonen, die mit Hilfe von IVF oder ICSI entstanden sind, nicht in der selben Weise schlüpfen wie im Körper entstandene Embryonen. Schwierigkeiten beim Schlüpfen stellen eine Ursache für ein Ausbleiben der Schwangerschaft bei ansonsten idealen Behandlungsbedingungen dar. Durch die Kryokonservierung beispielsweise kann es bei Eizellen im Vorkernstadium zu einer „Härtung“ der Schutzhülle kommen, die das spätere Schlüpfen erschwert.