Stillen nach dem Abstillen

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von noodle13 03.11.10 - 13:47 Uhr

Hallo,

habe im Internet von Müttern gelesen, die nach 3 Monaten ohne Stillen wieder das Stillen angefangen haben.

Hat hier jemand nach dem er schon abgestillt hat wieder mit dem Stillen angefangen? Wenn ja, würde ich gerne Eure Meinung dazu hören. War es sehr schwer und würdet Ihr es wieder.

Denke gerade darüber nach, da das Nicht-Stillen mich sehr belastet.

Gruß noodle13


Beitrag von qrupa 03.11.10 - 14:33 Uhr

Hallo

das ganze nennt sich relaktieren, st harte Arbeit und sollte unbedingt von einer ausgebildetetn Stillberaterin begleitet werden. Wenn du mit dem gedanken spielst solltest du dir so schnell wie möglich Hilfe suchen denn je eher du anfängst um so größer sind die Chancen dass du wieder zurück zum (voll) stillen kommst.

LG
qrupa

Beitrag von lilly7686 03.11.10 - 14:42 Uhr

Hallo!

Ich hab zwar direkt keine Erfahrung damit. Aber ich mache derzeit die Stillberater-Ausbildung.

Es ist natürlich möglich. Das nennt sich, wie meine Vorschreiberin schon sagte, Relaktation.
Es ist Arbeit. Aber es ist möglich.

Am Besten man nimmt dazu das Brusternährungsset.
Dabei hängt Mama sich eine Flasche mit Pre-Nahrung (bzw. der aktuellen Nahrung eben) um den Hals. Von der Flasche gehen zwei Schläuche weg, die an den Brustwarzen befestigt werden.
Dein Baby würde damit an der Brust saugen, dabei natürlich die Milchproduktion anregen, und dennoch satt werden. Dein Baby würde damit auch wieder lernen, an der Brust zu trinken.

Jedoch sollte dieses Set nur von einer Stillberaterin erklärt werden! Auf keinen Fall alleine anwenden!

Eine Stillberaterin findest du hier:
http://www.lalecheliga.de
http://www.afs-stillen.de
Beide Vereine arbeiten ehrenamtlich, verlangen also nichts für ihre Hilfe.

Außerdem hilft hier viel nackig kuscheln und dein Baby, auch ohne Hunger, an deiner Brust nuckeln lassen.

Dennoch: ohne Hilfe einer Stillberaterin, die persönlcih bei dir vorbei schaut, wird es kaum gehen.
Wichtig ist auch das richtige Anlegen, was dir ebenfalls die Beraterin zeigen kann.

Ich wünsch dir, dass es bald klappt!

Alles Liebe!

Beitrag von noodle13 03.11.10 - 20:36 Uhr

Danke für die Antworten.

Werde mir eine Stillberaterin in der Nähe suchen.

Gruß

Beitrag von lucaundhartmut 03.11.10 - 22:04 Uhr

Hi noodle13,


zunächst einmal: Es sollte Dich nicht bedrücken, dass Dein Kind nicht per Brust ernährt wird.
Denn dies ist nun einmal nicht immer möglich.
Und selbst, wenn man freiwillig darauf verzichtet, muss keine Frau deshalb ein schlechtes Gewissen haben.
Bitte lasse Dir nichts Gegenteiliges einreden.

Du bist eine prima Mutter, und Dein Nachwuchs ein Prachtexemplar! :-)


Und dann: Ja, bei einigen Frauen/Babys klappt das Relaktieren.

Dies bedarf unter Umständen viel Zeit, Geduld, Verständnis.

Am besten kanns klappen, wenn Du Dir von einer gut ausgebildeten Hebamme oder einer sogenannten Stillberaterin das Brusternährungsset zeigen lässt bzw. dessen Anwendung.
Hierbei würde Dein Kind an der Brust saugen und gleichzeitig per Schlauch mit Abgepumptem und/oder käuflich zu erwerbender Säuglingsmilch versorgt werden.

Das Brusternährungsset musst Du Dir allerdings durch eine der vorgenannten Personen zeigen lassen.

Du kannst auch die Milchbildung durchs Abpumpen anregen. Verwende am besten eine elektrische Milchpumpe und pumpe tagsüber beidseitig zur gleichen Zeit alle 2 bis 3 Stunden für 10 bis 20 Minuten ab und abends/nachts alle 6 bis 8 Stunden.

Kuschle viel nackig mit dem Baby, biete ihm immer wieder ohne Zwang und ohne Druck die Brüste an.

Ernähre Dich ausreichend und ausgewogen und trinke 2 bis 3 Liter am Tag (davon 4 Tassen Fenchel-, Kümmel-, Anistee).


Alles Gute und sei nicht enttäuscht, falls Dein Vorhaben nicht gelingen sollte. #herzlich

LG
Steffi

Beitrag von lilly7686 03.11.10 - 22:10 Uhr

"Du kannst auch die Milchbildung durchs Abpumpen anregen. Verwende am besten eine elektrische Milchpumpe und pumpe tagsüber beidseitig zur gleichen Zeit alle 2 bis 3 Stunden für 10 bis 20 Minuten ab und abends/nachts alle 6 bis 8 Stunden. "

Faaaaaaalsch.
Wenn frau per Pumpe die Milchproduktion anregen will, muss man alle 1,5-2 Stunden mindestens abpumpen. Auch nachts.
Ja, das ist eine der Tatsachen, die ich erst heute weiß. Diese Tatsache hab ich bei meiner Großen damals nicht gewusst.
Soviel zu deiner angeblichen ach so großen Erfahrung, mein lieber Flaschen-Geist.

Beitrag von lucaundhartmut 03.11.10 - 22:15 Uhr

Hi lilly7686,

nichts für ungut, aber

"Du kannst auch die Milchbildung durchs Abpumpen anregen. Verwende am besten eine elektrische Milchpumpe und pumpe tagsüber beidseitig zur gleichen Zeit alle 2 bis 3 Stunden für 10 bis 20 Minuten ab und abends/nachts alle 6 bis 8 Stunden."

bringt tatsächlich sehr oft etwas. #aha

Ist jedoch nicht schlimm, dass Dir dies bisher nicht bekannt war. #herzlich

Und ich finde es sehr gut, dass Du dazu stehst, dass Dein großes Kind kein Brustkind gewesen ist und nur sehr kurze Zeit Frauenmilch bekam. #herzlich


Liebe Grüße,
Steffi

Beitrag von lilly7686 03.11.10 - 22:26 Uhr

Also mir ist kein Fall bekannt, wo das Abpumpen in so großen Zeitabständen sehr viel bringt. Vorallem nicht, wenn man relaktieren will.

Aber du hast ja soooo viel Erfahrung, nicht wahr?