Ist an "Schubladen Namen" doch was dran ?

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Beitrag von 960207 03.11.10 - 13:51 Uhr

Hallo
Kennt ihr eigentlich Kinder/Jugendliche/Erwachsene mit „berühmt berüchtigten“ Schubladennamen wie z.B. Kevin und Justin persönlich?
Und wenn ja, bestätigt sich bei denen das Klischee?

Bin auf euere Antworten gespannt #huepf und freue mich auf eine rege Diskussion.

:-p
Mein Kinder haben Klassische/ zeitlose Namen die trotzdem nicht in den Top 10 stehn.

Beitrag von donaldine1 03.11.10 - 14:02 Uhr

Hallo,
ich kenne einen Kevin.
Der ist Mitte 20, hate keinen Schulabschluß, keine Ausbildung, prügelt sich gerne und wohnt in einer Behelfsunterkunft für Wohnungslose. Entsprihct als in dem Fall leider voll dem Klischee.
LG
donaldine1

Beitrag von nadeschka 03.11.10 - 14:04 Uhr

Kenne eher Leute mit klassischen deutschen Namen (z.B. Alexander etc) und die sind alle sehr erfolgreich im Berufsleben. Also die Schublade scheint schonmal zu passen. ;-)

Um Kinder namens Kevin und Justin zu treffen, wohne ich wohl im falschen Berliner Bezirk. #schein

Hier heissen alle Ansgar, Richard, Theodor, Martha oder Leonard.... Werden bestimmt alle später mal selbständige Unternehmer, Akademiker und Ärzte. Hihi.

Beitrag von sabati 03.11.10 - 15:13 Uhr

Das kann ja dann nur F-Hain oder Prenzelberg sein ;-)

#winke

Beitrag von nixfrei 03.11.10 - 14:06 Uhr

Hallo,

ich kenne einen Justin.
Seine Mutter war noch jung und ungeplant schwanger geworden. Nach der Geburt kam sie mit einem anderen Mann zusammen, über den man sich auch auslassen könnte.
Das Kind wollte sie dann nicht mehr, es wurde zur Oma verfrachtet und ist seit dem uninteressant.

Naja zumind. die Mutter entspricht dem Klischee einer Justin-Mutter. Das Kind selbst hats jetzt - denke ich - ganz gut.

Meine Freundin ist Sozialarbeiterin und kennt ne Menge typischer Kinder bzw. Eltern.

LG

Beitrag von viwi 03.11.10 - 20:02 Uhr

oh, das trifft sich. genau so einen kleinen justin kenn ich auch. der lebt auch bei der oma und die mama kümmert sich nicht. aber dem kleinen geht es trotzdem gut.

Beitrag von nixfrei 03.11.10 - 20:23 Uhr

Vielleicht ists der gleiche ;-)

Beitrag von viwi 04.11.10 - 09:15 Uhr

wenn er aus köln kommt, kann das sein ;-)

Beitrag von goldmannchen 03.11.10 - 14:07 Uhr

hey...


meine cousine hat ihren sohn kevin genannt..sie ist ohne ausbildung,19 jahre alt und lebt vom amt,alleinerziehend...aber in ihrer familie arbeiten alle und ich denke nicht das das kind in das *klischee*reinrutscht.

mein stiefsohn heißt mit zweiten namen justin,und ihn würde ich niemals in eine schublade stecken,er ist ein ganz normaler junge!!
mein sohn heißt kai niclas,und auch er wächst ganz normal..

ich weiß eigentlich garnicht was du her jetzt hören willst?? ob die elterdie ihre kinder so nennen *asis*sind ???

Beitrag von 960207 03.11.10 - 14:12 Uhr

Hallo ich möchte einfach nur wissen ob was dran ist oder sowas zu unrecht unterstellt wird.
Nix böses -keine bösen Hintergedanken #aha

Beitrag von syldine 03.11.10 - 14:16 Uhr

Dann würde ich an deiner Stelle mal nach der Studie googlen -- eine Studentin hat sich mit ihrer Magisterarbeit mit dem Thema beschäftigt, und man kann da auch sehen, was z.T. ebenfalls das Problem ist: auch Lehrer sind nicht frei von Vorurteilen und entsprechend kann es glatt passieren, dass ein Schüler aufgrund seines Namens schlechter beurteilt wird.
Somit würde ich allein deshalb schon meine Kinder nicht so nennen.

Beitrag von nadeschka 03.11.10 - 14:51 Uhr

Aber es kommt auch darauf an, wie man diese Studien erstellt hat oder wie man sie auslegt.

Werden die Kinder wirklich NUR aufgrund ihres Namens anders behandelt? Ich kann mir vorstellen, dass es auch an ihrem Auftreten, Aussehen und an den Eltern liegt.

Wenn man davon ausgeht, dass eher Leute aus sozialschwachen Gruppen ihre Kinder so nennen, dann haben die Kinder namens Justin, Kevin etc. auch ein anderes Aussehen/Kleidung/Benehmen/Verhalten als die Akademikerkinder Alexander und Jule. Vielleicht werden sie auch deshalb anders behandelt.

Und wenn der Lehrer die Eltern kennenlernt, dann hat er wahrscheinlich mehr Respekt gegenüber den Akademiker-/Unternehmereltern als gegenüber den jungen Hartz IV-Eltern und behandelt dadurch auch die Kinder unterschiedlich. Da letztere Eltern aber eher die Tendenz haben, die speziellen Namen zu vergeben, sieht man dann eben im Endergebnis, dass Kevins bei vielen Leherern eher nicht zu den bevorzugten Kindern gehören. Aber allein am Namen liegt das dann ja auch nicht.

Von daher: ich schätze, wenn sich doch mal ein Akademikerkind namens Kevin in die Schule verirrt, wird es durchaus normal behandelt.

Beitrag von schullek 03.11.10 - 16:39 Uhr

nur wurde bei dieser studie ein großer fehöer gemacht!
lehrer haben anonym arbeiten bekommen. sie kannten also die kinder nicht. es ist aber etwas völlig anderes, ob man anonym bewertet oder aber die kinder dazu kennt. eine studie ist nur insofern aussagekräftig, als dass alle faktoren berücksichtigt werden. und eine anonyme berwretung entspricht nun einmal rein gar nicht dert realität. also kann auch keien aussage darüber getroffen werden, ob lehrer generell kinder mit bestimmten namen anders bewerten.

lg

Beitrag von leopoldina1971 03.11.10 - 19:51 Uhr

<<...und eine anonyme berwretung entspricht nun einmal rein gar nicht dert realität...>>



Demnach ist also eine objektive Bewertungen von Prüfungsergebnissen, Staatsexamina, Diplomarbeiten & Co. eigentlich unmöglich?#kratz






Beitrag von schullek 03.11.10 - 20:53 Uhr

das habe ich nicht gesagt. das besagt die studie. es entspricht nicht der realität, dass lehrer benoten, ohne einen schüler zu kennen. in ausnahmefällen vielleicht. aber normalerweise gibts ein gesicht, eine person dazu. was dass nun wieder für konsequenzen hat ist eine andere sache. aber es zeigt mir, dass diese studie eben an der realität vorbeigeht.

ob die studienergebnisse nun auf staatsexamnia und dergleichen anzuwenden ist ist etwas anderes. allerdings liegt hier ja nun wieder eine ganz andere situation vor, die nicht mit einer normalen lehrerbewertung zu tun hat. wäre also eine neue studie angebracht.

lg

Beitrag von goldmannchen 03.11.10 - 14:16 Uhr

hmmm...

also ich kenne noch einen alexander...er hat zwar ausbildung und kommt aus einer guten familie,ist aber auf den geschmack von drogen gekommen...

die ex von meinem freund heißt..jaceline:-D und ist asig,bzw benimmt sich so laut seinen erzählungen.

zum teil stimmt es wohl..

Beitrag von marion2 03.11.10 - 14:14 Uhr

Hallo,

viel schlimmer als alle Justins und Kevins zusammen, sind die Kinder von Eltern, die erst kucken, welchem Klischee sie entsprechen wollen und danach die Namen aussuchen.

Die Kevin-Justin-Jasons aus meinem Bekanntenkreis sind so auffällig oder unauffällig wie andere Kinder ihrer Altersgruppen auch.

Die Namen meiner Kinder fand ich einfach nur "schön".

Gruß Marion

Beitrag von mm1902 03.11.10 - 15:49 Uhr

``Die Kevin-Justin-Jasons aus meinem Bekanntenkreis sind so auffällig oder unauffällig wie andere Kinder ihrer Altersgruppen auch. ``

Da gebe ich dir vollkommen recht! :-)

Aber vielleicht wird bei diesen Kindern mehr darauf geachtet, wie sie sich benehmen, um dann sagen zu können: Siehste, was will man bei einem Kevin auch anderes erwarten...?

``Die Namen meiner Kinder fand ich einfach nur "schön". ``
> Wahrscheinl. fanden dies die Mütter von Justin, Jason & co. auch! :-D


Die ``auffälligen`` Kinder in der Umgebung meiner Tochter heißen übrigens Dominik, Jens, Maurice und Celine...! ;-)

LG, m.

Beitrag von bezzi 03.11.10 - 16:25 Uhr

"viel schlimmer als alle Justins und Kevins zusammen, sind die Kinder von Eltern, die erst kucken, welchem Klischee sie entsprechen wollen und danach die Namen aussuchen. "

Aber genau da liegt doch oft der Grund, warum die Leute aus der "Unterschicht" ihren Kindern "Hochhausnamen" geben.
Die amerikanischen und französischen Namen klingen weltgewandt, wichtig und modern (glauben sie zumindest). All das, was die Namensgeber nicht sind, aber gerne wären, möchten sie damit ihren Kindern mitgeben...

....meine These.

Beitrag von marion2 04.11.10 - 20:50 Uhr

Die "Unterschichtkinder" tragen inzwischen Namen wie Theobald - nur um nach Oberschicht zu klingen...#augen

Beitrag von bezzi 05.11.10 - 10:05 Uhr

OK, das ist mir neu. Ich kenne keinen Theobald aus der Unterschicht.

Beitrag von donaldine1 04.11.10 - 13:49 Uhr

Hallo,

"viel schlimmer als alle Justins und Kevins zusammen, sind die Kinder von Eltern, die erst kucken, welchem Klischee sie entsprechen wollen und danach die Namen aussuchen"

Das sehe ich definitiv nicht so.

Es ist nun mal so, daß gewisse Namen schon negative belastet sind. Jetzt mal egal, ob sowas nun berechtigt ist oder nicht. Oder die Namen schön sind oder nicht (ist sowieso Geschmacksache).

Aber wenn ich als Eltern einen Namen aussuche wie z.B. Kevin, Chantal o.ä. und von vornherein ja weiß, daß in vielen Köpfen da Vorurteile bestehen, dann handele ich schon ziemlich dumm meinem Kind gegenüber. Warum soll ich meinem Kind bewußt zumuten, gleich gegen Kischees anarbeiten zu müssen. Ich finde sowas sehr kurzsichtig und daher viel mehr die Leute dumm, die so gar nicht für ihre Kinder mitdenken können/wollen.

"Nur schön", sowas reicht in unserer Gesellschaft eben meist nicht aus.

LG
donaldine1

Beitrag von marion2 04.11.10 - 20:53 Uhr

Meine Kinder haben definitiv schöne Namen und schöne Gesichter. Damit reichts dann fürs Leben #verliebt

Ich finds affig zu schauen, wie die "Oberschicht" ihre Kinder nennt um dann zu entscheiden, wie meine Kinder heißen sollen.

Dann lieber Schandal und Pritnee.

Beitrag von darkmoon66 03.11.10 - 14:20 Uhr

Hallo

interessante Umfrage....

Also ich kenne eine Kevin.....Anfang 30,berufstätig,Hausbesitzer....passt also nicht ins Klischee

dafür kenn ich aber auch eine Susi.....und die passt voll und ganz ins Klische....ex.Prostituierte,assi bis zum umfallen......


man sagt zwae Nomen est omen,aber ich denke man kann und darf das nicht verallgemeinern

Beitrag von hummingbird 03.11.10 - 14:24 Uhr

Susi ist ein "Asi-Name?"