Welcher Erziehungstyp seid Ihr??

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von nele27 03.11.10 - 13:57 Uhr

Hi,

welcher Erziehungstyp seid Ihr:

1. Pädagoge: Immer damit beschäftigt, wie das Kind gefördert werden kann, was für seine Entwicklung gut ist etc.

2. Laissez-faire: Dem Kind nur Hilfestellung geben, großen Freiraum für die Entwicklung lassen.

3. Feldwebel: Regeln wichtig finden, Grenzen setzen.


Ich muss zugeben, ich bin am ehesten der Typ Feldwebel #schein

Ich lege Wert auf Regeln und auch Grenzen. Innerhalb derer versuche ich immer, ihm Freiraum zu lassen und ihn einiges bestimmen zu lassen.
Aber Anton muss sich genauso nach uns richten, wie wir uns auf ihn einstellen müssen. Dazu gehört z.B. dass ich kein Gematsche beim Essen mag - so wichtig die Pädagogen die "Sinneserfahrung" auch finden mögen. Mir wird dabei aber schlecht :-) Daher darf er das nicht.
Auch bestehe ich drauf, dass er morgens seine Schuhe allein anzieht, weil ich weiß, dass er es kann etc. Ich sehe immer, wie viele andere Mütter ihren Kindern sehr viel abnehmen... das läuft bei uns etwas strenger.
Manchmal bin ich zu ungeduldig, da arbeite ich dran #schwitz

Wie sieht das bei Euch aus, welcher Erziehungstyp seid Ihr??

LG, Nele

Beitrag von sillysilly 03.11.10 - 14:07 Uhr

Hallo

so einfach ist das nicht.

Habe pädagogische Aspekte im Auge, weiß wo ich hin will, versuche meine Kinder in vielen Bereichen zu fördern, zu unterstützen, zu begleiten -
aber bin kein Animateur.
Meine Kinder sollen auch selbst spielen, sich beschäftigen, lege viel Wert auf die "Kreative Langeweile" -

Habe klare Linien, bin Recht Konsequent und weiß vor was ich nicht will.
Lege viel Wert auf Sozialverhalten, Familie und das meine Kinder die Fähigkeit haben Freunde zu finden und zu behalten.

Sie sollen fröhliche, kleine Menschen sein, die Spaß am Leben haben, aber Wissen worauf es ankommt, und gesellschaftliche Regeln kennen lernen.

Bei richtigen Machtkämpfen kann ich an schlechten Tagen richtig darauf anspringen und auch mal Laut werden.

Liebe meine Kinder über alles aber bin keine typische "goldene Ei - Mutter"


Grüße Silly

Beitrag von nele27 03.11.10 - 14:10 Uhr

***so einfach ist das nicht***

Schon klar, dass es mehr als 3 Sorten Mütter/Väter gibt :-)

Soll auch nur etwas schablonenartig sein, weil mich mal interessiert hat, wo Ihr so steht...

Beitrag von schwarzesetwas 03.11.10 - 19:58 Uhr

Ich VERSUCHE demokratisch zu erziehen.
Endet aber manchmal in lassez-faire oder doch mal streng.

Das halte ich für einen guten Mittelweg.

Lg,
SE

Beitrag von littleschnecki 04.11.10 - 09:36 Uhr

#pro#pro#pro#pro so seh ich das auch und hab dem nix mehr hinzuzufügen #pro#pro#pro#pro#pro

LG

Beitrag von nana141080 05.11.10 - 16:27 Uhr

So sehe ich das auch!#pro

Beitrag von schullek 03.11.10 - 14:07 Uhr

ich glaube ich bin eine mischung aus feldwebel udn laissez faire.#kratz
wenn das geht...

ich bzw. wir haben bestimmte regeln, die absolut eingehalten werden. das sind vor allem regeln, bei denen es um die sicherheit geht. je älter er wird, werden die sich immer wieder verändern.
ich werde auch schnell mal laut, da impulsiv. aber nicht schreilaut, sondern einfach stimmlaut. mein sohn weiß schon, wie er das einzuordnen hat.
dann gibt es regeln, da variiert es bei uns. da lass ich auch mit mir diskutieren oder passe sie den umständen an. so gabs bei usn noch nie eine konsequente bettgehzeit. als baby schon gar nicht, das ging mti meinem 24h baby sowieso nicht. und mittlerweile haben wir zwar ne ungefähre zeit, aber wenn ich weiß, er kann länger schlafen etc... es ist ne feier, dann ist es mir boogie, ob er punkt um acht im nest liegt.
beim essen hab ich ihn schon immer machen lassen. bzw.ö dabei, was er isst. allerdings achte ich auf tischmanieren, da das meiner meinung nach in einer gesellschaft wichtig ist. es ist aufgabe der eltern das kind auf die gelsellschaft vorzubereiten udn ihm zu helfen sich darin zurechtzufinden udn ein spuckendes rülpsendes und matschendes kind bzw. mann wird das wohl kaum wirklich können.
ansonsten darf er sich seine hobbies aussuchen , aussuchen was er spielt, ob udn mit wem er sich treffen mag. ich beachte da seine minung genauso wie meine wünsche. finde ich nur recht und billig.
mir ist wichtig, dass mein kind respekt hat. respekt vor anderen menschen. ich hasse sätze wie: kind schweigt, wenn erwachsene reden. jeder hat zu schwegen, wenn gerade ein anderer redet bzw. bis er an der reihe ist. udn nicht nur das kind, weil es eben kind ist. da ist die machthierarchie fehl am platz.
mein häufig geäußerter satz ihm ggü.: wenn du möchtest, dass ich freundlioch zu dir bin, dann solltest du freundlich mit mir umgehen. und das funktioniert, da er es versteht. wenn ich ne dumme mama bin, dann muss er eben mit einer dummen mama leben, die eben nicht bastelt, das lieblingsessen kocht etc. ich find mich eigentlich ganz gut als mutter.#cool

lg

Beitrag von claerchen81 03.11.10 - 20:48 Uhr

Yes Madame - that´s me. Ich wäre wohl gern mehr laissez-faire (was ja auch seine guten Seiten hat), leider bin ich zu ungeduldig/ impulsiv und kann dann verdammt ungemütlich werden. Glücklicherweise bin ich immernoch beherrscht genug, diese Situationen zuerkennen und wieder in den Griff zu bekommen. Aber leider, leider... Geduld habe ich nicht immer so viel, wie ich sie haben sollte.

Aber: ich erziehe nicht allein ;-). Mein Mann ist ziemlich gut in seinem Vater-Job und auch meine Eltern, unsere TaMu, die Tanten & Onkel sind sehr berreichernd für unsere Kinder.

Gruß, C.

PS: "Unsere Kinder"... das fühlt sich irgendwie cool an ;-) Ist noch so neu für mich.

Beitrag von leopoldina1971 03.11.10 - 20:53 Uhr


Glückwunsch zur Geburt eures Töchterchen!!!!#fest

Beitrag von zahnweh 03.11.10 - 23:04 Uhr

damit könntest du uns beschrieben haben :-)

Beitrag von hailie 04.11.10 - 01:24 Uhr

darin erkenne ich mich wieder.

und es funktioniert wunderbar... :-)

lg

Beitrag von scarlet2010 03.11.10 - 14:21 Uhr

Hallo,

also mich wundet das jetzt. Du/Ihr macht alles so wie wir es machen! Regeln und Grenzen wichtig finden. Dennoch genügend Freiräume lassen. Was er kann, kann/soll er auch allein machen etc. Gemansche beim Essen gibts bei uns auch nicht. Da kann er untern Tisch gehen (SCHERZ! ;-) Sag ich aber öfters #schein).
Nein, also wir sind so derselbe Typ! Auch mit der Ungeduldigkeit.

LG Ramona

Beitrag von marion2 03.11.10 - 14:27 Uhr

Hallo,

ich versuche meinen Kindern die Freiräume zu geben die sie brauchen - solange sie nicht gegen unsere Regeln verstoßen.

Langeweile ist pädagogisch wertvoll. Ich achte darauf, dass sich meine Kinder in ausreichendem Maß langweilen können.

Ungeduldig? Ich bin nie ungeduldig #schein ich stehe nur manchmal unter Zeitdruck.

Gruß Marion

Beitrag von nele27 03.11.10 - 14:30 Uhr

***Ungeduldig? Ich bin nie ungeduldig ich stehe nur manchmal unter Zeitdruck***

Den merke ich mir ;-) Ich kann es schwer ab, wenn Anton so rumtrödelt. Leider auch, wenn ich es NICHT eilig hab. Aber ich arbeite dran...

Beitrag von jazzbassist 03.11.10 - 14:32 Uhr

Bei mir ließe sich das nicht unter einem Begriff subsumieren.

Mal bin ich sehr pädagogisch, wenn ich das in der jeweiligen Situation für sinnvoll und angebracht erachte. Trotzdem hatte mein Sohn Spielzeugschusswaffen und Plastiksoldaten. Essen zermatsche durfte er mal (war dann aber kein "Dauerzustand"). Ansonsten gab es recht selten pädagogisch wertvolles (oder frühkindlich förderndes) Spielzeug. Bei der Erziehung habe ich aber schon darauf geachtet, dass ich jeweils die Lösung finde, die für seine Entwicklung am sinnigsten ist. Trotzdem würde ich mich nicht als pädagogisch bezeichnen. Dafür habe ich zu viele zu unpädagogische Ansichten :-p

Generell hat mein Sohn viele Freiräume und kennt wenige Grenzen. Aber - zu diesen Freiräumen gehören sehr viele Regeln und Bedingungen, an die er sich halten muss (täte er das nicht, hätte er diese Freiräume nicht). Daher würde ich es auch nicht als laissez faire bezeichnen.

Feldwebel .. ich weiß nicht. Es gibt durchaus Situationen, wo ich meinem Sohn ganz klar die Meinung sage; er sich mit etwas abfinden muss oder auch mal ganz sinnfrei bestraft wird, wenn er etwas verbrochen hat. Gerade jetzt in der Pubertät durchaus mal - so in der Kleinkinder- und Grundschulzeit war das eigentlich nie (abgesehen von 4-5 Ausnahmen) nötigt. Da bin ich mit pädagogischen Tricks schon wesentlich erholsamer und vor allem besser zum Erfolg gekommen. Trotzdem habe ich immer von "Weil ich das sage"-Erziehung abgesehen - mir war es da schon wichtig, dass mein Sohn versteht, warum gewisse Sachen nun eintreten. Passt irgendwie auch nicht zu Feldwebel.

Ich denke, ein Kind braucht einfach alles - weil so das Leben ansich funktioniert; und ein Ziel von Erziehung m.E. schon ist, ein Kind auf das Leben vorzubereiten. Und - das Leben ist weder nur pädagogisch, noch nur laissez faire oder, besteht nur aus Bundeswehr. Es ist irgendwie ein Mischmasch von allen und von nichts.

Und - einem Kind das matschen mit Essen zu erlauben, ist mE pädagogisch genau so schwachsinnig (mit dem Hintergrund, damit irgendetwas fördern zu wollen), wie, das Feldwebelhaft zu verieten (weil man Angst hat, sonst ein Monster großzuziehen). Hier macht es einfach nur die Summe sämtlicher Einzelheiten; und nicht eines bestimmten Punktes. Es ist weder sinnig, einem Kind alles zu erlauben/durchgehen zu lassen; noch, einem Kind, alles zu verbieten. Beides wird der Entwicklung eines Kindes auf ganz erheblicher Weise schaden. Man muss hier wohl einfach einen Mittelweg finden, mit dem alle Parteien (und das Kind) am besten leben kann. Ich denke aber nicht, dass Sie bei einem 7-Jährigen sagen können, ob der als Kleinkind mal 2-3 Tage lang mit dem Essen matschen durfte, oder, ob die Eltern das jedesmal unterbunden haben...

Beitrag von viva-la-florida 03.11.10 - 14:38 Uhr

Ganz einfach: ich versuche mich an einer guten Mischung aus diesen drei Typen :-)

Es gelingt sogar, mal mehr - mal weniger ;-)

Wenn man alle drei Erziehungstypen so rein für sich betrachtet, ist das alles nicht das wahre.

LG
Katie

Beitrag von lisasimpson 03.11.10 - 14:41 Uhr

vom typ her bin ich sicher eher der feldwebel:)

ich mag klarheit und weiß in aller regel was ich will.
jedoch gestehe ich das auch anderne menschen zu- daher habe ich nicht den anspruch, daß jeder meine regeln gutheißen (oder gar befolgen) sollte- und ich gehe davon aus ,daß ein bißchen lassez fair, ein bißchen kreativität, ein bißchen "pädagoge" und ein bißcehn feldwebel zusammen eine gute Mischung ausmacht.

von daher: ich versuche mich als mensch so wenig wie möglich zu verstellen und so klar wie möglich zu kommunizieren.
das hat mir bisher in viele sitautionen geholfen, alles gleichzeitig haben zu können- regeln und grenzen gewahrt, den nötigen freiraum gessschaffen zu haben dafür, daß alle familienmitgleider sich das suchen können ,was sie im moment am besten "entwickeln" läßt

lisasimpson

Beitrag von juniorette 03.11.10 - 15:03 Uhr

Hi,

ich sehe mich als eine Mischung aus allen drei Typen an:

1) Feldwebel, weil ich relativ streng und auch autoritär bin. Da heißt es auf ein "Warum?" dann schon mal "Weil ich das so sage/möchte" ohne weitere Erklärungen

2) Pädagoge:
natürlich fördere ich mein Kind bei Sachen, die es interessieren. Und auch wenn ich gewisse Vorurteile gegen Leute habe, die sich als supertolle Pädagogen darstellen, bin ich durchaus froh, wenn ich mal pädagogisch wertvoll handle.

3) Laissez-faire:
na ja, reines laissez-faire heißt. sein Kind gar nicht zu erziehen. Da ist nichts mit Hilfestellung.
Trotzdem gibt es bei mir so einzelne Momente, in denen ich sage "ja, ja, mach mal", weil ich in dem Moment nicht die Kraft oder Nerven habe, mich pädagogisch wertvoll auf mein Kind einzulassen bzw. es zu leiten.
Bei meinen "Laissez-faire-Momenten" achte ich aber strikt darauf, dass ich die Alleinleidende bin, falls mein Kind in diesem Moment was anstellen sollte. Wenn wir in der Öffentlichkeit sind, gibt es kein Laissez-faire.

Insgesamt überwiegt bei mir der "Feldwebel", da ich ein überzeugter Anhänger von autoritären Erziehung bin :-)

LG,
J.

Beitrag von marion2 03.11.10 - 15:26 Uhr

Hallo,

"Da heißt es auf ein "Warum?" dann schon mal "Weil ich das so sage/möchte" ohne weitere Erklärungen "

"Weil ich das sage" oder "weil das so ist" SIND Erklärungen. Alles was mit "weil" anfängt ist eine Begründung....

Feldwebel #augen - son Quatsch...


""ja, ja, mach mal" gehört in : pädagogisch wertvoll

Wer nie auf die Nase fällt, weiß nicht, dass das weh tut.

LG Marion

Beitrag von miss-bennett 04.11.10 - 13:49 Uhr

Im Großen und Ganzen kann ich Dir nur zustimmen

LG #tasse

Beitrag von anarchie 03.11.10 - 15:39 Uhr

Hallo!


Ich bin ein Misch-masch;-)

Eine Mischung - hoffenltich eine gelungene - aus winterhoff und Juul.
Gleichwürdigkeit ist mir sehr wichtig.
Respekt und geachtete Grenzen - und zwar in beide Richtungen.
Ich verbiete so viel als nötig und so wenig wie möglich.
Ich setzte auf Einsicht, anstatt blinden Gehorsam,
halte Strafen für unsinnig - nicht aber Konsequenzen.


lg

melanie

Beitrag von katzeleonie 03.11.10 - 16:04 Uhr

Hi,

eine Mischung zwischen 2 und 3 starke Tendenz zu 3, aber nicht mit allem.
Öfter nicht konsequent, ungeduldig, viel abnehmend was sie alleine machen kann/muß.

lg
Anja

Beitrag von dominiksmami 03.11.10 - 16:31 Uhr

Huhu,

weder noch...oder doch alles 3.

Jedenfalls kann ich da keine genaue "Wahl" treffen.

lg

Andrea

Beitrag von jans_braut 03.11.10 - 17:35 Uhr

Hallo,

ich bin:

1. und 2. und 3.

....

und manchmal nciht wirklich konsequent. Manchmal eine Glucke, manchmal nicht... Manchmal streng, manchmal lache ich mich kaputt über ihre "Machenschaften"...

Gruss

Beitrag von schwangeramos 03.11.10 - 19:14 Uhr

Ich glaub, ich bin ein pädagogischer Chaot. Bin selber Lehrerin in Vollzeit, habe drei Kinder verschiedensten Alters und achte auch darauf, dass Regeln und Rituale einhalten werden. Allerdings kann ich manchmal auf 5 gerade sein lassen und nicht alles bierernst nehmen.
LG Julia