Mit dem November kommt die Traurigkeit....

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von jacky1983 03.11.10 - 15:50 Uhr

Hallo.

Das Jahresende ist immer so unschön für mich. :-(

Mein Papa ist dieses Jahr, am 17.11., 6 Jahre nicht mehr bei uns.
Ich denke das ganze Jahr über an ihn, aber zum Jahresende wirds schlimmer.

Auch, wenn ich mir meine Söhne ngucke, könnte ich heulen.
Er wäre sooo Stolz auf seine ersten Enkelkinder...
Ich hätte ihn gern mit meinen Jungs zusammen gesehen, das stelle ich mir immer vor. ''Wie wäre es...''

Auch an seinen Todestag denke ich zum Jahresende häufiger.
Ich habe ihn damals gfunden... Ich komme verpennt (wir wollten weg) die Treppe runter und nach vier Stufen hab ich ihn schon gesehen...
Er hatte in der Nacht eine Asthmaanfall und hats mit dem neuen Telefon nicht hinbekommen, einen Doc zu rufen.
Er ist Erstickt!!!

Das war der schlimmste Moment in meinem Leben.
Und manchmal frage ich mich noch, ob ich es nicht doch hätte verhindern können.

Man sagt, die Zeit heilt alle Wunden... Totaler Quatsch!!!
Hier ist nichts geheilt, nur der Schmerz ist erträglicher geworden und ich kann besser mit allem umgehen.

Er hätte es auch nicht gut gefunden, wenn ich immer traurig bin und mir die Schuld gebe.

Ich rede gern und viel über (manchmal auch mit) meinem Papa.
Meinem Großen erzähle ich sehr oft von ihm und wir besuchen dieses Jahr wieder Opas Garten. :-D
Wir winken auch zum Opa, er wohnt (total süß) auf einem Glitzestern. #herzlich
Von meinem Sohn, die Freundin (auch 3 Jahre alt) hat auch einen Opa im Himmel und beide zählen ihre Opa zu den Großeltern dazu.
Also sie haben beide noch ihren Opa, aber er wohnt halt im Himmel.

Ach ja... So süß das alles ist und wir ihn so noch bei uns haben, genauso traurig ist auch...

Das tat gut zu schreiben.
Jetzt bin ich zwar grad tottraurig und könte heulen, aber gut tats auch.

Danke für Eure Zeit.

Eine Kerze für den besten Papa der Welt #kerze

Beitrag von maxi4188 03.11.10 - 16:51 Uhr

hey lass dich mal drücken

ich kann dich voll und ganz verstehen mir geht es fast genauso im januar ist meine mama schon 8 jahre nicht mehr bei uns genauer am 18.1.2003

meine kleinen sind jetzt fast 26 monate und 5 monate

sie wäre so stolz auf die beiden gewesen das schlimme und schöne noch dazu meine tochter sieht fast genauso aus wie ich und ich sehe fast genauso aus wie meine mama


ich liebe sie und vermisse sie total es sind immer fast 8 jahre und wer sagt die zeit heilt alle wunden der lügt


lass dich drücken deinem papa und meiner mama geht es bestimmt gut da wo sie jetzt sind

eine #kerze für deinen papa und eine #kerze für meine mama

lg maxi mit maurice 2J + kira 5M.

Beitrag von cora1980 03.11.10 - 16:54 Uhr

Hallo,

ich kann dich gut verstehen wie du sich fühlst. Meine Mutter hat morgen ihren Todestag. Schon der 11. :-(

Auch nach 11 Jahren ist es immer noch so schmerzhaft und keiner kann dir helfen. Die Zeit heilt keine Wunden, da hast du recht.

Und dann diese graue unschöne Jahreszeit, die alles nur noch schlimmer macht. Ich könnt seit Tagen auch nur noch heulen...

Ich kann dich leider nicht aufbauen, aber ich kann dich wissen lassen, daß es da noch jemand gibt, dem es genau wie dir geht. Nicht nur ich.
Ich wünsche dir alles Gute und fühle mit dir.

Alles Liebe

Cora

Beitrag von 960207 03.11.10 - 18:14 Uhr

Hallo mein Opa ist am 11.6.2010 dieses Jahr gestorben.
Bis vor kurzen ging es ganz gut wen man von "gut" sprechen kann.
Inzwischen geht nichts mehr#schmoll
Bin inzwischen nur noch am Heulen...Und wen ich keine Kinder hätte gäbe es dieses Jahr kein Weihnachten.
Die Jahreszeit tut ihr Übriges
Voriges jahr war schon schei*e - da war er schwer gestürzt und wir haben bis Nachmittags in der Notaufnahme gesessen.

Ich bin bei meinen Großeltern aufgewachsen#schmoll


Ich drück mal alle ganz feste wen ich darf#liebdrueck die es wollen und brauchen#schmoll

Beitrag von ronja_one 03.11.10 - 18:44 Uhr

Hallo.

Mir geht es genau wie Dir.

Nur, dass ich im November auf den Geburtstag meiner Mutter (13.) und meinen eigenen Geburtstag (14.) zusteuere und diesen zum 7. Mal ohne sie erleben muss.
Sie ist mit 52 Jahren im Mai 2004 verstorben. Der Todestag und die Erinnerungen daran sind schlimm, aber wenn es auf meinen / unseren Geburtstag zugeht, dann falle ich in ein tiefes Loch.
Und mir geht es genauso wie Dir, wenn es um meine Kinder geht. Meine Mom hat sich so auf Enkelkinder gefreut und ich kann es mir irgendwie gar nicht vorstellen wie sie als Oma gewesen wäre... Und das tut weh.
Mein Ältester ist vier und sehr sensibel und er merkt, wenn ich viel an seine Oma im Himmel denken muss. Da kommen dann solche Kommentare, dass er eine große Kanone in den Himmel schießt und dann kommen alle toten Menschen wieder auf die Erde - auch seine Oma und dann bin ich (seine Mama) wieder glücklich. Das zerreißt mir das Herz - auch wenn sein Gedanke zum Schmunzeln ist...

Ich möchte sie nur noch einmal in den Arm nehmen und ansehen, um das Bild von ihr im Totenbett aus meinem Gedächtnis streichen zu können.

Ich denke in den nächsten Tagen auch an Dich und wünsche Dir alles Gute!

Ronja

Beitrag von jacky1983 03.11.10 - 19:51 Uhr

Danke für Eure Worte!!!

Ich sehe, ich bin nicht allein.
Es gibt sicher noch mehr, die zum Ende hin trauriger sind als sonst, was sicher auch am Wetter und der Farbe liegt.

Ja, noch einmal sehen.... In die Arme nehmen, Ich liebe dich sagen.... :-(

Ich träume zwischendurch von meinem Papa, wenn ich an bestimmte Dinge denke.
Es sind immer gute Dinge.
Ich fragte mich an seinem Todestag, obs ihm gut geht, da wo er jetzt ist und ob meine Oma bei ihm ist....
Ich träumte in der Nacht, das er nochmal da war, in seinem Feuerwehrhemd stand er in unserer Küche und sagte mir, das es ihm gut geht und der Oma auch... Er hat mich in den Arm genommen und war wieder weg.

3 Solcher Träume hatte ich schon von ihm.
Ich hätte gern mal wieder einen, das ist so Real in dem Moment und kurz nach dem ufwachen.... Blöd nur, das ich, wenn ich richtig wach bin, feststelle, das ich geträumt hab.

Ich drück Euch mal ganz feste zurück und schicke Kraft die für den 01.01.2011 reicht. (Ich find Silvester nämlich auch schlimm, weil wieder ein neues Jahr anfängt und wieder ohne ihn... ).

Lg Jacky

Beitrag von kikra02 04.11.10 - 11:27 Uhr

Am 17.11. ist der 1. Todestag meiner Mama. Sie ist letztes Jahr ganz plötzlich an einer Hirnblutung verstorben.
Sie hat ihre Enkel noch kennengelern (damals 2,5J und 4 Mon.) 3 Wochen zuvor war noch Taufe der Kleinen.
Trotzdem denke ich auch immer daran, wie wäre es, wenn.......
Ich kann Dich so gut verstehen.
Jetzt der Todestag, im Dezember ihr Geburtstag, dann Weihnachten.... Kann verstehen, wenn du sagst, dass es gerade jetzt besonder schwer ist.

Eine mitfühlende Anja, die 2 #kerze#kerze für deinen Papa und ihre Mama anzündet

Beitrag von sternchenb2306 07.11.10 - 22:18 Uhr

hallo ich kenne das auch mein papa ist 2007 gestorben und meine mama 2008 es ist nichts mehr wie es war auch in solchen monaten ist es das schlimmste und immer wieder stellt man sich die frage warum ,warum ist das leben so ungerecht
lg