Für den Mann überall mit hingehen - Umzug????

Archiv des urbia-Forums Schwangerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Schwangerschaft

Dein Schwangerschaftstest war positiv und nun ist dein Baby unterwegs? Teile diese aufregende Zeit mit anderen urbia-Müttern. Für wöchentliche Infos zu deiner Schwangerschaft kannst du unseren Schwangerschaftsnewsletter bestellen. 
Kostenlosen Expertenrat erhältst du täglich in unserem Expertenforum "Frag unsere Hebamme".

Beitrag von evachr4444 03.11.10 - 19:45 Uhr

Hallo liebe Mitschwangere,

ich hatte gerade mit meinem Mann - wie leider desöfteren bei diesem Thema - eine blöde Diskussion.

Es geht darum, dass er sich in seinem Job nicht mehr richtig wohl fühlt und gerne die Stelle wechseln würde.
Ich würde am liebsten in der Stadt bleiben, in der wir gerade wohnen.. nach der Elternzeit könnte ich hier mit 50% wieder in meinen alten Job einsteigen, habe Freunde hier, etc.

Als Kompromiss - meiner Meinung nach - habe ich vorgeschlagen, dass wir entweder Nähe der Stadt meiner oder seiner Familie ziehen könnten. Das heißt Nordrhein-Westfalen oder Hamburg.

Mein Mann meint nun, dass wäre für Ihn (Ingenieur) viel zu eingegrenzt und gibt mir das Gefühl, ich sei schuld daran, dass er nicht völlig frei wäre.

Er will Kariere machen und deutschlandweit das beste Angebot annehmen. Böse gesagt: ich habe ja jetzt ein Kind, das wäre für mich ja das wichtigste... da wäre der Ort ja nicht so entscheiden.

Ich ärgere mich gerade so. Ich erwarte, dass wir einen Kompromiss gehen.

Findet Ihr das alles zu viel verlangt??? Bin ich zu anspruchsvoll oder soll ich hart und konsequent bleiben??

Ich wäre Euch für Eure Antworten sehr dankbar!!!
Danke und Gruß,
Eva

Beitrag von ichbinhier 03.11.10 - 19:48 Uhr

Das kannst Du nur für Dich entscheiden.
Ich würde mitgehen, ich bin aber eh eher das "Heimchen am Herd", mir ist es daher total Wurst, wo ich wohne, hauptsache, ich habe ein hübsches Dach über dem Kopf und die Kasse stimmt halbwegs;-)

Beitrag von brina2410 03.11.10 - 20:01 Uhr

Huhu,
Also ich sehe das so, ich spreche nun aber nur für mich Persönlich:-)
Ich gehe mit meinem Mann sogar bis ans Ende der Welt und egal wohin es uns hinverschlagen würde,so würde ich es auch als neue Berufliche Chance nach der Elternzeit usw sehen. Und einfach auch noch mal neue und andere Sachen kennenlernen wollen.

Lass Dir Zeit und denk drüber nach und Dein Herz wird dir schon zeigen welcher weg der richtige ist.
Ich drücke Dir hierfür die Daumen

glg Brini

Beitrag von pepina1984 03.11.10 - 19:59 Uhr

Also ich finde ihr müsst euch beide wohl fühlen.
Und was bringt dir das wenn du ihm und der kariere zu liebe dort hinziehst wo er will und du dich dort garnicht wohl fühlst ?
Also ich würde michnicht so leicht abfertigen lassen ich würde auch auf mein Recht bestehen und endweder geht er kompromisse ein oder er muss alleine gehen.

Lg Pepi

Beitrag von laura2502 03.11.10 - 20:03 Uhr

Hallo Eva,

mein Mann ist Amerikaner und ich musste nach Amerika ziehen damit ich mit ihm leben kann und dies habe ich auch gemacht.

Ich hatte eine sehr gute Karriere in Deutschland und mir wurde sogar angeboten Manager fuer 2 Kliniken zu sein.

Allerdings war mir meine Familie (Mann und Kind) wichtiger und wir sind ausgewandert.

Mein Mann ist in der Army und wir ziehen ueberall hin.

Steh deinen Mann zur Seite, wenn es nicht klappen sollte habt ihr immernoch wohin ihr zurueck zieht. Gebe ihm doch die Moeglichkeit fuer seine Familie und fuer sich selbst das Beste zu finden.


LG Laura

Beitrag von katrin-ma 03.11.10 - 20:06 Uhr

hallo eva,

wir standen auch mal vor dieser entscheidung. dann haben wir glücklicherweise beide eine stelle hier bekommen (also mit fahrzeit 25-50min). ich muss aber dazusagen, ich möchte inzwischen weder weit von meinen eltern noch von freunden weg sein.. und ein kind ist sicherlich eine erfüllung, aber dennoch kein ersatz für freunde.
drücke euch die daumen, dass ihr eine für euch beide gute entscheidung treffen könnt.
meine schwägerin ist mit meinem bruder und ihrer kleinen tochter 350km von hier weggezogen. wegen seinem job. sie sind dort auch glücklich. und durch ihre tochter kam sie auch schnell mit anderen mamas in kontakt. also es gibt auch beispiele, bei denen es gut geht. nur ich vermisse sie.. ;o)
alles liebe!

Beitrag von cordulaklaus 03.11.10 - 20:06 Uhr

Hallo,

also ich würde mir das so nicht bieten lassen.

Eine Aussage wie "ich sei schuld daran, dass er nicht völlig frei wäre" ist ne Unverschämtheit. Schließlich hat er sich auch für Dich und das Baby entschieden und als Paar sollte man Entscheidungen die die Familie betreffen GEMEINSAM treffen. Ansonsten wird der, der immer nachgibt auf Dauer unglücklich.

Er kann sich doch erstmal bei Euch/Euren Eltern in der Gegend nach einem Job umschauen. Vielleicht ist ja was anständiges dabei. Und Ingenieur werden (wenn es sich nicht gerade um ein Spezialgebiet handelt) fast überall gesucht. Ich spreche aus eigener Erfahrung.
Wenn da überhaupt nichts zu finden ist, dann kann man den
Suchbereich ja immer noch erweitern.

Beitrag von belablue84 03.11.10 - 20:10 Uhr

Hallo Eva!#winke

Ich finde das gerad total irre... Genau das selbe Thema steht bei uns seit gestern zu Debatte... - naja, zumindest so ähnlich..;-)

Mein Mann fühlt sich in seiner Abteilung überhaupt nicht mehr wohl und will deswegen intern wechseln. Allerdings in ein anderes Werk. Bei ihm ist es so schlimm das ihn die Situation auf der Arbeit richtig krank macht..

Ich persönlich würde auch lieber hier wohnen bleiben. Ich bin in den letzten 3 Jahren 4 mal umgezogen und hab mich jetz seit 1,5 Jahren hier in dieser Stadt etwas eingelebt. weiß wo was ist usw. Und vorallem: ich bin schwanger und hab momentan überhaupt keinen Bock auf Wohnung suchen, geschweigedenn auf Kisten packen!!! Zudem kann ich beim Umzug kaum was machen und helfen, weil ich ja nicht schwer heben darf.. Das passt mir also eigentlich garnicht, aber ich liebe ihn sehr und will nur das er wieder glücklich ist...

Er tut so viel für mich und unsere keine Familie - da ist das doch das Mindeste dass ich ihm da den Rücken frei halte..
(das mit dem zu einem Familienteil ziehen haben wir auch noch offen. seine Fam. wohnt bei Kaiserslautern und meine bei Potsdam, das haben wir uns aber für später vorgenommen, so in 4-5 Jahren...)

Was dich angeht muss ich mich meiner Vorrednerin anschließen. Letztlich musst du das für dich entscheiden... Klar wäre ein Kompromiss die fairste Variante, aber was ist die finanziell Klügste? Mir ist z.B. auch wichtig das er nicht jeden Tag für eine Strecke 2 Stunden fahren muss und dann noch 1 Stunde im Stau steht.. Diese Zeit kann man doch sinnvoller nutzen. Daher wird die neue Wohnung wieder in "Werksnähe" sein...

Ich wünsch dir viel Glück! Auf das ihr eine Lösung findet die euch beide glücklich macht..#klee

liebe Grüße, Bela#blume

Beitrag von tagpfauenauge 03.11.10 - 20:13 Uhr

Hi,

ich versteh dich schon. Veränderungen sind nicht einfach. #liebdrueck

Aber ich bin der Meinung, dass die Arbeit vor "Bequemlichkeit" immer vorgeht.

MMW hat mal gesungen "Stillstand ist der Tod!".

Hab Mut!

Sei froh ein so ehrgeiziges Exemplar abbekommen zu haben, der was erreichen will und für euch sorgen will. #herzlich

Hättest du lieber einen stinkenden Looser, der erst um 11:00 Uhr aufsteht um dann auf die Couch zu gehen?

Hier wird immer geschimpft auf die Männer, die nicht hinter ihren Frauen stehen (z.B. Schwiegereltern) aber auch Frauen müssen hinter ihren Männern stehen.

Ich finde, du bist alt genug, erwachsen zu sein. #winke
Du kannst dich abnabeln und mit deiner Familie gehen und damit meine ich nicht deine Eltern usw. sondern deinen Ehepartner und eure Kinder.

#verliebt

Bitte nicht böse sein, das wolltest du sicher nicht lesen, aber du hast nun eine eigene Familie und eine lieben Mann, der deine Unterstützung braucht.

Alles Gute! #klee




Beitrag von laura2502 03.11.10 - 20:19 Uhr

#pro

Beitrag von simplejenny 03.11.10 - 20:18 Uhr

Ach die lieben Ingenieure. Habe auch einen und habe meinen Lieblingsjob und mein Lieblingheim gegen Arbeitslosigkeit und ne hässliche und scheußliche Stadt/Gegend eingetauscht. Mein rumgejammer hat er sich genau 10 Monate angehört und dann stand fest: in einem Jahr gehen wir wieder zurück. Ich bekomme wahrscheinlich sogar meinen alten Job wieder.

Es musste aber sein, weil ich vorher nicht wusste ob es mir hier gefällt oder nicht. Ich konnte vorher nicht wissen, dass ich hier keinen Job finde (bin gut ausgebildet und die Branche ist hier auch vertreten). Mein Mann brauchte die Stelle als Karriereleiter und mit Ausnahme seiner Arbeit gefällt es ihm hier auch nicht.

Ich kenne viele in meinem Bekanntenkreis die in ähnlichen Situationen sind. Männer sind Ingenieure und die Frauen haben das Nachsehen. Einige sind mitgegangen und es hat funktioniert. Andere pendeln jedes Wochenende - finde ich schrecklich das seinem Mann anzutun.

Dazu sei aber gesagt: Wir kommen aus Mecklenburg - da ist es bekanntermaßen nicht so dolle mit möglichen Firmen bestellt. Aber Nordrhein-Westphalen oder Hamburg ist ein ganz anderes Pflaster. Das sind ja keine ländlichen Gegenden wie in Mecklenburg, wo es fast nur Windenergie gibt.

Alle unsere Freunde haben im Grunde das gleiche Problem, wo hin gehen und ob der andere mitkommt. Ich habe erst eine Beziehung daran zerbrechen sehen, alle anderen haben es irgendwie geschafft sich zu einigen. Wie auch immer.

Viel Glück
Jenny

Beitrag von julis8 03.11.10 - 20:25 Uhr

also Du solltest gleichberechtigt sein. Das ist nicht zuviel verlangt. Es wäre ein Kompromiss zu sagen NRW oder HH.

Der Ort ist wichtig, Du musst Dich auch wohl fühlen.

Ich würde konsequent sagen: Wir müssen beide damit zufrieden sein, nicht nur Du als Mann.

alles gute

Beitrag von lemue 03.11.10 - 20:36 Uhr

Hallo eva,

ich werde wenn es soweit sein sollte mit ihm mitgehen...aber das liegt daran das er diplom-biologe ist und die stellen da nicht so groß vertreten sind...ich bin ergotherapeutin und finde da einfach eher nen job als er....

liebe grüße

Beitrag von mama-von-marie 03.11.10 - 21:03 Uhr

Exakt gleich geht es uns derzeit, und ich hab mich nach langem
Übelergen entschlossen, mitzugehen.
Ein Neustart ist doch auch was Gutes :-)

LG

Beitrag von kiki-2010 03.11.10 - 21:17 Uhr

Ich verstehe manche Frauen nicht, die ihren Mann (der beruflich vielleicht erfolgreicher ist) nicht unterstützen wollen!

Für uns stellt sich überhaupt nicht die Frage, dass wir unserem Papa überall hin folgen würden... Aktuell sind wir in Spanien und wer weiß in welchem Land wir als nächstes landen.

Und "Freunde", naja, die findest Du doch überall! Niemals würde ich wegen Freunden oder Bekannten an einem Ort gebunden bleiben....

Lg Kiki (28. Woche)

Beitrag von tristeis 03.11.10 - 21:44 Uhr

Also ich finde nicht, im Gegensatz zu den meisten hier, dass man seinem Mann blindlings irgendwohin folgen muss.

Aber ich bin nicht der Hausfrau/Heimchen am Herd-Typ...
Ich persönlich würde wahrscheinlich eingehen wie ein Pflanze ohne Wasser und Licht, wenn wir irgendwo hinziehen müßte und ich meinen Beruf (den ich liebe) und mein ganzes Umfeld (unsere Familien wohnen hier, Freunde/Bekannte, haben auch ehrenamtliche Tätigkeiten) aufgeben müßte...

Nein, ich würde wahrscheinlich nicht mitgehen.
Mein Mann ist übrigens auch Ingenieur und nicht zufrieden, da wo er grad arbeitet. Wir wohnen im nördlichen Niedersachsen und da sind Stellenauschreibungen auch nicht der Hit.....
Aber er würde es auch nicht von mit erwarten, schließlich haben wir vor 3 Jahren ein Haus gekauft und von daher ist ein Umzug eh nicht so einfach. Aber wir entscheiden alles zusammen und mir ist durchaus klar, dass hier nicht die besten Jobs auf ihn warten.... Allerdings müssen wir BEIDE in unserer Wohn/Lebenssituation zufrieden sein und daher sind Kompromisse auf beiden Seiten unumgänglich....

Wir haben einen Kompromiss geschlossen: er kann sich durchaus deutschlandweit bewerben und sollte er tatsächlich seinen absoluten Traumjob mit der entsprechenden Entlohnung woanders bekommen, dann, und zwar erst dann wird über konkrete weitere schritte nachgedacht.... Wir würden uns ein Limit von bis zwei Jahren setzen, in denen er pendelt (oder dort Zweitwohnung) und guckt, ob es wirklich sein Traumjob ist und ob wir dann als Familie nachziehen...

Bei uns war allerdings von vorne herein klar, dass er zwar eine bessere Stelle gerne hätte, aber der Beruf (Karriere) nicht vor der Familie stehen darf.... Mit Arbeitszeiten von 12h und mehr täglich (6 Tage die Woche), brauch man ja eigentlich auch keine Familie....

Also ich kann dich durchaus verstehen und würde auf einen Kompromiss beharren! Du kommst ihm ja schon entgegen...

LG und alles Gute tristeis

Beitrag von minna19 04.11.10 - 11:10 Uhr

Hallo Eva,

ich bin der Meinung von tristeis. In einer Ehe ist es wichtig, Kompromisse einzugehen. Und da ist dein Mann auch gefordert. Und nicht nur du!!!! Mein Bruder hat sich nun bewusst dazu entschieden, in die Nähe der Familie seiner Frau zu ziehen. Sie haben vorher an einem dritten Ort (also weder bei seiner noch bei ihrer Familie) gewohnt und sind durch das Pendeln fast irre geworden.

Alles Gute!