Nochmal zum Augenarzt - muss das sein?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von claudia3229 03.11.10 - 20:00 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

heute war ich beim Augenarzt mit meinen Kindern (Junge fast 6, Mädchen 2,5 Jahre). Unser Kinderarzt hatte das bei der letzten U empfohlen. Beiden Kindern wurden je zweimal die Augen geträufelt. Der Arzt, der sie untersuchte, war vertretungsweise da. Wir hatten eigentlich bei einem Augenarzt einen Termin gemacht, der auf Kinder spezialisiert ist. Der Arzt heute untersuchte beide und faselte was von vielleicht einer Brille, vielleicht auch nicht. Aber das müsste sein Kollege in zwei Wochen noch einmal untersuchen. Ist das üblich, dass man nach zwei Wochen noch einmal untersucht wird, bevor die Kinder eine Brille verschrieben bekommen? Beide haben gut mitgemacht und still gehalten. Ich denke generell, dass es unwahrscheinlich ist, dass beide jetzt Brillen bekommen. Unsere komplette Familie ist stark kurzsichtig und das geht eigentlich erst ab Ende Pubertät los. Ich war ziemlich wütend und habe mir beim Herausgehen aus der Praxis gleich Luft gemacht. Allerdings kann ich nicht recht einordnen, was mir da widerfahren ist.

Sicher habt Ihr da mehr Ahnung.
Danke.

Übrigens, findet Ihr nicht auch, dass heutzutage auffallend vielen Kindern eine Brille verschrieben wird?

Ich habe vergessen zu sagen, dass wir privat versichert sind. Möglicherweise wollte uns mal wieder jemand abzocken.

Beitrag von nana141080 03.11.10 - 20:11 Uhr

Hi,
deswegen geh ich nur zur Sehschule mit den Kids. Wenn die Orthoptistin da ausfällt wird man angerufen ;-) Und selbst dann ist die Ärztin mit einer Vertretungsorthoptistin da!

Mir wurde auch schon 2x gesagt das mein Großer vielleicht Weitsichtig ist (jaja,so wie viiiele Kinder bis zur Grundschule#gaehn). Ich habe bisher nie "tropfen" lassen da ich weiß das mein Großer einfach nur keine Lust hatte mit zu machen.

Im Sommer vor der Schule (nächstes Jahr) geh ich nochmal hin und dann entscheide ich danach ob wir tropfen lassen etc...

LG Nana

Beitrag von heimchen82 03.11.10 - 20:20 Uhr

Jedes Kind sollte weitsichtig sein ;-) Kommt nur auf die Ausprägung an ;-)

Ein Auge sollte bei Kindern immer weitsichtig sein, weil es ja noch wächst und dann im Optimalfall als Erwachsene bei "Null" angekommen ist!

Wir empfehlen alle Kinder vor der Einschulung tropfen zu lassen, weil versteckte Weitsichtigkeiten in der Schule zu Kopfschmerzen/Konzentrationsstörungen führen kann!

LG, Jenny

PS: Eine Orthoptistin ersetzt keinen Augenarzt!

Beitrag von nana141080 04.11.10 - 09:34 Uhr

Ja, das ist ja auch meine Meinung!
Wobei ich niemals CHEMIE ins Auge tropfen lassen würde wenn kein verdacht besteht!

Die Orthoptistin ist aber auf Kinder spezialisiert und macht das 10x besser als die Augenärztin (zu der man danach ja eh auch nochmal rein muß).

VG

Beitrag von whybette 03.11.10 - 20:14 Uhr

Huhu.

Also ich habe selbst eine Tochter, die seit sie 9 Monate alt ist, eine Brille trägt.
Bei unserem Ersten AA Besuch wurde nur geguckt, nicht getropft, deshalb mussten wir einige Wochen später nochmal hin, eben zum Tropfen, danach bekam sie direkt ihre Brille.
Vielleicht möchte der Vertretungsarzt bei dem ihr wart, einfach kein Risiko eingehen, hat evtl. noch nicht so große Erfahrung mit Kindern und möchte sich eben nur besser absichern. Klar, sehe ich normalerweise auch keinen Grund, ein zweites Mal zu tropfen, wenn beide Kinder gut mitgearbeitet haben. Aber wäre es evtl. möglich, dass sie nächstes mal andere Tropfen bekommen? Gibt da ja doch verschiedene, die das Auge ja unterschiedlich beeinflussen.

Und klar, gibt es heute immer mehr Kinder mit Brillen bzw. auch schon Babys mit Brillen. Das liegt aber meiner Meinung nach einfach daran, dass heutzutage einfach die Vorsorge besser ist. Es wird einfach mehr beachtet und das würde ich nie einem Arzt oder einem Augenarzt zum Vorwurf machen. Ich bin froh, dass es bei meiner Großen so früh erkannt wurde, denn wer weiß wie weit sie mittlerweile in ihrer Entwicklung zurück wäre, wenn man es nicht bemerkt hätte.
Mein Bruder war im KiGa und in der Grundschule immer ein richtiger Zappel-Philipp. Mit 7 Jahren ist er dann strack vor eine Hauswand gerannt und erst dann stellte der AA fest, dass er stark kurzsichtig ist. Ich denke bei ihm wäre als Kleinkind auch einiges anders gelaufen, wenn man es früher bemerkt hätte.

Also ich würde an deiner Stelle nochmal hin, bei euren eigentlichen AA und ihn dann auch nochmal drauf ansprechen, warum der Kollege denn nicht sicher war. Aber abklären lassen würde ich es auf jeden Fall.

LG
Why

Beitrag von heimchen82 03.11.10 - 20:16 Uhr

Hallo!

Also ich arbeite beim Augenarzt :-)

Ich muss Dich korrigieren: auch Kinder können bereits kurzsichtig sein! Ist zwar eher selten, aber möglich!

Bei Erwachsenen machen wir es oft so, dass wir erst die Werte mit weitgestellter Pupille ermitteln und dann beim 2. Termin die "Feinabstimmung" machen.
Kinder können diese Feinabstimmung noch nicht machen und daher bekommen Kinder bei uns sofort eine Brille, falls sie notwendig ist.

Entweder brauchen Deine Kinder eine Brille oder nicht #kratz Würde ich sagen...

LG, Jenny

Beitrag von bine3002 03.11.10 - 20:19 Uhr

"Auffallend vielen Kindern" wird eine Brille verschrieben, weil man darauf sehr viel mehr achtet als früher. Und das ist doch gut. Brillen sind nichts Schlimmes und wenn das Kind sie braucht, ist es gut, wenn es früh erkannt wird. Ich bin selbst kein Brillenträger, aber wenn es so wäre, dann wäre es halt so.

Ich würde dann in 2 Wochen nochmal hingehen. Ich würde mich aber auch ärgern, warum ich zwei mal dahin muss.

Beitrag von lajo 03.11.10 - 20:26 Uhr

Wir sind auch Brillenträger und alle meine drei Kinder haben keine Brille, bis jetzt. Bei uns dauert so ein Augenarzttermin 2 Minuten. Die Kinder schauen den Arzt an und er schaut in die Augen und weiß dann, ob sie Probleme haben oder nicht. So wie ich weiß werden Augentropfen nur gegeben, wenn sie bißchen Schielen.

Beitrag von bibabutzefrau 03.11.10 - 21:10 Uhr

falsch.meine Tochter schielt kein bisschen und wird bei jeder Untersuchung getropft.

Beitrag von lajo 03.11.10 - 21:11 Uhr

Das hat uns der Augenarzt erzählt und das ist ein guter. Ich habe auch noch nie Augentropfen beim Arzt bekommen.

Beitrag von heimchen82 03.11.10 - 21:17 Uhr

Für´s Schielen bzw. für das Bestimmen des Schielwinkels und auch das Behandeln (z.B. Abkleben) ist eigentlich eine Orthoptistin da. Die kümmert sich nur um schielende oder sehschwache Patienten.

Die Tropfenuntersuchung dient zur Untersuchung des Augenhintergrundes (Netzhaus) und der Bestimmung des objektiven Sehfehlers.

Beitrag von zahnweh 03.11.10 - 20:52 Uhr

Hallo,

ich wünschte, mein Augenarzt hätte das damals gemacht - eine zweite Meinung eingeholt.

Bei mir hat er total gepfuscht. Brille stimmte nie und ich war schon sehr früh kurzsichtig. Das hat der bloß nicht auf die Reihe gekriegt.
Sehschule sagte jedes mal: Brille stimmt nicht, kurzsichtig, muss der Arzt neu machen, Kind schuld, weil es die Brille nicht trägt.
Ich hab das Ding nie getragen, weil die Brille nie stimmte - weil der Arzt alles andere als kompetent war, wie sich später herausstellte.

Mein neuer Augenarzt stellte mir die Brille in 3 MInuten ein, die ich nun seit über einem Jahrzehnt klaglos trage, damit sehe und er konnte mir in kürzester Zeit alles sagen, was ich habe, wozu der andere über Jahre nicht fähig war.



Meine ist jetzt 3 Jahre. Familiär total vorbelastet. Kurzsichtig und einiges mehr. Brillen hatten beide Eltern als Kind schon VOR dem Kindergarten.
Wir müssen in einem halben Jahr noch mal zur Kontrolle!
Es könnte sein, dass sie eine Fehlsichtigkeit hat. Diese ist im Alltag derzeit nicht hinderlich (sie fällt nirgendwo runter, weil sie wie ich einst, etwas nicht sieht). Allerdings ist es nicht auszuschließen und es wird nun regelmäßig kontrolliert, damit man, sofern etwas zu machen ist, sofort eingreifen kann.

Auffällig viele Kinder sehe ich nicht mit Brille. Logo und Ergo haben da weitaus mehr.
Die meisten Kinder bekommen deshalb schon früh eine Brille, weil ihre Fehlsichtigkeit früher entdeckt wird durch die engmaschingen Kontrollen #huepf

Bei mir fiel es auf, weil ich überall runtergefallen bin.
Bei anderen Kindergartenkindern fiel es noch nicht auf, weil sie vermeintlich gut sahen, nicht kontrolliert wurden und dann bei der Einschulungsuntersuchung prompt Probleme beim Sehtest hatten und sich dann kurz vor der Einschulung an eine Brille gewöhnen mussten.

Beitrag von sina236 03.11.10 - 20:53 Uhr

ja, das ist absolut nötig und eigentlich sollten die leute hier zu lande froh sein, dass so eine diagnostik da ist. auch wir haben früher immer die kinder 2x bestellt. aus gutem grund. bei weit gestellter pupille schaut der arzt den augenhintergrund an. nur so kann er tumoren etc. im inneren des auges erkennen. und nein, so ein netzhauttumor macht zb anfänglich überhaupt keine probleme. man bemerkt ihn durch zufall- so man eben zum augenarzt geht oder auch durch fotos. aber selbst da wissen die meisten ja nicht einmal, was das veränderte bild der reflexe bedeutet. also getropft werden sollte schon so alle 2 jahre mal, meine meinung, auch wenns unangenehm ist. es ist genauso eine vorsorge, wie die U-untersuchungen. was ich genauso nie verstehen werde ist, warum die meisten mit ihren kindern bis zur schule nie bei einem augenarzt waren und sich dann wundern, dass die sehfehler nur noch schlecht oder manchmal auch gar nicht hinreichend korrigiert werden können. ein auge, das nicht arbeiten muss, verkümmert nun mal. beim zweiten termin haben wir dann oft die sehschule gemacht und auch die refraktion, sofern schon möglich. natuerlich könnte man mit geschick auch alles an einem tage machen- aber da meckern die eltern dann auch wieder- dauert alles viel zu lange, die kids werden schlapp, machen nicht mehr mit ist doch klar.
tatsächlich ist es manchmal auch eine frage des abwägens, ob eine brille nötig ist oder nicht, auch hierfür sind manchmal mehrere termine nötig. im übrigen sieht man schielen gar nicht immer und es kann doch da sein. später oft verantwortlich für legasthenie, migräneerscheinungen etc. insofern kann ich nur immer wieder sagen: geht ab 6 monaten regelmässig zum augenarzt! wenn nix ist, gut. wenn was ist, kann man nur frühzeitig noch viel ausrichten.

sina

Beitrag von 77_tanja 03.11.10 - 21:25 Uhr

Hallo,

schliesse mich meiner Vorschreiberin an,
mit den Tropfen wurde es ja richtig ausgemessen und man hat somit die Werte und sieht ob eine Brille erforderlich ist oder nicht.
Arbeite ebenfalls beim Augenarzt und bei uns wird wenn es sein muss bei Kindern die Brille sofort verschrieben.
Und das heutzutage mehr Kinder eine Brille tragen als früher, liegt daran das man heute ja viel eher und auch regelmässig zum Augenarzt geht und wenn bei den U`s was auffällt werden sie ja weitergeschickt, war früher nicht so.

LG Tanja

Beitrag von schnullabagge 03.11.10 - 21:30 Uhr

Hm, also in zwei Wochen nochmal Tropfen? Das finde ich komisch und bedenklich.
Naja evtl. bekommen heute mehr Kinder eine Brille, weil man erkannt hat, dass auch Kinder so behandelt werden können und es Geräte und Möglichkeiten heutzutage gibt, um überhaupt einen Sehtest bei Kindern durchzuführen!?
Nur weil bei einem selbst die Brille erst später kam muss es nicht heißen, dass es auch beim Nachwuchs das so ist. Meine Tochter war z.Bsp. schon mit 15 Monaten starkt kurzsichtig und Brillenträgerin.

Lg Steffi

Beitrag von lyss 04.11.10 - 12:33 Uhr

Mein grosser Bruder ist stark kurzsichtig - bei ihm ging das durchaus schon als Kind los und nicht erst ab Ende Pubertät.
Ich selbst habe erst mit 15 meine erste Brille bekommen.
Mein Grosser ist ebenfalls kurzsichtig und hat seine erste Brille mit 3,5 Jahren bekommen.

Ich hätte den Arzt nich "faseln" lassen sondern ihn gefragt, was das denn nun genau heisst "sie bekommen eventuell eine Brille" und warum das sein kollege erst in 2 Wochen entscheiden kann. Vielleicht hättest du ja eine vernünftige Erklärung erhalten.

Ich würde auf jeden Fall nochmals zur Kontrolle zum anderen Arzt gehen - vor allem weil Kurzsichtigkeit eben nicht erst ab Ende Pubertät beginnt.

LG,
Lyss

Beitrag von mabo02 04.11.10 - 13:44 Uhr

Sei doch froh, das der Arzt dir offen gesagt hat, das sein Kollege das entscheiden muss. Schlimmer wäre es, wenn er deinen Kinder wegen Unwissenheit eine Brille verschreiben wuerde, die sie vielleicht nicht brauchen.