Harnwegsinfektion ohne Antibiotikum?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von .nefur. 03.11.10 - 20:45 Uhr

Gibt es jemanden, dessen an einer Harnwegsinfektion erkranktes Kind ohne Antibiotikum behandelt? Wie sind eure Erfahrungen hierzu?


Beitrag von majasophia 03.11.10 - 20:47 Uhr

im kleinkindalter kenne ich ehrlich gesagt keinen fall, wo ein hwi nicht mit antibiotikum behandelt wird, denn ist wird er erst spät erkannt und dann hat das kind meistens schon fieber!

bei so kleinen kinder ist halt auch immer das problem, dass die nieren schnell schaden nehmen!

also antibiotikum sollte schon sein, würde da kein risiko eingehen und irgendwie mit globulis oder sonstwas rumexperimentieren, das kann ziemlich in die hose gehen!

bin kinderkrankenschwester zur info

Beitrag von .nefur. 03.11.10 - 20:58 Uhr

Danke für die Antwort. Die Antwort habe ich befürchtet.

Allerdings kennst du auch nur die Fälle, die mit Antibiotikum behandelt wurden? Ich vermute, dass im Krankenhaus Antibiotikum standartmäßig angewendet wird?

LG

Beitrag von majasophia 03.11.10 - 21:06 Uhr

ich kenne leider auch viele fälle wo die anwendeung von antibiotikum versäumt wurde und kinder dadurch später an die dialyse mussten, weil die eltern gemeint haben ,sie müssten mit globulis rumdoktern!

genauso bei mittelohrentzündungen kenne ich ein kind, was dadurch jetzt sprachverzögert ist und schwerhörig

mit solchen sachen ist nicht zu spaßen und generell wird bei kindern ein antibiotikum aufgeschrieben auch vom kinderarzt! kinder unter einem jahr müssen das aber intravenös bekommen und werden daher ins kh eingewiesen, bei älteren kindern kann man saft oral geben udn nur in hartnäckigen fällen müssen sie ins kh!

ich wieß nicht, warum so viele eltern ein riesentrara um ein antibiotikum machen- das ist doch nichts schädliches- im gegenteil!!!!
du gibst das ja nur bei ernsthaften erkrankungen! die organe von einem kleinkind sind noch so empfindlich! da hätte ich als mutter wirklich angst drum und mit bakteriellen infektionen muss man generell vorsichtig sien!

bitte geh mit deinem kind zum arzt und wenn er euch ein ab verschreibt, dann gibt es ihr und zwar solange wie vom arzt empfholen! mehr als ein bisschen durchfall und müdigkeit wird sie davon auch nciht bekommen!!!!

ich weiß auch nicht wie ich es meinem kind erkläre, dass es zur dialyse muss nur weil ich als mutter gedacht habe, globulis wären besser als das was ein ausgebildeter arzt empfielt!

Beitrag von .nefur. 03.11.10 - 21:20 Uhr

hallo Majasophia,

ich möchte natürlich keine Nierenschädigung meines KIndes etc. Ich möchte nicht, dass ich, obwohl das KInd erst 2 Jahre ist schon das 3. Mal Antibiotikum bekommen hätte. Bei einem starken Husten habe ich es schon nicht gegeben. Ich finde es zu früh. Ich kann mein Kind ganz gut beobachten und sehe, was es trinkt und wie es ihm geht.

Ich war mit meinem Kind bei einem Arzt.

Ich bin auch froh um das Antibiotikum. Aber nicht, dass jeder Mensch pro Jahr ein mal damit behandelt wird. Für mich ist das ein Ausnahmefall.

LG

Beitrag von majasophia 03.11.10 - 21:32 Uhr

verstehe deine überlegungen nicht; warum sollte jeder mensch einmal im jahr damit behandelt werden?????

hatte dein kind schon öfters hwi´s, wurde das mal näher untersucht? manchmal gibt es organabnormitäten, die einen hwi begünstigen

ich kann nur sagen, dass ich es wichtiger finde, ein kind bei einer solchen erkrankung auf ärztlichen rat zu behandeln, als zu zählen wie oft es schon ab bekommen hat (finde das auch eine komische logik)

das heißt ja auch nicht, dass es künftig ständig ab nehmen muss!

natürlich sollten ab´s nicht aus banalitäten genommen werden, aber vor allem bei kindern sollte man schon genau abwägen!

im übrigen ist diese globuli-generation von eltern meist auch die, die sich zu hause ständig die hände desinfiziert und alles mit sagrotan und co säubert, was ich persönlich noch viel schlimmer als ein ab finde!

Beitrag von jeannine1981 03.11.10 - 21:49 Uhr

Hi,

ich würde in jedem Fall auf den Kinderarzt hören. Wenn er meint man könne eine alternative Behandlung beginnen, dann vertraue ich ihm, ebend weil er studiert hat und wissen sollte was das beste ist. Das setzt natürl. ein gewissenes Vertrauen zu dem Arzt voraus.

Ebendso habe ich keine Gewissensbisse wenn der Arzt der Meinung ist ein Ab sei notwendig, meiner Tochter diese zu geben (dann versuche ich natürl. nicht selbst irgendwas zu probieren).

Unser Kinderarzt ist sehr bedacht bei der Gabe von Ab (denn häufig schon unnötig wenn Viren nachgewiesen sind), wenn sie mir also eines aufschreibt dann weiß ich das es richtig und wichtig ist.


Hier mal was zu lesen:

http://www.medizinfo.de/kinder/fieber/harnwegsinfektionen.htm

"Gerade bei Kindern ist eine möglichst schonende und nebenwirkungsarme Behandlung erwünscht. Neben der schnellen und wirkungsvollen Behandlung ist es auch wichtig, Rückfälle zu vermeiden, die bei Harnwegsinfektionen häufig vorkommen. Eine solche mögliche Alternative ist die Behandlung mit Kapuzinerkressekraut und Meerrettichwurzel, zwei so genannten pflanzlichen Antibiotika. Sie sind insbesondere bei leichten Infekten und zur Vorbeugung eine Alternative. Bei der Behandlung mit Senfölen aus Meerrettich und Kapuzinerkresse wird die Bildung von Resistenzen vermieden. Außerdem zeigen sich deutlich weniger Nebenwirkungen, als bei der Behandlung mit Antibiotika."

Lg
Jeannine und Lena 31 Mon#winke

Beitrag von schullek 03.11.10 - 21:28 Uhr

lies doch nur mal hier, wie viele kinder bereits vor ihrem 3. geburtstag mehr antibiotika inne haben, als man an einer oder gar zwei händen abzählen kann! das ist nicht normal udn auch ungesund. antibiotika in so frühen jahren sind gift. natürlich sind antibiotika ein segen. aber diese segen wird viel zu häufig eingesetzt und dadurch vieles falsch gemacht.
kennst du denn fälle, wo harnwegsinfekte ohne ab behandelt wurden, die dann nicht im kkh landeten? es klingt raus, als arbeitest du im kkh oder in einer arztpraxis. das man da automatisch mehr negatives mitbekommt als positives ist ja logisch. udn ich verstehe dann auch bestimmte aussagen, die einfach auf diesen subjektiven erfahrungen basieren.
aber gerade bei moe's ist es doch mittlerweile üblich erstmal ohne ab zu behandeln. bzw. abzuwarten.

@posterin: ich kann nur von mir und meinem mann berichten. ich habe letztes jahr nach antibiotikaeinnahme;-) einen harnwegsinfekt entwickelt. ich habe das antibiotikum mit in den urlaub für den notfall genommen, ansonsten mit uvalysat (nur für kinder ab 12 glaube ich), cranberryextrakt etc. behandelt und sehr! viel getrunken. ich hatte keine probleme udn nach dem urlaub war nichts mehr zu finden im urin. mein mann hatte vor zwei wochen einen im zuge eines infekts. gleiches spiel, alles weg.

lg

Beitrag von majasophia 03.11.10 - 21:36 Uhr

ich weiß nicht, warum laien immer denken sie wären schlauer als mediziner, die 7 jahre lang studiert haben #augen

ich verabschiede mich auch aus dieser diskussion, weil mir das echt zu blöd ist und ich die schon tausendfach geführt habe...

verstehe auch nicht, warum man so ne frage hier reinschreibt, wenn man sowieso schon ne festgefahrene meinung hat- sucht man sich dann nur bestätigtung?


damit noch einen angenehmen abend

Beitrag von schullek 03.11.10 - 21:43 Uhr

ich habe keine frage gestellt;-)
habe nur geantwortet.
wer sagt, dass ich so wenig ahnung habe, wie du annimst? wer sagt, dass ich nicht zu einem arzt gehe und eine meinugn einhole? eventuell hat mir ja sogar der arzt geraten das ganze so zu machen.
vielleicht solltest du weniger annehmen sondern anderen auch kompetenz zusprechen.

Beitrag von sonne_1975 03.11.10 - 23:10 Uhr

Was schreibst du hier für einen Schwachsinn zusammen?

Natürlich bekommen auch die Kinder unter 1 Jahr AB als Saft. Mein Kleiner hat es mit 8 Wochen bekommen, wegen MOE.

Auch muss keine Mittelohrentzündung mit AB behandelt werden. Erst, wenn es nach 4-5 Tagen nicht weggeht (wenn kein Fieber ist, aber meine Kinder hatten so gut wie nie Fieber dabei).

Mein Grosser hat alle MOEs ausser der ersten ohne AB überstanden. Weil es nach 1-2 Tagen weg war. Dass es MOE war, weiss ich, weil seine Ohren immer laufen. Wie beim Kleinen auch.

Blasenentzündung kann man wunderbar ohne AB wegkriegen. Zauberwort heisst trinken. Auch hier muss man 3-4 Tage abwarten, wenn es nicht besser wird, dann muss halt AB her.

AB greift unheimlich die Darmflora (also Immunsystem) an, sie braucht Monate um sich davon zu erholen.

Beitrag von eumele76 03.11.10 - 21:05 Uhr

Hi,

also ein Kind würde ich immer mit Antibiotika behandeln lassen.

Als Erwachsener kann man es sicher mit natürlichen Mitteln versuchen. Ich hab in der SS einige Blasenentzündungen mit Urovit (Cranberry-Pulver) abwenden können.

Allerdings merke ich als Erwachsene ja selbst schnell wie es anschlägt und ob ich doch zum Arzt gehe.

Bei einem Kind, das die Schmerzen ja nicht so artikulieren kann und man somit auf die Symptome angewiesen ist, würde ich Antibiotika geben.

LG,
Nina

Beitrag von .nefur. 03.11.10 - 21:08 Uhr

Hallo Nina,

der Tagesverlauf von meinem Kleinen sah heute gut aus. Ich war natürlich auch beim Arzt. Der wiederum nicht auf Antibiotikum beharrt hat.

Ich hoffe, ich mache es richtig.

LG

Beitrag von eumele76 03.11.10 - 21:16 Uhr

Und wie soll die Behandlung dann weiterlaufen?

Ich glaube als Junge ist es sowieso schwer überhaupt eine Blasenentzündung zu bekommen.

Als mein Grosser mit 4 Monaten im KH war war dort auch ein 6 Monate alter Junge mit Blasenentzündung. Der musste stationär bleiben.

LG,
Nina

Beitrag von lulu2003 03.11.10 - 22:35 Uhr

Na das würde mich auch mal interessieren. Wobei ich denke, das es sich um Bakterien handelt, man es ohne AB sicher nicht in den Griff bekommt.

Luis hatte mit 10 Wochen einen Harnwegsinfekt. Wir mußten umgehend, ohne groß noch rumzuhampeln mit ihm in die Klinik. Dort bekam er sofort 2!!!!! verschiedene Antibotika, da sie erst eine Kultur anlegen mußten um zu schauen um welche Bakterien es sich handelt. Ich war natürlich alles andere als begeistert, aber es mußte leider sein.

LG
Sandra

Beitrag von .nefur. 16.02.11 - 20:08 Uhr

Hallo,

ich ergänze unsere Erfahrung zu dem Thema. Falls jemand im Archiv hierüber stolpert.

Ohne Antibiothikum ging es sehr gut, die Infektion war wenige Tage später nachweislich (Urintest beim Arzt) weg. Er hatte insgesamt zwei Tage verstärkte Probleme beim Wasserlassen.