Wird die Arge mir das genehmigen??

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Beitrag von blueeyes09 04.11.10 - 09:35 Uhr

Guten Morgen :)

Ich bin alleinerziehend, mit einem Kind und arbeite halbtags im Einzelhandel. Bekomme noch Unterstützung von der Arge, da der Erzeuger in den 7 Jahren wo mein Sohn da ist, noch nie einen Cent gezahlt hat

So, nun wurde ich von der Arge aufgefordert, in eine günstigere Wohnung zu ziehen - da ich in meiner jetzigen mit Strom heize und zu teuer ist. Das meiste zahle ich selbst von meinem Regelsatz

Habe dann meine Wohnung gekündigt und mich auf die Suche gemacht

Und ja, nun habe ich eine Wohnung gefunden!

Die neue Wohnung ist vom Preis her fast gleich, NUR die qm sind ein wenig mehr :(
65 darf ich habe, und die Wohnung hat leider 72

Jetzt ist die Frage, ob mir mein SB nun verbietet in diese Wohnung zu ziehen, aufgrund der mehr qm ?

Die können mir ja das Geld weiter zahlen, was ich jetzt auch erhalte. Da muss nix neu berechnet werden - oder müssen die das automatisch??

Ich steh echt unter Druck. am 1.1.2011 muss ich hier raus sein, und ich möchte auf jeden Fall die Wohnung nehmen! Dadurch spare ich monatlich echt einiges an Geld. Ich zahle jetzt jeden Monat 203 Euro NUR Strom Abschlag an den Stadtwerken
Die jetzige Wohnung kostet mich 560 - und die neue Wohnung insgesamt 430 Euro!

Wäre lieb wenn mir hier jemand antworten könnte #blume

Beitrag von nightwitch 04.11.10 - 09:47 Uhr

Hallo,

bei meiner ARGE damals war es egal, wie groß die Wohnung war, wenn sie nicht teurer war als erlaubt.
Also von daher würdest du bei der für mich zuständigen ARGE keine Probleme bekommen.

Aber ich weiss, dass es halt auch ARGEN gibt, die auch genau auf die qm-Zahl achten.

Ich würde einfach deinen Sachbearbeiter anrufen und nachfragen, oder falls möglich direkt mit den Unterlagen die du bereits für die Wohnung hast zu ihm/ihr gehen und es vorlegen.
Sie können dir nicht verbieten, in die Wohnung zu ziehen, aber es kann halt sein, dass du dann einen Teil der Miete selbst zahlen musst und du auch keinerlei Unterstützung wie Renovierungsgeld, Kautionsdarlehen oder Umzugsbeihilfen bekommst.

Ich wünsch dir viel Glück.

Gruß
Sandra

Beitrag von blueeyes09 04.11.10 - 09:55 Uhr

Vielen Dank für deine Antwort! #herzlich

Ein wenig teurer is die schon - satte 8 Euro mehr, als die jetzige
Aber dafür zahl ich dann nur ca 50 Euro strom (hab dann Gas, und keine uralten Nachtspeicheröfen mehr) statt wie jetzt über 200 !!!

Die Wohnung is deutlich günstiger, das werde ich alles belegen

Muss um 14 Uhr heute hin und kanns kaum noch erwarten ;)

Beitrag von windsbraut69 04.11.10 - 09:59 Uhr

Die Stromkosten sind für die ARGE ja nicht relevant und wenn Du jetzt schon teurer gewohnt hast bzw. die ARGE mehr als die angemessene Miete gezahlt hat, kann es passieren, dass für die neue Whg. dann weniger gezahlt wird als bislang.

Gruß,

W

Beitrag von raena 04.11.10 - 10:58 Uhr

In dem Fall sind die Stromkosten sehr wohl relevant, da diese ja einen Großteil der Heizkosten darstellen (Nachtspeicheröfen) und die Heizkosten wiederum zählen zu den Nebenkosten. Strom ist nunmal eine sehr teuere Heizmöglichkeit und meist deutlich ineffizienter als Gas-/Ölheizungen.
Daher reduziert sich zwar nicht die (Kalt-)miete, aber die Warmmiete ist bei der neuen Wohnung günstiger.

Beitrag von windsbraut69 04.11.10 - 11:40 Uhr

Sie schreibt doch, dass sie "das meiste" der Stromkosten selbst zahlt!

Gruß,

W

Beitrag von goldtaube 04.11.10 - 10:23 Uhr

Ob du weniger Strom zahlst interessiert die ARGE nicht. Da haben sie ja nichts von, denn das musst du eh aus dem Regelsatz zahlen.

Wenn die Wohnung nicht nur zu groß, sondern auch teuerer (Miete + Nebenkosten + Heizkosten) ist, dann werden sie sie kaum genehmigen.
Du kannst natürlich trotzdem in die Wohnung ziehen, aber du bekommst dann nur die angemessenen Kosten der Unterkunft bezahlt für eine Wohnung in der Größe die du haben darfst und das maximal in der Höhe der alten Kosten der Unterkunft. Die Differenz musst du dann selber tragen. Umzugskosten etc. werden dann auch nicht bezahlt.

Damit du Chancen hast, muss die Wohnung was Miete + Nebenkosten + Heizkosten angeht günstiger sein als deine jetzige Wohnung.

Beitrag von dream25 04.11.10 - 09:57 Uhr

Ich weiß, von unserer inzwischen gut befreundeten Nachbarin, dass sie auch ergänzend ALG2 erhält und ihr die Wohnung genehmigt wurde, obwohl sie zu groß ist. Sie lebt jetzt mit 2 Kinder auf knapp 90 qm. Erst wurde wohl abgelehnt, da man dann aber gesehen hat, das die Wohnung weit aus günstiger ist, als die Wohnung in der sie vorher gelebt hat, hat man es ihr genehmigt.

Vorher lebte sie in 3 ganz kleinen Zimmern, hier konnte sie die Wohnung ihrer Oma übernehmen, die seit 20 Jahren hier gelebt hat und zahlt deshalb ca 400 € Kaltmiete und das mitten in einer Großstadt in einer beliebten Ecke. Wir haben die selbe Wohnung, sie wohnt im ersten, wir im EG, wir zahlen 350 € mehr #schock

Beitrag von dream25 04.11.10 - 10:10 Uhr

aber nochmal eine Frage, Du hast ein Kind und kündigst einfach deine Wohnung ohne einen neuen Mietvertrag in der Tasche zu haben #zitter

Unfassbar, was machst Du wenn Du keine passende Wohnung findet?

Für mich persönlich sehr verantwortungslos!

Beitrag von windsbraut69 04.11.10 - 10:16 Uhr

Siehste ja - dann zieht sie in eine ebenfalls unangemessene Wohnung...

LG

Beitrag von dream25 04.11.10 - 10:28 Uhr

aber wenn die Wohnung unangemessen ist, dann wird sie nicht genehmigt. "Darf" sie dann überhaupt dort einziehen, bzw. den Vetrag unterschreiben?

Beitrag von goldtaube 04.11.10 - 10:34 Uhr

Sie darf da schon einziehen. Allerdings ist es so, dass sie nur die angemessenen Kosten der Unterkunft bekommt, maximal in der Höhe der alten Kosten der Unterkunft. Die Differenz muss sie dann selber tragen.

Beitrag von windsbraut69 04.11.10 - 11:42 Uhr

Ja klar, sie kommt dann finanziell nur vom Regen in die Traufe s. Goldtaubes Beitrag.
Zusätzlich muß sie dann damit rechnen, dass weder Kaution noch Umzugskosten übernommen werden....

Beitrag von litalia 04.11.10 - 10:21 Uhr

wie kann man denn so dämlich sein (SORRY) und seine wohnung kündigen obwohl man noch keine neue hat?

du hast ein kind. ein bischen mehr weitsicht wäre da angebracht.

zuerst neuen mietvertrag unterschreiben und DANN wohnung kündigen.

wie kann man denn die gefahr überhaupt eingehen in 3 monaten auf der straße zu sitzen?

Beitrag von paps09 04.11.10 - 10:31 Uhr

Manche sitzen wohl gerne im Winter auf der Straße! Wenn das Jugendamt davon mitbekommt, dann kommt das nächste Probelm wenn bis dahin keine Wohnung gefunden wurde

Beitrag von raena 04.11.10 - 10:52 Uhr

Weil es vielleicht ganz auf die Gegend ankommt in der man wohnt????? Wenn ich in München leben würde, dann ist das auf jeden Fall extrem waghalsig, ...... in anderen Orten zahlen einen die Vermieter den Umzug nur damit sie einen neuen Mieter haben .....

.... Wenn man nämlich erst unterschreibt und dann kündigt, ist es sehr wahrscheinlich, dass man eine doppelte Belastung hat (die wenigsten Vermieter möchten gerne 3 Monate auf den nächsten Mieter warten) und die zahlt das Amt auch nicht!

Aber am besten ist, einfach nochmal ein zusätzlich mit der Schrotflinte auf die TE schießen ohne das man die Gegebenheiten kennt......#kratz

Beitrag von dream25 04.11.10 - 11:01 Uhr

Ich suche erst nach einer Wohnung und kündige dann, im Notfall suche ich mir einen Nachmieter und habe auch dann keine Probleme. Hatte so bisher noch nie das problem doppelt Miete zahlen zu müssen

Niemals würde ich als Mutter so handeln, das hat auch nichts mit "Schrotflinte auf jemand richten" zu tun. Ich finde es verantwortungslos, und daran ändert sich auch nichts, auch nach deinem Beitrag nicht!

Aber wenn in ihrer Gegend so ein Mietermangel besteht, dann kann sie ja ganz gelassen die oben erwähnte Wohnung ablehnen und warten bis ein Vermieter auf sie zu kommt, oder weiter suchen bis sie eine Wohnung in ihrem Preislimit gefunden hat!

Ich perönlich könnte keine Nacht schlafen, wenn ich nicht 100 % sicher wüsste, wo meine Familie in 3 Monaten schlafen kann.....

Beitrag von josephine2003 04.11.10 - 11:19 Uhr

In Gegenden in denen sich die Vermieter um die ALG2-Empfänger (und die dadurch recht geringen Mieteneinnahmen) streiten dürfte es wohl auch möglich sein gleich eine Wohnung welche voll in die Arge-Richtlinien passt zu finden^^

Beitrag von manavgat 04.11.10 - 11:01 Uhr

Ich würde die Wohnung nehmen, sonst stehst Du nämlich auf der Straße. Imho ist es egal, wenn sie ein paar qm mehr hat, u. U. musst Du die Umlagen der Mehrqm vom Regelsatz zahlen. Wäre mir aber egal, so viel ist das nicht.

Gruß

Manavgat

Beitrag von parzifal 04.11.10 - 16:03 Uhr

Für die Zukunft:

Man kündigt keine Wohnung, wenn man noch keine neue hat.

Weshalb musst Du soviel (Heiz)Strom selbst zahlen? Ich dachte die Heizkosten werden ebenfalls übernommen (auch wenn dies mit Strom geschieht)?

Beitrag von king.with.deckchair 04.11.10 - 17:59 Uhr

"Ich dachte die Heizkosten werden ebenfalls übernommen (auch wenn dies mit Strom geschieht)?"


Selbstverständlich aber nur bis zur Angemessenheitsgrenze.

Beitrag von sandra7.12.75 05.11.10 - 08:21 Uhr

Hallo

Ich frage mich auch warum du soviel Strom zahlst.Wir zahlen mit 6 Personen im Monat 240 Euro Strom und Gas.Gut wir werden jetzt durch den tollen Winter eine Nachzahlung haben aber über 200 Euro nur für Strom.Du arbeitest und ihr seid nur zu zweit#kratz.Da kann etwas nicht stimmen.

lg