weiterführende Schule

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von lillebro 04.11.10 - 10:22 Uhr

Hallo und guten Tag,

meine Tochter Lilly geht momentan in die 4. Klasse, und im Februar/März steht die Entscheidung für die weiterführende Schule an.
Im Zeugniss der 3. Klasse standen alles 2er und eine 1 in Religion. Ich halte Lilly für ein sehr pfiffiges und intelligentes Kind, das sich aber oft den bequemeren Weg sucht.
Mein Mann und ich diskutieren momentan, welche Schule die geeignetere für sie wäre. Er tendiert eher zur Realschule, ich eher zum Gymnasium.
Er glaubt, das wir auf dem Gymnasium alle recht schnell an unsere Grenzen stossen werden, da wir beide selbst nur die Realschule besucht haben.

Ihre Klassenlehrerin ist der Meinung, das beide Bildungswege möglich sind, und sie sich da jetzt noch nicht entscheiden möchte. Ich denke, sie wird auch im März noch so ein " Wackelkind" sein.

Wie waren denn eure Erfahrungen? Habt ihr euche damals für die richtige Schule entschieden? Was haben eure Kinder für Erfahrungen gemacht?

Ich weiß, das wir mit unseren Überlegungen noch recht früh dran sind, aber diese Entscheidung muß auch gut überlegt sein.

Liebe Grüße

Y.

Beitrag von manavgat 04.11.10 - 10:31 Uhr

Ein Kind, welches überall auf 2 steht, sollte auf das Gymnasium. Es sei, denn es ist so sensibel, dass G8 das Kind (nicht die Eltern) überfordern würde.

Deinem Mann scheint nicht klar zu sein, dass er sein eigenes Kind klein hält. Zu eurer Zeit war der Realschulabschluss etwas wert und eure Kohorte (Menschen einer bestimmten Zeit) konnte damit auch noch innerhalb eines Unternehmens aufsteigen.

Heute ist es so, dass der Realschulabschluss den früheren Hauptschulabschluss als Mindestanforderung auf dem Arbeitsmarkt abgelöst hat. Wir werden europa/weltweit um (gut bezahlte) Arbeitsplätze konkurrieren. Da ist ein Abitur erforderlich.

Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass es oft die eigenen Eltern sind, die "verhindern" dass ihre Kinder höhere Abschlüsse erreichen, als sie selbst hatten. Dies gilt verstärkt für Mädchen und verstärkt in ländlichen Regionen.

Ich wünsche Eurem Kind, dass ihr über Euren Schatten springen könnt.

Alles Gute

Manavgat

Beitrag von jazzbassist 04.11.10 - 10:44 Uhr

Kann man nicht besser schreiben...

PS: Das war schon das 2. Mal in diesem Jahr :-p

Beitrag von delfinchen 04.11.10 - 10:58 Uhr

Seh ich genauso :-).

2,0 ist absolut gymnasialgeeignet, wenn man eine gewisse Frustrationstoleranz mitbringt, sich durchsetzen und auch mal durchbeißen kann.

Sollte man feststellen, dass es doch nicht der geeignete Weg war, kann man immer noch auf die Realschule wechseln - umgekehrt ist das eher sehr schwer.

LG,
delfinchen

Beitrag von juki 04.11.10 - 11:02 Uhr

Ein Kind, welches überall auf 2 steht, sollte auf das Gymnasium

Wenn das Kind in der GS aber nie das Lernen gelernt hat, weil ihm alles zuflog kann dies auf dem Gymnasium zu Problemen führen (spreche aus eigener Erfahrung und kenne mehr solcher Bsp.)..

LG

Beitrag von zickentwins 04.11.10 - 15:23 Uhr

Hallo manavgat!

So pauschal stimmt das nicht.

Mein Arbeitgeber hat 1990 letztmalig Realschüler als Bankkauflleute ausgebildet. In den Folgejahren musste es mindestens Höhere Handelsschule oder Abitur sein.

Seit vergangenem Jahr bilden sie wieder Realschüler aus.

Und zwar aus folgendem Grunde: Die Abiturienten wollen nach der Ausbildung alle ihren Bankbetriebswirt machen oder ins Studentenförderprogramm und später leitende Positionen einnehmen. Leider benötigt eine Bank auch Kassierer und Kundenberater. Das ist aber den meisten Abiturienten zu wenig. Aber dummerweise kann es ja nicht nur 'Häuptlinge' geben, es braucht auch 'Indianer'.

Ich habe ähnliches auch schon von einer Bekannten gehört, die bei einer großen Versicherung arbeitet.

Und...aufgrund der Tatsache, dass es in den kommenden Jahren immer weniger Schulabgänger geben wird und gleichzeitig die geburtenstarken Nachkriegsjahrgänge so langsam in Rente gehen...weiss ich nicht, ob deine Einschätzung auch in der Zukunft noch so zutreffen wird.

Aber trotzdem stimme ich dir zu, dass das Mädel aus dem Ausgangsthread mit einem glatten Zweierschnitt auf das Gymnasium sollte. Es sei denn die Grund- schulnoten sind nur mit viel Elternunterstützung oder Nachhilfe zustande gekommen. Dann wird sie es nämlich auf dem Gymnasium schwer haben.

Gruss,
zickentwins



Beitrag von manavgat 04.11.10 - 18:00 Uhr

Genau. Für Indianer reicht Realschule....

Es gibt auch noch einen Wert der humanistischen Bildung: sie ist zweckfrei (im Sinne von wirtschaftlicher Verwertbarkeit). Und zu allen Zeiten hat und hätte es die herrschende Klasse gerne gesehen, wenn das Fussvolk nur so viel lernt, wie es der Wirtschaft - und somit dem Geldbeutel der Herrschenden - gut tut.

Gruß

Manavgat

Beitrag von zickentwins 05.11.10 - 16:31 Uhr

Hallo Manavgat!

Natürlich gibt es auch zweckfreie Bildung, aber ich glaube nicht, dass diese schulformgebunden ist. Sie hängt viel mehr vom Interesse desjenigen ab, der sich bilden will.

Ein Beispiel:
Ich habe Abitur, mein Bruder hat mittlere Reife. In puncto Allgemeinbildung ist er mir aber seit jeher weit voraus. Vor allem was politische Zusammenhänge etc. angeht. Es interessiert ihn halt und Interesse ist m.E. noch immer der beste Motor etwas zu lernen. Das gilt für Realschüler genauso wie für Gymnasiasten.

Und...mein 'Häuptling-Indianer-Vergleich' meint ja nur, dass nicht jeder mit Abitur automatisch Karriere machen kann. Dafür gibt es heute schlicht zu viele Abiturienten mit hohen Erwartungen und zu wenig Chefsessel.

Und anscheinend ist es so, dass manche Unternehmen, das inzwischen auch bemerkt haben, und in ihrer Personalplanung entsprechend zurückrudern.

Wobei...wenn ich ein Nachhilfeinstitut hätte, würde ich wahrscheinlich auch jedem sagen, dass man nur mit Abitur später ein zufriedenes, erfolgreiches Leben führen kann. Denn überforderte Gymnasiasten und deren überehrgeizige Eltern sind schließlich die beste Kundschaft für Nachhilfeinstitute...;-)

Und nur um das nochmal klarzustellen, gute Grundschüler gehören natürlich auch nach meiner Meinung auf's Gymnasium.

Nur sollte man meiner Meinung nach, nicht immer so tun, als wäre das ganze Leben schon versaut, wenn man in der 4. Klasse keine Gymnasialempfehlung bekommt.

Gruss,
zickentwins



Beitrag von schokostreusel 04.11.10 - 10:48 Uhr

Hallo,

also ich kann jetzt nur von meinem Bruder und mir berichten.

Meine Eltern haben beide einen früheren Standardschulabschluss, da gingen die Kinder im Allgemeinen auf - ich meine das war die Volksschule?- und nur ganz wenige aus der recht großen Familie haben Abitur gemacht oder studiert. Damals wurde nach der 9. Klasse abgegangen und gearbeitet. Ich denke, das entspricht dem heutigen Hauptschulanschluss.
*g*Ich habe irgendeinen Vewandten um 20 Ecken der Professor war, von dem wird jetzt noch manchmal erzählt: Ohhhaaaa...der war Professor #schock !"

Mein Bruder und ich sind wegen ganz guter Noten trotzdem beide auf das Gymnasium gegangen, meine Eltern waren mit spätestens ab der Oberstufe sowieso keine Hilfe mehr ( in schulischen Dingen) , aber das habe ich auch gar nicht erwartet.

Mein Bruder ist nach der 10. mit Realschulabschluss abgegangen und hat direkt eine Ausbildung angefangen, er ist ein ziemlicher Fachidiot und wusste da bereits, was er werden wird. Ich habe mal mehr mal weniger für die Schule getan, wenn es ging natürlich auch nicht mehr als notwendig und trotzdem mein Abi mit einem guten Schnitt hingelegt.

Ich würde die Schulentscheidung also nicht von eurem Abschluss abhängig machen, wenn meine Tochter die Noten hätte ( und dann auch noch mit Bequemlichkeitshintergrund) würde ich sie ganz klar auf das Gymnasium schicken.

Beitrag von ansahe 04.11.10 - 10:52 Uhr

Hallo,

ich halte für eure Lilly auch das Gymnasium als die geeignete Schule. Meine beiden "Großen" hatten auch beide eine Gymnasialempfehlung, wobei mein Sohn auch zwei Dreier im Abschlußzeugnis hatte, also schreit euer Zeugnis ja förmlich nach dem Gymnasium (und sie ist garantiert kein Wackelkandidat).

Gerade, wenn den Kindern das Lernen relativ leicht fällt und sie gerne den Weg des geringsten Widerstandes gehen, brauchen sie doch eine Schule, die sie fordert und die Leistung aus ihnen herauskitzelt. Das Zeug dazu hat sie garantiert.

Und ob du und dein Mann "nur" einen Realschulabschluß haben, finde ich bei der Entscheidung nicht wirklich wichtig. Ich habe auch den Realschulabschluß und kann eigentlich immer noch recht gut bei den Hausaufgaben helfen. Nur in Mathe (8. Klasse) merke ich meine Grenzen #schwitz . Aber eigentlich sollen die Kinder ja auf den weiterführenden Schulen zum Großen Teil ohne unsere Hilfe ihre Aufgaben machen. Da tun wir ihnen wirklich keinen Gefallen mit, wenn wir auch weiterhin immer helfend daneben stehen.

Auch auf dem Gynasium fällt man nicht sofort weg, wenn die Leistungen nicht optimal sind. Es gibt auch dort Hausaufgabenhilfe, Nachhilfe von älteren Schülern, die Möglichkeit ein Jahr zu wiederholen und erst wenn wirklich nichts mehr geht, dann der Wechsel auf die Realschule.

Wenn Lilly es selber auch möchte, würde ich auf jeden Fall den Weg zum Gymnasium empfehlen. Mit Abitur sind ihre späteren Möglichkeiten einfach größer.

LG, Anja

Beitrag von juki 04.11.10 - 10:57 Uhr

Huhu...

bei meiner Maus ist das noch ein wenig bis dahin, aber ich kann dir von mir persönlich berichten und von Freunden...

Ich hatte auch lauter zweier auf dem Zeugniss der GS und ging dann aufs Gymnasium(mein Lehrer stand dem eher skeptische gegenüber, da ich wie deine Tochter auch gern den bequemen Weg nahm...)dort bin ich total abgesackt und nach der 7. auf die HS gewechselt(Realschule gab es nicht in näherer Umgebung)....habe dann mein Abi mit 27 gemacht...das soll euch nicht abschrecken, denn meine Freundin hatte fast nur dreien auf dem zeugniss der GS und hat das Gymnasium locker geschafft...

Mein Bruder war auch ein "Wackelkind" ihn haben meine Eltern auf eine IGS geschickt und wenn er noch Lust auf Schule gehabt hätte, hätte er locker sein Abi dort machen können....gibt es eine solche Möglichkeit bei euch nicht? Also eine Schule, in der beide Möglichkeiten zusammengefasst sind und sie/ihr euch nicht sofort entscheiden müsst...

Und es an eurem Wissen/Können festzumachen finde ich ganz schlimm, im Notfall gibt es immer Nachhilfelehrer etc. die dem Kind helfen können...

LG

Beitrag von connie36 04.11.10 - 12:48 Uhr

hi
meine tochter hat seit schulbeginn immer 2er in allen fächern. wir haben gesagt, runter kann sie immer...aber von unten nach oben ist es schwerer. sie geht aufs gymi...sollte es nicht klappen...gut, dann hat man es versucht. aber warum sollte man sie von vornerein ausbremsen?!
lg conny

Beitrag von ballroomy 04.11.10 - 13:12 Uhr

Wenn sie aufs Gymnasium möchte, dann lass sie aufs Gymnasium gehen.
Alles 2er ist doch prima.
Besser war ich in der Grundschule auch nicht. (Hatte nur eine 1 in Musik)
Gymnasium hab ich ohne größere Probleme geschafft. Ab und zu brauchte ich Nachhilfe (in Latein und Französisch) aber so was ist ja nicht weiter tragisch.


Also mein Tip, lass sie es versuchen. Vielleicht kommt der Ehrgeiz ja noch?

Viele Grüße
ballroomy

Beitrag von barbarelle 04.11.10 - 13:14 Uhr

Hat deine Tochter sich schonmal dazu geäussert? Mit diesen Noten halte ich sie für absolut Gymnasiumstauglich.

Meine Tochter ist auch so eine "Wackelkandidatin" allerdings kommen bei ihr noch ein paar andere Probleme hinzu.

An der Realschule schreckt mich ab, dass die Klassen nicht sonderlich homogen sind. Es sind dort Kinder, die gerade mal der Hauptschule entronnen sind und andere, deren Eltern vor lauter G8 Panik ihre Kinder auf die Realschule schicken.

Allerdings sind das dann diese Kinder, die in der Realschule sehr gut sind und immer noch ein Fachabi machen können.

Egal was ihr entscheidet, wenn sie gut und wissbegierig ist kann sie trotz Realschule das Abi erreichen und würde sich unter Umständen wohler fühlen auf einer Realschule.

Kann sie es aushalten trotz vielem Lernen auch mal eine 4 oder eine 5 zu schreiben? Diese Gelassenheit braucht sie auf einem Gymi (zumindest hier in BW) unbedingt.

LG
Barbarelle

Beitrag von mimi1410 04.11.10 - 13:25 Uhr

Hallo!

Ich glaub, ich schwimm hier ein bisserl gegen den Strom - Zweier in den Hauptfächern ist gut, keine Frage. Als ich (vor ewigen Zeiten) aufs Gymnasium kam, waren Schüler mit Zweiern aus der Grundschule eher die Seltenheit und in Anbetracht der steten Zunahme der Anforderungen halte ich es für bedenklich, mit "nur" Zweiern" aufs Gymnasium zu gehen. Ihr müsst damit rechnen, dass eure Kleine anfangs sicherlich in jedem Fach eine Note abrutscht ... das sollte sich aber wieder geben, spätestens im zweiten Halbjahr.
Wie ist sie denn in den Leistungen? Sind die Zweier ohne großes Zutun erreicht worden oder muss sie viel dafür tun? Tendieren sie zur 3 oder zur 1? Sind es klare Zweier? Geht sie gern in die Schule? Wohin will eure Tochter (unabhängig davon, wo ihre Freundinnen hingehen :-) - auch wenn ich eine Zehnjährige nicht vollends in diese Entscheidung aufnehmen möchte, gehört werden sollte sie auf alle Fälle!)
An eurer Stelle würd ich das Thema beiseite legen und im Februar/März nochmal überlegen, oft machen die Kinder noch einmal einen Schub vorwärts!

LG und alles Gute Mimi

Beitrag von truller 04.11.10 - 15:07 Uhr

Was möchte sie.
Sie muß auch hinter der Entscheidung stehen.

Beitrag von snowwhite1974 04.11.10 - 15:17 Uhr

Hallo,

mal abgesehen davon dass ich auch finde das Kind gehört aufs Gymnasium - wunderts mich immer wieder, dass Eltern ihre Grundschüler mit in die Auswahl der Schulform miteinbeziehen?

Wie sollen die Kinder denn da entscheiden? So nach dem Motto "auf dem Gymnasium muss man ganz doll viel lernen und hat überhaupt keine Zeit mehr, dafür kann man später was tolles werden" und auf der Realschule muss man nicht ganz so doll lernen und wird auch nichts ganz so tolles? Und später kann man sich immer noch ganz doll anstrengen und irgendwann doch noch Abi machen?

Ich denke es reicht Eltern und Lehrer einigen sich auf die Schulform und das Kind sucht dann die konkrete Schule aus (wobei ich da auch etwas steuern würde, denn ich denke, ein Kind kann die Vorteile oder Nachteile einer Schule nur daran ermessen, ob sein bester Freund da hingeht oder nicht oder ob Tischtennisplatten im Hof stehen?)

Man sollte Kinder nicht zu früh mit weitreichenden Entscheidungen konfrontieren.

Gruß snowwhite

Beitrag von happy1520 04.11.10 - 16:00 Uhr

Hallo, ich kann dir mal von meiner Tochter berichten. Die ist jetzt im September aufs Gym gewechselt. Im Übertrittszeugnis hatte sie in den drei Hauptfächern Deutsch, HSU und Mathe eine 2,2 und 3. Die 3 leider ganz knapp, weil sie die letzte große Probe mit ner 4 versemmelt hat. Alle anderen Fächer waren Zweier und Einser.
Wir haben auch lang überlegt, aber unsere Rektorin (gleichzeitig Klassenlehrerin) bestärkte uns darin Natalie aufs Gymnasium zu schicken.
Gesagt, getan...zum Abschlusszeugnis hat sie doch noch ne 2 in Mathe geschafft. Da hat sie die letzten Wochen noch drauf hingearbeitet. Das hat mir gezeigt, dass sie den Willen hat was zu erreichen.
Und nun...was soll ich sagen. Nach knapp 2 Monaten im Gym klappt es doch recht gut. Die ersten Exen und Schulaufgaben sind geschrieben, alles dabei von 1 bis 3. Ist doch toll. Freunde sind gefunden und sie will es schaffen am Gymnasium zu bleiben.
Mein Mann und ich haben ebenfalle "nur" mittlere Reife, aber helfen kann ich ihr allemal noch. Und mit der Zeit wird sie auch noch selbständiger werden.
Da bin ich ganz sicher. Wir haben unsere Entscheidung nicht bereut.
Schickt eure Lilly auf´s Gymnasium. Da hat sie die besten Voraussetzungen.

LG Olivia

Beitrag von haarerauf 04.11.10 - 16:19 Uhr

Hallo Y.

meine Tochter war letztes Jahr noch auf der Grundschule in Bayern, hatte einen 2,0 Durchschnitt.

Ich dachte... schick sie auf die Real, da kommt sie sicher mit und es kostet keinen Aufwand. (Ich Real, Vater Haupt).

Ich habe mit der Lehrerin gesprochen und diese meinte nur: schicken sie sie aufs Gym, sonst macht sie Ihnen ihr Leben lang Vorwürfe weil SIE sie nicht aufs Gym gelassen haben.

Gesagt getan...
Haaretochter ist seit Mitte September auf dem Gymnasium und sie ist tatsächlich eine gute Schülerin.

Bis jetzt war die schlechteste Note eine 3 ;-)

Servus
Haarerauf

Beitrag von gr202 04.11.10 - 18:32 Uhr

Was hälst Du denn von einer Gesamtschule? Dort können die Kinder den Realschul-Abschuß und auch Abi machen. Leider hat ja keiner von uns einer Glaskugel und weiß, wie die Kinder mit 15 lernen.

Gruß
GR

Beitrag von barbarelle 04.11.10 - 19:23 Uhr

Hallo GR,

in Baden Württemberg gibt es (leider) keine Gesamtschulen. Die TS kommt aus dem Postleitzahlengebiet 7 ... das dürfte BW sein.

LG
Barbarelle

Beitrag von paula179 05.11.10 - 10:42 Uhr

Hallo!

das ist eine schwierige Entscheidung...

Was möchte sie denn?

Meine Tochter ist auch in der 4. Klasse und hatte im letzten Zeigniss 6 mal eine 1 und 3 mal eine 2.
Und ich werde sie NICHT auf das Gymnasium schicken, weil sie das nicht möchte und das Gym. bei uns in der Stadt auch den Ruf hat, dass es sehr viel Leistung verlangt.
Sie geht entweder auf die IGS oder auf die Realschule. Lieber gute Noten da, als schlechte auf dem Gym. Und wenn sie dann in der 10. Klasse immer noch gute Noten hat, dann kann sie auch noch ihr Abi machen.

So sehe ich das.

LG Paula

Beitrag von denila 05.11.10 - 12:58 Uhr

Meine Tochter sit damals aufs Gymnasium gewechselt. Ihr Zeugnisschnitt war damals glaube ich 1,8 oder 1,9. also etwa so wie der von eurer Tochter. Sie hatte diese Noten ohne viel Lernen oder Nachhilfe erreicht, war lernwillig und war in der Lage sich auch mal durchzubeissen. Sie kam in einen G8-Jahrgang und hatte mit dem Schulstoff auch kaum Probleme. Ihre Noten waren eigentlich nie schlechter als 3. Ab und war war natürlich auch mal eine 4 dabei. Und das ohne, dass sie ihre Nachmittage mit Lernen zugebracht hat.
Nur die Organisation der Schule, die Mitschüler und die Lehrer haben sich gestört und bei ihr Streß verursacht. Seit diesem Schuljahr geht sie jetzt auf ein anderes Gymnasium und es geht ihr persönklich wieder besser und auch ihre Noten sind noch mal deutlich besser geworden.

Ich selbst habe Abitur gemacht, obwohl meine Eltern beide nur den Hauptschulabschluss haben. Hätte sie damals so gedacht wie dein Mann hätte ich wohl nie studieren können und das wäre ja wohl echt schade gewesen. Eure Tochter sollte sich ganz frei entwickeln können. Notfalls müsst ihr euch halt reinarbeiten in den Stoff. Und vielleicht kommt sie ja auch ganz ohne eure Hilfe aus. Wartet ab bis März, fragt vielleicht mal eure Tochter, aber es schaut schon nach Gymnasium aus für mich. Und genau sagen kann man es eh nie wie sich die Kinder entwickeln.