Beantragung von Elterngeld & Co.

Archiv des urbia-Forums Baby-Vorbereitung.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Baby-Vorbereitung

Die Zeit vor der Geburt ist die Zeit des Nestbauens. Hier könnt ihr gemeinsam überlegen, wie ihr das Kinderzimmer einrichten möchtet, wo das Baby schlafen soll, welche Kleidungsstücke in die Erstausstattung gehören und vieles mehr... 

Beitrag von anuk87 04.11.10 - 11:17 Uhr

Hallo Mädels,

ich benötige mal eure Hilfe, da ich in dieser Materie ganz neu bin. :-)

Ich fass mal kurz zusammen (falls ich Blödsinn schrieb, bitte korrigieren!):

Also man bekommt vom AG im Mutterschutz (6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt), das bisherigen Einkommen. Danach gibt es für 12 Monate Elterngeld (+ evtl. 2 Mon. für den Mann) 67 % des bisherigen Einkommens und natürlich Kindergeld.

Wann und wo muss man dies jetzt beantragen? Hab ich irgendwas vergessen? Noch eine andere Frage, wie schaut es eigentlich aus, wenn die Babys früher kommen (erwarte Zwillinge) mit dem Mutterschutz?

Vielen Dank für eure Antworten!!

LG,

#blume

Beitrag von wuestenblume86 04.11.10 - 11:25 Uhr



Bei Zwillingen bleiben soweit ich weiß die 6 Wochen vorgeburtlicher Mutterschutz und lediglich nach dem ET verlängert sich der Mutterschutz auf 12 Wochen. Sollten die Kinder vor ET kommen, werden die Wochen zusätzlich gezahlt ;-)

Beitrag von tragemama 04.11.10 - 11:25 Uhr

Wenn Du Mutterschaftsgeld bekommst, fallen 2 Monate Elterngeld weg, sonst stimmt alles.

Beantragt wird alles mit Geburtsurkunde, also nach der Geburt.

2. Mutterschutz

§ 6 MuSchG Beschäftigungsverbote nach der Entbindung

Gesetzesänderung seit Juni 2000(1) Mütter dürfen bis zum Ablauf von acht Wochen, bei Früh- und Mehrlingsgeburten bis zum Ablauf von zwölf Wochen nach der Entbindung nicht beschäftigt werden. Bei Frühgeburten und sonstigen vorzeitigen Entbindungen verlängern sich die Fristen nach Satz 1 zusätzlich um den Zeitraum der Schutzfrist nach § 3 Abs. 2 , der nicht in Anspruch genommen werden konnte. Beim Tod ihres Kindes kann die Mutter auf ihr ausdrückliches Verlangen ausnahmsweise schon vor Ablauf dieser Fristen, aber noch nicht in den ersten zwei Wochen nach der Entbindung, wieder beschäftigt werden, wenn nach ärztlichem Zeugnis nichts dagegen spricht. Sie kann ihre Erklärung jederzeit widerrufen. (1


http://www.elterngeld.net/elterngeldantrag.html

http://www.arbeitsagentur.de/nn_26666/Navigation/zentral/Formulare/Buerger/Kindergeld/Kindergeld-Nav.html

Andrea

Beitrag von lila628 04.11.10 - 11:45 Uhr

Hallo,

ich erwarte auch Zwillinge ;-).

Vor der Geburt 6 Wochen Mutterschutz und nach der Geburt 12 Wochen Mutterschutz. Kommen die beiden früher und du kannst vorher z.B. nur 2 Wochen Mutterschutz nehmen, so werden die fehlenden 4 Wochen an die 12 Wochen nach der Geburt drangehangen, also dann wären es in dem Beispiel 16 Wochen nach der Geburt der beiden Zwerge.

Elterngeld gibt es für 12 Monate auf dem Papier, wobei die Mutterschutzmonate mit dem Elterngeld verrechnet werden. Sagen wir mal du hast die 12 Wochen Mutterschutzfrist nach der Geburt, zählen diese 12 Wochen schon beim Elterngeld mit und du erhälst als Mama nur noch 9 Monate Elterngeld ausgezahlt. Dann gibt es noch die 2 Papamonate wo Elterngeld gezahlt wird, wenn man sie in Anspruch nimmt.

Elterngeld gibt es ab 2011 nur noch 65% vom Nettolohn der letzten 12 Monate vor der Geburt der Babys berechnet.
Man kann es sich über 12 oder 24 Monate auszahlen lassen.

Kindergeld muss man noch beantragen - nach der Geburt/Geburtsurkunde.

Hoffe ich konnte dir ein wenig helfen - hatte mich beim DRK beraten lassen, so haben sie es mir dort erklärt.

Dann gibt es noch die Möglichkeit von Kinderzuschlag. ( Einkommensabhängig )

Während der Schwangerschaft beim DRK oder so Ünterstützung für Erstausstattung ( Einkommensabhängig ).

Am besten lässt du dich auch mal bei so einer Stelle genauer beraten? Wie gesagt, ich war beim DRK in der Schwangerenberatung gewesen.

Lg#winke


Beitrag von anuk87 04.11.10 - 12:05 Uhr

Vielen, lieben Dank für die Info.

Ich habe auch schon nach so einer Beratungsstelle gesucht und nur solche Angebote gefunden, die eher so richtige Familieprobleme betreffen.

#danke ;-)

Beitrag von susannea 04.11.10 - 15:05 Uhr

Ja, da ist viel Blödsinn dabei:

1. Der Mutterschutz bei Zwillingen beträgt 6+12 Wochen, in der Zeit gibts 13 Euro täglich von der KK der Rest zum vollen gehalt vom AG.

2. Es gibts für eine Person (die nciht alleinerziehend ist) maximal 12 Monate Lohnersatzleistungen nach der Geburt, sprich die mindestens 3 Monate, die du nach der Geburt Mutterschaftgeld erhältst, gibts kein Elterngeld.

3. Elterngeld werden höchst wahrscheinlich nur noch 65% sein, aber du bekommst fürs zweite Kind (bei Mehrlingen) 300 Euro zusätzlich.

4. Sollten die Kinder früher kommen, dann gibts die Zeit die dir vor der Geburt an Mutterschutz fehlt nach der Geburt,, also länger Muttershcaftsgeld, aber weniger Elterngeld.

Sollte das Elterngeld bei dir höher sien als das Mutterschaftsgeld, dann gibts die Differenz noch an Elterngeld ausgezahlt!