Kriegt man bei Wohneigentum gar kein Hartz IV?

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Beitrag von schokoholic 04.11.10 - 12:01 Uhr

Hi,

Frage steht ja oben..
Haben vor kurzem ein Haus gekauft und mein Mann arbeitet noch,aber hat bei Entlassung nur noch 1 Monat Anspruch auf ALG.
Wir wohnen selbst drin,falls das wichtig ist...
Kriegen wir dann gar kein Geld oder wie?

Danke, Schoko

Beitrag von cherry19.. 04.11.10 - 12:04 Uhr

Hä?
Versteh ich nicht!

Wenn er doch arbeitet und das länger, dann bekommt er doch auch wieder im Falle einer Kündigung ALG1.

Oder wisst ihr schon, dass er nur kurz arbeitet und demnach ALG1 nur noch für einen Monat bekommt?


Beitrag von schokoholic 04.11.10 - 12:05 Uhr

Es droht Entlassung und ich wollte es halt mal wissen,was uns erwarten könnte...Lg!

Beitrag von cherry19.. 04.11.10 - 12:16 Uhr

Oh, shit.

was ich grad gefunden habe:

soweit ich weiß, ist selbstgenutzes Wohneigentum erstmal kein Grund, das ALG2 zu verweigern.

Es muß nur angemessen sein, wobei hier die ortsüblichen Grenzen für Mietwohnungen etwas großzügiger ausgelegt werden können.
Übrigens die ganzen Nebenkosten (incl. Steuern, Versicherung..) kannst Du bei der AA beantragen, da dies ja Kosten für die Unterbringung sind.
(auch Zinsen auf Kredit, jedoch nicht die Tilgung)

Aber andere kennen sich diesbezüglich sicher besser aus.

Beitrag von zwiebelchen1977 04.11.10 - 13:05 Uhr

Und es wird glaube ich auch nicht jahrelang gezahlt.

Strom wird auch icht übernommen, das ist aus dem Regelsatz zu zahlen

Beitrag von cherry19.. 04.11.10 - 13:10 Uhr

Das mit dem Strom hat aber nix mit Wohneigentum zu tun. Das muss jeder ALGII-Empfänger sowieso selber zahlen. Ebenso wie Warmwasser.
;-)

Beitrag von zwiebelchen1977 04.11.10 - 13:13 Uhr

Das weiss ich. Nur weil die geschrieben hast, inc Nebenkosten.

Vielleicht weiss die Te das ber net

BIanca

Beitrag von windsbraut69 04.11.10 - 12:28 Uhr

Ja, warum kauft man denn in so einer Lage ein Haus?
Ihr könnt - sofern das Haus angemessen und selbst genutzt ist - durchaus ALGII beziehen, damit werdet Ihr aber die Finanzierung (oder ist es komplett bezahlt?) nicht packen können.

Seht beide zu, so schnell wie möglich neue Jobs zu finden und die Arbeitslosigkeit zu umgehen.

Gruß,

W

Beitrag von miss-bennett 04.11.10 - 14:33 Uhr

Hi!

Wie die Lage bei der TE weiß ich nicht, aber wir haben ein Haus gekauft und die monatliche Rate beträgt bisschen mehr als die jetztige halbe Miete. Daher finde ich das schon mal kostensparend. Vielleicht war es bei ihr auch so?

Ausserdem kenne ich eine Familie, die ein Haus gekauft und Wohngeld dazu bekommt und zwar nicht wenig! Dass das geht, wusste ich gar nicht, woher auch? Daher denke ich schon, dass man es auch als ALG-was-für-auch-immer-eine-nummer-Empfänger stemmen könnte (wenn man nicht gerade ein super teueres Haus kauft)

Gruß

Beitrag von windsbraut69 05.11.10 - 07:07 Uhr

Tatsache ist, dass die ARGE (ALGII) keine Tilgung übernimmt und Banken keine Kredite an ALGII-Bezieher vergeben.

Schon deshalb ist es halsbrecherisch, sich mit der Aussicht auf ALGII ein Haus zu kaufen.

Gruß,

W

Beitrag von tweety12_de 04.11.10 - 15:58 Uhr

das war mal spntan auch meine frage !!


so langsam versteh ich die welt und die leute nicht mehr......


gruß alex

Beitrag von vwpassat 04.11.10 - 12:45 Uhr

Warum hat Dein Mann nur Anspruch auf 1 Monat ALG! ?

Solange kann er da ja nicht im letzten Job gewesen sein.

Warum kauft man sich in dieser Situation (auf Pump?) Wohneigentum?

Erklär das mal!

Beitrag von knutschka 04.11.10 - 16:07 Uhr

Hallo,

weißt du, ich finde es traurig, dass immer gleich geschossen wird, wie man sich in "solcher" Situation ein Haus kauft...

Du weißt doch gar nichts über die TE - wie würdest du denn reden, wenn sie das Haus bar bezahlt hätten und dadurch nun weniger als ihren "Freibetrag" (wie auch immer man das Geld nennt, was man haben darf und trotzdem ALG II berechtigt ist) haben?

Ich glaube, vor Arbeitslosigkeit ist fast niemand sicher - wenn es nach deiner Logik ginge, dürfte sich ja keine Familie, in der es nur einen Verdiener gibt (und im Grunde auch keine andere Familie, die nicht mind. einen unkündbaren Job hat), ein Haus kaufen - schließlich kann es immer passieren, dass man diesen verliert...

LG Berna

Beitrag von sternschnuppe215 04.11.10 - 16:47 Uhr

soweit ich weiß nur die Zinsleistungen, aber für eine angemessene Wohnfläche...

sonst könnte sich ja jeder ein Haus übers Amt finanzieren lassen

#schwitz

also Makler beauftragen und es abstoßen, wenn kein neuer Job in Sicht ist...

Beitrag von sissimama 05.11.10 - 10:40 Uhr

Hi Schoko,

der Frage versuche ich seit 30.09. auf den Grund zu gehen. Hatte noch einen halben Monat Anspruch auf ALGI und habe sehr zeitnah Antrag auf ALGII gestellt...

Also man kann die Frage, ob man was bekommt oder nicht, nicht auf´s Wohneigentum begrenzen. Wenn du ansonsten nicht viel auf der hohen Kante hast, was unter verwertbar zählt, dein Einkommen nicht alle Rahmen sprengt, stehen die Chancen sicher nicht schlecht. Voraussetzung ist u.a., dass die Wohnfläche und die Grundstücksfläche angemessen sind. Also wir zB haben 119qm zu dritt, das ist grad noch so akzeptabel, Grundstück ist mit 916qm bissl zu groß. Aber da ich nachgewiesenermaßen davon nix verkaufen oder verpachten kann (allein 150qm sind Zufahrt) meinte meine Bearbeiterin, dass das gerade noch so OK wäre. Und die Zinsen sollten max. in etwa der ortsüblichen Miete entsprechen.

Allerdings warte ich noch auf meinen Bescheid, ob diese mündlichen Aussagen auch so dann zutreffen...

LG und viel Glück, dass die Entlassungswelle doch nicht kommt!

sissimama#blume

Beitrag von windsbraut69 05.11.10 - 16:19 Uhr

Ja und was macht man dann mit der Tilgung?

Gruß,

W

Beitrag von sissimama 05.11.10 - 17:05 Uhr

Die darf man aus dem Regelsatz und dem was ggf. der Partner verdient bezahlen...

LG sissimama#blume