Ich verstehe diese Reaktionen überhaupt nicht..............

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von muckel1204 04.11.10 - 12:43 Uhr

Hallo Ihr da draußen,

gestern habe ich mich geärgert, aber so richtig geärgert und bin fast laut geworden.
Zur Situation: Ich bin vor 5 Jahren ndlich mit meinem Man zusammen gezogen, nch 8 Jahren Fernbeziehung/Fernehe, schwanger mit dem Großen, dem dann vor 2 Jahren der Kleine folgte.
In meiner Elternzeit bin ich schon in meinem erlernten Beruf (Krankenschwester) arbeiten gegangen, aber mit dem Ag und mir nahm es ein unschönes Ende, mit Anwälten, Drohungen etc. Das Recht war zwar auf meiner Seite und ich gewann, aber das soll nicht das Thema sein. Mein Mann bekam eine neue Anstellung und ist recht erfolgreich, Tendenz steigend.
Nun macht es mir seine Arbeitszeit nicht leicht und ich kann unmöglich in 2 Schichten arbeiten, denn es gibt nur seine Mutter, die hier auf die Kinder aufpassen kann.
Ok, ich bewerbe mich fleißig, bin auch immer in Jobs gewesen, den letzten habe ich gekündigt, da mir der Druck und die psychische Belastung zu hoch waren (Call Center Outbound) Die Arbeitszeiten waren Klasse, ich konnte mich um meine Kinder kümmern, mein Mann konnte auf Dienstreise ohne das ich gleich Schnappatmung, wegen der Kinderbetreuung bekommen musste und auch wenn er im Rahmen eines Projektes Schichten musste (was leider unregelmäßig und nicht im Vorraus planbar ist), aber ich konnte nicht mehr und schleppte mich nur noch mit Bauchschmerzen zur Arbeit.
Mitlerweile entferne ich mich von meinem Job, weil hier so ein Pflegemangel herrscht, das man nur noch Vollzeit eingestellt wird und Teilzeit sieht dann so aus, das man 5-6 Stunden am Tag hat und dann aber auch 4-7 Dienste am Stück macht. Mein meistes waren 12 Dienste am Stück, die ich so einfach nicht hin bekomme, dazu noch Teildienste, ja wo soll ich die Kinder lassen????
Also bin ich mitlerweile so weit, das ich auch putzen gehen würde einschlägige Stellengesuche habe ich hier und meine Schwiemu dreht total am Rad. Ich sei schließlich ausgebildet und was ist schon eine Putzfrau? Dazu muss ich sagen, das ich in meiner Zeit als Schüler auch putzen gegangen bin, ich kenne mich also in der Materie aus.
Ich habe ihr dann nur an den Kopf geworfen, das eine Putzfrau den Dreck weg macht, den wir alle Tag täglich hinterlassen und ohne sie wäre es in der Tat ein ziemlich dreckiges Leben.
Ich fragte sie auch, ob es ihr peinlich ist, darauf bekam ich dann keine Antwort mehr..........
Klar sie hat ja ne Putzfrau, die ihr die Bude macht, ohne gehts auch nicht, sie arbeitet ja schließlich nicht, sondern macht 2 mal die Woche ehrenamtliche Sachen, also was soll der ganze Humbug?
Ich wurde so erzogen das man Arbeit eben auch macht, um raus zu kommen um etwas zu tun und wenn es die einzige Möglichkeit ist den Job meinem Mann, die Kinder und auch ein wenig meine Strebsamkeit in Griff habe dann reicht mir das doch............

Danke fürs mal ausbrechen...........#liebdrueck
Carina

Beitrag von bruchetta 04.11.10 - 12:58 Uhr

Das Problem ist, wenn Du jetzt, sagen wir mal 8 Jahre, als Putzfrau arbeitest, schreibst Du das in Deinen Lebenslauf und es könnte schwierig werden, in einem anderen Bereich Fuß zu fassen.
Ich gehe mal davon aus, dass Dein Mann nicht schlecht verdient und bin der Ansicht, dass man putzen geht, wenn gar nichts anderes mehr geht und nur des Geldes wegen.
Von daher MUSST Du doch jetzt nicht putzen gehen, oder?

Sind die Pflegeeinrichtungen nicht froh, dass sie überhaupt jemanden finden?
Dann könntest Du doch Deine Bedingungen, was Arbeitszeiten und Stundenzahl betrifft, dort vortragen, oder?
Versuchen würde ich das mal.... für die ist das doch auch besser als wenn sie gar keinen finden.

Beitrag von dominiksmami 04.11.10 - 13:03 Uhr

Huhu,

hmm nein ich denke nicht jeder geht nur putzen wenn gar nichts anderes mehr geht.

Ich hab das eine zeitlang z.B. gemacht weil die Arbeitszeiten für mich optimal waren und ich zudem sogar mehr verdient habe als in meinem erlernten Beruf.

lg

Andrea

Beitrag von bruchetta 04.11.10 - 16:34 Uhr

Das stimmt natürlich!

Meine Freundin putzt auf einem Bauernhof (€ 400,--) und bekommt € 11,-- pro Stunde.

Beitrag von muckel1204 04.11.10 - 13:12 Uhr

Sind die Pflegeeinrichtungen nicht froh, dass sie überhaupt jemanden finden?
Dann könntest Du doch Deine Bedingungen, was Arbeitszeiten und Stundenzahl betrifft, dort vortragen, oder?

Schön wäre es ja, aber glaube mir, da bin ich schon mehr als einmal auf die Nase gefallen. Selbst Stellenazeigen die mit Teilzeit ausgeschrieben waren, erwiesen sich nach ne halbstündigen sehr tollen Gespräch als Vollzeitstelle und ich fragte mich ernsthaft warum man mich eingeladen hatte, denn ich habe expilzit in meinen Bewerbungsunterlagen gechrieben das ich nur Teilzeit arbeite und Probleme mit einigen Zeiten habe.

Ich habe selbst in einer Zeitarbeitsfirma agefangen, am Anfang war mit den Zeiten auch alles in Ordnung, bis man mich auf eine andere Stelle setzte, die auf einmal Vollzeit war, mein Dienstplan war eine einzige Katastrophe und es wurden auch keine Änderungen vorgenommen, wei ich der Lückenfüller für fehlende Kräfte war. So kam ich in der ersten Woche gleich jeden Tag eine halbe Stunde zu spät, weil mein Mann Nachtdienst hatte und ich die Kinder leider nicht ne dreiviertel Stunde alleine zu Hause lassen konnte.
Es interessierte niemanden, zahlreiche Gespräche verliefen im Sande und als ich nach etwas anderem fragte, bekam ich nur die Antwort, das ich doch kündigen müsse, was ich auch getan habe.

Klar verdient mein Mann "gut" na ja, gut ist auch übertrieben, im nächsten Jahr wird es mehr, aber ich kann und möchte nicht einfach nur zu Hause sei und Däumchen drehen, wenn ich mit meiner Zeit auch einfach etwas sinnvolles anfangen könnte.

LG

Beitrag von cunababy 04.11.10 - 14:09 Uhr

das sehe ich anders, denn es ist ja ein Nebenjob.

Ich würde dann in den Lebenslauf der Bewerbung schreiben, dass ich eben Hausfrau war und die Kinder groß gezogen habe.

Außerdem kann Sie sich von dem zusätzlichen Geld ja auch ein bischen weiter bilden, so tut sie was für sich , hat später einen leichteren Einstieg und hat was, was sie dem neuen AG präsentieren kann neben dem Hausfrauendasein =)

Ich verstehe deine SM da auch net.

Beitrag von raena 04.11.10 - 13:49 Uhr

Hallo Carina,

bin jetzt echt kein Pflegeprofi, aber spontan sind mir folgende Möglichkeiten eingefallen:

* Haushaltshilfe (für altere, pflegebedürftige) inkl. medizinische Pflege (auch Medikamente verabreichen) und putzen und kochen
* Familienhilfe über Jugendamt (ähnlich wie oben aber eben mit Kindern statt alten Leuten)
* ggf. gibt es auch mehrere selbstständig tätige Pfleger, die sich zusammengeschlossen haben wo du dich anschließen kannst.
* In Kinderkrippen und Kindergärten als Zusatzkraft (vielleicht auch weil behinderte Kinder die medizinische Hilfe benötigen da sind, Stichwort "Medikamentenverabreichung")

.... mehr fällt mir jetzt net ein .....

LG
Tanja


.....

Beitrag von lilly7686 04.11.10 - 13:54 Uhr

Hallo!

Also nein, Putzen ist nicht schlimm.
Allerdings sehe ich das Problem eher dabei, dass du wohl in ein paar Jahren, wenn die Kinder älter sind und auf sich alleine schauen können, du nicht mehr in die Pflege gehen werden kannst. Du hättest dann einfach zu viel verpasst.

Mein Vorschlag wäre, sofern es die Möglichkeit bei dir gibt, in der mobilen Pflege zu arbeiten.
Ich hab als mobile Heimhilfe gearbeitet (leichte Körperpflege, Einkäufe und auch Putzen; Medikamente besorgen usw.). Die Zeiten waren da super! Ich konnte meine Tochter täglich mittags vom KiGa holen und brachte sie zum Abenddienst dann zu meinen Eltern (meist ging der von 16 bis 18/19 Uhr).

Schau mal, ob es sowas in deiner Umgebung gibt!

Viel Erfolg!

Beitrag von muckel1204 04.11.10 - 14:35 Uhr

Ambulante Pflege habe ich ja bereits gemacht, ist leider auch keine Möglichkeit, weil es hier mitlerweile nur noch Teildienste gibt, vor allem an den Wochenenden.
Ambulante Dienste auch hier bieten leider nur 5 stunden täglich, im SD sinds 6-7, also wieder mehr Tage.

Egal, ich werde schon etwas finden............

Beitrag von kati543 04.11.10 - 14:57 Uhr

Hallo Carina,
ich würde sagen, eine Putzfrau zu sein, ist nicht unbedingt etwas strebenswertes. Du hast doch eine Ausbildung und Erfahrung als Krankenschwester. Warum versuchst du dann nicht in dieser Richtung wenigstens was zu finden? Bei uns z.B. sucht der FED/FUD permanent Leute. Da kannst du dir deine Arbeitszeit aussuchen, bist flexibel,... Man muß natürlich mit behinderten Kindern umgehen können, aber als Krankenschwester hast du ja einiges schon gesehen und kippst nicht gleich um, wenn eben mal jemand nicht 100% gesund ist. So etwas macht sich auch im Lebenslauf besser als ein Putzjob.

Beitrag von alkesh 04.11.10 - 17:57 Uhr

Ich würde eher versuchen das Problem der Kinderbetreuung zu lösen!

Babysitter, Kiga, Krippe, Freunde...

Mein Mann und ich arbeiten beide Schicht, geht alles!

LG

Beitrag von sallyy07 04.11.10 - 18:48 Uhr

ich kann dir nur so viel dazu sagen:

meine Mom ist ausgebildete Krankenschwester und sie ist im Pflegedienst tätig.

also sie hat schon im:

* ambulanten Plegedienst gearbeitet auf 75% das geht
* im Altersheim da auch nur von Morgens bis nachmittags
* und nun arbeitet sie in einer Alten WG auch auf 75% da sind dement Kranke alte Leute z.b und auch nciht so viele wie in einem Altersheim

du kannst dich da auch gut weiterbilden usw.und da kannst du acuh als Krankenschwester arbeiten du brauchst nicht unbedint als KS im Krankenhaus zu arbeiten.


lg

Beitrag von muckel1204 04.11.10 - 20:21 Uhr

Ja genau, Freunde mh las mich überlegen, alle Kinderlos und nicht daran interessiert meine Kinder zu hüten. Mehr gibt es hier nicht. An die Mütter in der Kita komme ich nicht ran, egal wie sehr ich mich drehe und wende, es wird nichts, wir wohnen zuweit ab vom Schuß.
Tagesmutter in unserer Nähe wäre auch sehr teuer, da zahle ich dann über 1100 Euro an Kinderbetreuung im Monat, ohne Essen, damit sie durch Kita und Tamu abgesichert sind, das kanns doch nicht sein, soviel verdiene ich hier im Osten gar nicht.
Außerdem ist es immer leichter wenn beide in Schichten arbeiten, denn so kann immer einer bei den Kindern sein. Es ist aber durchaus schwerer, wenn einer unregelmäßig zu Hause ist, unregelmäßig lange arbeitet und es einfach keine festen Zeiten gibt, an die man sich halten kann. Da wird heute beschlossen, das es nächste Woche mal eben 2 Wochen auf die Dienstreise geht und dann stehe ich da, das macht kein Arbeitgeber mit, denn auch Dienstpläne sind nun mal kein Wunschkonzert mehr, der Traum ist vorbei.
Und egal wo ich mich in meinem Beruf vorgestellt habe, erschreckte die AG schon die Aussicht darauf, das es immer mal vorkommen kann, das ich kurzfristig Dienste tauschen muss ganz davon abgesehen, die "netten" Kollegen die auch nur am nölen waren, nicht umsonst hat mein AG versucht mich mit unlauteren Mitteln aus dem Job zu werfen.

Nun ja, wat willste machen, wir werden wieder rödeln und machen und tun, ich werde mich weiterhin bewerben und versuchen etwas zu finden, was allen gerecht wird.

LG

Beitrag von alkesh 04.11.10 - 20:33 Uhr

Mein Mann und ich haben feste Dienstpläne, da ist nix mit aussuchen ;-)

Überstunden sind nicht planbar und man kommt auch nicht drum rum - da helfen nur Notfallpläne.

Aber wenn Ihr natürlich keine Freunde habt bei denen Ihr auch mal sitten könnt, so machen wir das viel, dann ist das natürlich schwer!

Ich drück Dir die Daumen das Du was findest!

LG

Beitrag von jule2801 04.11.10 - 20:49 Uhr

Hallo Carina,

prinzipiell spricht nichts gegen Putzen gehen, wobei ich fest davon überzeugt bin, dass das nicht dein Traumjob ist. Wie sieht es denn aus bei einem ambulanten Pflegedienst? Die sind in der Regel froh und dankbar um jeden der das Team verstärkt und die haben relativ humane Arbeitszeiten.

lg Jule!

Beitrag von muckel1204 04.11.10 - 21:13 Uhr

Habe ich leider schon durch und die waren so froh und dankbar, das sie mich mit sehr dubiosen Mitteln versucht haben zu kündigen. Also mit Anwälten, Drohungen und dem ganzen Schmus kenne ich mich nun auch aus ;-) Genau wie die Zeitarbeitsfirma, die mich dann aufegfordert hat zu kündigen, weil sie mir leider nichts flexibles anbieten können. Dann bin ich ins Call Center, die Arbeitszeiten waren genial, genau so brauchten wir sie. Ich war unabhängig von den Arbeitszeiten meines Mannes, musste nur 2 Tage die Woche bis 19 Uhr arbeiten, perfekt. Aber dem psychischem Druck und diesen unlauteren Methoden kam ich nicht mehr zurecht, hatte Schlafstörungen und Angstzustände.

Es ist ja wirklich nicht so, das ich verschiedene Sachen probiere, mich bewerbe und mache und tue. ich drehe mich hier und habe das Gefühl ständig auf der Stelle zu treten....................

Beitrag von karin3 04.11.10 - 21:56 Uhr

Hallo,

hm deine Schwiemu füllt ihre Langeweile durch ein bisschen Ehrenamt aus, anstelle selber zu putzen. (so viel Geld möchte ich auch mal haben)
mh Ich denke es ist ihr peinlich. Wie alt ist denn deine Schwiemu und wie viel hat sie selber gearbeitet?

Gruß Karin

Beitrag von nursy 05.11.10 - 02:04 Uhr

Ich bin auch Krankenschwester und ich kann dir nur raten: Such weiter nen Job in dem Bereich wo du gelernt hast!!!

Sonst kommst du nie wieder da rein!!!

Ich arbeite derzeit in der Heimbeatmung als Intensivschwester und mein Arbeitgeber ist echt super flexibel was die Absprache und Dienstplanung angeht.

In Berlin gibts doch auch nen Intensivpflegedienst wie hießen die doch gleich???

Da sind die Arbeitszeiten meist besser zu organisieren wie im Krankenhaus oder im mobilen Bereich.
Ich habe auch einige Arbeitgeber durch bis ich bei meinem jetzigen gelandet bin und echt zufrieden und glücklich bin.

Gruß
Nursy

Beitrag von smurfine 05.11.10 - 20:29 Uhr

Und wenn Du in die ambulante Pflege gehst? Wird wohl nicht schlechter bezahlt sein als putzen.

Lg,
FINA

Beitrag von seluna 07.11.10 - 19:09 Uhr

Ja, kenne ich.
Komme ebenfalls aus so einem Beruf uns gehe heute einer Arbeit nach, die man als Aushilfe bezeichnen kann.
Hauptsache ich arbeite.

ein Arbeitgeber sieht es in der regel lieber im Lebenslauf, wenn man einen "niederen Job" gemacht hat, als das man zu hause sass die ganze zeit.

Leider gibt es bei uns keine 24 Stunden kita, die wäre gerade für alleinerziehende im Pflegeberufen (was ja doch stark vertreten ist unter Frauen) sehr hilfreich.